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Wie in Sevilla das Coronavirus der Verluderung des Essgewohnheiten entgegenwirkt

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In Andalusien ist es in vielen Restaurants üblich, das bestellte Essen auf einer Platte für alle in die Mitte des Tischs zu stellen. Das gilt vor allem für den ersten Gang, in der Regel Salat mit Beilagen. Die Gäste bewaffnen sich dazu mit ihrere Gabel und stochern gemeinsam auf der Platte herum. Dieser Trend soll sich in letzter Zeit so verstärkt haben, dass man das Personal schon eindringlich bitten musste, um einen Einzelteller zu bekommen. Das Coronavirus und die damit eingehenden Hygienevorschriften setzen dem nun ein Ende. Für den Journalisten Carlos Navarro Antolin ist es höchste Zeit, dass diese Gewohnheiten verschwinden. Er schreibt im Diario de Sevilla unter dem Titel "Die Rückkehr zum Einzelteller": Die Wiedereröffnung die Bars bringt die Verpflichtung mit sich, keine Gerichte mehr untereinander zu teilen. Die Bars machen jetzt Schluss mit der gemeinsamen großen Platte. Sicher, sie sind ein Symbol der Brüderlichkeit und erfüllen das volkstümliche Sprichwort...

Ein rumänischer Don Quijote mischt Spanien auf

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Lagarder Danciu beschreibt sich auf Twitter als Schwuler, Rumäne, Zigeuner, Atheist, Vagabund, Hausbesetzer, als einen, der ohne Ziel unterwegs ist. Von seiner Herkunft her ist der 36-Jährige ein rumänisches Waisenkind. Er schildert seine Herkunft so: “Ich bin in Slatina geboren, in der Nähe des Wohnhauses von Ceausescu . Meine Familie ließ mich bereits im Krankenhaus im Stich, so dass ich ein Kind mehr war in den gigantischen Waisenhäusern, die das Regime unterhielt”. Dank einer verständigen Lehrerin, die ihn förderte, schaffte er es dem Elend der Waisenhäuser mit einem gestärkten Selbstbewusstsein zu entkommen. Er flüchtete vor 13 Jahren angesichts des Homosexuellen-Hasses in Rumänien auf die iberische Halbinsel und kam über Portugal nach Spanien, wo er sich in Andalusien niederließ. 2007 kam er nach Sevilla  und arbeitete als Sozialarbeiter und als Dolmetscher für die Polizei. 2015 entschied er sich, auf der Straße zu leben und politisch für die vielen O...

Die Andalusier führen die Liste der Fremdenhasser in Spanien an

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2015 wurden in ganz Spanien 4.000 sogenannte Hass-Verbrechen gezählt. Mehr als 1.000 fremdenfeindliche und intolerante Veröffentlichungen. Mehr als 10.000 Extremisten-Gruppen aus dem Neonazi-Bereich und es gab 90 Opfer seit 1992. Die Gruppe “ Bewegung gegen die Intoleranz” (MCI) hat einen Bericht für das Jahr 2015 erstellt und dabei ein starkes Ansteigen von fremdenfeindlichen Haltungen und anderen Demonstrationen von Intoleranz gegenüber Einwanderern, Romas, Flüchtlingen und Menschen aus Gründen ihrer Religionszugehörigkeit festgestellt. Nach dem Bericht sind viele Delikte nicht erfasst, da nur etwa 20% der Hass-Delikte angezeigt werden. In der Tat werden es nach einer Schätzung der Agentur für Menschenrechte der EU etwa 6.650 Fälle sein. Andalusien ist mit 297 im Jahr 2015 Spitzenreiter der spanischen Regionen. Die meisten Delikte gab es in Cádiz und Sevilla . Danach erfolgen nach Ermittlung bei der Polizei und den Gerichten 16,6 % der Taten in ...

