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Rumänien als Müllhalde für im Westen nicht taugliche Eisenbahnzüge?

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Die rumänische Gesellschaft "Wir bauen Rumänien auf" (Asociația Construim România) (ACR) hat sich auf ihrer Webseite mit dem Zustand des rumänischen Eisenbahnverkehrs befasst und kommt zu der Aufassung, dass Rumänien sich seit 3 Jahrzehnten zu einer Müllhalde des Transportparkes von Europa entwickelt hat. Anlass ist der Kauf von IC2-Zügen der dänischen Staatsbahn DSB, die von letzterer selbst inzwischen aufgegeben wurden. In Wikipedia ist über diese Züge folgendes zu erfahren : Die Fahrzeuge der Baureihe DSB MP sind Triebzüge , die von der italienischen Firma AnsaldoBreda für die Danske Statsbaner (DSB) gebaut werden.  Am 23. Juni 2017 teilten die DSB den Verkauf von bis zu 15 Zügen an einen ausländischen Käufer mit. Der Direktør for Strategi og Togmateriel i DSB ( deutsch : in etwa: Direktor für Strategie und Fahrzeuge) Jürgen Müller erläuterte, dass die Züge gemäß dem Vertrag vom 16. Juni 2017 gekauft wie besehen ohne Garantie vom Käufer übernommen werden. De...

Die 70 gefährlichsten Straßenkilometer in Spanien lassen die Verantwortlichen kalt

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Nach einem Bericht der Zeitung "El Pais" ist die Nationalstraße N-I auf einer Strecke von 70 km zwischen der Stadt Burgos und Miranda die gefährlichste Straße Spaniens. Täglich passieren 10.000 Fahrzeuge, die Hälfte davon Lastwagen, die Straße. Wie kam es dazu? El Pais schreibt: 1974 hat der Staat die Autobahn AP-1 eingeweiht, die von Burgos aus ins Baskenland führt und parallel zur N-I verläuft. Die Nutzung wurde privat geregelt, aber der Staat verpflichtete sich, die Autobahn in 5 Jahren freizugeben. Nach Ablauf dieses Zeitraum und aufgrund der Verzögerung bei den Einnahmen der Maut wurde die private Verwaltung bis 1999 verlängert. Nur 3 Jahre nach dieser Verlängerung wurde diese bis 2003 erweitert. Danach erfolgte eine weitere Verlängerung bis 2017 und jetzt soll sie erst 2018 mautfrei gemacht werden. Der Autobahnbetreiber ist das Unternehmen Europistas, das eine Maut von 11,85 € für die Strecke von Burgos bis Ameyugo, einem Dorf 20 km vor Miranda del Ebro erhebt. ...

Verkehr in Bukarest: Die reinste Hölle in jeder Hinsicht

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Nach einer Mitteilung der rumänischen Webseite "Hotnews.ro", die sich auf eine Studie des Navigationsgerätehersteller TomTom beruft, liegt Bukarest auf Platz 5 der Städte mit dem dichtesten Verkehrsaufkommen. Die Bukarester verbringen täglich 57 Minuten länger auf der Straße als bei normalem Verkehrsaufkommen. Aufs Jahr gerechnet sind es 218 Stunden über dem Normalsoll, die die Bewohner der Stadt auf der Straße vergeuden. In den Spitzenzeiten hier liegt die Zeit, die die Autos im Stau stehen über 90% bei der Zeit, die im Normalverkehr benötigt wird. Die Oberbürgermeisterin der Stadt, Gabriela Firea , hat jetzt als einer der Schuldigen dafür Eltern ausgemacht, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Das Problem scheint so gravierend zu sein, dass die Stadtverwaltung ein Projekt zur Einführung von Schulbussen gestartet hat. "Dort wo es Staus gibt, die oft am Morgen zu Beginn und am Ende der Schule entstehen, an den Kindergärten, Schulen, Gymnasien werden wir z...

