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Eine Kirche ohne Moral, die nur Macht und Geld schätzt

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Die orthodoxe Kirche Rumäniens (BOR abgekürzt) hat sich nach dem Sturz Ceausescus als die Trägerin des Widerstandes gegen das kommunistische System gegeben, obwohl sie eine Nutzniesserin des Diktators war. Trotzdem wurde ihr geglaubt, dass sie gegen die gottlosen Atheisten gekämpft hat und sie hatte bisher Zustimmungsraten bezüglich des Vertrauens bei den Rumänen, die bei 90% lagen. Das hat sich in letzter Zeit geändert. Bei der letzten Umfrage im September sprachen sich nur noch 50 % der Rumänien dafür aus, dass sie das größte Vertrauen in die BOR hätten. Das stetige Sinken der der Zustimmungsraten kam, nachdem in der Kirche Sexskandale, an denen sogar ein Bischof beteiligt war, ans Tageslicht kamen. Es gibt aber auch noch andere Gründe, die das Ansehen der Kirche immer mehr beeinträchtigen. Dumitru Borţun, Professor an der Hochschule für Politik und Verwaltung (SNSPA) ist der Ansicht, dass die BOR vor allem ein Imageproblem hat. Die Menschen spürten immer mehr, dass die Kirche ...

Ikonen küssen kann tödlich sein

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In rumänisch-orthodoxen Kirchen sind die Heiligenbilder im Ikonenstil ein fester Bestandteil des Inventars und die Bilder von besonders wunderwirkenden Heiligen haben einen herausragenden Platz. Zu ihnen pilgern alle, die sich etwas von Ihnen erhoffen und als besondere Verbindung zwischen Gläubigen und dem/der Heiligen gilt der Kuss auf die Ikone. Viele Ikonen sind an bestimmten Stellen dadurch schon ziemlich in Mitleidenschafft gezogen. Das Orthodox-Wiki erklärt den Brauch so: Der Kuss Der Kuss ist ein in der Orthodoxie tief verwurzelter Brauch. Wenn man in die Kirche geht, gibt es die Gewohnheit der orthodoxen Christen die Ikonen zu verehren oder zu küssen. Durch diese Handlung zeigt der Christ Liebe und Respekt für die Geschenke und Taten Gottes für den Menschen. Genauso küsst der Gläubige die rechte Hand des Priesters bei bestimmten Gelegenheiten. Mit der rechten Hand gibt der Priester den Wilkommensgruß, der nicht von ihm kommt, sondern von Gott. Durch diesen Akt der Ver...

Der glückselige Daniel möchte, dass nur Mann und Frau eine Familie bilden können

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Der Patriarch der Orthodoxen Kirche (BOR) Rumäniens , Daniel ,  trägt den traditionellen Titel “Der-Sehr-Glückliche oder der Glückselige” (Preafericitul). Den Glückseligen treibt mit seiner Glaubensgemeinschaft seit einiger Zeit die Sorge um, wie man das Rad der sozialen Veränderung in der rumänischen Gesellschaft wieder zurückdrehen könnte. Es geht vor allem um die Familie, die nach seinen Aussage vor vielfachen Herausforderungen steht und deren Zustand bemitleidenswert sei. Besonders wurmt die Vertreter der BOR, dass das alte Familienbild immer mehr ins Wanken gerät. “Wir müssen die Anstrengungen der Kirche zu Verteidigung der natürlichen, traditionellen, universalen Familie verstärken und gegen neue Familienmodelle, die unterstellen, dass die feste Verbindung Mann-Frau nur ein Modell unter anderem sei, Widerstand leisten”, erklärte Patriarch Daniel Anfang des Jahres und setzte hinzu: “Die traditionelle Familie befindet sich in einem kritischen Zustand, ihr Model...

