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Jennifer Morgan im Auftrag der Bundesregierung in Südamerika

  Vor ihrer Abreise zu klima- und umweltpolitischen Gesprächen in Kolumbien, Chile, Argentinien und Brasilien, erklärte Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für den internationalen Klimaschutz Jennifer Morgan heute (28.11.): Lateinamerika ist einzigartig mit seiner vielfältigen Biodiversität, dem Amazonasgebiet als „grüner Lunge“ und dem Vorkommen von Ressourcen für Erneuerbare Energien. Die Region steht uns in vielen Politikbereichen sehr nahe. Daher möchte die Bundesregierung die Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen Staaten zum Wohle unserer Gesellschaften und dem Schutz unseres Planeten und seiner Ökosysteme intensivieren. Deutschland möchte Brasilien auf dem Weg hin zu einem Vorreiter bei der grünen Transformation unterstützen. Die Ankündigungen des designierten Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva , die Klima- und Umweltpolitik zu einer Priorität seiner Regierung zu machen, begrüße ich sehr. In Kolumb...

Ein Mann namens Putin und die Klimakrise

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Der russische Staatspräsident hat endgültig seine Maske fallen gelassen, nachdem man ihm auch beim besten Willen seine Lügenparade nicht mehr abnehmen kann, und er gibt sich als das, was er auch ist, ein Diktator. Mit dem Überfall auf die Ukraine meint er auch die letzten Hemmungen in der internationalen Politik ablegen zu können. Der Europarat, zuständig für Menschenrechtsfragen in Europa, hat inzwischen Russland aus seinem Gremium ausgeschlossen. Es war ohnehin alles nur noch Fassade, was das Putin-Regime an Menschenrechten geboten wurden. Die russische Opposition inzwischen durch Repressionsgesetze jeder Art mundtot gemacht worden. Lügen und betrügen, das ist das Lebenselixier eines Herrn Putin. Das muss die Welt zur Zeit mit Schrecken zur Kenntnis nehmen, nachdem man lange seine Manöver nach dem Motto "der spielt ja nur" akzeptiert hatte. Nun muss man zur Kenntnis nehmen, dass dieser Mann keinerlei Charakter hat. Abgestritten hat er bis vor nicht allzu langer Zeit, dass e...

Saudi Arabien lässt britische Zeitungen seine Umweltbilanz schön schreiben

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Die Internet-Zeitung Byline Times berichtet, dass sich die Tageszeitungen The Independent und Evening Standard von Saudi-Arabien für eine positive Berichterstattung bei der Umweltkonferenz COP26 der UN in Glasgow bezahlen lassen haben. Der Independent hatte allein 50 Artikel zu Saudi-Arabien verfasst, die weitgehend positiv über die Umweltbilanz des Landes berichteten, obwohl das Land als größter Öl-Exporteur mit zu den größten Verschmutzer des Planeten gehört.  UK Newspapers Accepted Money to Publish Positive Environmental Stories About Saudi Arabia Around COP26

Flughafenausbau in Barcelona ohne Rücksicht auf Umwelt und Klima

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Der Flughafen von Barcelona liegt am Mündungsdelta des Flusses Llobregat . Das Delta wird im Norden von einem riesigen Industrie- und Gewerbegebiet, der "Zona Franca" des Hafens und im Süden vom Flughafen "Prat de Llobregat" in die Zange genommen. Am südlichen Rand des Flughafens liegt die Ricarda Lagune, ein wertvolles Naturschutzgebiet. Seit langem ist geplant, den Flughafen durch eine dritte Start- und Landebahn zu erweitern.  Jetzt ist es endlich soweit, dass die spanische Regierung mit Unterstützung durch die katalanischen Regierung meint, die Finanzierung sicherstellen zu können. Die Mittel sollen aus dem EU-Recovery-Fund kommen. Diese Mittel werden von der EU im Rahmen der Corona-Pandemie zur Wiederankurbelung der Wirtschaft bereit gestellt und sollen vor allem unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes verwendet werden. Inzwischen ist allen klar, dass der Flugverkehr erheblich zu einer Klimaschädigung beiträgt und nicht erweitert, sondern reduziert werden mu...
Die Webseite der "Kontext: Wochenzeitung" berichtet: Tropensteaks auf Kosten des Klimas Der Großhandelskonzern Metro verschachert brasilianisches Rinderfilet zum Schnäppchenpreis. Was Kunden freuen dürfte, verdirbt Umwelt- und Klimaschützern den Appetit: Im Herkunftsland des Fleisches verbrannten in diesem Jahr rekordverdächtig viele Urwälder und Savannen – meist um Weide- und Futteranbauflächen zu gewinnen. Weiterlesen:  Tropensteaks auf Kosten des Klimas  