Eine Autobahn durch die Karpaten, das wünschen sich viele

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Rumänien hat eine neue Regierung und wieder einmal verspricht diese der Bevölkerung endlich die seit langem gewünschten Autobahnen zu bauen. Unter anderem steht die Karpatenquerung zwischen Kronstadt / Brasov über Comarnic nach Bukarest an oberster Stelle der Prioritätenliste. Comarnic ist eine Kleinstadt am Südrand der Karpaten, während Kronstadt in Siebenbürgen am nördlichen Karpatenrand liegt. Wer gerne wissen möchte, wie zur Zeit die Situation auf einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Siebenbürgen und dem südlichen Rumänien aussieht, dem sei der nachstehende Artikel in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien empfohlen: Das Programm der Sozialdemokratischen Partei (PSD), die in Allianz mit ALDE die neue Regierung stellt, nachdem sie vom Parlament und Staatspräsident Klaus Johannis eingesetzt wurde, sieht die Gründung eines eigenstaatlichen Fonds für Investitionen und Entwicklung (Fondul Suveran de Investiţii şi Dezvoltare) in Höhe von zehn Milliarden Euro...

Populismus auf Brasiliens Straßen: Tödliche Verkehrsunfälle nicht so wichtig

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Die Stadt São Paulo hat im Juli dieses Jahres eine Geschwindigkeitsbeschränkung für den Straßenverkehr eingeführt. Danach galt an Straßen mit Kreuzungen und Fußgängerverkehr eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h. Auf großen Straßen ohne Verkehrsampeln und Kreuzungen wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h eingeführt. Um die Maßnahme durchzusetzen wurden  Radarfallen und verstärkte Verkehrskontrollen eingeführt. Begründet wurde diese Maßnahme mit der Bekämpfung von tödlichen Unfällen. Die Maßnahme zeigte bereits Wirkung. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit tödlicher Folge ist erheblich gesunken. Trotzdem jammern die Autofahrer auf den Straßen São Paulo’s. Es ärgert sie, dass sie jetzt vermehrt Strafen bezahlen müssen. Der bisherige Oberbürgermeister von São Paulo, Fernando Haddad, wurde zur Zielscheibe der Kritik. Ihm wurde vorgeworfen, dass er mit der Maßnahme nur eine “Bussen-Industrie” aufgebaut habe, um mehr Geld einzunehmen. In der Tat haben si...

Verkehrschaos in Bukarest und keiner will aufs Auto verzichten

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In den letzten Tagen nach Beginn des neuen Schuljahres verstärkt noch durch Regenfälle hat Bukarests Verkehr die Nerven der Fahrer vor eine schwere Belastungsprobe gestellt. Zu Spitzenzeiten braucht man auf den großen Boulevards eine halbe Stunde, um ein paar hundert Meter weiter zu kommen. Autobusse und Trolleybusse sind ebenfalls im Verkehr blockiert, da es für sie keine eigene Fahrspuren gibt. Die Autofahrer blockieren auch noch die Straßenbahnschienen, weil sie meinen so schneller voran zu kommen. Die Verkehrspolizei erklärt, dass die Zahl der Autos in Bukarest in den letzten 3 Jahren erheblich angestiegen ist und die Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel zu wenig benutzen. Dazu kommt noch der Durchgangsverkehr, da die Stadt bisher keinen funktionierenden Autobahnring hat. Dies schreibt die Webseite “Hotnews.ro” zur derzeitigen Verkehrssituation in der Stadt. Ein steiler Anstieg des Individualverkehrs, ein unzureichender öffentlicher Nahve...

Im Sommer sind Rumäniens Straßen noch lebensgefährlicher als ohnehin

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“Rumänien steht auf dem 1. Platz bei schweren Straßenunfällen in Europa”, berichtet der rumänische Präsident des Vereins der Opfer des Straßenverkehrs, Marian Nedelescu. Er kennt auch den Grund: “Diese schlimme Situation bei uns ist auf ein Mangel an Erziehung im Straßenverkehr zurückzuführen. Vor 10 Jahren wurde mit dem Straßenverkehrsgesetz auch die Verkehrserziehung eingeführt, die in der Verantwortung des Innenministers und Bildungsministers ausgeführt werden sollte, aber leider gibt es bis heute keinen richtigen Unterricht in Verkehrserziehung an den Schulen”. Der Präsident des Vereins der Verkehrsopfer fordert aus diesem Grund eine Verschärfung der Bedingungen für die Führerscheinprüfung im Hinblick auf das Niveau der Bedingungen in den nordeuropäischen Länder. Im Sommer häufen sich in besonderen Ausmaß die schweren Unfälle auf Rumäniens Straßen. Grund sind ein stark ansteigendes Verkehrsaufkommen durch die Ferien und die Reisen tausender rumä...

