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EPR Atomkraftwerk Flamanville soll auf Teufel komm raus ans Netz gehen

Die französische Bürgerbewegung "Sortir du nucléaire" (Atomausstieg) teilt in ihrem neuesten Newsletter folgendes mit: "Mit einem Erlaß vom 30. August 2021 wurde der EDF unter Bedingungen einer extrem strittigen Konsultation ein Weiterbau des Reaktors von Flamanville genehmigt. Es handelt sich hier um eine Genehmigung in einem gewöhnlichen Verwaltungsverfahren, die das Unternehmen bekommen muss, um den Reaktor in Betrieb zu setzen, aber das macht es nicht weniger unverantwortlich. Obwohl der Reaktor immer noch an zahlreichen Mängeln leidet, verfolgt EDF weiterhin einen forcierten Durchmarsch, um den Start in Gang zu setzen koste es, was es wolle." Für diesen Verwaltungsakt wurden nur eine äußerst dürftige Dokumentation vorgelegt, die mit Lügen durch Unterlassungen und fehlerhaften Erklärungen gespickt war. "Das Kapitel "Leistungen bezüglich der nuklearen Sicherheit" schwieg sich über die vielen Mängel des Reaktors aus, ob es sich um Schweissnähte o...

Frankreich kann sich nicht von der Atomenergie lösen

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AKW Cruas von Yelkrokoyade Die Bürgerbewegung "Sortir du nucléaire" hat in ihrer kürzlichen Info-Mail geschrieben: "Nur in Frankreich geht das weiter....... Überall in der Welt ist die Nuklearenergie im Rückzug. 2018 hatte sie nur noch einen Anteil von 10,15% an der weltweit produzierten Elektrizitizät. 1996 hatte sie noch einen Anteil von 17,5%. Südafrika, Deutschland, China, Spanien, Indien, Japan, die Niederlande, Mexiko und das Vereinigte Königreich haben 2018 mehr erneuerbare Energie produziert als Elektrizität aus der Nuklearenergie. Währenddessen wirft in Frankreich mit Unterstützung des Staates die Nuklearindustrie alle ihre Energien in eine Flucht nach vorne, indem sie die Laufzeit für Alt-Anlagen sowie für Projekte und gefährliche und unnütze Baustellen verlängert. Im letzten Oktober hat Le Monde enthüllt, dass die Regierung in einem Brief EDF aufgefordert hat, sich in die Schlacht für den Bau von 6 EPR-Reaktoren einzuordnen!" Wieder einmal gab ...

Frankreich und Fukushima, was haben sie gemeinsam?

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Die Reaktor-Katastrophe von Fukushima jährt sich jetzt zum 7. Mal. Die japanische Regierung unternimmt zur Zeit alles, um die Katastrophe vergessen zu machen und die Situation rund um das explodierte Atomkraftwerk schön zu malen. Als Zeichen der Normalisierung dürfen Bewohner wieder in ehemals verstrahlte Gebiete zurück. Dabei hat sich rund um das havarierte AKW wenig geändert, dere Reaktor ist weiterhin nicht unter Kontrolle und es wird weiterhin radioaktives Abwasser ins Meer geleitet. Frankreich ist das Land in Europa mit der größten Dichte an Atomkraftwerken. Die meisten AKW nähern sich dem  Ende ihrer Laufzeit und sind dementsprechend unsicher. Es regt sich Widerstand im Land und die Zeiten, in denen die Nuklearindustrie bedenkenlose Zustimmung erfuhr, sind endgültig vorbei. Die Organisation "Sortir du nucléaire" (Ausstieg aus der Nuklearwirtschaft) berichtet unter dem Titel "Gibt es in Frankreich eine Situation, die zu einem Unfall führen könnte?" dazu:...