Klo verzweifelt gesucht in der Innenstadt von Sevilla

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Der Blogger Navarro Antolín hält nicht viel vom Bürgermeister von Sevilla . Zoido ist der Name des Stadtobersten, er ist ein Konservativer der Partido Popular (PP) und gilt als sehr provinziell. Seine Fremdsprachenkenntnisse sind wohl sehr bescheiden, denn er wurde bereits mehrfach zum Gespött wegen seiner Aussprache englischer Wörter. Ganz in der Tradition provinzieller Entscheidungen ist wohl Maßnahme Nummer 164 des Herrn Bürgermeisters, von dem der Blogger sagt “es hört sich fast an wie ein Verfassungszusatz zur Verfassung der Vereinigten Staaten, obwohl es nur das x-te Versprechen des Bürgermeisters ist”. Die Maßnahme hat die Schaffung eines Netzes von Toiletten im Altstadtkern von Sevilla zum Ziel. Dazu Navarro Antolin, der in humoristischer Weise ein Ende einer alten Tradition der Klo-Suche in der Sevillaner Altstadt befürchtet: Schaut euch das einmal genau an: Klos für alle Touristen mit Lachshaut. Klos für so viele Sevillanos, die nicht wissen, wo sie Pipi machen sollen, w...

Die Betonfraktion in Sevilla will dem Guadalquivir an den Kragen und die Justiz stellt sich dagegen

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Sevilla , besser gesagt interessierte Kreise in Sevilla um den Oberbürgermeister Zoido, möchte gerne ein große Hafenstadt werden. Nun liegt Sevilla nicht am Meer, sondern am Fluss Guadalquivir und sein derzeitiger Hafen kann derzeit nur mit kleineren Schiffen angesteuert werden. Das passt nicht in das gigantomanische Weltbild des Oberbürgermeisters und der mit ihm verbundenen und auf Aufträge hoffenden Bauindustrie. Deshalb hatte die Stadt beschlossen, den Hafen auszubauen und dafür den schiffbaren Teil des Guadalquivir zu vertiefen. Das ganze wurde kleingeredet und als eine sogenannte “begleitende Maßnahme” deklariert. Nun gibt es in Spanien auch schon Umweltschutzorganisationen, die ein aufmerksames Auge auf die Pläne der Politiker werfen. Das Mündungsgebiet des Guadalquivir und der mit ihm verbundene Nationalpark der Coto de Donaña sind Spaniens wichtigstes Freuchtgebiet. Er ist ist ein wichtiges Rastgebiet für europäische Zugvögel, die hier auf ihrer Reise nach Afrika Station...

Vielseitige Chinesen machen sich in Sevilla breit

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Die Zusammensetzung des Ausländeranteils in Sevilla verändert sich. Waren es bisher die Südamerikaner, die den größten Anteil an der Zahl der Ausländer stellten, sind es nun immer mehr die Chinesen, die diesen Part übernehmen. Die Südamerikaner gehen wegen der seit 2008 um sich greifenden Arbeitslosigkeit in Spanien zurück in ihre Heimatländer. Auch die Zahl der aus dem Maghreb, insbesondere Marokko stammenden Ausländer geht zurück. Lediglich die Rumänen halten da noch mit den Chinesen mit, obwohl auch ihr Prozentanteil in den letzten Jahren gesunken ist. Was treiben nun die Chinesen in Sevilla? Angefangen haben sie mit den obligaten Restaurants. Später sind sie auch in den Handel eingestiegen. Bazare werden nicht mehr von Arabern betrieben, sondern von Chinesen. Inzwischen treten sie aber auch als Frisöre auf, haben Modegeschäft und machen sogar Tapa-Bars auf. Besonders stark sind sie in den in der Nähe des Flughafen liegenden Stadtvierteln vertreten. Dort gibt es die meisten Ind...