Wie die Bärtigen sich über die Toten von Bukarest freuen, aber sich vielleicht damit selbst das Grab schaufeln

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In Bukarest sind vor kurzem bei einem Brand in einem Nachtclub 31 Menschen ums Leben gekommen. Die Tragödie hat Schockwellen in die rumänische Gesellschaft gesandt und zu heftigen politischen Protesten geführt, in deren Gefolge der derzeitige Ministerpräsident Ponta samt seiner Regierung zurück getreten ist. Erstaunlich, wenn man weiß mit welcher Hartnäckigkeit gerade Ponta am Sessel klebte, obwohl strafrechtliche Ermittlungen wegen Korruption gegen ihn laufen. Einer, der bei den Protesten dabei war, Blogger Teo, schreibt: “Die Mitarbeiter des Ministerpräsidenten, die gestern auf den Boulevards von Bukarest die Proteste gesehen haben, wissen genau, dass dies kein politische Manöver war. Sie haben gesehen, dass es Wut war, authentische Wut. Aber sie sind nicht bereit, dies in der Öffentlichkeit zuzugeben. Einer von ihnen warnte, dass es sich um Wut und Hass handle. Ich war da, es war Frust und ein Kampfschrei. Aber kein Hass. Die Menschen von gestern Abend wollen Recht und keine Rac...

Eine geplante Moschee in Bukarest sorgt für Hysterie

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Im Juni wurden Pläne bekannt, dass die islamische Gemeinde von Bukarest den Bau einer Moschee in Bukarest plane, die die größte in Europas werden solle. Finanziert werde der Bau vom türkischen Staat und sie soll eine Kapazität für 1.000 Betende haben. Die Moschee soll auch über eine Bibliothek und Unterrichtsräume verfügen. Wie so üblich beim Stichwort Islam brach nach dieser Ankündigung in Bukarest gleich eine Art Hysterie insbesondere in den sozialen Netzwerken aus. Das führte dazu, dass ein Jugendlicher auf dem künftigen Baugelände Schweinekadaver in Protest gegen die Baupläne abgelegt hat. Andere regen sich darüber auf, dass das Grundstück von der Regierung der muslimischen Gemeinde gratis zur Verfügung gestellt wird. Die orthodoxe Kirche Rumäniens , die sich als so etwas wie die Staatskirche Rumäniens versteht, verlangt peinlichst genaue Rechenschaft der islamischen Gemeinde über Größe, Umfang und Zweck der Moschee. Dieselbe orthodoxe Kirche, die sich in Bukarest zur Zeit ein...

Der Erzbischof belieben zu exkommunizieren, aber die Gläubigen sind nicht mehr das, was sie einmal waren

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Auch Rumänien und die Einstellung seiner Bevölkerung zu vielen Gesellschaftsfragen ändert sich mit großen Schritten. Das bekommt auch langsam eine Institution zu spüren, die meint ein Recht auf Bewegungsunfähigkeit zu haben. Es ist die orthodoxe Kirche Rumäniens ( BOR ), eine Institution, die bisher nur Reformunfähigkeit bewiesen hat. In der Stadt Focșani haben drei Frauen, Mitglieder der Pfarrgemeinde, auf der Straße gegen die Entscheidung des Erzbischofs, einen 16 Jahre in der Stadt tätigen Priester in eine weit entfernte Landgemeinde zu versetzen, protestiert. Dieser Protest hat Erzbischof Ciprian Spiridon, Leiter der Erzdiözese von Buzau und Vrancea, derart auf die Palme gebracht, dass er die 3 Frauen kurzerhand exkommunizierte . Begründung: “Die drei seien eine reale Bedrohung für die Einheit der Kirche” und “sie hätten schlimm gegen die Disziplin der Kirche verstoßen”, zudem hätten sie “eine schismatische Terrorgruppe mit sektiererischem Benehmen” gebildet. Zuvor hatten viel...

Was machen, wenn ein Lutheraner als Staatspräsident den Segen der Orthodoxen braucht?

