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Oscar für Schwarze statt für blauäugige Blondine erregt die brasilianischen Rassisten

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“Den letzten und wichtigsten Preis des Abends, die Trophäe für den besten Film, gewann Moonlight von Barry Jenkins – nachdem zuvor das von vielen favorisierte La La Land fälschlicherweise als Gewinner verkündet worden war”, schreibt Die Zeit . Und weiter: “Insgesamt gewann die Geschichte eines heranwachsenden homosexuellen Afroamerikaners bei der Preisverleihung in Los Angeles zwei weitere Oscars: für das beste Drehbuch und für den besten Nebendarsteller, den Mahershala Ali entgegen nahm. Der 43-Jährige spielt einen Drogenhändler und Ersatzvater für den jungen Chiron, der sich mit einer alkoholkranken Mutter und der Drogenszene in Miami auseinandersetzen muss. Ali zeigte sich sichtlich gerührt von der Ehrung – seine Auszeichnung ist erst der fünfte Oscar für einen schwarzen Nebendarsteller. “ Brasilien ist ein Land mit einem sehr hohen Anteil an farbiger Bevölkerung, in Brasilien “negros”, also Schwarze genannt. Dass Brasilien trotz des hohen Anteils an nichtweißer Be...

Was ist los in São Paulo?

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Die Zahl der Morde hat im Zeitraum von Januar bis September dieses Jahres in São Paulo um 22% zugenommen. In absoluten Zahlen ausgedrückt gab es 948 Todesopfer. Besonders von Gewalt geprägt war der September, in dem 135 Menschen ermordet wurden, eine Steigerung von 96% gegenüber dem Vorjahr. Dabei starben im Bundesstaat São Paulo 90 Militärpolizisten in diesem Jahr in Ausübung ihrer Pflichten. Die vergangene Nacht erlebte die Stadt eine erneute Gewaltwelle mit dem Tod von 7 Personen. Eine Person wurde von einem Omnibus überfahren, der von Banditen gestürmt worden war. Anschließend ging der Bus in Flammen auf. Ein weiteres Blutbad gab es in einer Bar im Norden von São Paulo. Dort schossen bewaffnete Männer auf die Besucher der Bar und flohen anschließend. 4 Personen wurden dabei schwer verletzt, drei sind an ihren Verletzungen gestorben. Der Kommandant der Militärpolizei der Stadt ist ratlos. Seiner Ansicht nach gibt es keinen Grund für die Gewaltwelle. Die Polizei bemühe sich au...

Rio de Janeiro im Griff der Milizen

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Zwar hat Rio de Janeiro im Kampf gegen die Bandenkriminalität Fortschritte gemacht, aber eine andere kriminelle Gruppierung, die aus den Kreisen der Polizei kommt, hat die Stadt weiterhin bestens im Griff. Es sind die Milizen, die zu großen Teilen aus Polizisten oder Ex-Polizisten bestehen. Man schätzt, dass noch ungefähr 130 Stadtbezirke von Rio durch die Milizen kontrolliert werden. Sie sind im Drogenhandel tätig und terrorisieren in ähnlichem Stil wie die Drogenbanden die Bevölkerung. Am vergangenen Freitag wurde in Rio die Richterin Patricia Acioli erschossen. Sie war 47 Jahre alt und bekannt für ihre harte Linie gegenüber kriminellen Polizisten und wurde deshalb auch der “schwere Hammer” genannt. Sie wurde mit 21 Schüssen umgebracht als sie ihr Haus in Niterói betrat. Die Munition, mit der sie erschossen wurde, waren Kaliber 45 und 40. Diese Art von Munition wird exklusiv von der Armee und der Polizei in Brasilien benutzt. “Die Nutzung dieses Kalibers ist so etwas wie eine Unte...

Rätselhafte Geschehnisse am Rio Madeira

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Am Rio Madeira im brasilianischen Bundesstaat Rondonia , nicht weit von der Hauptstaat Porto Velho entfernt, wird ein Wasserkraftwerk gebaut. Das Wasserkraftwerk hat den Namen "Usina Hidrelétrica de Jirau". Der Bau erfolgt durch das Konsortium "ESBR" (Energia Sustentável do Brasil; nachhaltige Energie Brasiliens). Am Konsortium sind beteiligt die Firmen Suez Energy (50.1%), Eletrosul (20%), Chesf (20%) und Camargo Corrêa (9,9%). Das Bauprojekt genießt in den Plänen der brasilianischen Regierung zur Energieversorgung eine hohe Priorität. Zum Teil hat es zu heftigen Kontroversen geführt. Es gab Baustopps, weil Umweltvorgaben nicht eingehalten wurden. Rondonia liegt weit entfernt von den brasilianischen Zentren und grenzt an Bolivien. So wundert es nicht, wenn Vorkommnisse in dieser Region erst spät die brasilianischen Metropolen erreichen. Einer, der als erste Wind davon bekam, ist der Reporter Rodrigo Stüpp vom Diario Catarinense. Er berichtet: "Von einig...

