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Totengräber in São Paulo am Rande ihrer Leistungsfähigkeit

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Die Webseite "Brasil de Fato" interviewte am 24. April den Bestatter und Repräsentanten der Gewerkschaft der Städtischen Bediensteten (Sindsep) João Batista Gomes über die Situation auf den Friedhöfen von São Paulo in den Zeiten der Covid-19-Pandemie . Anlass war, dass Staatspräsident Bolsonaro vor kurzem von einer Journalistin gefragt worden war, wieviele Tote es durch die Covid-19-Pandemie in Brasilien gebe, und darauf geantwortet hat: "Schätzchen, was soll diese Frage, ich bin doch kein Totengräber". Darauf hat João Batista Gomes diese Antwort: "Bolsonaro ist der Totengräber der Nation". Im übrigen bemängelt João Batista mangelndes Schutzmaterial für die Beschäftigten auf den Friedhöfen, die Beschäftigung von zusätzlichen unausgebildeten prekär beschäftigten Leiharbeiten, von den 220 jetzt in São Paulo zusätzlich eingestellt wurden und ein mangelhafte Informationspolitik über die Entwicklung der Pandemie. Gefragt wie er die Situation der Friedhö...

In der Corona-Krise bettelt Madrid bei den Reichen

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Isabel Díaz Ayuso ist Präsidentin der autonomen Region Madrid. Sie gehört der konservativen Partei Partido Popular (PP) an und wurde im vergangenen Jahr zur Präsidentin der Autonomie gewählt, unter anderem auch mit den Stimmen der faschistoiden VOX-Partei. Die Stunde der Wahrheit schlug jetzt für Frau Díaz Ayuso mit der Coronavirus-Pandemie . In dieser Situation präsentiert sie sich denkbar schlecht. Die Autonomie hat im Gesundheitsbereich starke Kompetenzen. Statt tatkräftig zu handeln und mit der spanischen Regierung unter Pedro Sánchez zusammen zu arbeiten, jammert sie herum, schiebt die Schuld auf die Zentralregierung und verunsichert die Bevölkerung durch widersprüchliche Verlautbarungen. Ihre Partei, die bisher die Regierung der autonomen Region führte, hat seit langem das Gesundheitswesen in der Region mit dem Ziel der Privatisierung dezimiert. In den Zeiten der Corona-Pandemie kommt zu Tage in welchem Ausmass das Gesundheitswesen kaputt gespart und privatisiert wurde. M...

Brasiliens Ärzte leben auf einem anderen Planeten

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Frauen, Jugendliche, Weiße, die denselben Lebensstandard wie ihre Eltern haben, nie gearbeitet haben und immer auf Privatschulen ausgebildet wurden. Das ist das Profil der Mehrheit der kürzlich ausgebildeten Ärzte im Bundesstaat São Paulo nach einer Erhebung des Regionalrats für Medizin von São Paulo (Cremsesp). Die Daten können auch vergleichbar auf Gesamtbrasilien überragen werden. Nach der Untersuchung sind 51,7%, die einen Abschluss als Arzt / Ärztin machen, Frauen, von denen knapp 34 % zwischen 25 und 29 Jahre alt sind. 73,6% der Studenten sind weißer Hautfarbe. Diejenigen, die sich als Schwarze bezeichnen haben einen Anteil von 2,3%. Die Studenten /Studentinnen geben an,  keine Einkünfte zu haben und dass sie von ihren in der Regel wohlhabenden Familien unterhalten werden. Was bedeutet das nun für das brasilianische Gesundheitssystem? Für Professor Mario Scheffer von der Universität von São Paulo entspricht dies dem Profil einer Elitisierung des höheren Bildungswesen in...