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In Artikel 9 der rumänischen Verfassung steht: “In Rumänien gibt es keine Staatsreligion; der Staat verhält sich gegenüber jeder Religion oder atheistischer Ideologie neutral” und “alle Religionen sind vor den Behörden gleich. Der Staat wird keiner Religion Privilegien erteilen oder irgendeine Religion diskriminieren”. So steht es auf dem Papier, aber in der Wirklichkeit drängt sich die Orthodoxe Kirche Rumäniens als Staatsreligion auf und die Politiker haben recht wenig dagegen getan. Zumal für Viele Rumäne = Orthodox kirchengläubig bedeutet. Am 21. Dezember wird der neue Staatspräsident Klaus Johannis in sein Amt eingeführt werden. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird entsprechend dem Protokoll, kurz nachdem der Oberste Verfassungsrichter die verfassungsgemäße Wahl festgestellt und Johannis auf die Verfassung geschworen hat, der orthodoxe Patriarch ein Willkommenswort sprechen. Dem parteiunabhängigen Abgeordneten Remus Cernea geht das gegen den Strich, er erklärt in einem Schreibe...

Wie die Popen in Rumäniens Politik mitmischen

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Die rumänische orthodoxe Kirche (BOR) hat keine Berührungsängste, wenn es darum geht in der rumänischen Politik mitzumischen. Auch die Präsidentschaftswahlen sind eine willkommene Gelegenheit, die Gunst an die alten Kader zu verteilen. Selbstverständlich lässt man sich da gerne auch mit Spenden bestechen. Auch mit Diktator Ceausescu hatte sich die Kirche bestens arrangiert. Inzwischen ist der Diktator längst tot und die BOR hat sich im Gefolge der Wirren der Revolution versucht als Rettungsanker für die Gläubigen ins Spiel zu bringen. Dabei hat sie keinen Versuch der Vergangenheitsbewältigung unternommen und ihre religiöse Praxis ist meilenweit von unseren modernen Zeiten entfernt. Dagegen ist sogar die katholische Kirche eine fortschrittliche Organisation. Einem rumänischer Jugendlichen ist das Gehabe der rumänischen Staatskirche im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen auf die Nerven gegangen und er fragt in einem offenen Brief “Schämt ihr euch nicht, dass ihr den Gott für...

Das göttliche Bodenpersonal und seine Kapriolen

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Gott, das unbekannte Wesen, ist ein beliebtes Mittel, um seine Mitmenschen zu terrorisieren oder sie für bestimmte Interessen zu beeinflussen. Wehren kann er sich ja nicht, vermutlich weil er nicht existiert und nur eine menschengemachte Einbildung ist. Trotzdem ist manchmal erstaunlich, wie unverfroren einige seiner Diener unter Berufung auf IHN das Spiel ihrer Macht-Interessen treiben. Besonders gut meinte es ein evangelikaler Pastor in Honduras . In Honduras stehen Präsidentschaftswahlen an. Aus diesem Anlass erschien Pastor Roy Santos Gott, weil er besonders intensiv gebetet hatte. “Ich sah einen Weg, am Ende ein Rot mit einem dunklen Schwarz. Herr, was bedeutet das, fragte ich ihn und er antwortete mir: Der Weg ist die Gelegenheit des Farbwechsels. Man kann ihn gehen mit dem Einverständnis und der Maßgabe, dass man korrekte Entscheidungen trifft”. Pastor Santos erklärt uns, dass es um das politische Schicksal von Honduras geht, 24 Stunden vor der Wahl und dass er Gott über die...