Immer wieder wird das Undenkbare Wirklichkeit und warum sich der Notstand nicht auf Atomkraftwerke erstreckt

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Es gibt einen Teil der Menschheit, für den die grenzenlose Zerstörung oberste Priorität hat. Gründe gibt es genug, um diesen grenzenlosen Hass zu erzeugen, der Menschen zu solchen Taten verleitet. Dabei muss man nicht nur auf die Dschihadisten und fundamentalistischen Islamisten sehen, ein Blick in die sozialen Medien reicht, um zu sehen, dass auch hierzulande genügend Hassbürger herumlaufen, die zu allem fähig sind, wenn sie nur die richtigen Mittel dazu haben. Die Ereignisse vom 11. September 2001 konnte sich zuvor niemand vorstellen. Sie gaben zu verstehen, dass Terroristen jedes Mittel recht sein wird, um ihre Ziele zu erreichen. Die Terroranschläge von Paris waren nur eine folgerichtige Fortsetzung und überraschten nur noch dadurch, dass das Massaker an x-beliebigen Menschen scheinbar noch irgendeinen Sinn macht. Aber vermutlich werden solche Terrorgruppen hier nicht halt machen: Mit der gewählten Methode erreichen sie immer noch zu wenig Menschen, um ihre Befriedigung zu er...

Wird der atomare Mülleimer das Paradies auf Erden sein?

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Die französische Regierung hat so eben mal klammheimlich in einem Gesetzespaket versteckt die Genehmigung erteilt, im lothringischen Ort Bure das französische Atommüll-Endlager einzurichten und sich somit einem öffentlichen Verfahren unter Beteiligung der Betroffenen entzogen. Einer der Drahtzieher dieser Entscheidung war der Senator Gérard Longuet, ein hundertprozentiger französischer Nationalist. Für Longuet ist das Atomendlager ein himmlisches Geschenk für Bure und die Region Lothringen , an dem er sich rühmt tatkräftig mitgewirkt zu haben. Auf seiner Webseite schildert er in einem Beitrag von 2013 die Gründe und die Aussichten, die mit diesem Projekt seiner Ansicht nach verbunden sein sollen: “Das Département Meuse (Maas) ist zusammen mit Haute Marne , mit einer der großen französischen Errungenschaften, der Elektro-Nuklearenergie, verbunden. Das was wir 1994 mit Bure begonnen, 1997 entschieden und 2006 organisiert haben, sollte durch das Gesetz 2016 bekräftigt werden. Ich ...

Flug Germanwings macht die Möglichkeit einer ganz anderen Katastrophe verständlich

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Gestern ist der Flug von Germanwings auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an den savoyischen Alpen zerschellt. 150 Menschen starben. Die Experten wissen noch nicht, was der Grund für diesen Absturz war. Eine Möglichkeit schildert Blogger Victor aus Frankreich: Ein plötzlicher Druckabfall in der Kabine und Bewusstlosigkeit der Piloten, die das Flugzeug nicht mehr steuern können und auf die Alpen zurasen. Blogger Victor: “Während 8 langer Minuten gab es keinen Funkkontakt mehr zum Flugzeug. War es nun ein Fall der Bewusstlosigkeit wegen Sauerstoffmangel? Ohne Chance, dass sie noch zu den Sauerstoffmasken greifen konnten? Das ist möglich. Oder eine andere Möglichkeit: Ein düsteren Geist könnte einem auch an eine Kugel im Nacken der Piloten denken lassen… aber das ist wirklich etwas für die ganz düster Denkenden. Aber nun kommt Victor aus diesem Anlass ein in der Zukunft liegendes Horrorszenario in den Kopf, das durchaus realistisch sein könnte: “Diese selben schlecht denkenden...

Das Nuklear-Moratorium: Pech für den spanischen Verbraucher und ein Reibach für die Nuklearindustrie

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In Spanien gibt es ein Nuklear-Moratorium (moratoria nuclear). Es wurde 1984 beschlossen, weil es in den Jahren zuvor zu mehreren schweren Unfällen in Atomkraftwerken weltweit gekommen war. Umweltverbände und Wissenschaftler warnten vermehrt vor den Gefahren der Nuklearenergie. Der geplante Bau von 7 Atomkraftwerken in Spanien wurden aufgrund des Moratoriums vorläufig gestoppt. Die AKW-Betreiber wiesen auf die immensen Projektentwicklungskosten hin und verlangten einen Entschädigung. Dem wurde von der Regierung entsprochen, Die spanische Regierung akzeptierte die Forderungen und genehmigte den Elektrizitätsunternehmen einen Aufschlag auf die Stromrechnung zur Abdeckung ihrer behaupteten Verluste. Diesen Aufschlag zahlt der spanische Konsument auch heute noch. Für die spanischen Umwelt-Aktivisten “Ecologistas en acción” eine Form der versteckten Subventionierung der Atomenergie. Sie schreiben auf Ihrer Webseite: So wurde Schadensersatz gezahlt bis im Jahr 1994 das Ende des Morator...

