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Warum soll Schottland schlechter behandelt werden als die Londoner Finanzwelt?

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Der Hickhack um den Brexit geht weiter. Die britische Regierung scheint weiter im Nebel stochern, wie das Abenteuer eigentlich enden soll. Auf gut Glück werden die Muskeln gezeigt und von einem harten  Brexit gesprochen, das heißt, dass man der EU völlig den Rücken zukehren will. Bei weiterem Nachdenken schleichen sich dann doch Erkenntnisse ein, dass das vielleicht doch nicht so gut wäre. Eine Besorgnis gilt der von der Regierung so gehätschelten Finanzbranche, der ein harter Ausstieg sehr weh tun könnte und die gegebenenfalls einen erheblichen Bedeutungsverlust mit Abwanderung wichtiger Arbeitsplätze zu rechnen hat. Das darf also nicht sein. Deshalb war aus einem kürzlichen Bericht der Financial Times zu erfahren, dass die Regierung erwäge, der Londoner Finanzwelt weiterhin den Zugang zu den europäischen Märkten zu garantieren, indem dafür weiterhin milliardenteure Zuschüsse an die EU gezahlt werden sollen. Das bringt nun die Regierenden in Schottland auf die Palme. Schottla...

London, der gehätschelte Moloch und der parasitäre englische Norden

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Englands Norden ertrinkt zur Zeit . Heftige Regenfälle haben weite Landstriche unter Wasser gesetzt. Inzwischen rechnet man mit Schäden in Höhe von 1 Milliarde Pfund (ca. 1,3 Milliarden Euro). Auch hier stellt sich wieder einmal heraus, dass die britische Regierung am Hochwasserschutz gespart hat. Die Gefährdung ist schon längst  bekannt, aber die Verantwortlichen haben Augen und Ohren verschlossen, weil Handeln eben Geld kosten würde. Geld, das man zwar  hat, aber nicht für die Provinzler im englischen Norden. Großbritannien hat eine glitzernde und wohlhabende Hauptstadt namens London . Dort sitzen die gewählten Volksvertreter, die Regierung und die große Geschäftswelt der globalen Finanzindustrie. Für London ist kein Geld zu schade, meint auch Simon Jenkins im “Guardian”. Unter dem Titel “London muss aufhören das Geld vom Rest Britanniens abzuziehen” befasst er sich mit der verhätschelten Hauptstadt und deren Gier nach Verschleuderung des Geldes aller ...

London zeigt mit was sich die Menschheit so quälen und umbringen kann

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In London findet zur Zeit die Weltweit größte Waffen- und Kriegsgeräte Messe statt. Die DSEI (Defence and Security Equipment International) zeigt alles, was wir zu unserer Verteidigung brauchen. Angeblich. Besonders beliebt ist die Messe auch bei Diktatoren z.B. aus Usbekistan und Turkmenistan. Die DSEI hat auch sogenannte “Compliance”-Regeln für die Teilnehmer. Die bestimmen, was man so ausstellen darf. Z.B. keine Folterinstrumente. So genau nahm man aber von Veranstalter-Seite aus die Regeln nicht. Erst Menschenrechtsaktivisten entdeckten, dass z.B. Fußfesseln und Elektroschock-Stäbe angeboten wurden. Die sind nach den “Compliance”-Regeln ausdrücklich verboten. Erst nachdem britische Grünen-Abgeordnete Caroline Lucas die Sache im Parlament zur Sprache brachte, wurden die ausrichtenden Firmen MagForce International (Frankreich) und die Gesellschaft Tian Jin MyWay aus China gezwungen ihren Stand zu schließen. Mitteilung von DSEI: “Wir bestätigen, dass Tianjin Myway International T...

Warum sich David Cameron zum Pudel macht

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Tony Blair wurde wegen seiner bedingungslosen Treue zu George W. Bush , dem er auch bei den dicksten Lügen brav folgte, auch Bush’s Pudel genannt. Es gibt im Vereinigten Königreich den Begriff “Balfours Pudel (engl.: Balfour's Poodle)”. Laut Wikipedia handelt es sich um ein politisches Schlagwort in der Rhetorik des Vereinigten Königreiches. Mit ihm belegen vor allem Politiker und Journalisten Personen oder Institutionen, deren Haltung oder Handlungsweise als in armseligerweise untertänig und folgsam gegenüber einer bestimmten anderen Person oder Institution betrachtet werden. Kein Wunder, dass sich auch der derzeitige Premierminister David Cameron auf dem besten Wege befindet, sich zum Pudel zu machen. Mit seinem gestrigen Veto gegen die Änderung des EU-Vertrages hat er sich dazu auf den Weg gemacht. Im Prinzip hat er nichts gegen die vorgeschlagenen wirtschaftlichen und finanzpolitischen Maßnahmen, Hauptsache sein Land hat damit nichts zu tun. In einer Pressekonferenz erkl...

Großbritanniens wildgewordene Kinder

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Eine erstaunte Welt schaute in den vergangenen Tagen auf Großbritannien, wo Minderjährige ganze Stadtteile in Angst und Entsetzen versetzten. Man war es nicht gewöhnt, aus dem Land des von Margret Thatcher auf Kapitalismus getrimmten Volkes schlechtes zu hören. Dass die Finanzkrise Großbritannien besonders hart traf, war schon ein Zeichen, dass man dort die Falschen hochgepäppelt hatte. Die Absahner, Abzocker und die schon immer Reichen machten ihren Reibach und das hielt so lange an, wie die breiter wertende Mittelklasse auch noch ihre Almosen abbekam. Nachdem das ganze Gebäude der hochgelobten neuen Dienstleistungsgesellschaft ins Wanken geriet, kamen auch sofort die alten Risse der Insel-Gesellschaft wieder zu Tage. Die Unruhen, die letzte Woche von Tottenham ausgingen, einem Stadtteil mit der höchsten Arbeitslosen-Rate Londons, waren auf die Erschießung eines 26 jährigen Schwarzen durch die Polizei zurückzuführen. Der Anlass wirft einen bezeichnendes Licht auf den Stand der zwisc...