Im Zeitalter des Klimawandels überbieten sich spanische Kommunen, wer der größte Energieverschwender ist

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Dass viele Verantwortliche in den Ländern nicht begriffen haben, was mit dem Klimawandel für die Menschheit in der Zukunft auf dem Spiel steht, ist inzwischen leider nur zu offensichtlich. Kein Wunder, dass die Jugend inzwischen aufgewacht ist und erkannt hat, dass es letztendlich um ihre Zukunft geht, mit der hier Casino gespielt wird. In Madrid findet zur Zeit die Klimakonferenz der UNO statt, die eigentlich in Chile hätte stattfinden sollen, aber wegen der Unruhen in Santiago nach Madrid verlegt wurden. Ausgerechnet Madrid brüstet sich jetzt mit dem Kampf gegen den Klimawandel. Der Klimagipfel selbst ist ein reines Image-Spektakel, denn die Stadt wird zur Zeit von einer konservativ-reaktionären Koalition regiert, deren Bestreben es ist, alle ökologischen Verbesserungen der Vergänger-Verwaltung wieder rückgängig zu machen. Begründung ist wie üblich bei den Besitzstandswahrern, dass man der Bevölkerung den Spaß an der Verschwendung natürlicher Ressourcen nicht verderben will. U...

Brandstifter Bolsonaro und sein sogenannter Umweltminister

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Dass der brasilianische Staatspräsident Bolsonaro von Umweltschutz nichts hält und den Klimawandel für ein Hirngespinst hält, weiß man inzwischen. Das Umweltministerium wollte er am liebsten in eine Unterabteilung des Landwirtschaftsministeriums umgewandelt wissen, da aber der Widerstand dagegen dann doch zu groß war, setzte er in die Leitung dieses Ministeriums den Rechtsanwalt Ricardo Salles ein, einen profilierten Gegner der Umwelt und Freund des Agrar-Großgrundbesitzes ein. Dieser hausierte auch mit markigen Sprüchen gegen die Landlosen-Vereinigung MST , die er empfahl wie bei einer Wildschweinjagd mit dem Gewehr zu erledigen. Die Klimaerwärmung hält er genauso wie sein Präsident für unwichtig. Jetzt brennen die Amazonaswälder in einem bisher nicht gewesenen Umfang und die Brasilianer wissen nur zu gut, dass der Präsident und sein Umweltminister mit ihren markigen Reden und Sprüchen, ihrer Klientel im Agrargeschäft freie Hand gegeben haben, für Handlungen, die bisher strafba...

Klimawandel, dringender Aufruf zum Tätigwerden an der Küste von São Paulo

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Dieser Tage haben die Verantwortlichen für den Umweltschutz im brasilianischen Bundesstaat São Paulo in einem Aufruf auf den dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf den Klimawandel hingewiesen. So wie bei uns wird auch in Brasilien der Klimawandel als eine Art Hobby von spezialisierten Wissenschaftlern betrachtet, die Politik verschließt weitgehend ihre Augen. Die Zeitung Folha de São Paulo berichtet über den Aufruf der paulistaner Umweltschützer: In einem Aufruf, der von Verantwortlichen für die Umwelt an der Küste von São Paulo unterzeichnet wurde, verlangen diese sofortiges Handeln zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Städte an der Küste. Sie malen ein "dunkles Szenario" über das Ansteigen des Meeresspiegels, der Tendenz zu einer starken Brandung und gravierender Erosion der Küstengebiete. In dem Aufruf wird auch die Schaffung eines permanenten Forums verlangt, auf dem die Städte das Thema diskutieren und die Arbeit der noch schwach entwickelten Umwel...

Thermische Erneuerung in Frankreich, bitte möglichst billig

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In Frankreich gibt es einen "Plan zur thermischen Erneuerung" (Plan de rénovation thermique), auch Klimaplan genannt. Es geht um die Isolierung von Gebäuden zur Energieeinsparung bei der Heizung. Der Sachstand sieht so aus: In Frankreich soll es 7 Millionen "auf Durchzug gestellte", schlecht isolierte Wohnungen mit einem großen Verlust an Wärme geben. Die Energieagentur ADEME teilt mit, dass in Frankreich der Gebäudesektor für 24% der Treibhausgase verantwortlich ist und für 44% Prozent des Verbrauchs an Energie. Sie zieht daraus den Schluss, dass, wenn die gesetzten Ziele der Senkung der Emissionen um ein Viertel bis 2050 erreicht werden soll, massiv in die Renovierung des Gebäudebestandes investiert werden muss. Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will mit dem Klimaplan im Zeitraum von 10 Jahren diese Energieverschwender durch Isolierungsmaßnahmen beseitigen. Laut dem Experten Guillaume Sainteny würde das bedeuten, dass im Jahr 700.000 Wohnungen sa...

