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EPR Atomkraftwerk Flamanville soll auf Teufel komm raus ans Netz gehen

Die französische Bürgerbewegung "Sortir du nucléaire" (Atomausstieg) teilt in ihrem neuesten Newsletter folgendes mit: "Mit einem Erlaß vom 30. August 2021 wurde der EDF unter Bedingungen einer extrem strittigen Konsultation ein Weiterbau des Reaktors von Flamanville genehmigt. Es handelt sich hier um eine Genehmigung in einem gewöhnlichen Verwaltungsverfahren, die das Unternehmen bekommen muss, um den Reaktor in Betrieb zu setzen, aber das macht es nicht weniger unverantwortlich. Obwohl der Reaktor immer noch an zahlreichen Mängeln leidet, verfolgt EDF weiterhin einen forcierten Durchmarsch, um den Start in Gang zu setzen koste es, was es wolle." Für diesen Verwaltungsakt wurden nur eine äußerst dürftige Dokumentation vorgelegt, die mit Lügen durch Unterlassungen und fehlerhaften Erklärungen gespickt war. "Das Kapitel "Leistungen bezüglich der nuklearen Sicherheit" schwieg sich über die vielen Mängel des Reaktors aus, ob es sich um Schweissnähte o...

Vom Siezen und Duzen in Frankreich

Das Radioprogramm France Inter beschäftigte sich in einem Beitrag unter dem Titel "Was das Duzen und Siezen über uns aussagt" über die Konvention der Anrede im Land. In Frankreich besonders wichtig, da man doch weiß dass die französische Sprache sehr auf Höflichkeitsfloskeln steht. Hier die Übersetzung des Berichts von France Inter , der als Vorankündigung über eine Diskussion zu dem Thema vorausging:  Man duzt sich? Oft sagt diese Frage etwas Wichtiges in einer Beziehung aus. Es zeigt eine unsichtbare Grenze an.   In vielen Bereichen des Arbeitslebens ist es normal sich zu duzen, sogar mit Vorgesetzten. Unter jungen Leuten ist das Duzen selbstverständlich. Das "Sie" wird offensichtlich weiterhin angewendet, wenn man mit einem Lehrer spricht, seinem Schwiegervater, einem Händler, einer Postangestellten, dem Präsidenten der Republik oder irgendjemanden,  den man nach dem Weg fragt. Die Frage nach dem "du" oder "Sie" ist nicht unwichtig.Dieser Ans...

Frankreich kann sich nicht von der Atomenergie lösen

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AKW Cruas von Yelkrokoyade Die Bürgerbewegung "Sortir du nucléaire" hat in ihrer kürzlichen Info-Mail geschrieben: "Nur in Frankreich geht das weiter....... Überall in der Welt ist die Nuklearenergie im Rückzug. 2018 hatte sie nur noch einen Anteil von 10,15% an der weltweit produzierten Elektrizitizät. 1996 hatte sie noch einen Anteil von 17,5%. Südafrika, Deutschland, China, Spanien, Indien, Japan, die Niederlande, Mexiko und das Vereinigte Königreich haben 2018 mehr erneuerbare Energie produziert als Elektrizität aus der Nuklearenergie. Währenddessen wirft in Frankreich mit Unterstützung des Staates die Nuklearindustrie alle ihre Energien in eine Flucht nach vorne, indem sie die Laufzeit für Alt-Anlagen sowie für Projekte und gefährliche und unnütze Baustellen verlängert. Im letzten Oktober hat Le Monde enthüllt, dass die Regierung in einem Brief EDF aufgefordert hat, sich in die Schlacht für den Bau von 6 EPR-Reaktoren einzuordnen!" Wieder einmal gab ...