Zynismus muss man nicht erklären oder Vorurteile unter dem Deckmantel der Satire

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Silvia Pilz ist Kolumnistin bei “ O Globo ”, eine der größten Tageszeitungen Brasiliens. Sie verfasste vor kurzem einen Meinungsartikel mit dieser Erläuterung: “Achtung: Ätzender Humor verliert seinen Reiz, wenn er erklärt werden muss. Wenige haben Spaß und viele fühlen sich beleidigt. Das war nicht die Absicht.” Frage ist, ob man das, was Frau Pilz schreibt, überhaupt als Humor bezeichnen kann. Damit der Leser eine Entscheidung treffen kann, hier die Übersetzung ihres Artikels über Arme im Gesundheitswesen Brasiliens: “Alle Armen haben Probleme mit dem Blutdruck. Sei es tatsächlich oder nur eingebildet. Das ist eine beeindruckende Sache. Und alle haben eine Faszination dafür, ihren Blutdruck ständig zu messen. Der Arme, der bei der Totenwache in Ohnmacht fällt, hat zu niedrigen oder hohen Blutdruck. Bei Churrascos nicht. Gegenwärtig mit den Möglichkeiten des Gesundheitsplanes ist die Durchführung von ärztlichen Untersuchungen ein hervorragendes Programm. Komplettes Blutbild, Rön...

Ebola sorgt für Chaos in Madrid und kostet Excalibur das Leben

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Das Ebola-Virus hat erstmals in Europa in Madrid zugeschlagen. Erkrankt ist eine Krankenschwester, die aus Afrika überführte Ebola-Opfer im Krankenhaus Carlos III zu betreuen hatte. Die Art und Weise wie es dazu kam, das steht symbolhaft für den Zustand des spanischen Gesundheitswesens nach Jahren der Kürzungen der Finanzmittel, des Personalabbaus und Privatisierungen. Die Schulung des Personals bezüglich des Ebola-Virus, soviel ist wohl sicher, war und ist bisher mangelhaft. Die 2 Ebola-Opfer, die von Afrika überführt worden waren, stießen auf ein Krankenhaus, das die nötige Sensibilität für die Gefährlichkeit der Erkrankung vermissen ließ. Wie sich jetzt herausstellte, waren die Schutzanzüge für die Gefahrenstufe von Ebola unzureichend. Statt dem Niveau 4 entsprachen sie nur dem Niveau 2. Die persönliche Habe der Erkrankten wurde in einem Aufzug entsorgt, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich war. Die Krankenschwester, mit Namen Teresa Romero, soll sich dadurch infiziert ha...

Botschaft aus einem rumänischen Provinzkrankenhaus

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“Ich heiße Oprea Dan, bin Chirurg am Notfallkrankenhauses des Kreises Prahova in Ploiesti. Das Krankenhaus ist unter den Einheimischen als das “Krankenhaus des Todes” oder “Krankenhaus des Desasters” u.ä. bekannt. Ein Kollege sagte mir, dass ich besser nicht erzählen sollte, wo ich arbeite. Und trotzdem liebe ich dieses mein gedemütigtes Krankenhaus, das von allen verlassen ist! Hier habe ich meine medizinische Laufbahn angefangen! Einem Kreis wie unserem kann es nicht gelingen ein wirtschaftlich konkurrenzfähiges Krankenhaus zu haben. Es gibt kein Geld. Die Anlage zur Sterilisierung mit Ethylen-Oxid ist seit einem Jahr kaputt und wird nicht repariert, obwohl ein neuer Gaskompressor nicht mehr wie 2.000 Euro kosten würde. Wir benutzen chirurgische Instrumente für den einmaligen Gebrauch zehnmal oder noch mehr, Verbandmaterial mit sterilisierter Watte haben wir nur gelegentlich.  Man spricht von Hochleistungsgeräten, aber die Wahrheit vom Standpunkt der Technik aus ist, dass di...