Die BBC auf abschüssigem Weg in den Brexit-Patriotismus

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Die Süddeutsche Zeitung beschreibt (SZ) kürzlich die Berichterstattung der britischen Rundfunk- und Fernsehanstalt BBC wie folgt: Betrachtet man nämlich die offizielle Berichterstattung des Senders über so ziemlich alles, was mit der EU zusammenhängt, könnte man manchmal den Eindruck gewinnen, die BBC sei zur Brexit Broadcasting Corporation mutiert. Wann immer es etwa um Wahlen in einem europäischen Land geht, wird darüber spekuliert, ob die Wähler "dem Weg folgen werden, den die Briten mit dem EU-Referendum gewiesen haben". Großbritannien erfährt so eine bizarre Stilisierung zum Anführer einer Freiheitsbewegung, die Europa vom EU-Joch erlöst. Auch Live-Fragerunden scheinen nie komplett zu sein, wenn nicht Brexit-Clown Nigel Farage dabeisitzt, der kein britisches Amt bekleidet und mittlerweile nicht mal mehr Ukip -Chef ist. Es ist erstaunlich, zu welche Blüten dieser Brexit auch bei einem öffentlich-rechtlichen Medienkonzern wie die BBC führt. Die (S...

Kälte und Angst lassen Frankreich zittern

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Derzeit herrschen grausame Minus-Temperaturen in Frankreich , die Bevölkerung dreht die beliebten elektrischen Heizungen auf Hochtouren und verursacht damit auch noch die Angst, dass plötzlich das ganze Stromnetz kollabieren könnte. Diese Woche wird das Thermometer in Frankreich nicht über 0 Grad klettern. Das für die Stromnetze verantwortliche Unternehmen RTE gibt bekannt, dass man sich einem historischen Höchststand beim Elektrizitätsverbrauch nähere. Und das zu einer Zeit, in der 5 Atomkraftwerke wegen Sicherheitsmängel abgeschaltet sind. RTE bezeichnet die Situation als fragil, rechnet aber nicht mit Zusammenbrüchen im Stromnetz. Man werde Strom aus den Nachbarländern importieren, vorsorglich die Versorgung von 21 Industrieanlagen mit extrem hohen Stromverbrauch abschalten und die Spannung im Netz verringern. Ein wichtiger Grund für den Notstand sind die vielen stromfressenden Elektroheizungen in Frankreich. In den glorreichen Zeiten der Atomenergie, in denen m...

Beängstigende Dürre im Nordosten Brasiliens

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Der brasilianische Nordosten ist es gewöhnt mit Dürreperioden zu leben. Die Halbwüste des Sertão erlebt immer wieder extreme Trockenperioden. Im Gegensatz dazu die Waldzone (zona de mata), die sich von der Küste etwa 50-100 km ins Hinterland erstreckt und bisher zum grünen Gürtel zählte. Das scheint jetzt alles anders sein. Der Blog “ Combate racismo ambiental ” berichtet, dass eine seit 5 Jahren andauernde historische Dürre auch den Küstengürtel des Nordostens in eine Sertão verwandelt habe. Die Dürre soll die Schlimmste in den letzten Jahren seit den systematischen Wetteraufzeichnungen sein. Der Blog schildert ein Beispiel: União dos Palmares , in der Region des Küstenwaldes von Alagoas , ist gekennzeichnet durch starke Regenfälle, aber die Situation dort erinnert jetzt mehr an die Steppe der Sertão. Obwohl der Ort nur 60 km von Küste entfernt liegt, erlebte die Stadt in diesem Jahr eine Dürreperiode, die die Vegetation völlig veränderte. Selbst der Fluss Munda...

