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Eine Autobahn durch die Karpaten, das wünschen sich viele

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Rumänien hat eine neue Regierung und wieder einmal verspricht diese der Bevölkerung endlich die seit langem gewünschten Autobahnen zu bauen. Unter anderem steht die Karpatenquerung zwischen Kronstadt / Brasov über Comarnic nach Bukarest an oberster Stelle der Prioritätenliste. Comarnic ist eine Kleinstadt am Südrand der Karpaten, während Kronstadt in Siebenbürgen am nördlichen Karpatenrand liegt. Wer gerne wissen möchte, wie zur Zeit die Situation auf einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Siebenbürgen und dem südlichen Rumänien aussieht, dem sei der nachstehende Artikel in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien empfohlen: Das Programm der Sozialdemokratischen Partei (PSD), die in Allianz mit ALDE die neue Regierung stellt, nachdem sie vom Parlament und Staatspräsident Klaus Johannis eingesetzt wurde, sieht die Gründung eines eigenstaatlichen Fonds für Investitionen und Entwicklung (Fondul Suveran de Investiţii şi Dezvoltare) in Höhe von zehn Milliarden Euro...

Ein Riss geht durch Rumänien: Transsilvanien gegen Walachei

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Die oltenische Stadt Craiova liegt mitten im Herzland der Walachei . Letzteres ist ein historischer Begriff für die südrumänischen Regionen Oltenien und Muntenien. Auch die rumänische Hauptstadt Bukarest liegt in der Walachei. In Craiova hat sich nun die Bürgermeisterin Olguţa Vasilescu, Mitglied der Regierungspartei PSD, veranlasst gesehen, die Genossen in Transsilvanien wegen ihres schlechten Wahlergebnisses verglichen mit denen in der Walachei abzubürsten. Während die Partei des PSD-Kandidaten Ponta bei den Präsidentschaftswahlen im Süden und Osten Rumäniens sehr gut abgeschnitten, hat im Westen des Karpatengürtels, in Transsilvanien (Siebenbürgen) und dem Banat der Herausforderer Johannis die meisten Stimmen bekommen. Das bereits lange schwelende Misstrauen zwischen dem sich als zivilisierter verstehenden Westrumänien und die gleichzeitige Abneigung gegen die zentralistische Krake Bukarest hat damit Konturen bekommen. Frau Vasilescu hat auf ihre Vorwürfe gegenüber den Partei...

Das gibt es auch: Rumänische Stadt mit Vollbeschäftigung

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Sebeş / Mühlbach liegt im rumänischen Kreis Alba Iulia in der Region Siebenbürgen. Es ist ein kleines Städtchen mit knapp 30.000 Einwohnern. Die rumänische Webseite "Infoportal" berichtet jetzt, dass Sebeş zu einem attraktiven Standort für ausländische und lokale Investoren geworden ist. Zu verdanken ist dies in erster Linie dem Unternehmen Daimler. Die Ursache kann auf deren Webseite nachgesehen werden, wo mit Datum vom 4. April verkündet wurde: "Bei Daimler und dem rumänischen Tochterunternehmen Star Transmission wurde heute ein wichtiger Meilenstein mit zahlreichen Gästen gefeiert: Im Beisein des rumänischen Ministerpräsidenten Victor Ponta sowie von Vertretern beider Unternehmen wurde in Sebes der Grundstein für ein neues Montagewerk gelegt. Ab 2016 wird hier das neue Neungang-Automatikgetriebe 9G-TRONIC von Mercedes-Benz montiert. Als Folge vermeldet jetzt Sebeş einen Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 2%, was in der Welt der Wirtschaftsexperten soviel ...

Vergessliche Rumänen düpieren Prinz Charles

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Prinz Charles, Thronfolger des Vereinigten Königreichs, hat eine gewisse Zuneigung zu Rumänien, insbesondere zu Siebenbürgen . “ Die Presse” berichtet : “Einmal im Jahr erhält Sara Dootz aus dem rumänischen Viscri einen Anruf aus Großbritannien. Dann ist Charles am Apparat und gratuliert ihr zum Geburtstag. Die Bäuerin und der britische Thronfolger sind am gleichen Tag geboren, am 14. November. Der Prinz of Wales ist allerdings deutlich jünger als die Bäuerin aus Transsilvanien. „Charles und ich unterhalten uns auf Deutsch“, sagt die 75-Jährige, die den berühmten Freund als „sehr bescheidenen“ Mann schildert, der den einfachen Leuten in Rumänien mit Respekt und ohne Adelsallüren gegenübertrete. Zuletzt trafen die beiden einander im Mai des Vorjahres, als Charles in Viscri (Deutsch-Weißkirch) die erste Pflanzenkläranlage Rumäniens einweihte. Prinz Charles ist Schirmherr des Mihai-Eminescu-Trusts (MET). Die Stiftung kümmert sich in Siebenbürgen, wie Transsilvanien im Deutschen heißt, u...

