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Frankreich und Fukushima, was haben sie gemeinsam?

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Die Reaktor-Katastrophe von Fukushima jährt sich jetzt zum 7. Mal. Die japanische Regierung unternimmt zur Zeit alles, um die Katastrophe vergessen zu machen und die Situation rund um das explodierte Atomkraftwerk schön zu malen. Als Zeichen der Normalisierung dürfen Bewohner wieder in ehemals verstrahlte Gebiete zurück. Dabei hat sich rund um das havarierte AKW wenig geändert, dere Reaktor ist weiterhin nicht unter Kontrolle und es wird weiterhin radioaktives Abwasser ins Meer geleitet. Frankreich ist das Land in Europa mit der größten Dichte an Atomkraftwerken. Die meisten AKW nähern sich dem  Ende ihrer Laufzeit und sind dementsprechend unsicher. Es regt sich Widerstand im Land und die Zeiten, in denen die Nuklearindustrie bedenkenlose Zustimmung erfuhr, sind endgültig vorbei. Die Organisation "Sortir du nucléaire" (Ausstieg aus der Nuklearwirtschaft) berichtet unter dem Titel "Gibt es in Frankreich eine Situation, die zu einem Unfall führen könnte?" dazu:...

Hinkley Point: Britische Energiepolitik im Blindflug

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Die britische Regierung will neue Atomkraftwerke bauen. Begründet wird dies mit den steigenden Energiekosten und dem absurden Argument, dass es sich beim neuen Atomkraftwerk Hinkley-Point , das ein Konsortium aus EDF und 2 chinesischen Konzernen bauen soll, um ein Projekt handle, das ohne Subventionen auskomme. Ministerpräsident Cameron verspricht: “Indem wir in die Nuklearenergie investieren erreichen wir, dass die Elektrizitätsrechnung billiger sein wird wie das, was wir investiert haben.   Viele fragen sich, ob Herr Cameron ein Hellseher ist. Woher weiß er, wie hoch die Energiepreise in 10 bis 20  Jahren sein werden oder gar in 45 Jahren. Die britische Regierung ist stolz darauf, dass für den Bau des AKW keine Subventionen gezahlt werden. Dass die Regierung aber EDF & Co einen Abnahmepreis für den Strom garantiert, kann man eigentlich nur mit Bauernschläue der Bevölkerung nicht als Subvention verkaufen. Ab jedes Jahr der Produktion wird zudem ein Inflationsausgleic...

In Treue fest zum Atom

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Der spanische Industrieminister macht es sich leicht. Ein paar Tage vor dem Unglück von Fukushima erklärte er: "Sich vor der Nuklearenergie fürchten ist wie vor der Sonnenfinsternis Angst haben". María Teresa Domínguez, Sprecherin der Forums der spanischen Atomernergie erzählt 2009 in einem Interview: "Spanien hat 8 Atomkraftwerke, die auf höchstem Weltniveau bezüglich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen operieren." Keine Rede davon, dass die AKW Vandellos und Ascó schon Störfälle auf höchstem Niveau hatten. Frau Domínguez bedauert, dass die Nuklearenergie nur zu 8% zur Energieversorgung Spaniens beiträgt. Deshalb will sie daraufhin arbeiten, dass der spanische Strommix für die Zukunft einen Anteil von 30% an der Landesversorgung bekommt. Keine Angst wegen den Risiken? "Nein, die Risiken sind kontrollierbar. Ich sage das, weil ich Technikerin bin und auf dem Gebiet der Sicherheit der Atomkraftwerke arbeite. Aber das sage nicht nur ich, sondern das ist ...

Der rumänische Bauer fürchtet sich vor dem Ozonloch und Fukushima

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Reporter der Zeitung "Adevarul" haben sich auf den Weg gemacht, um zu erfahren, was die rumänische Landbevölkerung so über die Lage der Welt denkt. Sie haben dabei herausgefunden, dass die derzeit am heftigsten diskutierten Themen unter den Bauern die drohenden radioaktiven Wolken von Fukushima und das Ozonloch sind. Das Ozonloch verursacht ihnen nach ihren Angaben Atemnot, da es ihnen den Sauerstoff nimmt. Die Ratschläge der Spezialisten bezüglich des Schutzes dagegen, halten sie für völlig ungeeignet. Dazu kommt noch die Sorge um die radioaktive Strahlung des havarierten Kernkraftwerks in Fukushima. Also zwei Bedrohungen auf einmal. Die Ozonschicht, die sich nach Ansicht vieler Institute um 50% verringert haben soll, betrifft die rumänischen Bauern unmittelbar. Sie fürchten Gesundheitsschäden, da sie oft und lange in der Sonne arbeiten müssen. Dabei fühlen sie ihre Sorgen von den Verantwortlichen nicht ernst genommen. Ratschläge wie die Benutzung von Sonnenbrillen und Son...

Der Stellvertreter, die Katastrophe und die soziale Wirklichkeit

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Der Stellvertreter Christi auf Erden im Vatikan hat eigentlich zu den Katastrophen, die uns in den letzten Wochen bewegen, wenig zu sagen. Am 20. März verkündete er anlässlich des Angelusgebetes ein "Gebet für einen Horizont des Friedens in Libyen", in dem er Libyen mit keinem Wort erwähnt. Zumindest, wenn man sein Sprachrohr, die Online-Ausgabe der Zeitung Osservatore Romano in der deutschen Fassung zu Rate zieht. Auch die Erdbebenkatastrophe in Japan und das sich daran anschliessende Nukleardesaster ist nur für ein paar mystische Worte gut, obwohl damit eigentlich die Schöpfung bedroht wird. Die Themen des Vatikans lauten: "Zum Abschluß der Exerzitien der Römischen Kurie - Die Obelisken Roms (Teil 23) – in der Villa Celimontana - Ein kirchlicher Pionier in den Vereinigten Staaten – zum 250. Geburtstag des hl. Johannes Nepomuk Neumann - Besuch des Papstes im Römischen Priesterseminar - Zur Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe". Es scheint aber auch, das...

Fukushima zeigt der Atomindustrie ihr fehlendes Verantwortungsgefühl

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Die Erdbebenkatastrophe in Japan und die noch nicht absehenden Folgen einer möglichen Nuklearkatastrophe hat die Welt erschüttert. Wieder einmal sind die Beschwichtigungsparolen der Atomenergie-Lobby innerhalb kürzester Zeit als "Parolen" entlarvt worden. War die Unfallhäufigkeit in früheren Zeiten noch mit  Sprüchen der Atomstatistiker wie "ein GAU passiert nur in ein paar millionen Jahren" zur Fast-Unmöglichkeit degradiert worden, so zeigen die Geschehnisse innerhalb kurzer Zeit, dass die Wissenschaftler, die sich damit beschäftigt haben, entweder zu dumm oder gekauft waren. Der Preis des Nachdenkens wird immer höher werden. Erneut soll wieder geprüft werden. Es wäre aber schön, wenn jetzt endlich einmal die Verantwortung übernommen wird, die die Befürwortung der Atomenergie erforderlich macht. Was meint man anderswo, angesichts dieser sich abzeichnenenden Katastrophe. Spanien steht auf Druck der Atomindustrie ebenfalls vor einer positiven Entscheidung zur Laufz...