Frankreich erfindet den Zahnarzt–Aldi

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Die Großzügigkeit der französischen Krankenkassen bei Erstattung von Zahnarztkosten hält sich in Grenzen. In der Regel können Versicherte mit etwa 70% erstatteter Kosten rechnen, d.h. 30% muss selbst getragen werden. Die Zahnärzte sind jedoch oft mit den Tarif-Honoraren nicht zufrieden. Sie verlangen Aufschläge, die ebenfalls an den Versicherten hängen bleiben. Gerade dieser Aufschlag scheint in letzter Zeit bei den Zahnärzten in Frankreich sehr beliebt geworden zu sein. In einer Zeit, in der die Arbeitslosigkeit steigt und auch viele Franzosen mit dem wirtschaftlichen Überleben kämpfen, verursacht der Gang zum Zahnarzt wegen Zahnschmerzen den Betroffenen zusätzlich noch Bauchschmerzen wegen der finanziellen Belastung. Frankreich hat zwar den Lebensmittel-Discounter nicht erfunden, darin sind die Deutschen wohl Weltmeister, aber in anderen Bereichen haben die Franzosen durchaus den Ehrgeiz zur durchgreifenden Rationalisierung, um die Preise zu senken. Besonders offensichtlich ist d...

Ein König, der sein Volk hinters Licht führen will

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Der spanische König Juan Carlos wurde vor kurzem erneut an der Hüfte operiert. Er hat bereits mehrere derartige Operationen hinter sich. In Spanien läuft zur Zeit eine umfangreiche Privatisierungswelle im Gesundheitswesen. Diese ist verbunden mit Schließung kleinerer Krankenhäusern und umfangreicher Entlassung von Personal. Deswegen gibt es seit einiger Zeit heftige Proteste in der Bevölkerung. Angesichts dieser Situation fragt sich natürlich das Volk, warum der König sich nicht in einem Krankenhaus der staatlichen Krankenversicherung von den dort tätigen Ärzten operieren lässt.  Denn selbstverständlich wird der König nach scheinbar erfolglosen Operationsversuchen, für die das private spanische Gesundheitswesen verantwortlich zeichnet, jetzt von einem Starteam der US-Mayo-Klinik operiert. Zahlen soll es der spanische Steuerzahler, dem es natürlich angesichts der sich ständig verschlechternden eigenen Gesundheitsversorgung nicht einleuchtet, warum sein Staatsoberhaupt privilegi...

Wie Brasilien sein Gesundheitssystem kurieren will

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Gegenstand der kürzlichen Volks-Proteste in Brasilien, die in dieser Heftigkeit überraschend kamen, war  auch das brasilianische Gesundheitssystem, deren öffentliche Version einen miserablen Ruf hat. Zwar gibt es auch Privatkliniken mit einem höheren Standard, aber welcher Brasilianer kann diese schon bezahlen. Die brasilianische Regierung scheint nun die Lektion gelernt sie zu haben, zumindest greift sie das Thema auf und versucht es mit dem Beginn einer Reform. Die besteht darin, dass die Dauer des Studiums für Mediziner um 2 Jahre erhöht wird. Mit den 2 zusätzlichen Jahren sollen Mediziner verpflichtet werden, diese Zeit für Tätigkeit im Einheitlichen Gesundheitssystem (SUS) zu nutzen. Die Regierung von Dilma Rousseff erhofft sich damit, den Ärztemangel beheben zu können und dadurch eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung der hilfesuchenden Menschen zu erreichenden. Abgesehen von dieser Maßnahme soll zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an den Krankenhäusern mehr inve...

Wenn die Geburtenklinik zur Folterstation wird

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Vom 20 bis 27. Mai wird in einigen Ländern der "Weltwoche des Respekts gegenüber dem Neugeborenen" gedacht. So auch in Brasilien. Radio Brasil Atual hat aus diesem Anlass eine Reportageserie unter dem Titel "Geburtsschmerzen" gestartet, in denen brasilianische Mütter über ihre Erfahrungen in brasilianischen Geburtenkliniken berichten. Mit Fachleuten und Regierungsverantwortlichen wurde das Thema erörtet, insbesondere die in Brasilien scheinbar übliche "gynäkologische Gewalt" gegenüber den gebärenden Müttern. Nach dem Bericht wird in Brasilien einer von vier Frauen bei der Geburt Gewalt zugefügt. Obwohl es bereits eine Studie aus dem Jahr 2010 mit alarmierenden Zahlen gibt, erfolgt die "gynäkologische Gewalt" weitgehend immer noch im Verborgenen und unentdeckt. Der Fall einer 44-jährigen Mutter, die ihr Kind auf normale Weise gebären wollte, wird geschildert: Bei ihrem Eintritt in eine private Geburtsstation wurde sie ohne weitere Erklärung i...