Freie Fahrt für freie Bürger neu aufgelegt: Mit Milchkuhinitiative den Autofahreregoismus fördern

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In der Schweiz steht wieder einmal eine Volkabstimmung an. Der Zürcher Tagesanzeiger schreibt dazu: “Am 5. Juni stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die Initiative für eine faire Verkehrsfinanzierung ab. Wem dieser Name nichts sagt, braucht sich nicht zu wundern. Denn die Vorlage ist besser bekannt als Milchkuhinitiative.” Die Lobbyisten der “Milchkuh-Initiative” behaupten nämlich, die Automobilistinnen und Automobilisten seien die Milchkühe der Nation und müssten immer mehr für die Straße bezahlen. Daher wohl dieser etwas absonderliche Name. Sind in der Schweiz die Minarette ausgegangen? Könnte man denken, wenn jetzt wieder einmal eine Volksabstimmung sich eines Themas annimmt, das für populistische Empörung bestens geeignet ist. Die Verfasser der Initiative erklären: “In Städten und Agglomerationen haben wir immer mehr Stau. Ob­wohl die Strassenbenützer jedes Jahr über 9 Mia. Franken Steuern, Gebühren und Abgaben zahlen, kommen sie nicht vorwärts. Die Pol...

Die Wirtschaftskrise würgt spanische Fahrschulen

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In Spanien gibt es seit Ausbruch der Wirtschaftskrise ein starkes Absinken bei der Zahl ausgestellter Führerscheine. In den letzten 6 Jahren waren es 52% weniger als zuvor. In Sevilla ist die Führerscheinflucht noch ausgeprägter. Hier wurden in den letzten 6 Jahren 64% weniger Führerscheine ausgestellt. Eigentlich könnte man denken, dass damit auch die Zahl der Autoschulen fällt. Dem ist aber nicht so, ihre Anzahl ist im Gegensatz gestiegen. Des Rätsels Lösung liegt darin, dass die großen Fahrschul-Unternehmen auf Grund der Krise und wegfallenden Schülerzahlen ihre Schulen schließen musste. Das hatte zur Folge, dass die Beschäftigten entlassen wurden. Diese sahen dann keine andere Lösung einer Beschäftigung als sich selbständig zu machen. Die Fahrschul-Ich-AG auf spanisch. Aber natürlich drücken mehr Fahrschulen und weniger Schüler auf die Preise. Demzufolge sind in den letzten 6 Jahren die Preise für den Fahrschulunterricht um 23% gesunken. Das führt natürlich zu prekären Besch...

Der Fittipaldi-Bürgermeister kommt bei der Justiz gut weg

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Vermutlich war der Bürgermeister von Alcañiz , einer Kleinstadt in der spanischen Provinz Teruel, hitzegeschädigt als er vor ein paar Tagen mit 211 km/h auf einer Nationalstraße, auf der es ein Geschwindigkeitslimit von 100 km/h gab, geblitzt wurde. Er wurde jetzt in einem Schnellverfahren vom zuständigen Gericht zu einer Strafe von 1.800 Euro und 16-monatigem Führerschein-Entzug verurteilt. Die spanische Presse schreibt, dass er dabei aber noch recht milde behandelt wurde. Das Strafgesetzbuch sieht eigentlich für diejenigen, die ein Geschwindigkeitslimit um 80 km/h überschreiten, eine Haftstrafe zwischen 3 und 6 Monaten Gefängnis sowie eine Geldstrafe zwischen 31 und 90 Monatssätzen und einen Entzug des Führerscheins zwischen einem und vier Jahren vor. Bei der Bevölkerung erhielt der Bürgermeister, Carlos Gracia Suso von der Partei PP , schnell den Übernamen “ Fittipaldi -Bürgermeister”. Natürlich sollte ein solch asoziales Verhalten einem Bürgermeister zum Nachdenken veranlasse...