Nach der Schlacht ist vor der Schlacht

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Die Räumung der Favelas "Vila Cruzeiro" und "Complexo do Alemao" von Drogenbanden durch schwerbewaffnetes Militär und Polizei gibt Rio de Janeiro seit langem wieder einmal das Gefühl, dass die Stadt wieder sicherer wird. Es ist gelungen die Banden aus strategisch wichtigen Vierteln zu entfernen. Aber Rio de Janeiro hat noch einen schlimmeren Feind als die Drogenhändler, nämlich die Milizen (milicianos). Diese sind mächtiger als die Drogenhändler, denn kommandiert und organisiert werden sie von Militärs und Ex-Militärs, Polizisten und Ex-Polizisten. Diese haben die Favelas auf den Hügeln den kriminellen Banden abgenommen und kontrollieren inzwischen die Wasserversorgung, die Versorgung mit elektrischer Energie, das illegale Fernsehkabelnetz, den Verkauf von Gas zum kochen sowie Sicherheitsdienste und das Transportwesen. Inzwischen sind sie in 96 Favelas die Herren über Leben und Tod. Am Anfang wurden sie noch als Kämpfer gegen die Kriminellen von den Bewohnern beg...

Die Rambla befreit von Dieben und Prostitiuierten?

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Nachdem im vergangenen Jahr Barcelona ein "schwarzes Jahr" erlebte, was öffentliches Ärgernis im Zentrum der Stadt betraf, scheinen die getroffenen Massnahmen der Stadtverwaltung Früchte zu zeigen. Im vergangenen Jahr wurde an den Touristenbrennpunkten wie auf der Flanierstrasse " Rambla " und im gotischen Viertel derart offensichtlich Prostitution betrieben - auf offener Strasse wurde dem Geschlechtsverkehr gefrönt -, dass die Barceloniner auf die Barrikaden gingen. Das war der Grund für die Stadt den Plan "Rettet die Rambla" für dieses Jahr zu starten. Die Patrouillen der Polizei, sowohl der Stadt-Polizei wie auch der katalanischen Polizei (Mossos d'Esquadra) wurde erheblich verstärkt. Diebe und Prostituierte sollten durch die starke Präsenz eingeschüchtert werden. Ganz beseitigt wurde die Prostitution damit wohl nicht, aber sie ist nicht mehr derart offensichtlich wie im vergangenen Jahr. Die Prostituierten haben sich wieder in ihren ...

Die Baianerin lebt gefährlich

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Im vergangenen Halbjahr 2010 wurde im brasilianischen Bundesstaat Bahia die weltweit höchste Zahl an ermordeten Frauen registriert. Nach einer Erhebung auf der Grundlage der Datenbank des einheitlichen Gesundheitssystems ( SUS ) ergibt sich, dass in Bahia ein Index von 3,5 zu verzeichnen ist, während der weltweite Durchschnitt bei 2,6 liegt. Aus den Daten der Polizeistatistik ist zu entnehmen, dass von Januar bis Juni 115 Frauen in Bahia ermordert wurden. Das sind 5,4% aller Tötungsdelikte in diesem Zeitraum. In absoluten Zahlen wurden in den 6 Monaten 2.116 Menschen in Bahia umgebracht. Früher wurden Morde an Frauen in der Regel im Affekt von den Ehemännern, Ex-Ehemännern oder Geliebten verübt. Die neue Entwicklung zeigt aber, dass viele Morde an Frauen inzwischen in irgendeiner Form mit dem Drogenhandel zusammenhängen. Die männlichen Drogenhändler benutzen ihre Freundinnen, Geliebten und auch Schwestern und Mütter, um die Drogen zu verstecken. In Kämpfen zwischen den ...