Granada in vollen Zügen genießen kann gefährlich sein

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Andalusiens Sonne und das klare Licht entzückt viele Touristen. Andalusien hat aber auch seine weniger schönen Ecken und Gefahren. Unter anderem ist es die Luftqualität, die an manchen Orten der Region äußerst miserabel ist. Die schlimmsten Stellen waren bisher El campo de Gibraltar an der Bucht von Algeciras und Huelva , die Industriestadt unweit der Grenze zu Portugal. Wer die malerische Küste von Mazagón von Huelva kommend erreichen will, der nimmt über den Erdbeerfeldern des Condado einen extrem stechenden Geruch wahr. Verursacher ist die Erdölfraffinerie der Firma Cepsa , die am Mündungsgebiet der Flüsse Odiel und Rio Tinto liegt und mit ihrem Gestank die Gegend verpestet.  Ist es ein positives Zeichen, dass Huelva und Campo de Gibraltar nicht mehr zu den Orten mit der schlimmsten Luft Andalusiens gehören? Abgelöst wurden diese Orte jetzt von Orten, die für viele Menschen einen romantischen Klang haben: Sevilla und Granada . Dazu kommt noch die Kleinstadt Bailén im Herz...

Duale Berufsausbildung in Spanien am Beispiel Sevilla’s

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In Spanien war die duale Berufsausbildung – theoretische Ausbildung in der Berufsschule und Ausbildung direkt am Arbeitsplatz – bis vor nicht allzu langer Zeit unbekannt. Die Folge war, dass es viele Studenten mit Hochschulabschlüssen gab, die über keinerlei praktische Berufserfahrung verfügten. Die deutsche duale Berufsausbildung wurde den Spaniern in  letzter Zeit von deutschen Politikern empfohlen, um damit wirkungsvoller die hohe Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen zu können. Am Beispiel Sevillas ist zu erkennen, dass diese Art der Ausbildung – Ciclos Formativos (FP) genannt -immer mehr an Akzeptanz bei der Jugend gewinnt. In der Provinz Sevilla werden zum neuen Schuljahr erstmals mehr Schüler die Berufsschule besuchen als solche, die das Abitur machen. Gegenüber 2008 gibt es einen Anstieg der Schülerzahlen um 38%. Die Zeitung “Diario de Sevilla” schreibt: “Diese Erhöhung fällt mit dem Zeitraum der Wirtschaftskrise zusammen. Während dieser Zeit hat sich die berufliche Ausbildu...

Sevilla kämpft mit 870 Euro monatlich gegen Jugendarbeitslosigkeit

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Die Provinzverwaltung von Sevilla wird im Jahr 2013 3,7 Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit Universitätsabsolventen eine befristete Anstellung angeboten werden kann. Es geht um Studenten mit einem gerade erworbenen Diplom, die noch keine Berufserfahrung haben. Die Anstellung erfolgt für 6 Monate und soll mit 870 Euro inklusive Sozialversicherung bezahlt werden. Das Programm wird auch in anderen spanischen Provinzen angeboten. Die Aktion erfolgt im Rahmen des Programms “Praxis” und in Zusammenarbeit mit der Stiftung “Schule für industrielle Organisation (EOI)”. Mit dem Geld können gerade einmal 140 Universitätsabsolventen beschäftigt werden. Die Arbeit besteht darin, dass die Absolventen, die in der Regel aus dem Ingenieurs-, juristischen oder Wirtschaftsbereich kommen, bei lokalen Unternehmen Berufserfahrung sammeln und vor allem bei der Verbesserung der “Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität” mitarbeiten. Das Programm existierte auch schon in den Vorjahren und wurde jetzt...

Ein Call-Center soll Sevilla’s Arbeitslose glücklich machen

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Der Oberbürgermeister von Sevilla, Juan Ignazio Zoido, verkündete heute triumphierend den Sevillanos und Sevillanas per Twitter: “Das multinationale Unternehmen Iberphone, Marktführer in seinem Bereich, wird sich in Sevilla niederlassen, was die Schaffung von 400 Arbeitsplätzen bedeutet.” Iberphone’s Spezialität sind Call-Center-Aktivitäten und Telemarketing. Letzteres bedeutet wohl, den Menschen am Telefon Produkte aufzuschwatzen, die sie nicht haben wollen. Der Bürgermeister meint damit seinen Bürgerinnen und Bürger endlich mal eine gute Nachricht mitteilen zu können, nachdem bekannt gegeben wurde, dass im September 2.150 Personen mehr arbeitslos geworden sind. Insgesamt gibt es in der Stadt 88.000 Arbeitslose. Da gibt es kein Halten, wenn sich ein Investor zeigt und wenn er auch mit noch so windigen Geschäften zu tun hat. Der zuständige Stadtrat für Bauangelegenheiten verkündete stolz, dass die Bauanfrage von Iberphone in Rekordzeit genehmigt worden sei. Der Baurat ist so begei...