Rumänen fallen immer mehr vom Glauben ab

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Nach dem Sturz der kommunistischen Diktatur setzten viele Rumänen ihr ganzes Vertrauen in ihre Nationalkirche, die orthodoxe Kirche Rumäniens, deren offizielle Abkürzung “BOR” lautet. Berechtigt war dieses Vertrauen nicht, denn die Kirche hatte sich während des Diktator Ceausescu’s Zeiten nicht durch Widerstand, sondern Kumpanei mit den Mächtigen ausgezeichnet. Aber vertrauend auf die landesübliche Tendenz zum Aberglauben, wollte man es sich mit dem Allmächtigen nicht verderben und hat auf seine Vertreter auf Erden gesetzt. Diese sind aber hoffnungslos im Vorgestern verhaftet und ihre Repräsentanten sind zum größten Teil nicht am Wohlergehen der Gläubigen, sondern an ihrem eigenen Bedürfnissen orientiert. Bereits 2011 habe ich in meinem Blog über die Rumänen und ihre Staatskirche berichtet . Damals lag die Zustimmung noch bei 81% und damit war die Kirche die Institution, der die Rumänen am meisten vertrauten. Die orthodoxe Kirche ist in Rumänien “die” Staatskirche und sie wird vo...

Kirchen-Posse um einen verdienten toten Kulturschaffenden in Bukarest

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“Er hat die Volkskultur wie kein anderer in den letzten 50 Jahren geprägt. Er hat die Geschichte bis zur Karikatur mystifiziert und die nationalen Mythologien geschaffen, die bis heute im kollektiven Gedächtnis hängen geblieben sind. Er war ein treuer Diener des kommunistischen Regimes und wurde zum wirkungsvollsten Propagandavertreter des nationalkommunistischen Systems von  Nicolae Ceauşescu . Er hat gegen das neue rumänische Kino gekämpft. Ein schwache Persönlichkeit, gewissenlos und mit einer kaputten Moral”, schreibt der Journalist Cristian Campeanu in der Zeitung “Romania Libera”. Es geht um Sergiu Nicolaescu , Filmregisseur mit Blütezeit zur Zeiten des Diktators Nicolae Ceausescu, der am 3. Januar im Alter von 83 Jahren gestorben ist. Sein Leichnam sollte jetzt beigesetzt werden. Nicolaescu hatte sich gewünscht, dass sein Leichnam verbrannt wird. Das ist aber nicht so einfach, wenn man ein nationales Denkmal ist und auch noch die Orthodoxe Kirche Rumäniens ihre Finger im...

Moskauer Einmischung in Rumänien im Namen der Orthodoxie

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In letzter Zeit taucht in Rumänien wieder das russische Gespenst in Form von Ratschlägen der Stimme Russlands in der gegenwärtigen Staatskrise auf. Die Stimme Russlands ist der russische Radiosender, der dazu gedacht ist, die russische Sicht der Dinge der internationalen Öffentlichkeit bekannt zu geben. Im Gegensatz zu früher werden die guten Ratschläge Moskaus jetzt vor allem im Internet bekannt gemacht. Anderswo nimmt man das von vielen Staaten genutzte Instrument der Öffentlichkeitsarbeit als üblich hin. Nicht so in Rumänien, wo auf Grund der jüngsten Geschichte alles, was nach russischer Einmischung riecht, misstrauisch zur Kenntnis genommen wird. Die Zeitung "Romania Libera" hat deshalb den Präsidenten der "Stiftung Rumänien-Russland" zu den Absichten des Kreml in der gegenwärtigen Krise in Rumänien zwischen Regierung und Staatspräsidenten befragt. Eine der Fragen der Zeitung lautete: "Es ist das erste mal in den letzten 20 Jahren, dass die russische...