Wenn Rumänen im Stau stecken

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Die sommerliche Ferienzeit beherrscht Europa. Die Verkehrswege sind in hohem Maße Belastungen bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit ausgesetzt. So auch in Rumänien. Auch hier gibt es durchaus Staus auf den Autobahnen westeuropäischen Ausmaßes. Nur haben die Rumänen scheinbar noch nicht gelernt damit umzugehen. Vlad Stoicescu, Oana Dan und Iulian Andrei beschreiben unter dem Titel “Schlechte Gewohnheiten der Rumänen”, was dann mit den rumänischen Autofahrern passiert: Es erfreuen uns die die Gipfel, als Beispiele etwas erreicht zu haben, wir sind weit entfernt von jenen, die die Arbeit vor sich hinschieben, wir protestieren für den Wechsel, wir wollen ein Land wie anderswo auch, kurzum wir wollen europäische Bürger sein. Das aber nur bis wir in einen Stau geraten, sei es im Verkehr oder den nicht enden wollenden Schlangen vor den Schaltern der Institutionen des Staates. Nichts erregt die Dämonen des Menschen mehr wie wenn er im Stau oder in der Schlange steht. Wir haben vor kurzem ei...

Die sieben Höllen des Nahverkehrs in Recife

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Zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte ich die Gelegenheit den öffentlichen Nahverkehr in der brasilianischen Stadt Recife in Pernambuco zu erleben. Damals gab es noch einen vollklimatisierten Bus mit Sitzplatzgarantie, der einem von den beliebteren Stadtteilen ins Zentrum brachte. Der Dienst wurde aber bald wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Es blieb nur noch der normale Busverkehr. Der bestand aus Bussen, die eigentlich für Überlandreisen gedacht waren und Haltestellen, für die man einen siebten Sinn brauchte, denn sie waren selten als solche erkennbar. Da sich ein Großteil der Bevölkerung ein Auto nicht leisten konnte, war der Andrang natürlich entsprechend groß. Bekam man mal Zugang zu einem Bus, konnte man sich in der Regel nur noch reinquetschen. Der Bus hatte keine Klimaanlage und so klebte man Körper an Körper und war den nicht immer wohlwollenden Fahrkünsten des Fahrers hilflos ausgeliefert. Hat sich nach über 30 Jahren und nach einer Fußball-WM etwas...

Flug Germanwings macht die Möglichkeit einer ganz anderen Katastrophe verständlich

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Gestern ist der Flug von Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an den savoyischen Alpen zerschellt. 150 Menschen starben. Die Experten wissen noch nicht, was der Grund für diesen Absturz war. Eine Möglichkeit schildert Blogger Victor aus Frankreich: Ein plötzlicher Druckabfall in der Kabine und Bewusstlosigkeit der Piloten, die das Flugzeug nicht mehr steuern können und auf die Alpen zurasen. Blogger Victor: “Während 8 langer Minuten gab es keinen Funkkontakt mehr zum Flugzeug. War es nun ein Fall der Bewusstlosigkeit wegen Sauerstoffmangel? Ohne Chance, dass sie noch zu den Sauerstoffmasken greifen konnten? Das ist möglich. Oder eine andere Möglichkeit: Ein düsteren Geist könnte einem auch an eine Kugel im Nacken der Piloten denken lassen… aber das ist wirklich etwas für die ganz düster Denkenden. Aber nun kommt Victor aus diesem Anlass ein in der Zukunft liegendes Horrorszenario in den Kopf, das durchaus realistisch sein könnte: “Diese selben schlecht denkenden...