Düstere Aussichten für Rio de Janeiro

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In Rio de Janeiro hat der Sommer begonnen und die Cariocas wissen noch nicht so richtig was auf sie zukommt. Denn Rio ist eine der Städte, die besonders vom Klimawandel betroffen sind. So wird erwartet, dass die Durchschnittstemperatur in den nächsten 5 Jahren um 1° Celsius steigen wird. Der kommende Sommer wird, so die Befürchtungen des “Netzwerkes der Forschungen über den Klimawandel im städtischen Bereich” (Rede de Pesquisas sobre Mudanças Climáticas Urbanas), der heißeste Sommer der letzten Jahre. Der Meeresspiegel in Rio soll bis zu 14 cm steigen, höher als in anderen südamerikanischen Hafenstädten wie Buenos Aires. Aus unserer Perspektive könnte man ja einen warmen Sommer für etwas positives halten, aber Rio zittert jetzt schon vor den Folgen. Die sind in erster Linie gesundheitlicher Art. Denn Rio de Janeiro liegt in den Tropen und Tropenkrankheiten sind schon an und für sich ein schwer bekämpfbares Problem.  Martha Barata vom Instituto Osvaldo Cruz beschreibt die zu...

Das Donaudelta trocknet aus

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“Das Biosphärenreservat Donaudelta befindet sich im Mündungsgebiet der Donau in das Schwarze Meer . Das Donaudelta stellt nach dem Wolgadelta das zweitgrößte Delta Europas dar und umfasst ein Gebiet von 5800 km², wovon 72 Prozent mit einer Fläche von 4178 km² unter Naturschutz stehen” ist in Wikipedia zu lesen. Der Zustand des Donaudeltas gibt zu Sorgen Anlass. Die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (ADZ) schreibt dazu: “In nur 40 Jahren Kommunismus ist es gelungen, das biologische Gleichgewicht nachhaltig aus dem Gleis zu werfen, berichtet der bekannte Umweltrebell Naturschützer Liviu Mihaiu: durch Konservenfabriken, Quarzsandabbau, Dämme und Trockenlegungen für die Ausdehnung der Landwirtschaft um jeden Preis. Selbst den Braunen Sichler (Ţigănuş), eine im Delta häufige Ibisart, wollte Ceauşescu eindosen und ans Volk verfüttern lassen – ein Experiment, das gottlob misslang. Doch wer meint, dies alles sei längst graue Geschichte, irrt gewaltig.” Jede klimatische Änderu...

Das verlangen die spanischen Umweltschutzorganisationen von den Politikern

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In einem Monat finden in Spanien die Wahlen zu den Regionalparlamenten der autonomen Regionen Spaniens statt. Die spanischen Umweltschutzorganisationen “Amigos de la Tierra”, “Ecologistas en Acción”, “ Greenpeace ”, “SEO/BirdLife” und “ WWF ” haben im Hinblick auf die wachsenden Kompetenzen der Autonomien im Umweltschutz die Politiker aufgefordert, Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung zu übernehmen. Das Programm der Umweltschutzorganisationen enthält 17 Vorschläge für konkrete Sachbereiche. Saubere Luft, die Reduzierung von Abfällen und ein nicht von Spekulationen geleiteter Städtebau sind unter anderem enthalten. Weiterhin werden Forderungen zur Wassereinsparung, Schutz der Wälder, Überwachung der Nachhaltigkeit, Verteidigung der Rechte von Tieren, Förderung der Biodiversität und Schutz der Küsten und Gewässer gestellt. Für die Umweltschutzorganisationen ist dieses Jahr ein Jahr wichtiger Wahlen, aber auch der Start für eine neue Periode europäischer Fonds, aus denen M...

Wie in Rumänien Umweltaktivisten diffamiert werden

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Der Kampf um die Verhinderung des Goldabbaus in den Rosia Montana war der Start für eine Umweltbewegung wie wir sie vergleichbar auch in Westeuropa kennen. Die Mächtigen des Staates und der Wirtschaft, vor allem der Bergbaukonzerne, haben alles daran gesetzt diese Protestierenden in den Ruch von Terroristen zu bringen. Dabei wird mit allen Mitteln gekämpft und vor allem auf willfährige Medien gesetzt, die zur Desavouierung der Umweltgruppen durch Falschinformationen bei der Bevölkerung beitragen sollen. Politiker wollen auch verhindern, dass aus diesen Gruppen eine neue politische Bewegung entsteht, die die bisherige Parteienlandschaft Rumäniens grundlegend verändern würde. Mihai Gotiu ist energischer Kämpfer gegen den Goldabbau in Rosia Montana. Er ist Journalist und Schriftsteller und hat sich im Detail um die Vorgänge bei der Konzessionserteilung zum Goldabbau gekümmert und darüber das Buch “Die Angelegenheit Rosia Montana” geschrieben. Seinen Texten und Berichten ist es zu ver...

