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Eiertanz der französischen Nationalisten um christliche Feiertage

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In einem Pressecommuniqué erregte sich der französische Front National (FN) über den Vorschlag des "Institut Terra Nova", das vorgeschlagen hatte 2 derzeitige französische Feiertage durch jeweils einen muslimischen und einen jüdischen zu ersetzen. Das " Institut Terra Nova " ist nach eigener Beschreibung ein "unabhängiger, progressiver Think Tank, der zum Ziel hat, innovative politische Lösungen in Frankreich und in Europa vorzuschlagen". Der FN ereifert sich nun über den Vorschlag mit der Begründung, dass die französischen Feiertage keine religiösen Feiertage mehr seien, weil die Republik laizistisch sei. Ganz so überzeugend kommt diese Argumentation wohl bei der eigenen Anhängerschaft nicht an, deshalb wird schnell hinzu gesetzt, dass diese Feiertage aus einer langen Geschichte und langen Tradition, die vom Christentum geprägt worden waren, geerbt wurden. So hätten sogar die Festtage um die Winter-Sonnenwende schon bereits vor Eintreffen des Christe...

Statt Bürgerservice Kür der schönsten Staatsdiener/-in

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Am 28. Oktober feiert Brasilien den Tag des öffentlichen Bediensteten. Wörtlich könnte man die brasilianische Bezeichnung “Dia do Servidor Público” auch mit “Tag des Staatsdieners” übersetzen. Eingerichtet wurde der Tag vom Präsidenten Getulio Vargas im Jahre 1937. Vargas wurde 1930 vom brasilianischen Militär an die Macht geputscht. Öffentliche Bedienstete in Brasilien sind bekannt dafür, dass sie wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bevölkerung nehmen. In die allgegenwärtige Korruption sind sie tief verwickelt. Deshalb ist es notwendig, dass die Machthabenden dem Volk die Ehrung seiner Diener vorschreibt. Die öffentlichen Bediensteten soll die Bevölkerung also auch in diesem Jahr am 28. Oktober ehren. Reichlich absurd und in diesen unruhigen Zeiten, in der die Bevölkerung protestierend auf die Straßen geht, mehr als an der Realität vorbei. Einen alten Zopf schneidet man aber nicht gerne ab und so versucht man das Thema halt “sexy” zu machen. So wie der brasilianische Bundesst...

Brasilien feiert sich heute selbst

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Der 7. September ist in Brasilien ein Feiertag, an dem die Unabhängigkeit des Landes gefeiert wird. An diesem Tag soll nach Ansicht der brasilianischen Regierung daran erinnert werden, dass das Land "frei, Herr seiner eigenen Geschichte und bewusst seiner Wurzeln und Herkunft" sei. In diesem Jahr soll nach Wunsch der Regierung die Kultur das Thema des Tages sein. "Die Kultur als Mittel zur Förderung des Friedens, als ein Ruhmesblatt für die Pluralität des brasilianischen Volkes, das dank seiner Vielfalt es verstanden hat, das Zusammenleben in der Verschiedenheit zu seiner stärksten Kraft zu machen." Nun lesen wir gerade in meinem Blog soviel über die Kriminalität, Mord und Totschlag in diesem Land. Wobei dieses Thema sich beim Lesen brasilianischer Medien geradezu aufdrängt, umso mehr beglückt es mich, wenn ich von der brasilianischen Regierung erfahren darf, "dass das harmonische Zusammenleben der Brasilianer eine Frucht des Respekts, der Tole...

Brasilianische Weihnachten

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Der Winter auf der südlichen Hemisphäre nähert sich seinem Höhepunkt und mit ihm beginnen in Brasilien die "Festas Juninas" die Juni-Feste, die man eigentlich von ihrer Bedeutung her nur mit unseren Weihnachten vergleichen kann. Den Reigen der Festtage eröffnet am 13. Juni Santo Antônio ( Sankt Anton ). Er ist der Heilige der verlorenen Gegenstände: Auch im katholischen Süden Deutschlands sucht man mit ihm, was man so verschusselt hat (Heiliger Antonius von Padua, hilf mir suchen, was ich verloren hab!). Die jungen Brasilianer suchen da eher ihre zukünftige Ehefrau. Bei ihnen ist er der Heilige der "Namorados", der Verliebten. Der Höhepunkt ist São João ( Sankt Johannes ), es ist der grösste Feiertag im Jahr. Gleichzeitig ist es auch der Tag der Sommerwende. Es werden Feuer angezündet, die an die Geburt von João Batista (Johannes der Täufer) erinnern. Er soll von Isabel, seiner Mutter, die auf einem Hügel wohnte in der Nacht geboren worden sein. Seine Ankunft wur...