Die Zukunft des Tourismus: Spanien im Krankenhaus genießen

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Das spanische öffentliche Gesundheitswesen leidet unter einer Privatisierungswelle durch die Regierung. Entlassungen von Personal und Schließung von Krankenstationen sind an der Tagesordnung. Das bringt doch einige auf neue Gedanken wie man mit der Gesundheit doch noch Geld machen könnte. Ins Ziel geraten Gesundheitstouristen. Wie schön könnte es sein, sich an der Costa del Sol die Zähne ziehen zu lassen und Meer und Sonne dabei zu genießen? Das denken jetzt auf jeden Fall die spanischen Tourismusexperten und setzen ihre Hoffnungen auf die vermögenden Kranken und Gebrechlichen aus dem Ausland. Laut der Zeitung El Pais wirb die amerikanische Reiseagentur “ Medical Tourism Corporation ” mit folgenden Worten für einen Krankenurlaub in Spanien: “In Spanien gibt es nicht nur Stierkämpfe, Flamenco, exotische Strände und viel Sonne. In den letzten Jahren hat das Land durch sein exzellentes ärztliches System, das eine Behandlung zu niedrigen Kosten und hoher Qualität für Patienten aus der...

Spanier wollen keine Privatpatienten werden

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Vorreiter der spanischen Gesundheitsreform ist die Region Madrid . Die Regionalregierung hat sich forsch daran gemacht, die bisher staatliche Gesundheitsfürsorge zu privatisieren. Große Teile des Volkes wittern bei dieser Regierung, die sich durch viele Korruptionsskandale inzwischen unmöglich gemacht hat, dass es bei dem jetzt anstehenden Ausverkauf um den Profit für einige wenige geht und die Bürgerinnen und Bürger das Nachsehen durch eine nicht mehr bezahlbare Gesundheitsversorgung haben werden. Heute kam es wieder zu Protestmärschen in Madrid, der sich viele Menschen in anderen Städten Spaniens angeschlossen haben. Mit an der Spitze steht das bisher in den öffentlichen Gesundheitseinrichtungen beschäftigte Gesundheitspersonal, das zu Recht befürchten muss, dass mit dem Ziel der Auslagerung von Dienstleistungen und Privatisierung ihre Gehälter gekürzt und in prekäre Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden sollen. Zur Zeit kursiert in Spanien ein offener Brief an den Minist...

Der Tod des Herrn Lazarescu im wirklichen rumänischen Leben

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Der rumänische Spielfilm “ Der Tod des Herrn Lazarescu ” von 2005 schilderte mit schwarzem Humor die Zustände im rumänischen Gesundheitswesen. Regie führte Cristi Puiu , der auch am Drehbuch der Tragikomödie mitschrieb. In beeindruckender Weise schildert er, was in Rumäniens Gesundheitswesen immer noch nicht funktioniert. Obwohl vielfach die Ausstattung der Krankenhäuser besser geworden ist, ist es die lasche und oft korrupte Einstellung des Gesundheitspersonals, die den Patienten zu schaffen macht. Das Schicksal von Herrn Lazarescu erlitt in diesen Tagen ein Mann aus der Kleinstadt Tecuci im Kreis Galatz . Das Erlebnis ging für ihn tödlich aus. Der Mann mit dem Vornamen Viorel wurde am vergangenen Sonntag in das Gemeindekrankenhaus von Tecuci gebracht. Er gab an, an Kopfschmerzen zu haben und keine Luft mehr zu bekommen. Er bekam Medikamente gegen Erkältung und wurde wieder nach Hause geschickt. Am Abend verschlimmerte sich sein Zustand und er ging erneut ins Krankenhaus. Man erk...