Es sieht schlimm aus in der französischen Nuklearlandschaft

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Die französische Webseite " Sortir du nucléaire " (Ausstieg aus der Atomkraft) schreibt derzeit: "Die 58 französischen Atomkraftwerke erreichen langsam das Alter, in dem sie außer Betrieb gesetzt werde müssten. Von heute bis 2035 planen der Staat und EDF 14 Atommeiler still zu legen. Das bedeutet, dass 44 weitere in Betrieb bleiben, obwohl sie bereits ein biblisches Alter erreicht haben." "Sortir du nucléaire" veröffentlicht nebenstehende Karte, auf der Standort und Alter der französischen Atomkraftwerke ersichtlich sind. Beim Betrachten solle man allerdings bedenken, dass die wichtigsten Stücke eines Atomkraftwerks (Reaktorbehälter, Sicherheitsbehälter aus Beton usw.) nicht ersetzbar sind und  sich daran erinnern, dass bereits 1.775 "Anomalien" auf 42 Reaktoren festgestellt wurden. Nichts desto trotz scheine die französische Nuklearwirtschaft vor neuen Plänen nur so zu sprudeln. Statt sich um Rückbau der alten Schrottmeiler zu kümmern und...

Frankreich und Fukushima, was haben sie gemeinsam?

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Die Reaktor-Katastrophe von Fukushima jährt sich jetzt zum 7. Mal. Die japanische Regierung unternimmt zur Zeit alles, um die Katastrophe vergessen zu machen und die Situation rund um das explodierte Atomkraftwerk schön zu malen. Als Zeichen der Normalisierung dürfen Bewohner wieder in ehemals verstrahlte Gebiete zurück. Dabei hat sich rund um das havarierte AKW wenig geändert, dere Reaktor ist weiterhin nicht unter Kontrolle und es wird weiterhin radioaktives Abwasser ins Meer geleitet. Frankreich ist das Land in Europa mit der größten Dichte an Atomkraftwerken. Die meisten AKW nähern sich dem  Ende ihrer Laufzeit und sind dementsprechend unsicher. Es regt sich Widerstand im Land und die Zeiten, in denen die Nuklearindustrie bedenkenlose Zustimmung erfuhr, sind endgültig vorbei. Die Organisation "Sortir du nucléaire" (Ausstieg aus der Nuklearwirtschaft) berichtet unter dem Titel "Gibt es in Frankreich eine Situation, die zu einem Unfall führen könnte?" dazu:...

Thermische Erneuerung in Frankreich, bitte möglichst billig

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In Frankreich gibt es einen "Plan zur thermischen Erneuerung" (Plan de rénovation thermique), auch Klimaplan genannt. Es geht um die Isolierung von Gebäuden zur Energieeinsparung bei der Heizung. Der Sachstand sieht so aus: In Frankreich soll es 7 Millionen "auf Durchzug gestellte", schlecht isolierte Wohnungen mit einem großen Verlust an Wärme geben. Die Energieagentur ADEME teilt mit, dass in Frankreich der Gebäudesektor für 24% der Treibhausgase verantwortlich ist und für 44% Prozent des Verbrauchs an Energie. Sie zieht daraus den Schluss, dass, wenn die gesetzten Ziele der Senkung der Emissionen um ein Viertel bis 2050 erreicht werden soll, massiv in die Renovierung des Gebäudebestandes investiert werden muss. Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will mit dem Klimaplan im Zeitraum von 10 Jahren diese Energieverschwender durch Isolierungsmaßnahmen beseitigen. Laut dem Experten Guillaume Sainteny würde das bedeuten, dass im Jahr 700.000 Wohnungen sa...

Wale an Menschen: Lasst uns in Ruhe!

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Vor allem an der französischen Mittelmeerküste hat der Kommerz ein neues Vermarktungspotential entdeckt. Mit Delfinen oder Walen schwimmen. Das läuft so ab: Ein Flugzeug sucht im Tieflug die Tiere und danach werden entsprechende Interessenten an den Ort gebracht, um mit den Tieren schwimmen zu können. Hört sich schrecklich tierlieb an, ist aber nur wieder einmal eine der schrecklichen Geschmacksverirrungen, zu denen der Mensch in der Lage ist. Die französische Umweltorganisation "France Nature Environment " beschreibt die Folgen: Die Meeressäugetiere, insbesondere die Wale, sind es nicht gewöhnt in der Nähe von Menschen zu sein.  Die Tatsache, direkt mit der Anwesenheit des Menschen konfrontiert zu werden führt zu einer nicht widerrufbaren Änderung im Verhalten der Tiere. Die Delfine und Wale werden durch die Anwesenheit von Menschen verwirrt und gestresst.  Wenn Sie mit dem Flugzeug verfolgt werden,  erschöpfen sie sich. Sie werden von ihren normalen Aktivitäten ...