Areva’s Atomgeschäfte fallen dem französischen Steuerzahler auf die Füße

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Der französische Atomriese Areva , Vorzeige-Unternehmen der Nuklearindustrie, wird immer mehr zur Belastung für den französischen Steuerzahler. Finanzielle Schwierigkeiten und interne Streitigkeiten beunruhigen die französische Regierung, denn der französische Staat hält 87% der Areva-Aktien. Allein im 1. Trimester dieses Jahres hat Areva ein Verlust von 694 Millionen Euro eingefahren und auch für das ganze Jahr 2014 sieht die Lage düster aus. Zwar hat Areva Verträge in Südafrika und in den Vereinigten Staaten abschließen können, aber diese Verträge können die Auftragsrückgänge im Gefolge der Fukushima-Katastrophe nicht wett machen. Besonders belastend ist der Stillstand bei den 50 japanischen Reaktoren, denn diese waren wegen Wartungsaufträgen eine wichtige Finanzierungsquelle für Areva. Exorbitante Kosten kommen auf Areva beim Neubau des EPR-Reaktors Olkiluoto in Finnland zu. Die Fertigstellungen dieses AKW ist völlig aus dem Zeitplan. Eigentlich hätte er 2009 fertiggestellt w...

Den Briten laufen die Kosten für die Atommüllbeseitigung davon

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In Großbritannien gibt es ein “Büro für Haushalts-Verantwortung” ( Office for Budget Responsibility ), dessen Aufgabe es ist, die öffentlichen Finanzen im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu überprüfen und entsprechende Berichte zu erstellen. Dieses Büro hat jetzt festgestellt, dass die Atommüll-Entsorgung dem Land noch teuer zu stehen kommen wird. Nach den neuesten Berechnungen werden es 6 Milliarden £ (ca. 7,5 Mrd €) mehr sein als eigentlich geplant. Bisher wurde von 2011-12 noch mit 63,8 £ Mrd gerechnet, nach der  Schätzung für 2012-13 steigt dieser Betrag auf 69,8 Mrd £. Für die Labour-Opposition ein klarer Fall von Pflichtvergessenheit der Regierung, die sich über Europa und die Homosexuellen-Heirat streite und dabei die großen öffentlichen Planungen vergesse. Die Kostensteigerung ist überwiegend auf die “Aufräumung” der Wiederaufarbeitungsauflage in Sellafield zurückzuführen. Wie die Zeitung “The Independent” schreibt, ist Sellafield eine der gefährlichsten und kompliziertest...

Gängige Politik: Statt Dankbarkeit Verschärfung des Strafrechts

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Greenpeace will der französischen Regierung und den französischen Atomkraftwerksbetreibern die Verantwortungslosigkeit ihres Tuns vor Augen führen und stürmt den ältesten Atommeiler Europas in Fessenheim . Das geschieht relativ einfach und führt den Verantwortlichen die mangelhafte Sicherheit ihrer explosiven Technologie vor Augen. Die Greenpeace-Truppe beweist, dass Fessenheim mehr als ein Pulverfass ist und sofort abgeschaltet gehört. Die ehemalige Umweltministerin Frankreichs, Delphine Batho , soll kürzlich gesagt haben, dass EDF , der alles dominierende Betreiber französischer Atomkraftwerke, nicht nur das Geisterministerium für Energie, sondern auch das des Innern sei. Die französische Politik hat also zu tun, was EDF wünscht, dass getan werden muss. Und EDF wünscht natürlich keine weiteren Auflagen für die Erhöhung der Sicherheit seiner AKW, abgesehen von ein paar kosmetischen Maßnahmen. Schon gar nicht in Fessenheim, wo das AKW im Jahr 2016 stillgelegt werden soll. Diese Kuh...