Barcelona will Autobahnzubringer mit Stadt-Allee humaner machen

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Von Barcelonas Süden aus dem Llobregat -Tal zwängen sich zwei Autobahnmonster jeweils rechts und links des Llobregat-Flusses in einer Biegung Richtung Norden zur Stadt-Avenida “Diagonal” in Richtung Stadtzentrum. Die Zufahrt mit der Bezeichnung B-23 ist dicht befahren und ein wenig gemütlicher Ort zum Verbleiben. Zwar ist auch die teilweise bis zu 10-spurige Diagonal ein Verkehrsmonster, aber sie ist wenigstens begrünt und mit Palmen umsäumt. Dagegen trennt die B-23 die Vorortgemeinden Sant Just Desvern , Esplugues und Sant Joan Despi voneinander. Die Deutsche Schule in Esplugues bietet einen “schönen” Blick auf diesen Zubringer. Die Anliegergemeinde Sant Joan Despí beschreibt die B-23 so: “Gegenwärtig ist die B23 eine Schnellstraße nur für den motorisierten Verkehr. Es gibt keine Alleen und keine Seitenstraßen für den lokalen Verkehr der Gemeinden, die durch sie zerschnitten werden. Es gibt keine Spur für den öffentlichen Nahverkehr und demzufolge auch keinen Zugang für Fußgäng...

Dicke Luft in Madrid

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Madrid befindet sich seit einem Monat in einer dicken Smog-Wolke. Die spanische Umweltorganisation “Ecologistas en Acción” (EA) schreibt: “Es handelt sich um eine genauso schwerwiegende wie vorhersehbare Situation. Madrid hat die Gesetzgebung über die Reinhaltung der Luft bezüglich Stickstoffdioxid , die 2010 in Kraft trat, während all der Jahre seither nicht erfüllt. Der Plan zur Reinhaltung der Luft der Stadt Madrid für 2011 bis 2015 ist krachend gescheitert.” Am 7. Januar wurde an der Messstation Sanchinarro mit 18 Überschreitungen des Grenzwertes ein Maximum erreicht, der entsprechend dem Gesetz nur gerechnet auf das ganze Jahr zulässig wäre. Auch an anderen Messstationen wurde ähnliche Überschreitungen gemessen. Mit dem Plan zur Luftreinhaltung für 2011-2015 hatte die Stadt Madrid versucht, die EU zu beruhigen, die Madrid bereits mehrfach verwarnt hatte. Mit dem erneuten Fehlschlag ist erwiesen, dass der Plan das Papier nicht wert ist, auf dem er geschrieben wurde. Laut EA sol...

Was Rumänien mit den Juncker-Milliarden machen will

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Die EU-Kommission unter Führung seines Präsidenten, Jean Claude Juncker , hat eine Investitionsoffensive beschlossen und will  dafür ein 315 Milliarden Euro-Paket auflegen, um die derzeitige Investitionsschwäche im Euroraum zu bekämpfen. Nach Junckers Plänen soll allein die Europäische Investitionsbank (EIB) gut 60 Milliarden Euro an Krediten vergeben. Weitere 250 Milliarden sollen von privaten Unternehmen und Anlagegesellschaften kommen. Sie will Juncker damit ködern, dass ihnen die EU gegen eine Gebühr einen Teil des Verlustrisikos abnimmt. Rumänien will die Gunst der Stunde nutzen und hat der EU-Kommission eine Liste mit über 200 Projekten im Wert von 62,5 Milliarden Euro zukommen lassen. Das größte Projekt übersteigt 7 Milliarden Euro und soll in den Ausbau einer Autobahn gehen. Hier sind sie, die Projekte in Rumänien: Ausbau der Autobahn Iași – Borș mit geplanten Kosten von 7,5 Mrd Euro. Bisher sind von der Autobahn, die von der nordwestlichen ungarischen Grenze quer d...

Namibia, weites Land mit blutigem Straßenzoll

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Die Namibia Sun berichtete vor kurzem: “Blutiges Wochenende auf Namibias Straßen. Mehr als 100 Menschen waren auf Namibias vergangenem Wochenende in Verkehrsunfälle verwickelt und drei wurden dabei getötet.” Der namibische Verkehrsunfallfonds (MVA) teilte mit, dass es laut Statistiken in diesem Jahr auf Namibias Straßen bereits mehr als 600 Verkehrstote sowie mehr als 5000 Verletzte gegeben hat.  Da am Wochenende elf Fußgänger von Fahrzeugen erfasst wurden, bittet MVA diese um Geduld. Sie sollen sich vergewissern, dass sie sichtbar sind, wenn sie eine Straße überqueren. Die MVA, Abkürzung für “Motor Vehicle Accident Fund of Namibia”, ist so etwas wie die Verkehrserziehungsorganisation in Namibia. Ihre Aufgabe ist, gegen Unfälle im Straßenverkehr Maßnahmen zu treffen und diejenigen, die bei Unfällen verletzt wurden und die Angehörigen von im Straßenverkehr umgekommenen zu unterstützen. Namibia ist ein dünn besiedeltes Land und da sind allein 600 Verkehrstote in diesem Jahr ein...