Le Pen hat für ihre Wähler nur Verachtung übrig und hofft darauf, dass diese es nicht merken

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Man kennt das Phänomen ja bereits aus dem Wahlkampf Trump's in den USA. Es gelingt den Volksbeschwatzern bei den sogenannten Abgehängten und von der Globalisierung verunsicherten Menschen den Eindruck zu erwecken,  dass man ganz auf ihrer Seite steht, obwohl das Gegenteil zu offensichtlich ist.  Um das zu vertuschen, setzt man alles auf die Karte Fremdenhass. Marine le Pen versucht das gerade im Endspurt des französischen Präsidentschaftswahlkampfes. Über Twitter fordert sie die Anhänger des im 1. Wahlgang gescheiterten linken Politikers Luc Mélenchon auf: Mein Appell an die "Unbeugsamen" (so nannte sich die Bewegung von Mélenchon): Bauen wir einen Damm gegen Macron " und garniert ihren Aufruf mit dem Hashtag "#DangerMacron" also "Gefahr Macron". Dass die wahre Gefahr eigentlich von ihr und ihrem nationalistischen und fremdenfeindlichen Programm ausgeht ist eigentlich zu offensichtlich, aber heutzutage sind offensichtliche Erkenntnisse nic...

Mit der “Molière-Klausel” gegen die Ausländer

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In mehreren französischen Regionen sind Beschlüsse gefasst worden, dass nur noch solche Unternehmen öffentliche Aufträge bekommen sollen, auf deren Baustellen alle Arbeiter und Angestellten französisch sprechen. Man spricht von der sogenannten “Molière-Klausel” (Clause Molière). Inzwischen hat sich auch die Region Île de France (die Region mit Paris als Mittelpunkt) auf Weisung der Präsidentin des Regionalrats der Île de France,  Valérie Pécresse , dazu entschlossen, die Klausel für ihr Gebiet anzuwenden. Danach sollen bei öffentlichen Anträgen diejenigen Unternehmen den Vorrang bekommen, auf deren Baustellen nur Arbeiter beschäftigt werden, die des Französischen mächtig sind. Eine etwas seltsame Maßnahme, die mit einem hohen Bürokratie- und Überwachungsaufwand verbunden sein wird. Warum also eine solche Regelung? Selbstverständlich wird nicht deutlich gesagt, dass man damit fremdsprachige Beschäftigte – im Klarsprech: Ausländer - diskriminieren wil...

Eiertanz der französischen Nationalisten um christliche Feiertage

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In einem Pressecommuniqué erregte sich der französische Front National (FN) über den Vorschlag des "Institut Terra Nova", das vorgeschlagen hatte 2 derzeitige französische Feiertage durch jeweils einen muslimischen und einen jüdischen zu ersetzen. Das " Institut Terra Nova " ist nach eigener Beschreibung ein "unabhängiger, progressiver Think Tank, der zum Ziel hat, innovative politische Lösungen in Frankreich und in Europa vorzuschlagen". Der FN ereifert sich nun über den Vorschlag mit der Begründung, dass die französischen Feiertage keine religiösen Feiertage mehr seien, weil die Republik laizistisch sei. Ganz so überzeugend kommt diese Argumentation wohl bei der eigenen Anhängerschaft nicht an, deshalb wird schnell hinzu gesetzt, dass diese Feiertage aus einer langen Geschichte und langen Tradition, die vom Christentum geprägt worden waren, geerbt wurden. So hätten sogar die Festtage um die Winter-Sonnenwende schon bereits vor Eintreffen des Christe...