Rumänien von Hitze und Dürre geplagt geht der Strom aus

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Das Patriarchat der orthoxen Kirche Rumäniens hat Mitte Juli seine Bischöfe, Priester und Gläubigen aufgefordert, Gott um Regen zu bitten. Der soll aber nicht das Wasser kübelweise über das Land schicken, sondern das Land mit einem sanften Regen, der den Boden bewässert, beglücken. Zu diesem Aufruf kam die Kirche auf Grund der extremen Dürre und Hitze in Rumänien unter der die Landwirtschaft sehr leidet. Betroffen sind vor allem Ost- und Südrumänien. Aber nicht nur der Landwirtschaft geht es schlecht. Auch der größte Stromversorger Rumäniens, die Hidroelectrica, kann wegen fehlendem Wasser nur noch wenig Strom produzieren. Sie hat sich jetzt auf die Vertragsklausel "höhere Gewalt" berufen, um ihre vertraglich zugesagten Stromlieferungen reduzieren zu können. Die Wasserreserven in den Stauseen und Flüssen seien alarmierend niedrig. Es ist das zweite mal innerhalb eines Jahres, dass Hidroelectrica die Stromproduktion wegen anhaltender Trockenheit drosseln muss. Dabei ist es v...

Die bärtigen Fundamentalisten von Odessa

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Vor kurzem kam es zu einem Zwischenfall an der Grenze zwischen der Republik Moldau und der Ukraine. Leidtragende waren nicht nur Moldauer, sondern auch rumänische Staatsbürger, die zur Einweihung einer orthodoxen Kirche in das ukrainische Dorf Camîşovca reisen wollten. Das Dorf hat eine mehrheitlich rumänischsprachige Bevölkerung. Der ukrainische Zoll hinderte etwa 100 Personen am Grenzübertritt. Darunter waren Journalisten und Angehörige von rumänischen Nichtregierungsorganisationen. Nach mehreren Stunden Wartens konnte die Gruppe dann einreisen. Orthodoxe Kirchen sind Nationalkirchen, so z.B. die russische Orthodoxie, die griechische oder die rumänische orthodoxe Kirche mit ihrem Patriarchen in Bukarest. Obwohl die bärtige Männergesellschaft der Kirchenhierarchie bei allen gleich aussieht und das Primborium ebenfalls dasselbe ist, scheint jeder einen anderen Gott zu haben. Sie nennen sich zwar alle Christen, aber in erster Linie sind sie Nationalisten. Und als solche sucht man ni...

Auf was die Rumänen noch vertrauen

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Kirche und Armee sind die beiden Institutionen, die bei den Rumänen das meiste Vertrauen genießen. Nach einer neuesten Umfrage fällt aber auch bei diesen die Zustimmung. Die Umfrage wurde im Zeitraum 2009 bis 2011 durchgeführt. Die neueste Ausgabe datiert vom Januar 2011. Der Kirche vertrauen nach der neuesten Umfrage 81,9% (2009: 89,3%) und der Armee 63,5% (2009: 71,1%). Damit liegen diese Institutionen noch weit über den politischen Vertretern des rumänischen Volkes. Der Präsident bringt es gerade mal auf 13,9%, das Parlament auf 11,4% und die Regierung auf 8,9%. Sie werden übertroffen von den Massenmedien, denen immerhin 44,2% des Volkes vertrauen. Der Soziologe Vasile Dâncu erklärt dazu, dass das Vertrauen der Bevölkerung in Armee und Kirche von den Besonderheiten der rumänischen Gesellschaft bestimmt wird. "Die Menschen haben kein besonderes Vertrauen in staatliche Institutionen, es existiert keine machtvolle zivile Gesellschaft und alles in unserer Umgebung genießt kein ...

Kirchenfürsten nehmen Beispiel an des Diktators Größenwahn

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Vor einigen Tagen haben im Bukarest die Arbeiten für die Errichtung der größten orthodoxen Kirche in Rumänien begonnen. Sie wird den Namen "Catedrala Mântuirii Neamului" (Kathedrale der Vergebung der Nation) tragen und wird im Garten des Parlamentspalastes stehen. Der Parlamentspalast ist der neue Name für Nicolae Ceausescu 's gigantomanisches Werk des "Palastes des Volkes". Die Kathedrale soll hinter dem Größenwahn des Diktators nicht zurückstehen. Sie wird so groß sein, dass sie auf einer Seite den Palast des Parlaments verdecken wird. Mit ihren Dimensionen wird sie das Gesamtbild des Parlamentspalastes nachhaltig verändern. Sie wird im byzantinischen Stil gebaut mit einer Höhe von 100 Metern und einer Raumkapazität für 5.000 Gläubige. Sie soll ein Erdbeben von 8 Grad auf der Richter-Skala überstehen können und für mindesens 1.000 Jahre haltbar sein. Die Kathedrale wird 14 Aufzüge haben und 700 Parkplätze. Jeweils links und rechts der Kathedrale wird es G...