Wer verdient eigentlich an Olympiade & Co?

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Sportliche Goßveranstaltungen sind heutzutage reine Geldmaschinen. Der Sport spielt nur noch eine Nebenrolle. In erster Linie sahnen erst einmal die Dachverbände des Sport und die Funktionärsbürokratie, die in der Regel in Luxushotels absteigt und sich kostenlos durchfüttern lässt, ab. Als nächstes sind es Unternehmen, die mit Exklusiv-Verträgen sich Werbepfründe sichern und im Hintergrund in geschlossenen “Clubs” begleitend ihre Strippen ziehen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Deutsche Haus in London zur demnächst startenden Olympiade. Natürlich hat das übermächtige IOC alles Interesse, den veranstaltenden Ländern und Kommunen dieses teure Spektakel als Langzeitsinvestition darzustellen. Die meisten vom Steuerzahler finanzierten staatlichen Organe fallen auch darauf rein. Die Politiker hoffen, dass von dem Glanz des Spektakels etwas für sie abfällt, deswegen stimmen sie gerne in den Chor der Profitabilität einer solchen Großveranstaltung ein. Dabei gibt es genügend Beispiele, da...

Sevilla ist eine Stadt, wo man leicht betrogen und ausgetrickst wird

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Das ist nicht meine Meinung, sondern die eines alten Hochschullehrers, der seit 47 Jahren in Sevilla lebt und sich an der Universität Sevilla einen Ruf als Spezialist für moderne Geschichte gemacht hat. Es handelt sich um Professor Álvarez Santaló. Er ist jetzt 73 Jahre alt und wurde in Jerez geboren. Er ist somit ein waschechter Andalusier. Eines seiner bekanntesten Werke ist eine Arbeit über “Soziale Marginalisierung und Mentalität in West-Andalusien (Marginación social y mentalidad en Andalucía Occidental). In einem Interview mit dem Diario de Sevilla wurde er unter anderem gefragt, was seine Sicht von Sevilla sei. Seine Antwort lautete: “Es gibt zu viele Flaschenparties auf offener Strasse (botellones) und eine Decke von schlechter Erziehung, dieselbe, die es auch im Rest des Landes gibt. Überall gibt es Leute, die herumschreien. Was hier aber einzigartig ist, ist die Menge an Tricks, wir sind sehr geneigt über Tricks weiter zu kommen. Sevilla ist eine Stadt, die von Betrügere...

Endlich in Sevilla: Gleichberechtigung unter den Kutten

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Revolution in Sevilla 's Karwochen -Folklore: An den Prozessionen der mit Spitzmützen und Kutten auftretenden Gläubigen, die man bisher "Nazarenos" nannte, müssen jetzt auch "Nazarenas", also das weibliche Geschlecht zugelassen werden. Dagegen hatten sich bisher einige Pfarreien heftigst gewehrt. 25 Jahre hat es gedauert, bis die Gleichheit in allen Pfarreien von Sevilla hergestellt wurde. Begonnen hat der Kampf gegen die Männerherrschaft im Jahr 1986. 1997 gab es einen weiteren Fortschritt mit neuen Diözesanvorschriften. 2001 drängte Kardinal Amigo , der damalige Erbischof von Sevilla, in einem Hirtenschreiben erneut auf  eine endgültige Beteiligung der Frauen in allen Pfarreien. Denn einige Pfarrein hatten es bis heute verstanden, sich dem Druck der Modernisierung zu entziehen. Jetzt ist aber endgültig Schluss damit: Erzbischof Asenjo hat in einem Dekret festgelegt, dass volle Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen herrsche. Theoretisch gab es diese...