Europäischer Muttertag im Elsass

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Frankreich feiert heute den Muttertag, die "Fête des Mères". Die Zeitung "L'Alsace" (das Elsass) findet eine interessante Verknüpfung zwischen den Wahlen zum Europaparlament, die heute stattfinden, und dem Fest der Mütter. Die Zeitung schreibt: "Wie sagt man "Bonne fête maman" auf schwedisch, auf polnisch, auf portugiesisch? An welchem Tag feiern die Mütter in Spanien oder England? In welchem Land dürfen sich die Mütter an diesem Tag ausruhen, weil der Papa und die Kinder die Hausarbeit übernehmen? ...... An diesem Muttertag und zu den Europawahlen in Frankreich machen wir eine kleine Runde zu andern Ländern, um zu sehen wie sie diesen Tag feiern. Dieser Tag ist auch eine Gelegenheit, um den schönen Begriff der elsässischen Sprache "à la Müater" in Erinnerung zu rufen." Die Recherchen von "L'Alsace" ergaben: Litauen: "Su Mamos Švente". In Litauen findet der Muttertag immer am ersten Sonntag im Mai statt und e...

Der Osterhase versteckt seine Eier heute in Rumänien

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Die orthodox-gläubigen Rumänen feiern heute Ostern . Deshalb kommt der Osterhase (Iepurasul de Paste) heute zu den rumänischen Kindern. Grund genug für die Zeitung "Romania Libera" einmal den rumänischen Kindern (copii) zu erklären, woher der Eierverstecker eigentlich kommt. Überraschung: Er kommt aus Deutschland, aus Germania. Für die Deutschen ist er das Symbol der Fruchtbarkeit und soll erstmalig in Büchern des 15. Jahrhunderts aufgetaucht sein. Die Deutschen sind auch die Erfinder des süssen Osterhasen, der um 1800 aus Teig und Zucker gemacht, aufgetaucht ist. Etwa zeitgleich sollen in Deutschland und Frankreich die ersten Eier aus Schokolade aufgetaucht sein. 1682 soll man von Heidelberg ausgehend angefangen haben, die Eier anzumalen. Inzwischen sind die Rumänen Weltmeister im Eier bemalen. Sie werden ausgeblasen und zum Teil mit viel Liebe künstlerisch bearbeitet, vorzugsweise mit religiösen Motiven. Inzwischen schreckt man auch nicht davor zurück Strausseneier zu bema...

Die Brücke von der Verfassung zur Empfängnis

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Nein, es ist keine richtige Brücke. Bei den Spaniern werden Wochenenden mit Feiertagen verbunden und wenn dazwischen ein Werktag liegt, dann wird eine "puente" (Brücke) gemacht. Dieses Jahr gab es die schöne, wenn auch nicht so ausgiebige Brücke "Puente de la Constitución" (Die Brücke der Verfassung). Der 6. Dezember ist in Spanien der "Tag der Verfassung" und obwohl z. B. in Katalonien aus politischen Gründen nicht sehr beliebt, ein nationaler Feiertag. Wo das Weltliche ist, da darf die katholische Kirche nicht fehlen. Auch der Spanier nimmt alles mit, wenn es nur frei gibt. Der 8. Dezember ist " Inmaculada Concepción " (Maria's unbefleckte Empfängnis). Kirchengeschichtlich eine höchst umstrittene Sache. "Dios preservó a María libre de todo pecado" Gott hat Maria vor jeder Sünde bewahrt, zu der gehört wohl auch die Empfängnis. Das muss man aber erst seit 1854 glauben und zwar seit dem 8. Dezember jenes Jahres, an dem Papst Pius IX ...