11.000 Tote vermieden

"Cinq ans de radars et 11.000 vies épargnées" (5 Jahre Radar und 11.000 Leben eingespart) lautet der Titel eines heute in "Libération" erschienen Artikels. Danach sind vor 5 Jahren in Frankreich die ersten stationären Strassen-Radars aufgestellt worden und keiner hat so richtig geglaubt, dass daraus wirklich was wird. Inzwischen stehen über 2.000 von diesen Geräten an Frankreichs Strassen. Nach Ansicht der Statistiker haben sie dazu beigetragen, die allgemeine Geschwindigkeit im Schnitt um 10% zu senken.

In den 5 Jahren wurden 25.604.234 PV (PV=procès verbal=Strafzettel) versandt, davon erfolgten 2007 52% auf Grund von Daten der fixen Radar-Stationen.

Die Verantwortlichen haben berechnet, dass damit 11.000 Leben eingespart wurden (vies épargnées - in Frankreich spart man Leben, ich würde das mit "Toten vermeiden" übersetzen) und 150.000 Verletzte vermieden wurden. Diese positive Bilanz sei grösstenteils den Radars zuzuschreiben.

Und weil es so gut läuft, soll die Zahl der stationären Radars bis 2012 um weitere 500 Geräte erhöht werden.

Eins stört die Polizeibehörden: Die Ausländer entkommen ihrer gerechten Strafe, weil sie nicht identifiziert werden können. Der zuständige Staatssekretär für Transport (le secrétaire d'Etat aux Transports), Dominique Bussereau, arbeitet an einer Direktive, die den entsprechenden Datenaustausch mit allen Ländern der EU ermöglichen soll.

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