Ideenreiche Haschisch-Händler

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Das Rif-Gebirge in Marokko ist schon seit langem bekannt als Haschischanbaugebiet. Ebenso lange gibt es auch den Drogenschmuggel Richtung Spanien und Westeuropa. Waren es zuerst Drogenkuriere, die das Haschisch über die Fähren in der Meerenge von Gibraltar schmuggelten, so gingen die Händler dazu über, den Stoff mit Schnellbooten über das Meer nach Spanien zu bringen. Die neueste Entwicklung ist, dass man dafür auch Kleinflugzeuge benutzen kann. Marokko hat dieser Tage Spanien wegen des Anstiegs dieser Schmuggelflüge gewarnt und darauf hingewiesen, dass dadurch für beide Länder erhebliche Sicherheitsprobleme entstünden. Zuletzt kam es am 22. September zur Verhaftung von spanischen Drogenschmugglern, deren Flugzeug in der marokkanischen Provinz Taourit verunglückte. Da man keine Drogen fand, wurden der Pilot und sein Helfer vom Staatsanwalt wegen "Verletzung des marokkanischen Luftraums" angeklagt. Die marokkanische Regierung hat weitere 10 spanische Piloten und Copiloten, di...

Die Schlacht am Morro dos Macacos

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Vergangenen Freitag erhielt das " Comando Vermelho " (CV) in Rio, dessen Führung im Hochsicherheitsgefängnis vom Catanduvas in Paraná sitzt, von letzteren den Befehl zum Angriff auf den "morro dos Macacos" (Berg der Affen). Von dort sollte die rivalisierende Bande ADA ( Amigos dos Amigos ) vertrieben werden. Die Polizei wusste von dem geplanten Angriff. Der Dorgenhänder Fabiano Atanásio da Silva, der sein Aktionsgebiet im Komplex der Favelas "do Alemão" (Favela des Deutschen) hat, soll den Angriff organisiert und geleitet haben. Der Angriff erfolgte mit einem Ablenkungsmanöver. Die Kriminellen eröffneten in verschiedenen Vierteln aus mindestens 12 Fahrzeugen das Feuer. Es sollte die Polizei vom Geschehen auf dem "morro de los Macacos" ablenken. Diese liess sich nicht ablenken und drang in das Gebiet des Bandenkrieges vor. Ein Hubschrauber der Polizei wurde von den Kriminellen mit einem Maschinengewehr zur Luftbekämpfung beschossen und stürzte a...

Salvador Bahia im Belagerungszustand

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Die vergangen 6 Tage waren hart für Salvador , der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Bahia . 12 angezündete Omnibusse, 9 Überfälle auf Polizeistationen, 6 verletzte Polizisten und eine Panik in der Bevölkerung von Salvador. Es war eine Aktion der Drogenmafia. Der Befehl zum Terror kam aus den Gefängnissen. Er sollte Chaos verursachen und gleichzeitig der Stadt ihre Unfähigkeit zur Sicherung der öffentlichen Ordnung vor Auge führen. Der Startschuss zum Aufstand kam mit der Verlegung eines Mannes, der zum Chef des Drogenhändlerrings in Salvador gehört, in ein Hochsicherheitgefängnis im Bundesstaat Mato Grosso do Sul (in Südbrasilien). In 4 verschiedenen Vierteln der Stadt wurden die Polizeistationen mit Gewehren beschossen, Busse mit Molotow-Cocktails attackiert. Ein Polizist schilderte einen Überfall: "Ungefähr 10 bis 11 Typen kamen in 2 Autos an. Jedes Auto kam von einer anderen Seite. Mir gelang es nur den den schwarzen Fiesta zu sehen. Sie hielten kurz vor mir, voll a...

Nationalpark ein Paradies für Drogen-Schmuggler

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Der Nationalpark Coto de Doñana (auch Parque Nacional de Doñana) an der Costa de la Luz in Andalusien in der Schwemmlandschaft der Guadalquivir -Mündung hat sich zum grössten Einfallstor des Haschisch -Schmuggels nach Europa entwickelt. Seine hunderte Kanäle und schwierige Zugänglichkeit machen ihn zu einem idealen Versteck für die Haschisch-Schmuggler. Der "Diario de Sevilla" schildert den Ablauf einer Schmuggelaktion: "2 Uhr Nachts, Isla Mayor , eine Nacht wie jeden Tag auch. Ein Boot (lancha ) fährt mit hoher Geschwindigkeit den Guadalquivir hinauf bis zu einer der kleinen Anlegestellen, wie sie von Aal-Fischern in dieser Gegend benutzt werden. Das Boot hält, am Ufer warten einige Jugendliche, um sofort die Fracht abzuladen und sie zu in der Nähe geparkten Geländewagen (todoterrenos) zu bringen. In einer halben Stunde ist alles vorbei, es bleibt weder eine Spur von den Drogen noch dem Boot oder den Trägern." Das Haschisch kommt aus Nordafrika, vor allem Marokko...