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Amigo-Wirtschaft auf den Kanaren und mittendrin ein Minister

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Dass die spanische Bauwirtschaft auf die Bestechung staatlicher Amtsträger spezialisiert war und ist, daran besteht kein Zweifel seit die Affäre “Gürtel” ans Tageslicht kam. Noch eine Schippe drauf gelegt wird auf den Kanaren, wo wohl korrumpierte Amtsträger zum Alltag gehören. Einer der herausragenden Vertreter dieser Gattung ist der spanische Minister für Industrie, Energie und Tourismus, José Manuel Soria . Er ist gebürtiger Kanare, Mitglied der Partei Partido Popular und hat seine politische Karriere auf den Kanaren begonnen. Aufgefallen ist Soria dadurch, dass er seine Urlaubsaufenthalte mit Vorliebe von Hotelinhabern und befreundeten Unternehmern  finanzieren lässt und für seine Aufenthalte bestenfalls lächerliche Preise bezahlt. Einer dieser Hotelunternehmer nennt sich Martinón und ist der Inhaber der gleichnamigen Hotelgruppe “ Grupo Martinón ”. Im August dieses Jahres hielt sich Soria in einer Suite im exklusiven Club Volcán dieser Gruppe auf. Zuvor hatte er sich ab...

Das alte Lanzarote soll den Immobilienhaien nicht im Wege stehen

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Das Haus von Berrugo in Lanzarote , "“Casa del Berrugo”, ist ein kleines Gebäude, das im 19. Jahrhundert erbaut wurde. Hinter dem jetztigen Sporthafen Marina Rubicón an der Playa Blanca stand es früher neben einer Saline bereits zu einer Zeit als es die brutale Invasion des Zements und der Bauindustrie noch nicht gab. Eine Bauindustrie, die vom Tourismus profitieren und alles, was diesem Ziel im Weg stand, platt machen wollte. Es gab aber eine Familie in diesem Haus, die dieses erhalten wollte, denn es stand für ihr Land, ihr Leben, ihre Lebensgeschichte. Während Jahrzehnten haben die Bewohner den Pressionen der Bauindustrie widerstanden. Seit 2000 droht ihnen die Enteignung. Ihr Widerstand ist inzwischen ein Symbol des Kampfes gegen eine ausgeartete Architektur auf Lanzarote, die bis vor einigen Jahren noch eine Insel des ölkologischen Tourismus unter den Kanaren war, geworden. Nun scheint auch dieser Kampf ausgestanden. Zulasten von Lanzarote. Zulasten der Einheimischen. Eine R...

Spanische Flugsicherheit: Abwarten und Tee trinken, das war einmal

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Gestern gedachte Spanien der 154 Toten Fluges der Spanair JK5022 , der vor einem Jahr auf dem Flughafengelände von Madrid abstürzte. Auf allen spanischen Flughäfen wurde eine Schweigeminute eingelegt. Die Untersuchung des Absturzes hatte bedenkliche Mängel in der Arbeit der Behörden für Flugsicherheit offenbart, für die in Spanien die " Comisión de Investigación de Accidentes e Incidentes de Aviación Civil (CIAIAC)" (Komission für die Untersuchung von Unfällen und Zwischenfällen im zivilen Flugverkehr) zuständig ist. So wurde jetzt bekannt, das die Ursache für den Absturz - die Landeklappe auf der hinteren Seite der Tragflächen waren nicht ausgefahren und der Alarm, der die Piloten im Cockpit in einem solchen Fall warnen soll, hat nicht funktioniert - ein bekanntes Problem des Flugzeugtyps MD-82 war. Bereits 1987 war der Defekt bei einem Flugzeugabsturz in Detroit die Absturzursache. Am 5. Juni 2007 passierte derselbe Fehler beim Start einer MD-83 der österreichischen Fl...