In Sevilla vermehren sich die Prostituierten

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Alle Verordnungshektik der Stadtverwaltung half nichts. Die Strassenprostitution in Sevilla ist trotz entsprechender Maßnahmen im Jahr 2009 seither nicht zurückgegangen. Sie hat im Gegenteil zugenommen. Die Stadtverwaltung hatte vorgesehen, dass den Prostituierten der Zugang zu einer Wohnung erleichtert oder bei Ausländerinnen für eine Klärung ihres Auftenthaltsstatus gesorgt wird. Aber all das steht wohl auf dem Papier, an den tatsächlichen Verhältnissen hat sich nichts geändert. Das am meisten betroffene Viertel Sevillas ist der Stadtteil " Sevilla Este " (Sevilla Ost). In diesem Stadtteil liegt auch die Deutsche Schule, das " Colegio Alberto Durero ". In diesem Viertel gibt es seit 10 Jahren die Strassenprostitution, die im Laufe der Zeit ständig zugenommen hat. Die Anwohner sind diese Situation leid. Sie sind jetzt dazu übergegangen aus Protest, die Strassen zu besetzen und den Verkehr zu behindern. Der Sprecher der Bürgerbewegung schildert die Situation: ...

Knast statt Urlaub in Sevilla

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In der dunklen Jahreszeit reist man aus dem europäischen Norden gerne in den Süden, um noch etwas von den wärmeren Temperaturen in dieser Region zu profitieren. Eine Gruppe junger Österreicher suchte sich Sevilla als Ziel aus. In einer Kneipe im Sevillaner Stadtzentrum lernten 2 von ihnen, jeweils 25 und 26 Jahre alt, zwei "feurige Andalusierinnen" kennen. Die Stimmung war gut und die beiden Österreicher wurden von den beiden Mädchen sogar mit nach Hause genommen. Dort muss etwas alarmierendes geschehen sein. Auf jeden Fall muss ein Mädchen derart gekreischt haben, dass ein Nachbar besorgt die Notrufnummer 112 anrief. Die beiden Österreicher hatten da allerdings schon das Weite gesucht.  Jetzt sitzen die beiden Österreicher auf Veranlassung des Untersuchungrichter in Untersuchungshaft. Ihnen wird mutmaßlicher Missbrauch von zwei sevillanischen Mädchen vorgeworfen. Zuvor lautete noch die Anklage auf "sexueller Übergriff", der Untersichungsrichter setzte die Ankla...

Sevilla wird autofrei

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Natürlich nicht ganz Sevilla , aber immerhin das historische Zentrum wird von Autos befreit. Nachdem inzwischen eine entsprechende Verfügung im Amtsblatt der Provinz veröffentlicht wurde, kann die Maßnahme innerhalb des nächsten Monats umgesetzt werden. Die Zugangsstrassen zum Zentrum sollen gesperrt und mit entsprechenden Vorrichtungen gegen einfahrende Autos gesichert werden. Die Kontrolle erfolgt mit Videokameras, die die Kennzeichen von einfahrenden Autos erfassen. Zuwiderhandlungen werden mit 90 € bestraft. Zur Begründung für die Sperrung erklärten die Stadtverantwortlichen: "Die negativen Konsequenzen, die dadurch entstehen, dass täglich im Schnitt mehr als 100.000 Autos in das historische Zentrum von Sevilla fahren, bestehen in der Lärmverschmutzung sowie visuellen und umweltschädlichen Beeinträchtigungen. Wege, die die Fußgänger benötigen, werden von Autos in Beschlag genommen. Der Mangel an Parkplätzen führt zu einem zähflüssigen Verkehr und vielen Staus, b...

Parkhaus bringt Wohnungen ins Wanken

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Bewohner von mehreren Wohnblocks des Stadtteils Macarena von Sevilla machten die unangenehme Erfahrung, dass ihrer Wohnungenplötzlich Risse bekamen. Begonnen hatte das etwa vor 2 Jahren. Zum Entsetzen der Bewohner wurden die kleinen Risse immer grösser. Das Entsetzen war besonders gross als in diesen Tagen die Risse sozusagen im Schnellzugtempo wuchsen und in einigen Wohnungen schon Löcher sich breit machten, in die man sogar "einen Kopf reinstecken" konnte. Nicht genug damit: Auf der neben den Wohnblocks befindlichen Baustelle für ein Parkhaus stand schon seit Jahren ein Kran. Der begann sich langsam aber sicher in Richtung Wohnblocks zu neigen. Die Bewohner packte nun das ganze Entsetzen und sie alarmierten die Feuerwehr. Nun wachten die Behörden endlich auf, die schon mehrfach von den Bewohnern auf die Probleme der Blocks aufmerksam gemacht worden waren. Heute Nacht begann man mit dem Versuch, den Kran zu stabilisieren. Gestern wurden 80 Familien evakuiert. Si...