Was die Atomkraftwerke Frankreich noch kosten werden

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Der französische Energieriese EDF , Betreiber der französischen Atomkraftwerke, hat sich Gedanken gemacht, was ihm oder besser Frankreich, die Atomenergie in nächster Zeit noch kosten wird. Ein vertrauliches EDF-Papier mit den Kalkulationen ist in die Hände des Internet-Portals JDD (Journal du Dimanche) gelangt. Das Ergebnis ist unerfreulich und widerlegt eindrücklich das Märchen von der billigen Atomenergie. Fast 300 Milliarden € müssten in den nächsten 50 Jahren aufgewandt werden, wenn man die derzeitigen AKW’s durch neue desselben Typs ersetzen würde. 55 Milliarden € müssten allein aufgewandt werden, um die Laufzeiten der derzeitigen Meiler von 40 auf 50 Jahre verlängern zu können. Das würde für den Zeitraum von 2015 bis 2025 gelten. Von 2002 bis 2012 wurden nur 10 Milliarden € in den Erhalt der derzeitigen Anlagen investiert. Kenner schätzen diese Investitionen als nicht ausreichend für die Sicherheit der AKWs ein. Eine Erneuerung des Atom-Kraftwerkparks schätzt EDF auf 200 Mil...

Ratlose Regierung vor einem Haufen Plutonium

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Die britische Zeitung “The Independent” schreibt heute: “Der britische Bestand an Plutonium , eine der gefährlichsten radioaktiven Substanzen und das Element zum Bau von Atombomben, überschreitet bereits die 100 Tonnen und wird vermutlich bis 2020 auf 140 Tonnen steigen und hinzu wird noch infolge einer kürzlichen Entscheidung importiertes Plutonium aus ausländischem Atommüll kommen”. Laut Independent sitzt Großbritannien auf dem größten Bestand an Plutonium weltweit. Angesichts des Ausmaßes der Gefährlichkeit dieses Mülls, mutet die Hilflosigkeit der britischen Regierung bei seiner Beseitigung deprimierend an. Was macht man als erstes, wenn man etwas getan hat oder beabsichtigt zu tun, bei dem man eine hohes Maß an Verantwortung zeigen, aber in der Realität sein völliges Scheitern dabei zugeben müsste? Man erklärt den ganzen Vorgang zur Geheimsache und vernebelt die Öffentlichkeit mit beschönigenden Teilinformationen. So auch in Großbritannien, statt der von Ministern geforderten ...

Atomstaat Frankreich und die, die etwas dagegen haben

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Jeder Franzose hat im Umkreis von 300 km oder weniger Aussicht auf ein Atomkraftwerk. 58 Reaktoren stehen in 19 Zentralen, damit ist Frankreich weltweit die Nation mit den meisten Reaktoren pro Einwohner. Zu diesen Installationen kommen noch atomare Zwischenlager und Wiederaufarbeitungsanlagen. Während im Rest der Welt der Anteil des Elekrizitätsverbrauchs an der Atomkraft 2,5% beträgt sind es in Frankreich 18%. Die Organisation France Nature Environnement (FNE; Frankreich Natur Umwelt) ist eine Bürgerbewegung, die sich seit 40 Jahren um den Natur- und Umweltschutz in Frankreich kümmert. Sie arbeitet mit ungefähr 3.000 lokalen Vereinigungen in Frankreich zusammen. FNE kämpft gegen die Nuklearenergie mit folgenden Argumenten: Die Nuklearenergie sorgt nicht für die Energie-Unabhängigkeit Frankreichs. Das Uran kommt ausschließlich aus dem Ausland. Die Energie-Unabhängigkeit ist ein reines Täuschungsmanöver. Es gibt kein einziges aktives Bergwerk in Frankreich. Das Uran kommt aus Be...

