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Verkehrschaos in Bukarest und keiner will aufs Auto verzichten

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In den letzten Tagen nach Beginn des neuen Schuljahres verstärkt noch durch Regenfälle hat Bukarests Verkehr die Nerven der Fahrer vor eine schwere Belastungsprobe gestellt. Zu Spitzenzeiten braucht man auf den großen Boulevards eine halbe Stunde, um ein paar hundert Meter weiter zu kommen. Autobusse und Trolleybusse sind ebenfalls im Verkehr blockiert, da es für sie keine eigene Fahrspuren gibt. Die Autofahrer blockieren auch noch die Straßenbahnschienen, weil sie meinen so schneller voran zu kommen. Die Verkehrspolizei erklärt, dass die Zahl der Autos in Bukarest in den letzten 3 Jahren erheblich angestiegen ist und die Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel zu wenig benutzen. Dazu kommt noch der Durchgangsverkehr, da die Stadt bisher keinen funktionierenden Autobahnring hat. Dies schreibt die Webseite “Hotnews.ro” zur derzeitigen Verkehrssituation in der Stadt. Ein steiler Anstieg des Individualverkehrs, ein unzureichender öffentlicher Nahve...

Die sieben Höllen des Nahverkehrs in Recife

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Zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte ich die Gelegenheit den öffentlichen Nahverkehr in der brasilianischen Stadt Recife in Pernambuco zu erleben. Damals gab es noch einen vollklimatisierten Bus mit Sitzplatzgarantie, der einem von den beliebteren Stadtteilen ins Zentrum brachte. Der Dienst wurde aber bald wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Es blieb nur noch der normale Busverkehr. Der bestand aus Bussen, die eigentlich für Überlandreisen gedacht waren und Haltestellen, für die man einen siebten Sinn brauchte, denn sie waren selten als solche erkennbar. Da sich ein Großteil der Bevölkerung ein Auto nicht leisten konnte, war der Andrang natürlich entsprechend groß. Bekam man mal Zugang zu einem Bus, konnte man sich in der Regel nur noch reinquetschen. Der Bus hatte keine Klimaanlage und so klebte man Körper an Körper und war den nicht immer wohlwollenden Fahrkünsten des Fahrers hilflos ausgeliefert. Hat sich nach über 30 Jahren und nach einer Fußball-WM etwas...

Salvador's neue Metro: Benutzung nur mit Registrierung

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Salvador / Bahia hat endlich eine Metro. 14 Jahre nach dem Beginn der Arbeiten wurde die etwa 7 km lange Teilstrecke der CCR Metrô Bahia von der Station Retiro in das Zentrum eingeweiht. Allerdings bezieht sich die Einweihung vorläufig auf einen provisorischen Betrieb zu Testzwecken. Für die Bewohner Salvadors trotzdem ein besonderer Tag. In ihrer von Autos verstopften Stadt gab es bisher keine Eisenbahn. Zur Einweihung gab es kostenlose Fahrten auf der Kurzstrecke und 4.200 Neugierige benutzen die Gelegenheit, ihre neue Metro im "begleiteten Betrieb" - so nennt man in Salvador die derzeitige Funktionsweise der Metro - kennenzulernen. Ab heute fährt die Metro täglich, aber nur von 12 bis 16 Uhr. Während der Spiele zur Fußball-WM in Salvador dürfen allerdings nur registrierte Fußball-Anhänger die Metro nutzen. Zur Enttäuschung einer begeisterten Schar Schüler, die diese Einschränkung so kommentiert: "Es ist das erste Mal, dass hier eine Metro fährt und schon wollen ...

Barcelona stellt Experimente mit Kaugummi ein

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Die Transportgesellschaft für den öffentlichen Nahverkehr in Barcelona (TMB) hatte im vergangenen September die glorreiche Idee in einigen Bussen Kaugummi-Automaten aufzustellen. Ausführende Gesellschaft war die Firma “Vending”, die wiederum vom Kaugummi-Produzenten Wrigley damit beauftragt war. Die Aufstellung erfolgte probeweise und wurde im vergangenen Jahr noch als eine Pionier-Initiative gefeiert. Verkauft wurden nicht nur Kaugummis, sondern auch Schokolade zum Preis von 1 Euro. Die Pioniertat verlief wohl so enttäuschend, dass TMB die probeweise Einrichtung jetzt beendet und für die nähere Zukunft von Verkaufsaktionen in den öffentlichen Verkehrsmitteln absehen wird. Die Aktion lief unter dem Thema “wie erweitere ich meine Einnahmen”. Der Automat wurde dafür in die für Behinderte reservierte Zone der Busse installiert. Die Nutzer und Nutzerinnen empörten sich größtenteils über diese Neuerungen und beklagten, dass man zwar Kaugummi aber keine Fahrscheine in den Bussen kaufen k...