Ihre Scheinheiligkeit war IM

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Die orthodoxe Kirche in Rumänien hat noch einiges zu tun an Vergangenheitsbewältigung. Während des kommunistischen Regimes erfreute sie sich als Nationalkirche durchaus des Wohlwollens der Gottlosen. Und sie hat gegen einige Vorteile kräftig zur Stützung des Regimes beigetragen. Nach der Revolution entdeckte ein Teil der Rumänen plötzlich wieder Gott und seine Kirche. Die Kirche nahm einen ungeahnten Aufschwung als vermeintliche Gegenkraft zum überstandenen Kommunismus. All die Zigarettenschmuggler und Glücksritter der Umbruchzeit, die ehemaligen Helfershelfer des Regimes spendeten jetzt fleissig für die Orthodoxen und meinten damit, sich von ihren Sünden rein waschen zu können. Gewiefte Wendehälse machten jetzt Karriere in der Kirche. Einem Abt in einem Moldaukloster interessiert seine Satellitenschüssel und die Getreidepreise mehr wie das Seelenheil seiner Gläubigen. Die Gläubigen betäubt man mit einem Übermass an Mystizismus, der nicht hinterfragt werden kann. Ein Wunder, dass bei ...

Wer baut heute noch Kathedralen?

Die rumänisch orthodoxe Kirche (Biserica ortodoxa Română) plant das für Bukarest. Der Standort liegt neben dem Palast des Volkes (Palatul Poporului) - Ceausescu's megolomanischem Gebäude. Laut einer Mitteilung der Allgemeinen Zeitung für Rumänien (ADZ) soll jetzt mit dem Bau begonnen werden. In 7 Jahren soll die Kathedrale fertiggestellt sein. Der überglückliche Patriarch (Preafericitul Părinte) Daniel hat aber jetzt darauf hingewiesen, dass die neue Kathedrale kein Palast, sondern eine Kirche werden solle. Es war auch einmal anders geplant! Überglücklich ist der Patriarch von Amts wegen, denn das Wort "preafericitul", das mit überglücklich übersetzt werden muss, ist seine offizielle Amtsbezeichnung. Die Kathedrale soll zwei Untergeschosse haben und eine Höhe von 100 m erreichen, soll sich aber durch ausgewogene, harmonische Proportionen auszeichnen. Ein Vergleich: Der kölner Dom erreicht 157 m. Die orthodoxe rumänische Kirche hat nach dem Sturz Ceau...

Sarmale als Köder

In Rumänien stehen Parlamentswahlen bevor. Der Wahlkampf ist schon in vollem Gange. Die Generalsekretärin der PLD (liberaldemokratische Partei), Elena Udrea , hat sich was besonderes einfallen lassen: In ihrem Wahlbezirk im Bukarester Stadtteil "Drumul Taberei" hat sie 6.000 Stück Sarmale an Rentner verteilt. Sarmale, kleine Krautwickel mit Hackfleischfüllung, sind das rumänische Nationalgericht. Gleichzeitig hat sie den Pensionären noch die Glückwünsche zum Feiertag der Heiligen Maria (Sfânta Maria) mitgeteilt. Die Glückwünsche beziehen sich auf den wichtigsten Marien-Feiertag der rumänisch-orthodoxen Kirche, der am 15. August stattfindet. Bei uns in katholischen Gegenden auch als Maria Himmelfahrt bekannt. Ob die 6.000 Sarmale auch 6.000 Stimmen bringen?