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EPR Atomkraftwerk Flamanville soll auf Teufel komm raus ans Netz gehen

Die französische Bürgerbewegung "Sortir du nucléaire" (Atomausstieg) teilt in ihrem neuesten Newsletter folgendes mit: "Mit einem Erlaß vom 30. August 2021 wurde der EDF unter Bedingungen einer extrem strittigen Konsultation ein Weiterbau des Reaktors von Flamanville genehmigt. Es handelt sich hier um eine Genehmigung in einem gewöhnlichen Verwaltungsverfahren, die das Unternehmen bekommen muss, um den Reaktor in Betrieb zu setzen, aber das macht es nicht weniger unverantwortlich. Obwohl der Reaktor immer noch an zahlreichen Mängeln leidet, verfolgt EDF weiterhin einen forcierten Durchmarsch, um den Start in Gang zu setzen koste es, was es wolle." Für diesen Verwaltungsakt wurden nur eine äußerst dürftige Dokumentation vorgelegt, die mit Lügen durch Unterlassungen und fehlerhaften Erklärungen gespickt war. "Das Kapitel "Leistungen bezüglich der nuklearen Sicherheit" schwieg sich über die vielen Mängel des Reaktors aus, ob es sich um Schweissnähte o...

Es sieht schlimm aus in der französischen Nuklearlandschaft

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Die französische Webseite " Sortir du nucléaire " (Ausstieg aus der Atomkraft) schreibt derzeit: "Die 58 französischen Atomkraftwerke erreichen langsam das Alter, in dem sie außer Betrieb gesetzt werde müssten. Von heute bis 2035 planen der Staat und EDF 14 Atommeiler still zu legen. Das bedeutet, dass 44 weitere in Betrieb bleiben, obwohl sie bereits ein biblisches Alter erreicht haben." "Sortir du nucléaire" veröffentlicht nebenstehende Karte, auf der Standort und Alter der französischen Atomkraftwerke ersichtlich sind. Beim Betrachten solle man allerdings bedenken, dass die wichtigsten Stücke eines Atomkraftwerks (Reaktorbehälter, Sicherheitsbehälter aus Beton usw.) nicht ersetzbar sind und  sich daran erinnern, dass bereits 1.775 "Anomalien" auf 42 Reaktoren festgestellt wurden. Nichts desto trotz scheine die französische Nuklearwirtschaft vor neuen Plänen nur so zu sprudeln. Statt sich um Rückbau der alten Schrottmeiler zu kümmern und...

Spanien nimmt seinen Atommüll auf die leichte Schulter

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Der spanische Nuklearsicherheitsrat, CSN , hat Mitte Juli einen Bericht an das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt über das geplante vorläufige zentralisierte Atomzwischenlager in Villar de Cañas (Cuenca)  übersandt.  Auf der Grundlage dieses Berichtes muss das Ministerium eine Bescheinigung zur Umweltverträglichkeit abgeben, die für das weitere Verfahren unerlässlich ist. Bei dem Gutachten scheint der CSN seine Aufgabe, für die Sicherheit der Atomkraftwerke und die der Entsorgung des strahlenden Mülls zu sorgen, nicht ernst genommen zu haben. Die Umweltgruppe Ecologistas en Acción (EA) bemängelt, dass das CSN die Sicherheit des Atomzwischenlagers nur hinsichtlich des Normalbetriebs beurteilt habe. Der Bericht enthalte keinen Bezug auf mögliche Unfälle und die Möglichkeit von Undichtigkeiten. Gerade dadurch könnte aber die Umwelt und die Bevölkerung in höchstem Maße gefährdet werden. Die schlampige Arbeit des CSN könnte auf die Forderung des Industriemini...

Wird der atomare Mülleimer das Paradies auf Erden sein?

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Die französische Regierung hat so eben mal klammheimlich in einem Gesetzespaket versteckt die Genehmigung erteilt, im lothringischen Ort Bure das französische Atommüll-Endlager einzurichten und sich somit einem öffentlichen Verfahren unter Beteiligung der Betroffenen entzogen. Einer der Drahtzieher dieser Entscheidung war der Senator Gérard Longuet, ein hundertprozentiger französischer Nationalist. Für Longuet ist das Atomendlager ein himmlisches Geschenk für Bure und die Region Lothringen , an dem er sich rühmt tatkräftig mitgewirkt zu haben. Auf seiner Webseite schildert er in einem Beitrag von 2013 die Gründe und die Aussichten, die mit diesem Projekt seiner Ansicht nach verbunden sein sollen: “Das Département Meuse (Maas) ist zusammen mit Haute Marne , mit einer der großen französischen Errungenschaften, der Elektro-Nuklearenergie, verbunden. Das was wir 1994 mit Bure begonnen, 1997 entschieden und 2006 organisiert haben, sollte durch das Gesetz 2016 bekräftigt werden. Ich ...