Tabatinga sehen und hoffentlich nicht krank werden

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Es gibt Orte auf der Welt, die noch sehr unzugänglich sind. Einer dieser Orte ist die Kleinstadt Tabatinga am Amazonas im Dreiländereck Brasilien, Kolumbien und Peru. Die Stadt zählt etwa 50.000 Einwohner. Der Name der Stadt soll aus der Indiosprache Tupi-Guarani stammen. “Taba” steht für “Haus” und “tinga” für “weiß”. Vereint in seiner Einsamkeit ist Tabatinga mit dem Ort Leticia , das direkt angrenzend in Kolumbien liegt und etwa 67.000 Einwohner haben soll. Die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, Manaus, ist nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar. Letzteres Verkehrsmittel braucht 3 Tage, um Manaus zu erreichen. In der Stadt gibt es so gut wie keine Abwasserentsorgung, den Strom gibt es ab und zu und die Straßen sind bis auf wenige Ausnahmen ungeteert. Die Hauptstraße ist die Avenida da Amizade (Straße der Freundschaft), sie verbindet Tabatinga mit Leticia. Die brasilianische Verfassung garantiert allen ihren Bürgern das Recht auf Gesundheit und verpflichtet den Staat alles ...

Achtung Spanien: Krank werden im August nicht empfehlenswert

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Im August funktioniert Spanien nur noch auf Sparflamme. Entweder man verdrückt sich an die Küste oder zu Verwandten aufs Land. Natürlich wollen auch die Völker des europäischen Nordens unbedingt die spanische Hitze genießen und so vervielfacht sich die Bevölkerung in der Regel in diesem Monat rund um die spanischen Küstengewässer. Selbstverständlich möchte auch das medizinische Personal nicht auf den Urlaub verzichten. Deshalb wird es in diesem August besonders eng bei der medizinischen Versorgung in Spanien. Neben dem üblichen “Ferien-Engpass” kommt in diesem Jahr auch noch hinzu, dass dem spanischen Gesundheitssystem kräftig die Mittel gestrichen worden sind. Hatte man früher Aushilfskräfte für die Ferienzeit einstellen können, so geht man jetzt dazu über stattdessen Krankenhausbetten still zulegen und somit das Versorgungsangebot zu verkleinern. Die Anzahl der Krankenhausbetten werden um ca. 20% vermindert. Wir es zu  eng, wird ein Klappbett, das sogenannte “C-Bett” in einem a...

Was die Rumänen beschäftigt

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"Debatten" sind sehr beliebt in rumänischen Zeitungen. So hat die Webseite der Zeitung "Evenimentul Zilei" eine Rubrik "Debatten" (dezbatere), was man natürlich auch mit "Wir diskutieren" übersetzen kann. Zur Zeit scheinen für die Rumänen die nachfolgenden Themen interessant zu sein: "Die 75-Watt-Lampe wurde verboten. Sind sie glücklich mit den Sparlampen ?". 186 Kommentare verzeichnet dieses Thema. Die Meinungen dazu sind geteilt. Viele finden die Sparlampen gut, warnen aber vor chinesischen Billigprodukten. Markenprodukte wie die von Philips oder Osram seien viel besser. Einige berichten, dass Produkte aus China oder Polen nur 14 Tage halten. Die Gegner stören die hohen Kosten und sie haben auch Gesundheitsbedenken. "Warum haben wir soviele Zugverspätungen ? Warum arbeitet man seit 20 Jahren am Schienennetz?". Dieses Thema beschäftigt nur 35 Kommentatoren und artet zumeist in Politikerbeschimpfungen aus. ...

Geburtsstation wird zur Flammenhölle

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Die Geburtsstation des Krankenhauses "Panait Sârbu" von Bukarest hat eine moderne Abteilung für die Behandlung von Frühgeburten. Sie wurde mit einem Kredit der Weltbank vom rumänischen Gesundheitsministerium auf neuesten Stand gebracht und genügte höchsten europäischen Standards. Das Personal wurde von Fachleuten aus den USA geschult. Die Klinik hat vielen rumänischen Frühgeborenen ein Überleben ermöglicht. In der Nacht vom Montag auf Dienstag wurde der gute Ruf der Geburtsstation in wenigen Minuten Opfer der Flammen . Durch einen vermuteten Kurzschluss in einer Klimaanlage brach ein Brand in den Räumen für Frühgeburten aus, 4 Säuglinge verbrannten und weitere 7 schweben mit schweren Verbrennungen zwischen Leben und Tod. Eine Gruppe von 10 israelischen Ärzten ist inzwischen in Bukarest eingetroffen. Sie helfen mit, die überlebenden Säuglinge zu retten. Die Geburtsstation musste geschlossen werden, was zu einer Überbelegung in den anderen Krankenhäusern Bukares...

