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Die tiefe Kluft zwischen Stadt und Land in Rumänien

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Die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (ADZ) berichtet an diesem Wochenende: PSD -Chef Liviu Dragnea hat am Donnerstag ein Wahlkampfspektakel der besonderen Art geboten: Während die 27 EU-Staats- und Regierungschefs in Hermannstadt (Sibiu) über die Zukunft der Union berieten, wetterte Dragnea zeitgleich bei einer Wahlkampfveranstaltung in Jassy/Iași gegen die EU, das Staatsoberhaupt und die Opposition. Er werde es „nicht zulassen“, dass „einige bis zu Landesverrat hin geneigte Europäer“ das Land in „eine Kolonie“ verwandeln und dessen Reichtümer sang- und klanglos ausliefern würden, sagte Dragnea den rund 15.000 Anhängern. Die Wahlkampfveranstaltung der PSD wurde auch diesmal vom Störfeuer Tausender Protestler durchkreuzt. Die Menschen riefen stundenlang „PSD, die rote Pest“ und „Diebe“, was Parteichef Dragnea prompt veranlasste, die Protestler als „gekaufte Halunken“ zu beschimpfen. Nach der PSD-Wahlkampfveranstaltung zogen die rund 6000 Antiregierungsdemon...

Was Rumänien mit den Juncker-Milliarden machen will

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Die EU-Kommission unter Führung seines Präsidenten, Jean Claude Juncker , hat eine Investitionsoffensive beschlossen und will  dafür ein 315 Milliarden Euro-Paket auflegen, um die derzeitige Investitionsschwäche im Euroraum zu bekämpfen. Nach Junckers Plänen soll allein die Europäische Investitionsbank (EIB) gut 60 Milliarden Euro an Krediten vergeben. Weitere 250 Milliarden sollen von privaten Unternehmen und Anlagegesellschaften kommen. Sie will Juncker damit ködern, dass ihnen die EU gegen eine Gebühr einen Teil des Verlustrisikos abnimmt. Rumänien will die Gunst der Stunde nutzen und hat der EU-Kommission eine Liste mit über 200 Projekten im Wert von 62,5 Milliarden Euro zukommen lassen. Das größte Projekt übersteigt 7 Milliarden Euro und soll in den Ausbau einer Autobahn gehen. Hier sind sie, die Projekte in Rumänien: Ausbau der Autobahn Iași – Borș mit geplanten Kosten von 7,5 Mrd Euro. Bisher sind von der Autobahn, die von der nordwestlichen ungarischen Grenze quer d...

Rumänische Hochgeschwindigkeitsbahn-Phantasien in Wahlkampfzeiten

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Die rumänische Regierung möchte eine Hochgeschwindigkeitsbahn im Land. Am liebsten möchte sie gerne eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Bukarest zum Schwarzmeer-Hafen Konstanza bauen. Die EU soll allerdings damit nicht einverstanden sein und will den Bau der Strecke nicht mitfinanzieren. Die rumänische Regierung hat sich deshalb ein anderes Projekt und andere mögliche Partner ausgesucht. In China haben jetzt Gespräche mit chinesischen Unternehmen über den Bau einer Schnellbahnstrecke von Bukarest nach Jassy / Iaşi mit der Möglichkeit der Fortsetzung in die moldauische Hauptstadt Chişinău stattgefunden. Ministerpräsident Ponta hat sich mit einer Regierungsdelegation die chinesische Schnellbahnstrecke Peking – Tijanjin vorführen lassen. Danach erklärte Ponta: “Jetzt ist Herr Rus (rumänischer Innenminister) in fortgeschrittene Sondierungen über die Einrichtung einer Schnellbahnlinie Bukarest-Iaşi mit Verlängerungsmöglichkeit nach Chişinău eingetreten, weil sich die EU-Kommission...

Dacia Renault verschnupft über rumänische Autobahnpläne

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Die rumänische Regierung hat vor kurzem ihre Planung zum Ausbau des rumänischen Autobahnnetzes vorgelegt. Danach sollen bis zum Jahr 2020 über 1.200 Autobahnkilometer neu gebaut werden. Die Zeitung “Romania Libera” schreibt dazu, dass es in Rumänien seit der Revolution 5 bis 10 solcher Ausbaupläne gab, aber kein einziger Plan erfüllt worden sei. Trotzdem wächst das rumänische Autobahnnetz, wenn auch sehr langsam. Zur Zeit stehen aus dem EU-Kohäsionsfonds dafür 3 Milliarden Euro zur Verfügung. Ministerpräsident Ponta will mit diesem Geld erst einmal die Autobahn Bacău-Roman mit Abzweigungen nach Iaşi und Târgu Neamţ erstellen lassen. Wo das liegt? Östlich des Karpatenbogens, in der rumänischen Moldau-Region Richtung Grenze Moldawien. Als nächstes soll die Strecke Piteşti - Râmnicu Vâlcea ausgebaut werden. Von Piteşti bis Bukarest gibt es dann das lange Zeit einzig existierende Autobahnteilstück nach Bukarest. Weitere Ausbaupläne beziehen sich auf Craiova – Calafat an der rumäni...

Was kann Rumänien von Haiti lernen?

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Im hochgradig erdbebengefährdeten Rumänien südlich und östlich der Karpaten klappern nach den Ereignissen in Haiti wieder die Zähne. Man erinnert sich des schweren Erdbebens von 1977 und fragt sich, was man daraus gelernt hat. Haiti hat diese bange Frage wieder an die Oberfläche gespült. Die Zeitung Evenimentul Zilei zitiert in einem Artikel die amerikanischen Erdbebenexpertin Kathleen Tierney , die im Bezug auf Haiti für die Zukunft folgende Empfehlungen gab: "An Berghängen dürfen keine Häuser mehr gebaut werden wegen der Gefahr von Erdrutschen. Die Hauptstadt sollte neu aufgebaut werden, aber nach neuen Normen. In der Zwischenzeit müssen die Behörden ein Leistungsmanagement für Zeiten der Not vorsehen und die Gemeinschaft muss informiert werden, wie im Fall einer neuen Katastrophe vorgegangen werden soll. Es fehlt uns nicht an Informationen wie wir diese Katastrophen vermeiden können. Das was uns fehlt, ist eine Perspektive für die Zukunft und eine politische Init...

Das Blutbad von Scanteia oder wenn Bus-Taxis aufs Gas drücken

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Am 14. August rammte ein Zug auf einem ungesicherten Bahnübergang ein Bus-Taxi, in Rumänien auch Mikrobuz oder Maxi-Taxi genannt, das sich auf der Fahrt zwischen der Stadt Iaşi und dem Dorf Scânteia befand. 13 von den 16 Passagieren starben an diesem Freitag. Die 14. Person, der Fahrer, 26 Jahre alt, ist gestern, Montag, im Krankenhaus gestorben. Schuldig soll der inzwischen verstorbene Fahrer sein, gegen den ein Strafverfahren eröffnet wurde. Er soll alle Verkehrsregeln beim Überqueren des Bahnübergangs missachtet haben. Überlebende erzählen, dass er zu diesem Zeitpunkt das eingenommene Geld gezählt habe. Alle anderen, die auch eine Verantwortung in der Sache tragen, waschen ihre Hände in Unschuld. Aber dieser schwere Unfall rückt ein Gewerbe in Rumänien in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, das schon länger von den Kunden misstrauisch begleitet wird: Das öffentliche, vor allem private Transportwesen in Rumänen. Typisch war, dass der Unglücksfahrer für seinen Arbeitgeber " Val...