Kälte und Angst lassen Frankreich zittern

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Derzeit herrschen grausame Minus-Temperaturen in Frankreich , die Bevölkerung dreht die beliebten elektrischen Heizungen auf Hochtouren und verursacht damit auch noch die Angst, dass plötzlich das ganze Stromnetz kollabieren könnte. Diese Woche wird das Thermometer in Frankreich nicht über 0 Grad klettern. Das für die Stromnetze verantwortliche Unternehmen RTE gibt bekannt, dass man sich einem historischen Höchststand beim Elektrizitätsverbrauch nähere. Und das zu einer Zeit, in der 5 Atomkraftwerke wegen Sicherheitsmängel abgeschaltet sind. RTE bezeichnet die Situation als fragil, rechnet aber nicht mit Zusammenbrüchen im Stromnetz. Man werde Strom aus den Nachbarländern importieren, vorsorglich die Versorgung von 21 Industrieanlagen mit extrem hohen Stromverbrauch abschalten und die Spannung im Netz verringern. Ein wichtiger Grund für den Notstand sind die vielen stromfressenden Elektroheizungen in Frankreich. In den glorreichen Zeiten der Atomenergie, in denen m...

Frankophonie oder der schwere Abschied vom Kolonialismus

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Frankreich möchte gerne seinen politischen und kulturellen Einfluss in den ehemaligen Kolonien und befreundeten Staaten, die sich in der Vergangenheit als besonders der französischen Kultur – insbesondere der Sprache – zugeneigt hatten, pflegen und erhalten. So treffen sich die Staaten der Frankophonie regelmäßig zu Gipfeltreffen, bei denen sich in der Regel die Politiker gegenseitig feiern und Sonntagsreden gehalten werden. Das 16. Gipfeltreffen hat vor kurzem in Antananarivo , der Hauptstadt von Madagaskar , stattgefunden. An und für sich war es eine müde Veranstaltung. Gebetsmühlenartig wird wiederholt, dass man die Partnerschaft verstärken, sich mobilisieren wolle, dass Jugendliche und Frauen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten bekommen. Ein Großteil der Staatschefs fehlten, so Kabila aus dem Kongo oder der marokkanische König. Was hält eine solches Staatenbündnis zusammen, mit derart vielen Ländern mit völlig unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem...

Frankreichs Gefängnisse: Wie bisher geht es nicht weiter

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Im Oktober twitterte der französische Ministerpräsident Manuel Valls : Wir haben zu viele veraltete Gefängnisse, zu viele Zellen mit Mehrfach-Belegung oder sogar Überbelegung: Dieses Situation ist Frankreich’s nicht würdig. Mit einer Überbelegungsrate von 118% erfordere die Situation ein sofortiges Handeln. Es sollen 33 neue Gefängnisse gebaut werden: 32 Untersuchungsgefängnisse, 1 normales Gefängnis; ebenfalls 28 Trakte zur Vorbereitung der Entlassung (12 Gefängnisse sollen dafür umgebaut und 16 neue gebaut werden). Die Regierung rühmt sich in den letzten 5 Jahren 4.235 neue Stellen in der Gefängnisverwaltung geschaffen zu haben. Das wird kosten. Die französische Regierung hat im Haushalt für 2017 1,6 Milliarden Euro vorgesehen. Dabei sind die Zentren zur Vorbereitung der Entlassung neu. Sie sollen die Gefangenen auf die gesellschaftliche Reintegration vorbereiten und damit soll die Rückfallhäufigkeit gesenkt werden. In Zukunft soll die Einzelzelle zum Normalfall ...