Krankwerden in Costa Rica

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Die Öffentliche Gesundheitsversorgung in Costa Rica steht in derKritik. Die Versicherten werden mit langen Wartezeiten für Untersuchungstermine und einer damit verbundenen Bürokratie gequält. Es ist üblich, dass der Patient erst einmal zum Schalter des Gesundheitszentrums geht, seinen Terminwunsch anmeldet und seine Telefonnummer hinterlegt. Das Gesundheitszentrum wird ihn dann nach derzeitigem Stand Anfang 2011 anrufen, um ihm mitzuteilen, wann die Untersuchung stattfinden kann. Bei Augenproblemen sieht man alt aus. Mit Glück erhält man einen Termin im Jahr 2015. Eine "Tica" (so nennen sich die Einheimischen) machte dieser Tage eine unangenehme Erfahrung mit der Gesundheitsbürokrate ihres Landes. Sie hatte einen Termin für eine Röntgenaufnahme um 12 uhr mittags und kam 15 Minuten zu spät. 7 Monate hatte sie auf diesen Termin gewartet. Die Verspätung kostete ihr diesen Termin, der an andere vergeben wurde, die seit 4 Uhr morgens auf eine solche Gelegenheit gewartet hatten. ...

Tote Babys im Kühlschrank sorgen für Aufregung

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Im brasilianischen Norden, im Bundesstaat Roraima , der an Venezuela und Guyana grenzt, wurden letzte Woche im Kinderkrankenhaus "Nossa Senhora de Nazareth" in der Hauptstadt Boa Vista 6 Körper von Neugeborenen in einem Kühlschrank gefunden. Es handelte sich um einen für den normalen Gebrauch in einem Haushalt bestimmten Kühlschrank. Er stand in einem 2x2 m grossen Raum. Die Körper waren in schwarzem Plastik und in Kleidern eingewickelt. Der Kühlschrank war verrostet und der Dichtungsgummi verbraucht. Das Gerät stand in einem nicht klimatisierten Raum neben der Wäscherei des Krankenhauses. Der Leser einer lokalen Zeitung hatte die Behörden infomiert. Wie geht man damit um, am Ende der Welt (zumindest der brasilianischen Welt)? Das Ministerium für öffentliche Angelegenheiten des Bundesstaates Roraima beauftragt die Staatsanwaltschaft mit einer Untersuchung. Das Ergebnis der Untersuchung wird im Internet veröffentlicht und sei hiermit wiedergegeben: Verantwortlich für die Unte...

Rumänische Psychiatrie zum Fürchten

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Gestern wurde in Rumänien vom Zentrum für Juristische Studien ( Centrul de Resurse Juridice ; CRJ) ein Untersuchuchungsbericht über den Zustand der psychiatrischen Krankenhäuser vorgelegt. Das Ergebnis ist bedenklich. Psychisch kranke Menschen werden schlechter behandelt wie Gefangene und ihre Unterbringung ist zum Fürchten: Unbekleidet, ungewaschen, hungrig und vollgestopft mit Beruhigungspillen werden sie in verschmutzten Räumen gehalten. In einigen Krankenhäusern hat man inzwischen die Räume renoviert, die Wände in freundlichen Farben bemalt und mit Thermopan-Fenstern ausgestattet, aber in den Mehrzahl der Anstalten werden die Patienten schlecht bis unmenschlich behandelt. Das Personal in solchen Krankhäusern kennt weder die Rechte der Patienten noch respektiert sie diese. Die Patienten können nur kalt duschen, in einem Bett müssen zum Teil 2-3 Menschen schlafen, sie bekommen nicht ausreichend zu essen und werden tagsüber angebunden. Horaţiu Rusu, Berichterstatter des CRJ, beschreib...