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Die fiebrigen Ausschläge des Herrn Köppel

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Die Schweiz hat neues Personal fürs Regieren gewählt. Wofür ist unklar, da ja schließlich in der Schweiz immer das Volk die letzte Entscheidung trifft. Die Wahlbeteiligung lag vermutlich auch deshalb nur bei knapp 49%. Chef-Kommentator und inzwischen auch SVP -Bonze Roger Köppel , der in Deutschland als Schweizer Fachmann für Asylfragen und reaktionäres Geplapper gilt, kommentiert die Wahl in seinem Privatblatt “Weltwoche” mit folgenden Sprüchen: Die SVP legt historisch zu. Die Botschaft ist eindeutig: Asylchaos stoppen, Zuwanderung begrenzen, kein schleichender EU-Beitritt. Der Durchbruch (der SVP) erfolgte auf breiter Front. Sogar einst uneinnehmbare Stammlande anderer Parteien wurden geradezu im Sturm erobert. Man darf von einem Erdrutsch sprechen. Unternehmerin Magda­lena Martullo-Blocher , die Zürcher Erfolgs­industrielle, musste auf gleichsam auswärtigem Gelände gegen verschwörungsartige Listenverbindungen und feindliche Lokalmonopol-­Medien antreten. Trotzdem holte sie f...

Ein Journalist, eine Zeitung

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Eine früher durchaus lesbare Wochenzeitung in der Schweiz, die Weltwoche, scheint zu einem Verlautbarungsorgan des geltungssüchtigen Chefredakteurs Köppel zu degenerieren. Köppel war auch einmal Chefredakteur der Tageszeitung “Die Welt” und gilt in den deutschen Medien als Sprachrohr der Schweiz. Keine Sendung mit Schweiz-Bezug, in der nicht der Allround-Schweizer Köppel auftritt. 2001 übernahm er die damals als linksliberal geltende Wochenzeitung “Die Weltwoche”. Aus dem linksliberalen Blatt machte er ein rechtskonservatives Kampfblatt. Grundsätzlich verfügt Köppel über ein durch nichts zu beeinträchtigendes Selbstbewusstsein, das ihn zu Rechthabereien jeder Art veranlasst. Damit ist er das Hans-Dampf-in-allen Gassen seines Blattes. Es gibt nichts, wozu er nicht meint Stellung nehmen zu müssen. Die Webseite der Weltwoche von heute spricht dafür Bände. Ein paar Beispiele: “ Roger Köppel zum Fall Kachelmann.” “Die SVP fordert das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU zu künd...