Korsika's Bemühungen um die Erneuerbaren Energien

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Inseln, sind das nicht idealen Ziele für eine komplette Versorgung mit erneuerbaren Energien? Ist nicht auf ihnen wegen des isolierten Charakters eine nachhaltige Versorgung möglich? Korsika wird zur Zeit zu etwa 55% von 2 thermischen Kraftwerken versorgt, in denen Öl verfeuert wird. Es gibt auch ein Wasserkraftwerk und inzwischen auch Windkraftanlagen. Auch bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien hat in Frankreich die Krake EDF, sonst eher für Atomkraftwerke zuständig, die Finger im Spiel. Ein EDF-Vertreter erklärte vor kurzem noch, warum die Erneuerbaren auf der Insel nicht vorankommen damit, dass das Netz die Einspeisungen durch die Erneuerbaren nicht aufnehmen könne. Man warte auf ein Seekabel zum industrialisierteren Sardinien, wo man dann die überschüssige Energie aus den Erneuerbaren hinliefern könne. Der unbedarfte Beobachter reibt sich darob verwundert die Augen und fragt sich, warum man eigentlich nicht nach und nach die anerkanntenmassen für das Klima schädlic...

Die Wasser-Zocker von São Paulo

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Es wird spannend in der Mega-Stadt São Paulo . Gemäß den den Daten des Institutes für Astronomie und Geophysik der Universität São Paulo (IAG-USP) erlebt die Stadt eine Periode mit den geringsten Niederschlägen seit 1969 und die schlechteste seit es das Talsperren-System von Cantareira gibt. Der Wasserversorger von São Paulo, die Sabesp, hatte bereits seit Mai 2013 Daten über die ausfallenden Niederschläge, aber gehandelt wurde nicht. In seltener Hartnäckigkeit leugnen die politischen Verantwortlichen im Bundesstaat und in der Stadt, dass es einen Wassernotstand gibt. Sie sahen bisher keinen Anlass für Wasserrationierung. Zumindest behaupten sie, dass die Wasserversorgung weiterhin regulär erfolgt. Die Realität sieht wohl anders aus. Die Webseite “BrasilAtual” schreibt: “Zwei kürzliche Forschungsarbeiten weisen daraufhin, dass die Bevölkerung eine nicht angekündigte Wasserrationierung erlebt. Das Institut Datafolha stellte im August fest, das bei 46% der Paulistanos eine Unterbre...

Klimawandel und verfehlte Energiepolitik, brasilianische Bischöfe sind besorgt

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Im Nachgang zu meinem Bericht “ Am Rio Madeira steht den Menschen das Wasser bis zum Hals ” möchte ich die alarmierende Botschaft der Regionalkonferenz Nordwesten der brasilianischen Bischofskonferenz, veröffentlicht am 30. März, hier wiedergeben: Wir, die Bischöfe der Region Nordwesten ( Acre , Rondonia und Süden von Amazonas), versammelt in Cruzeiro do Sul, teilen unsere Erfahrungen und Sorgen in diesem schwierigen Moment für unsere Diözesen und für das ganze Volk. Das historische Hochwasser von 2014, das hunderte von Uferdörfern und –städten überschwemmte und tausende von Familien obdachlos werden ließ sowie zahllose Äcker an den Ufern des Rio Madeira überflutete, hat uns viel Leid gebracht. Wir wissen, dass Naturkatastrophen unser Leben auf dem Planeten seit alters her bedrohen. Die Erde ist ein lebendiger Planet, der sich ständig verändert. Wir glauben aber auch, dass es neue Faktoren wie die globale Erwärmung gibt, die die Gletscher in den Bergen schneller tauen lässt, Ent...

Gilt auch für Klimawandel-Leugner: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

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Großbritannien wird seit Ende vergangenen Jahres von einem Sturm nach dem andern heimgesucht. In Somerset , im südwestlichen England, stehen seit Wochen große Flächen unter Wasser. Das Krisenmanagement der Regierung ist dem nicht mehr gewachsen. Die Bevölkerung in den betroffenen Regionen platzt der Kragen. Inzwischen werden Hilfskräfte des Umweltamtes angegriffen, obwohl die ja eigentlich zur Hilfe gekommen waren. Simon Wren Lewis, Professor für Volkswirtschaft in Oxford, schreibt dazu im “Social Europe Journal” unter dem Titel “Sind die Überschwemmungen David Cameron’s   Katrina ?” über drei Gründe für das Desaster: 1. Als sie (die Konservativen) an die Macht kamen, haben sie  die Mittel für den Schutz gegen Überschwemmungen zurückgefahren, obwohl es einen klaren Bedarf für eine Ausgabenerhöhung gab. Der Guardian berichtete im Juni 2012, dass 300 Flutsicherungssysteme quer durch England nicht gebaut wurden, weil die Haushaltsmittel gekürzt wurden. 2. Der Grund warum e...