Wie schnell Nuklearkatastrophen vergessen werden

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Die Welt hat schon einiges erlebt an Nuklearkatastrophen. Viele sind schon längst vergessen, obwohl ihre Wirkungen immer noch Landschaften und Menschen belasten. Der Grad dieses Vergessens steht auch für die doch immer wieder hoch und heilig versprochene Sicherheit der nuklearen  Entsorgung auf tausende von Jahren hinaus. Einige Nuklearkatastrophen sind bewusst herbeigeführt worden, weil die Koryphäen der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft scheinbar keine Ahnung hatten, was sie tun. So die Katastrophe von Beryl, an die vor kurzem der Nuklearphysiker Raymond Sené und der Chemie-Ingenieur Louis Boulidon in der französischen Zeitung "Libération" erinnerten. Vor 51 Jahren, genau genommen am 1. Mai 1962, hat Frankreich mit General de Gaulle als Staatschef seinen zweiten unterirdischen Atombombentest im Bergmassiv von Hoggar in Algerien unternommen. Der Versuch hatte den Code-Namen Beryl. Die Paten des Unternehmens waren der damalige Verteidigungsminister Pierre Messmer und d...

Wird Spaniens Uralt-AKW noch einmal zum Leben erweckt?

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Das älteste Atomkraftwerk Spaniens, Garoña , sollte schon längst aus dem Verkehr gezogen werden, aber es bleibt scheinbar ein Spielball unterschiedlicher Interessen. Am 26. Mai erklärte der Rat für nukleare Sicherheit Spaniens (CSN), dass Garoña noch ein 1 Jahr weiterbetrieben werden können. Diese Stellungnahme dürfte von der Haltung der Regierung bestimmt sein, atompolitisch noch ein Lebenszeichen zu setzen. Und dafür ist der Schrottmeiler noch gut genug. Garoña arbeitet zur Zeit nicht. Die Brennstäbe liegen im zentralen Becken des AKW und die Stromproduktion könnte somit wieder gestartet werden, wenn das zuständige Industrieministerium seine Erlaubnis dazu geben würde. Ein Vertreter des Betreibers beschreibt es so, dass das AKW mit angezogener Handbremse dastehe und man diese nur lösen müsse. Bisher ist aber nicht einmal ein Antrag auf Weiterbetrieb gestellt worden. Die Betreiber Nuclenor und Endesa sowie das Industrieministerium (Minetur) können sich scheinbar nicht auf ein einh...

Müll, den keiner haben will, der aber fleissig weiter produziert wird

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Die unendliche Geschichte des Atommülls: Keiner will ihn vor seiner Haustür haben, aber wird deswegen von der Produktion dieses Mülls Abstand genommen? Nein, Augen zu und das Problem nicht erkennen wollen, scheint die weltweite Antwort der verantwortlichen Politiker zu sein. Ein besonderes Drama spielt sich zur Zeit an den Grenzen zur Schweiz ab. Die Stadt Genf ist zur Zeit äußerst besorgt, weil Frankreich plant in Bugey in 70 km Entfernung zur Schweizer Grenze bei Genf ein Atommüller-Lager einzurichten. Im Norden der Schweiz ist Deutschland besorgt, weil die Schweizer beabsichtigen in direkter Nähe zur deutschen Grenze ihr Atommüll-Endlager - diesmal ohne einen Sicherheitsstreifen von 70 km - einzurichten. Der Bürgermeister von Genf, Rémy Pagani, ist am Montag nach Paris gereist, um den französischen Atomaufsichtsbehörden die Besorgnis der Stadt wegen des geplanten Atommüll-Lagers mitzuteilen. "Diese Planung macht uns Sorge. Wir hatten Tschernobyl, Fukushima, wir können ü...

Wie Areva den nigrischen Staatspräsidenten zappeln lässt

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Areva , der führende französische Atomkonzern, hat starke Interessen im afrikanischen Staat Niger . Dort befinden sich Uran-Lagerstätten, die für die europäischen Atomkraftwerke von hoher Bedeutung sind. Die französische Organisation “ L’Observatoire du nucléaire ” (Beobachter der Nuklearindustrie) hat unter dem Titel “Hier sieht man wie Areva der nigrischen Regierung seinen Willen aufzwingt” über ein Geheimdokument der Verhandlungen zwischen Areva und der nigrischen Regierung berichtet. Nach Informationen der Organisation zeigt der Text des Dokuments das Ausmaß der Pressionen, die der Atomkonzern auf eines der ärmsten Länder des Planeten ausübt. Bei dem Dokument handelt es sich um die vertrauliche Zusammenfassung eines Treffens, das am 9. November 2012 in Paris zwischen 3 hochrangigen Vertretern von Areva und Herrn Hassoumi, dem Direktor des Präsidialbüros des Präsidenten der Republik Niger stattgefunden hat. Dabei sagt schon das Verhältnis 3 zu 1 genügend über das Druckpotential ...

