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Wird Spaniens Uralt-AKW noch einmal zum Leben erweckt?

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Das älteste Atomkraftwerk Spaniens, Garoña , sollte schon längst aus dem Verkehr gezogen werden, aber es bleibt scheinbar ein Spielball unterschiedlicher Interessen. Am 26. Mai erklärte der Rat für nukleare Sicherheit Spaniens (CSN), dass Garoña noch ein 1 Jahr weiterbetrieben werden können. Diese Stellungnahme dürfte von der Haltung der Regierung bestimmt sein, atompolitisch noch ein Lebenszeichen zu setzen. Und dafür ist der Schrottmeiler noch gut genug. Garoña arbeitet zur Zeit nicht. Die Brennstäbe liegen im zentralen Becken des AKW und die Stromproduktion könnte somit wieder gestartet werden, wenn das zuständige Industrieministerium seine Erlaubnis dazu geben würde. Ein Vertreter des Betreibers beschreibt es so, dass das AKW mit angezogener Handbremse dastehe und man diese nur lösen müsse. Bisher ist aber nicht einmal ein Antrag auf Weiterbetrieb gestellt worden. Die Betreiber Nuclenor und Endesa sowie das Industrieministerium (Minetur) können sich scheinbar nicht auf ein einh...

Der Sommer bringt Spanien's Atomkraftwerke und ihre Betreiber ins Schwitzen

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Die Sommerhitze ist für Spaniens Atomkraftwerke eine Gefahr. Da die Temperaturen durch den Klimawandel immer mehr steigen, wird eine strukturelle Schwäche der Atomkraftwerke bloß gelegt. Für ihre Kühlung brauchen sie nämlich Wasser, das im Sommer immer knapper wird. Zudem bilden sich in dieser Zeit im Wasser Algen, die die Kühlung zusätzlich erschweren. So verwundert es nicht, das der spanische Nuklearpark in diesen Tagen mit großen Schwierigkeiten kämpft. In den Nähe des Atomkraftwerks Cofrentes in der Region Valencia kam es zu einem Großbrand, der erst 11 km vor dem AKW gestoppt werden konnte. Die spanische Atomaufsichtsbehörde CSN meldete zu diesem Zeitpunkt, dass die externe Elektrizitätsversorgung des Kraftwerks durch den Brand beschädigt wurde. Deshalb mussten die Dieselgeneratoren eingeschaltet werden, die nur für Notfälle gedacht sind. Der Altmeiler Garoña in der Region Burgos, dessen Laufzeit von der Regierung bis 2019 verlängert wurde, leidet ebenfalls unter den hoh...

Nach Fessenheim nun auch Garoña, was ist mit dem EU-Stresstest?

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Originalton EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger : “Die (AKW-)Stressests sind ein wichtiger Schritt vorwärts, um die Betriebssicherheit und die allgemeine Sicherheit der Atomkraftanlagen in Europa zu gewährleisten. Wir können nur die höchst-möglichen Sicherheitsstandards akzeptieren. Weil jeder Mitgliedstaat das Recht hat, selbst darüber zu entscheiden, ob er Energie mit Atom oder nicht produzieren will, muss sicher gestellt werden, dass die Bürger keinem Risiko ausgesetzt werden und die höchsten Sicherheitsstandards nicht nur vorgeschrieben werden, sondern überall in der EU respektiert werden und auch darüber hinaus.” Den Stresstest dürfen die EU-Länder nach eigenem Gutdünken selbst durchführen, die Kommission darf das dann abnicken. Wie das abläuft kann man jetzt langsam erkennen. Auch Uralt-Meiler, die eigentlich von ihren Erbauern auf eine bestimmte Betriebszeit ausgelegt wurden, sind nun plötzlich sicher genug, um noch einmal ein Jahrzehnt weiter betrieben zu werden. So hat ...

Spanischer Industrieminister gibt sich als Atomminister

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José Manuel Soria López , geboren 1958, gehört der Regierungspartei Partido Popular an. Seit 1999 war er Regionalpräsident der Kanarischen Inseln. Er hat einen Hochschul-Abschluss als Betriebswirt. Nach dem Regierungswechsel wurde er am 22. Dezember zum neuen Minister für Industrie, Energie und Tourismus ernannt. In dieser Funktion ist er auch für die spanische Atompolitik zuständig. Vorsichtig lässt die neue Regierung nun bezüglich ihrer zukünftigen Politik zur Nutzung der Atomenergie die Hüllen fallen. Soria gibt in ersten Gesprächen entsprechend seinem Hintergrund als Betriebswirt bezüglich der Atomkraft das Motto aus, man muss die Zitrone auspressen, solange es sie noch gibt. Atommeiler sollen also laufen bis sie auseinanderfallen oder ein paar Landstriche unbewohnbar gemacht haben. Laut Soria will man zwar auf eventuelle Sicherheitsbedenken des handzahmen spanischen Nuklearsicherheitsrat (CSN) hören, aber man ist sich doch sehr sicher, dass der wie gewünscht jedes Risiko runt...