Teuer, gefährlich und nutzlos, der EPR von Flamanville

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“Teuer, gefährlich und nutzlos, das ist der EPR-Atomreaktor von Flamanville , dessen Bau jetzt endgültig eingestellt werden muss! Angeblich soll er sehr sicher sein, aber in Wirklichkeit beruht der EPR-Reaktor auf einem zweifelhaften Konzept, der ihn noch viel gefährlicher als alle anderen Atomkraftwerke macht wie mehrere in den Besitz von “Sortir du nucléaire” gelangten Dokumente beweisen. Und wie kann man von “Sicherheit” sprechen angesichts der unzähligen festgestellten Baumängel auf der Baustelle von Flamanville?” Das fragt sich die französische Vereinigung von “ Sortir du nucléaire ” (Atomausstieg) und hat deshalb für heute zu Demonstrationen in Flamanville aufgerufen. Die Gegner der französischen Atompolitik werden stärker und sie haben ein klares Ziel: “Es ist Zeit, dass Frankreich aus dieser veralteten, extrem kostenträchtigen und gefährlichen Energieerzeugung aussteigt.” Gerade da, wo Flamanville mit der gefährlichsten Form der Energieerzeugung strahlende...

Allex, die Flüchtlinge und das Volk

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"Frankreich steht vor einer bisher nicht gekannten Flüchtlingskrise , der schlimmsten seit dem 2. Weltkrieg und den davon ausgehenden Wirkungen. Im vergangen Jahr haben seither mehr als eine Million Flüchtlinge das Gebiet der Europäischen Union erreicht. Im Laufe desselben Zeitraum haben ungefähr 3.700 Flüchtlinge beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, den Tod gefunden. Um auf diese Krise zu antworten, hat die Regierung entschieden auf seinem Territorium Zentren zur Unterbringung der Menschen, die aus ihrem Heimatland geflohen sind, zu errichten.” Auf diese Weise informiert der Präfekt des Départements Drôme die Bevölkerung in seinem Gebiet. Unter anderem soll in der knapp 2.500 Einwohner zählenden Gemeinde Allex ein Unterbringungszentrum für Flüchtlinge geschaffen werden. Nach Angaben des Präfekten sollen 50 Flüchtlinge aufgenommen. Männer, Frauen, Ehepaare, die aus den Zentren für die Registrierung von Flüchtlingen (hotspots) aus Calais und der Reg...

Ach Frankreich, zeige doch, dass Du ein europäisches Land bist

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Wikipedia beschreibt das Unternehmen Airbus wie folgt: “Airbus S.A.S. mit Sitz in Toulouse ist eine Tochtergesellschaft der Airbus Group sowie der größte europäische Flugzeughersteller. Montagewerke stehen in Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien, China und den USA. Zusammen mit Boeing bildet Airbus das Duopol für Großraumflugzeuge.” Also müsste doch eigentlich Airbus ein europäisches Vorzeigeunternehmen sein und dafür stehen, dass die Europäer in der Lage sind, gemeinsame Projekte zu schultern. Die französische Regierung, die unter Druck ihrer Populisten vom Front National steht, für die es nur um Frankreich geht und die laut ihrer Frontfrau Le Pen aus der EU raus wollen, scheint vor diesem neu entfachten Patriotismus-Sturm in die Knie zu gehen. Airbus hat nämlich 40 Airbus.Maschinen an 3 vietnamesische Fluggesellschaften verkauft. Diesen Erfolg feiert die französische Regierung mit einer Twittermeldung mit dem Hashtag #FiersdelaFrance (stolz auf Frank...

Burkini und Burka füllen dieses Jahr das Sommerloch

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Quer durch Europa zieht sich in diesem Sommer die Diskussion über den “ Burkini ” und auch die “ Burka ”. Beim Burkini gehen Frauen – in der Regel streng islamischen Glaubens – mit einer Art Vollkörperanzug zum Bad an den Strand. Bei der Burka handelt es sich um eine Vollverschleierung, bei der man davon ausgeht, dass muslimische Machos ihre Frauen zu einer solchen Verkleidung zwingen. Die Aufregung über diese Art der Bekleidung ist erstaunlich, denn nur wenige Europäer sind bisher in den Genuss ihres Anblickes gekommen. Auslöser für eine neue Welle der Aufregung in diesem Sommer war der Erlass des Bürgermeisters von Cannes an der Cote d’Azur, der das Tragen eines Burkini am Strand untersagte. Mit seinem Erlass verfügte er, “dass all jenen der Zugang zum Strand und zum Bad verweigert wird, die nicht das richtige Kleidungsstück anhaben, das die guten Sitten und die Laizität respektvoll behandelt und an die Regeln der Hygiene und an die Sicherheit der Badenden im...