Brot für heute, aber Hunger und Zerstörung morgen

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Wenn es um Bodenschätze und deren Ausbeutung geht, kennt die Menschheit keine Skrupel. Risiken werden heruntergespielt und das Volk mit kurzfristigen Vergnügen beruhigt. Der Unfall der Ölplattform von BP im Golf von Mexiko ist, wie sich danach herausstellte, vorhersehbar gewesen. Auch hier wurde vor Risiken einfach die Augen zugemacht und nach dem Wahlspruch gehandelt "es ist schon immer gut gegangen!". Jetzt, wo es nicht gutgegangen ist, sehen wir, dass eigentlich unsere natürlichen Lebensgrundlagen viel wichtiger sind als das Geld, das man nicht essen kann. Katastrophen hat es schon viele gegeben und scheinbar lernt man nichts daraus. Ein Beispiel mehr gibt es in der Provinz Sevilla in Andalusien. Da steht im Ort Gerena unweit von Sevilla eine Kupfer-Mine mit dem Namen "Mina las Cruces", die es sich erlaubt, eine umweltschädlichsten Industrien in Andalusien zu sein. Auf ihrer Webseite steht sie aber für "Technologische Innovation, Umweltschutz, ...

Droht Sevilla die Aberkennung als UNESCO-Weltkulturerbe?

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Die "Cajasol" eine Vereinigung von andalusischen Sparkassen plant eine megalomanes Projekt mitten in Sevilla . Sie will einen Büroturm in unmittelbarer Nähe zum historischen Zentrum errichten, der sich "Torre Cajasol" nennt. Die Vorarbeiten für das 178 Meter hohe Gebäude haben bereits im Jahr 2007 begonnen. Jetzt formiert sich der Widerstand dagegen. Eine Bürgerbewegung mit dem Namen ""¡Túmbala!" (Stürzt ihn!) will gegen das Projekt kämpfen, das auch die Organisation " World Monuments Fund " für so gravierend für das historische Stadtbild von Sevilla hält, dass sie Sevilla in die Liste des "Kulturerbes in Gefahr" aufgenommen hat. Die Bürgerbewegung gibt dem sozialistischen Bürgemeister von Sevilla, Alfredo Sánchez Monteseirín, die Hauptschuld. Er soll der Antreiber für das Projekt sein und sich auf die Errichtung des Bauwerks versteift haben. Dabei sei das Projekt von Grund auf illegal, da es die städtischen und nation...

Gammelfleisch in Sevilla

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In Sevilla wurden 3.200 Kilo verdorbenes Fleisch oder Fleisch ohne Stempel des Fleischbeschauers beschlagnahmt. Unter anderem handelte es sich um Schweinshaxen, Fasane, Ochsenschwänze und Spanferkel. Aufgeflogen ist der Handel, nachdem einen Patrouille des "Dienstes für Naturschutz" der Gemeinde Puebla del Rio einen Kühllastwagen überprüfte. Die Beamten stellten fest, dass bei einem Teil der Produkte die notwendigen sanitären Bescheinigungen und Stempel fehlten. Bei näherer Prüfung der Dokumente stellten sie fest, dass die Ware aus dem Grossmarkt von Sevilla ( Mercasevilla ) stammte. Deswegen wurde eine genauere Untersuchung durch Polizei und Veterinärdienst im Mercasevilla beschlossen. Bei der Untersuchung wurden 200 Schweinshaxen in schlechtem Zustand sowie weitere Produkte, insbesondere Schweinefleisch, auch Spanferkel, ohne Stempel gefunden. In Spanien ist das "Instituto Nacional del Consumo" (Nationales Institut für Konsum; INC) für die Überwachung...