Das göttliche Bodenpersonal und seine Kapriolen

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Gott, das unbekannte Wesen, ist ein beliebtes Mittel, um seine Mitmenschen zu terrorisieren oder sie für bestimmte Interessen zu beeinflussen. Wehren kann er sich ja nicht, vermutlich weil er nicht existiert und nur eine menschengemachte Einbildung ist. Trotzdem ist manchmal erstaunlich, wie unverfroren einige seiner Diener unter Berufung auf IHN das Spiel ihrer Macht-Interessen treiben. Besonders gut meinte es ein evangelikaler Pastor in Honduras . In Honduras stehen Präsidentschaftswahlen an. Aus diesem Anlass erschien Pastor Roy Santos Gott, weil er besonders intensiv gebetet hatte. “Ich sah einen Weg, am Ende ein Rot mit einem dunklen Schwarz. Herr, was bedeutet das, fragte ich ihn und er antwortete mir: Der Weg ist die Gelegenheit des Farbwechsels. Man kann ihn gehen mit dem Einverständnis und der Maßgabe, dass man korrekte Entscheidungen trifft”. Pastor Santos erklärt uns, dass es um das politische Schicksal von Honduras geht, 24 Stunden vor der Wahl und dass er Gott über die...

Roşia Montană: UNESCO-Weltkulturerbe statt das Gift des Goldes

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“Roșia Montană zählt zu den ältesten und bedeutendsten Gold-Lagerstätten Europas. Seit über 2000 Jahren wird hier Gold abgebaut” schreibt Wikipedia . Das “rote Gebirge” liegt in den siebenbürgischen Apuseni-Bergen Rumäniens. Beim Goldabbau soll es auch bleiben: “Zukunftsprojekte des kanadischen Investors Gabriel Resources Ltd., beunruhigen derzeit die Bergwerksstadt und sorgen für weltweite Proteste: für ein modernes Tagebau – basierend auf Zyanid-Technologie – sollen zwei Talschaften in Krater verwandelt und rund 2.000 Menschen umgesiedelt werden” beschreibt Wikipedia die Situation. Der Kampf gegen das Projekt bringt die Rumänen wenn auch langsam, so doch sicher auf die Beine. Immerhin haben sie als abschreckendes Beispiel den Staudamm-Bruch in Baia Mare im Jahr 2000 noch vor Augen, wo ungeheure Mengen vergiftetes Wasser die Flüsse verseuchten. Der Blog “European Gold Forum” beschreibt, was auf die Bewohner dieser Region zukommen würde: “Die heute angewandte Technologie des indus...

In Rumänien regt sich der Föderalismus

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Rumänien ist ein zentralistischer Staat. Die kommunistische Diktatur hat dafür gesorgt, dass auch bis in jedes letzte Dorf nur das galt, was aus Bukarest kam. Jetzt scheint aber ein Teil der Bevölkerung langsam genug vom Bukarester Zentralismus zu haben. Das gilt insbesondere für Transsilvanien, auch Siebenbürgen oder auf rumänisch “Ardeal” genannt . Es sind nicht mehr nur die Angehörigen der ungarischen Minderheit, die im Szeklerland wohnen, die mehr Selbstverwaltung wollen, sondern auch die Rumänen, die nördlich und westlich der Karpaten leben, freunden sich mit dem Gedanken an mehr Selbstständigkeit an. Und so kommt langsam eine Diskussion über eine bundesstaatliche Verfassung Rumäniens in Gang, angeregt auch durch die Ereignisse in Spanien und Großbritannien, wo Regionen wie das Baskenland, Katalonien und Schottland nach Unabhängigkeit streben. Die Unabhängigkeit einzelner Regionen ist in Rumänien zwar noch kein Gesprächsthema, aber schon eine zarte Diskussion über bundesstaat...

Der Müll des Kapitalismus gegen die kommunistische Mangelwirtschaft

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Eine Kleinstadt in Siebenbürgen soll mit deutscher und EU-Hilfe wieder lernen, dass auch Müll ein wichtiger Rohstoff ist. Es handelt sich um das Städtchen Agnita / Agnetheln, ein Ort mit 10.000 Einwohnern. Im Rahmen des Projekts " Die Umwelt baut Brücken " (Mediul clădeşte poduri), wird mit Unterstützung durch das Werner Heisenberg Gymnasium in Leverkusen von Schülern der Oberschule in Fogaras eine Untersuchung mit dem Titel "Neues Konzept für die Wiederverwertung der Abfälle in Agnita und der Mikroregion des Hârtibaciul-Tals (Harbachtal)" durchgeführt. Agnetheln wurde ausgesucht, weil es in dieser Kleinstadt ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der Mülltrennung gibt. Ein Grund zusammen mit dem Bürgermeister des Ortes zurückzublicken in eine Zeit, in der in Rumänien nichts weggeworfen wurde. Es war die Zeit vor der Revolution. Die Geschichte der Wiederverwertung in Rumänien sieht nach Bürgermeister Radu Curcean so aus: "Wir haben einen Wendepunkt in uns...

