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Der Stellvertreter, die Katastrophe und die soziale Wirklichkeit

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Der Stellvertreter Christi auf Erden im Vatikan hat eigentlich zu den Katastrophen, die uns in den letzten Wochen bewegen, wenig zu sagen. Am 20. März verkündete er anlässlich des Angelusgebetes ein "Gebet für einen Horizont des Friedens in Libyen", in dem er Libyen mit keinem Wort erwähnt. Zumindest, wenn man sein Sprachrohr, die Online-Ausgabe der Zeitung Osservatore Romano in der deutschen Fassung zu Rate zieht. Auch die Erdbebenkatastrophe in Japan und das sich daran anschliessende Nukleardesaster ist nur für ein paar mystische Worte gut, obwohl damit eigentlich die Schöpfung bedroht wird. Die Themen des Vatikans lauten: "Zum Abschluß der Exerzitien der Römischen Kurie - Die Obelisken Roms (Teil 23) – in der Villa Celimontana - Ein kirchlicher Pionier in den Vereinigten Staaten – zum 250. Geburtstag des hl. Johannes Nepomuk Neumann - Besuch des Papstes im Römischen Priesterseminar - Zur Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe". Es scheint aber auch, das...

Bis dass der GAU uns scheidet

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Die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan, die sich immer mehr auch zu einer Nuklearkatastrophe ausweitet, hat eine weltweite Beschwichtungswelle der Kernkraftwerksbetreiber ausgelöst. Überall hört man, wie sicher die eigenen Atomkraftwerke seien, wie man überall vorgesorgt habe und auch ein Beben der Erde genauestens auf seinen Meiler abgestimmt habe, so dass nichts passieren könne. Wenn sich die Natur nun an die Berechnungen unserer Technik-Koryphäen nicht hält, so wie es in Japan passiert ist, dann war das halt Pech. Oder höhere Gewalt oder sonstwas, aber auf keinen Fall Schuld der Verantwortlichen. Ein ähnliches Beruhigungsszenario versucht zur Zeit der Kernkraftwerksbetreiber Nuclearelectrica im rumänischen Cernavoda aufzuziehen. Er beruhigt die rumänische Bevölkerung derzeit mit der Mitteilung, dass Cernavoda so geplant wurde, dass es einem Erdbeben der Größe von 8 Grad auf der Richter-Skala stand halten könne. In Rumänien gäbe es Erdbeben von höchstens 7 bis 7,5 Grad. D...

Fukushima zeigt der Atomindustrie ihr fehlendes Verantwortungsgefühl

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Die Erdbebenkatastrophe in Japan und die noch nicht absehenden Folgen einer möglichen Nuklearkatastrophe hat die Welt erschüttert. Wieder einmal sind die Beschwichtigungsparolen der Atomenergie-Lobby innerhalb kürzester Zeit als "Parolen" entlarvt worden. War die Unfallhäufigkeit in früheren Zeiten noch mit  Sprüchen der Atomstatistiker wie "ein GAU passiert nur in ein paar millionen Jahren" zur Fast-Unmöglichkeit degradiert worden, so zeigen die Geschehnisse innerhalb kurzer Zeit, dass die Wissenschaftler, die sich damit beschäftigt haben, entweder zu dumm oder gekauft waren. Der Preis des Nachdenkens wird immer höher werden. Erneut soll wieder geprüft werden. Es wäre aber schön, wenn jetzt endlich einmal die Verantwortung übernommen wird, die die Befürwortung der Atomenergie erforderlich macht. Was meint man anderswo, angesichts dieser sich abzeichnenenden Katastrophe. Spanien steht auf Druck der Atomindustrie ebenfalls vor einer positiven Entscheidung zur Laufz...

Geheimnisvoller Atomtransport

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Greenpeace Frankreich geht auf die Barrikaden: Der Atom-Konzern AREVA bereitet unter strengster Geheimhaltung einen gefährlichen Atomtransport vor. Es handelt sich um 1,8 Tonnen von MOX-Elemente n, die aus einer Mischung von Plutonium und Uranium bestehen. Von der Wiederaufarbeitunsanlage La Hague sollen die Elemente heute Nacht über eine Strecke von 20 km bis Donnerstag nach Cherbourg gebracht werden. Dort werden sie in die Schiffe "Pacific Pintail" et "Pacific Heron" der Gesellschaft " Pacific Nuclear Transport limited " umgeladen und nach Japan transportiert. Die Fahrtroute soll um das Kap der guten Hoffnung und durch die tasmanische See führen. "Während 2 Monaten wird spaltbares Material (matière fissile), ausreichend um 225 Nuklearbomben zu bauen, die Hälfte unseres Planeten durchqueren. Dabei werden Hoheitsgewässer (eaux territoriales) von Staaten, die über den Tansport nicht informiert wurden, durchquert. Wir weisen hiermit auf diesen sehr gef...