Ein Flughafen-Projekt wird zur Keimzelle für neue politische Bewegungen in Frankreich

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Im Oktober 2012 hatte ich folgendes berichtet : “Wofür braucht Nantes einen 2. Flughafen? Die Frage stellen sich die Menschen in dieser französischen Region und protestieren gegen die Baupläne in Notre-Dame-des-Landes einen neuen Flughafen mit Interkontinental-Anbindung aufzubauen. Das ist die Geschichte einer Provinzstadt, die sich für eine Großstadt hält. Der Bürgermeister Jean-Marc Ayrault (inzwischen französischer Ministerpräsident) spricht nicht von einem “Projekt” von Notre-Dames-des-Landes, sondern von einem Flughafen des “Großen Westen”, den man im Begriff ist, aufzubauen. Die protestierende Bevölkerung nennt deswegen das Projekt “AYRAULTPORT”.” Der Protest ging seither weiter und gewann noch an Stärke. Ab 2006 wurde das geplante Baugebiet in Notre-Dame-des-Landes zu einem Ziel vieler Protestgruppen. Die Webseite “L’Obs” schreibt: “in der Folge sind viele Jugendliche in das Gebiet gekommen und haben die von den Bauern verlassenen Häuser besetzt. Ihre Anwesen...

Der französische Staat ignoriert die Hundeverrücktheit seines Volkes

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Die Franzosen sind hundeverrückt. Darin haben sie viele Gemeinsamkeiten mit uns Deutschen. Manche Paare verzichten bewusst auf Kinder und legen sich lieber einen Hund zu. Hier die Meinung eines französischen Paares: “Der Vorteil (von Hunden) ist, dass sie immer glücklich sind, Dich zu sehen. Wenn sie Dummheiten machen und man sie anschreit, dann sind sie nicht wütend. Sie schlagen nicht die Türe zu und machen keine Szene”. Nach Ansicht eines Erziehungswissenschaftler ist der Hund seit einigen Jahren vom nützlichen Objekt zum Subjekt geworden. Leider nimmt der französische Staat auf diese Hundeliebe keine Rücksicht. Die Anwesenheit von so vielen Hunden im Staatsgebiet wird ignoriert. In den Städten gibt es keine Auslaufmöglichkeiten für die Hunde. In den meisten Parks ist ihr Zutritt nicht erlaubt, auch nicht an der Leine. Sie haben meist nur den Asphalt, um ihr Geschäft zu erledigen. Kein Wunder, dass deshalb die Hundepopulation stagniert, die Zahl der französis...

Marine le Pen traut sich nach Rumänien und fabuliert über Europa

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Frau Marine Le Pen , Präsidentin des rechtsextremen französischen Front National, hat dieser Tage erstmalig Rumänien besucht. Im Karpatenkurort Sinaia trafen sich Europas Rechtsextreme auf Einladung ihres rumänischen Fraktionskollegen im Europaparlament, Laurenţiu Rebega , um zu besprechen wie man am Besten der Europäischen Gemeinschaft den Garaus machen könnte. Le Pen hat auf dieser Tagung nochmals auf ihr Herzensanliegen, die Schaffung von starken nationalistischen Parteien in den Ländern Europas hingewiesen. Sie befürwortet das auch im Hinblick auf Rumänien. Der Gastgeber ist im übrigen ein typischer Vertreter der alten rumänischen Parteienlandschaft, die sich durch je nach Bedarf häufige Parteienwechsel und Verdachts der Korruption auszeichnet. Le Pen ist das wohl ziemlich egal, schließlich braucht sie diesen Herrn, weil die Gefahr droht, dass ihre Fraktion im Europaparlament die einzige britische Fraktionskollegin, falls die Briten für den Brexit stimmen,...