Häufiges Fasten hilft der Pilzwirtschaft

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"Rumänien ist eines der besten Produktionsländer für Pilzzüchter. Und das deswegen, weil die Religion den Rumänen häufiges und langes Fasten vorschreibt", erklärt ein amerikanischer Finanzberater. Diese Erkenntnis führt dazu, dass es einem rumänischen Landkreis recht gut geht. Dort wurde die Nische gefunden, die auch in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen ein gutes Einkommen möglich macht. Es ist dies der Landkreis (Judetz) Sălaj in Siebenbürgen, im Nordwesten Rumäniens. Vor der Wirtschaftskrise galt er als einer der ärmsten rumänischen Landkreise in Siebenbürgen . Das hat sich geändert. Die Landwirte in dieser Region haben eine Nische gefunden, die ihnen zu einem guten Einkommen verhilft. Inzwischen ist die Region der grösste Produzent von Büffelmilch und Pilzen in Rumänien. Unterstützt wurden sie von Beratern. Einer von ihnen, Cristian Terza, ein Rumäne, der jetzt in Washington lebt, ist für die eingangs erwähnte Erklärung verantwortlich. Er ergänzte die Erke...

Unterirdisches Wunderwerk dank des Diktators Wahnvorstellungen

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"Ich war zweimal im Wasserkraftwerk. Es ist ungeheuer beeindruckend. Abgesehen von den ernormen Kosten ist das Kraftwerk wichtig für Transsilvanien ". Dies erklärt der beigeordnete Regionalkommissar für Umwelt der Region Cluj / Klausenburg . Es geht um das Wasserkraftwerk Mărişel im Apuseni-Gebirge , das von Nicolae Ceausescu in seiner megalomanen Phase mit den Selbstversorgungswahnvorstellungen vor 34 Jahren unterirdisch in die Höhlen des Berges bei Mărişel gebaut wurde. Dieses Kraftwerk sollte im Falle von kriegerischen Auseindandersetzungen die Fabriken in Transilvanien mit Strom versorgen. Es liegt in einer künstlich geschaffenen Höhle eingepasst in das Felsgestein des Berges. Damit auch gar nichts schief geht, falls böse Feinde zum Bombardement Rumäniens übergehen, wurde das Wasserkraftwerk als strategisches Geheimnis gehütet und der Öffentlichkeit bis heute der Zutritt verwehrt. Jetzt durften es erstmals Reporter der Zeitung "Romania Libera" bes...

Krieg spielen in den Ferien

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Die Geschäftsleute Emil und Marius Cristescu aus Temesvar haben in Orastie (in Siebenbürgen, in der Nähe von Deva) einen grossen Ferienpark eröffnet, der allein dem "Ferien-Soldaten" (soldatul de vacanta) gewidmet ist. Besser wird man dies wohl mit "Freizeit-Soldat" übersetzen. Scheinbar gibt es einen Markt für Leute, die in ihrer Freizeit gerne in Uniform herum laufen, schiessen und im Schlamm robben. Der Park heisst "Arsenal Park Transilvania" und erstreckt sich über ein Gelände von 80 Hektar. Die Eigentümer loben sich damit, dass der Park einer der wenigen touristischen Ziele in Europa zu militärischen Themen ist und sie versprechen Abwechslung (distractie) und Abenteuer (aventura). Er befindet sich im Gelände der ehemaligen Waffenfabrik von Orastie. Ein Hotel mit 200 Betten steht ebenfalls zur Verfügung. Wer nicht Soldat spielen will, kann auch Sport treiben oder es sich in der Saune gutgehen lassen. "Ich habe einen Ort gefunden, an dem Kanonen...

Die Transfogerascher: Schrecken aller Autos

Die höchste Passtrasse Rumäniens durch die fogerascher Karpaten, die Siebenbürgen mit der Walachei verbindet, ist im Juni wieder geöffnet worden. Die Nutzer beklagen sich über den miserablen Zustand der Passtrasse, die nur teilweise asfaltiert und mit vielen Löchern übersät ist. Autofahrer lassen bei der Zeitung „Evenimentul zilei“ Luft ab: „Dom’le, nu se poate aşa ceva......“ „Mein Herr so geht es doch nicht. Kein Schwein kümmert sich um diese Strasse, sie ist voll mit Löcher, die miserabel repariert wurden.“ Ein Mitleidensgenossin bestätigt, dass keiner sich für den guten Zustand der Strasse für verantwortlich hält. Der befragte Verantwortliche für die Strasse, Ştefan Borzaş, zuckt mit den Schultern und meint: „Man hat uns gesagt, wir sollen Rollsplit auf die Strasse werfen, damit die Haltbarkeit des Asfalts verlängert wird. Das ist zwar eine Methode, die im Westen nicht mehr angewandt wird, aber uns wurde es so befohlen und so haben wir es gemacht! Ansonsten warten wir jetzt dar...