Die Atomwirtschaft darf unser Geld in sinnlosen Projekten verbraten

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Obwohl die französische Regierung einen Dialog über die zukünftige Energiepolitik des Landes führen will, hat sie jetzt per Dekret vom 9. November mit einem Federstrich die Schaffung eines Projektes “ ITER ” (Kernfusionsreaktor) genehmigt. Bei ITER handelt es sich laut Wikipedia “um ein internationales Forschungsprojekt, das den zurzeit größten und fortschrittlichsten Experimental-Fusionsreaktor baut. ITER soll zeigen, dass es physikalisch und technisch möglich ist, durch Kernverschmelzung Energie zu gewinnen. Das Ziel ist die kommerzielle Nutzung der Kernfusion zum Zwecke der Stromerzeugung.” ITER wird als gemeinsames Forschungsprojekt der sieben gleichberechtigten Partner Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM), Japan, Russland, Volksrepublik China, Südkorea, Indien und USA entwickelt, gebaut und betrieben. Am vergangenen Samstag wurde im offiziellen französischen Gesetzblatt das Dekret veröffentlicht, das der Internationale Organisation ITER erlaubt in Cadarache mit dem Bau ein...

Atomkonzentrat am Ärmelkanal und ein nukleokratischer Europaminister

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Die Contentin -Halbinsel ragt von französischer Seite in den Ärmelkanal, an ihrer Spitze liegt die Hafenstadt Cherbourg . Die Webseite “Le blog de jeudi” nennt die Region auch “FukushiManche”, womit “Fukushima am Ärmelkanal” gemeint ist. Der Blog zählt auch auf, warum Contentin zu dieser Bezeichnung kommt: “Der Contentin ist eine der am meisten nuklearisierten Regionen der Welt: In La Hague , die Wiederaufarbeitungsanlage, bei der in den Lagerhallen die Brennstoffe für hunderte von Nuklearreaktoren aufbewahrt werden; in Flamanville, der EPR (Europäischen Druckwasserreaktor), die Standarte der französischen Atomkraftwerke und doch schon veraltet; in Cherbourg ein militärisches Arsenal, das dem weltweiten Atomkrieg und der Zerlegung der Atom-U-Boote gewidmet ist; in Digulleville ein Lager für radioaktiven Müll, das das Grundwasser verseucht; und überall Hochspannungsleitungen, die kreuz und quer die Gegend zerschneiden. Der Ärmelkanal und Contentin bedeuten ein Fukushima, das ignori...

Die Herrscher des atomaren Feuers sind Geschichtsdilettanten

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Es gibt Science-Fiction Filme, die uns die menschlichen Probleme mit Raum und Zeit eindrücklich vor Augen führen. Im Film "Alien" von Ridley Scott fliegt ein Raumschiff durchs Weltall. Eines von vielen, die privatwirtschaftlich betrieben, die Schätze des Weltalls beheben sollen. Eigentlich interessiert sich auf der Basisstation Erde keiner für den Raumfrachter, es sei denn die Ladung kommt nicht an. Wie dann die Katastrophe in Form eines destruktiven "Alien" zuschlägt, ist die Einsamkeit und Hilflosigkeit der Besatzung angesichts des unfassbaren Geschehens bedrückend erfahrbar. Eine ähnliche Erfahrung machen wir immer mehr bei der gefährlichsten Technik, an die sich der Mensch bisher gewagt hat. Es geht um die Nutzung der Nuklearenergie. Es ist eine Energieform, die mit ihren Folgen auf Jahrtausende die Menschheit beschäftigen wird. Nach Meinung ihrer Verteidiger kein Problem. Dabei handelt es sich bei dieser Meinung um Größenwahnsinn oder um unverschämte Mani...