Rumänische Hochgeschwindigkeitsbahn-Phantasien in Wahlkampfzeiten

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Die rumänische Regierung möchte eine Hochgeschwindigkeitsbahn im Land. Am liebsten möchte sie gerne eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Bukarest zum Schwarzmeer-Hafen Konstanza bauen. Die EU soll allerdings damit nicht einverstanden sein und will den Bau der Strecke nicht mitfinanzieren. Die rumänische Regierung hat sich deshalb ein anderes Projekt und andere mögliche Partner ausgesucht. In China haben jetzt Gespräche mit chinesischen Unternehmen über den Bau einer Schnellbahnstrecke von Bukarest nach Jassy / Iaşi mit der Möglichkeit der Fortsetzung in die moldauische Hauptstadt Chişinău stattgefunden. Ministerpräsident Ponta hat sich mit einer Regierungsdelegation die chinesische Schnellbahnstrecke Peking – Tijanjin vorführen lassen. Danach erklärte Ponta: “Jetzt ist Herr Rus (rumänischer Innenminister) in fortgeschrittene Sondierungen über die Einrichtung einer Schnellbahnlinie Bukarest-Iaşi mit Verlängerungsmöglichkeit nach Chişinău eingetreten, weil sich die EU-Kommission...

Ségolène Royal eifert Seehofer nach und will Maut für Ausländer

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Ségolène Royal , die neue Umweltministerin Frankreichs, hat die Aufgabe in Frankreich die umstrittene “Ökosteuer”, die vor allem den Verkehr und insbesondere den Schwerlastverkehr betrifft, umzusetzen. Deswegen hatte es bereits, vor allem in der Bretagne, viele und teils gewalttätige Proteste gegeben. Von der Vorgängerregierung wurde das Projekt auf Weisung von Staatspräsident Hollande vorläufig nicht mehr weiter verfolgt. Die Kosten für den Straßenunterhalt und die ökologischen Folgen der Straßennutzung laufen aber trotzdem weiter. Deshalb sucht man nach einer Lösung, die “Ökosteuer” trotzdem umzusetzen. Dem guten Beispiel der CSU in Bayern folgend, die lauthals eine Maut nur für Ausländer fordert, ist Royal auf die Idee gebracht worden, dass man in Frankreich auch die Ausländer dafür bluten lassen könnte. Frau Royal, die früher für die Einführung einer allgemeinen Ökosteuer war, hat jetzt plötzlich eine ganz neue Erleuchtung: “Es ist vollständig legitim, dass ein ausländischer L...

Ein rumänisches Dorf: Verkehrsschilder statt Wasseranschluss

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Patru Fraţi (auf deutsch: Vier Brüder), ein Dorf in der walachischen Ebene nordöstlich von Bukarest hat eine Hauptstraße, die 9 km lang ist. Rumänische Dörfer sind oft Straßendörfer, die Häuser stehen an der Hauptstraße dahinter ist nichts. Patru Fraţi hat weder fließendes Wasser noch Abwasserkanäle. Aber was man ihm nicht nehmen kann: Es verfügt entlang seiner Straße über 200 Verkehrszeichen. Die Straße ist wenig befahren, an den Straßenrändern vergnügt sich das Federvieh im Gras. Autofahrer, die das Dorf queren, kommen aus dem Staunen nicht heraus. Die Anhäufung der Verkehrsschilder verlangt höchste Aufmerksamkeit. Manchmal stehen drei bis vier, fünf direkt nebeneinander. Der 60-jährige Fahrer Victor berichtet: “In den dreißig Jahren seit ich Auto fahre, habe ich so etwas nicht gesehen: Das ist die größte Dummheit, die meine Augen je gesehen haben! Es ist fast unmöglich derart vieler Verkehrsschilder auf einem Quadratmeter unterzubringen. Man hat keine Zeit auf den Verkehr zu ach...