Klammer brasilianischer Staat: Warum nicht auf Atomkraftwerke verzichten?

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Es ist seltsam: Der Iran kämpft mit aller Macht darum, eigene Atomkraftwerke bauen zu dürfen, während man in Ländern wie Deutschland weitsichtig auf die weitere wirtschaftliche Nutzung der Atomenergie verzichtet. Ob dem Iran wirklich bewusst ist, was das bedeutet und welche Probleme es noch mit sich bringen wird? Oder geht es tatsächlich darum, sich in die Lage zu versetzen Atomwaffen entwickeln zu können? Eine weitere Schwellenmacht, Brasilien, kann seine Finger ebenfalls nicht von der "friedlichen" Nutzung der Atomenergie lassen. Noch unter dem Präsidenten Lula wurde der Weiterbau des AKW Angra III bewilligt. Kaum einer sieht einen großen Sinn dahinter oder ist es auch nur die Bombe, die da lockt? Chico Whitaker , Architekt und Mitglied der brasilianischen Kommission Gerechtigkeit und Frieden, die sich auch an der Koalition "ein Brasilien frei von Atomkraftwerken" beteiligt, schrieb dieser Tage einen offenen Brief an den brasilianischen Finanzminister Joaquim...

Palomares – Stellvertretend für nukleare Verantwortungslosigkeit

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Am 17 Januar vor 49 Jahren kollidierte ein Tankflugzeug mit einem Superbomber B52 der US-Streitkräfte über der Region Palomares in der spanischen Provinz Almeria. 11 Besatzungsmitglieder starben und es gingen 4 Atombomben verloren. Zwei davon gerieten nach dem Aufschlag auf dem Boden in Brand und verteilten das in ihnen enthaltene Plutonium im Umfeld. Eine Bombe ging verloren und wurde erst viel später gefunden. Die durch den Unfall entstandene atomare Verseuchung hält bis heute an. Nach dem Unfall wurde alles versucht, um die Tatsachen zu verschleiern. Diktator Franco erließ entsprechende Sprachregelungen und verbot jeden Bezug auf die Bestückung der Flugzeuge mit atomaren Waffen. Dieses Totschweigen funktionierte bis zum 19. Februar, danach hörten ein spanischer und britischer Journalist wie Dorfbewohner aufgefordert wurden sich unter dem Hinweis auf radioaktive Strahlung vom Gebiet des Absturzes fernzuhalten. Ein von den Journalisten befragter US-Militär gab dann unumwunden zu,...

Den Briten laufen die Kosten für die Atommüllbeseitigung davon

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In Großbritannien gibt es ein “Büro für Haushalts-Verantwortung” ( Office for Budget Responsibility ), dessen Aufgabe es ist, die öffentlichen Finanzen im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu überprüfen und entsprechende Berichte zu erstellen. Dieses Büro hat jetzt festgestellt, dass die Atommüll-Entsorgung dem Land noch teuer zu stehen kommen wird. Nach den neuesten Berechnungen werden es 6 Milliarden £ (ca. 7,5 Mrd €) mehr sein als eigentlich geplant. Bisher wurde von 2011-12 noch mit 63,8 £ Mrd gerechnet, nach der  Schätzung für 2012-13 steigt dieser Betrag auf 69,8 Mrd £. Für die Labour-Opposition ein klarer Fall von Pflichtvergessenheit der Regierung, die sich über Europa und die Homosexuellen-Heirat streite und dabei die großen öffentlichen Planungen vergesse. Die Kostensteigerung ist überwiegend auf die “Aufräumung” der Wiederaufarbeitungsauflage in Sellafield zurückzuführen. Wie die Zeitung “The Independent” schreibt, ist Sellafield eine der gefährlichsten und kompliziertest...

Ratlose Regierung vor einem Haufen Plutonium

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Die britische Zeitung “The Independent” schreibt heute: “Der britische Bestand an Plutonium , eine der gefährlichsten radioaktiven Substanzen und das Element zum Bau von Atombomben, überschreitet bereits die 100 Tonnen und wird vermutlich bis 2020 auf 140 Tonnen steigen und hinzu wird noch infolge einer kürzlichen Entscheidung importiertes Plutonium aus ausländischem Atommüll kommen”. Laut Independent sitzt Großbritannien auf dem größten Bestand an Plutonium weltweit. Angesichts des Ausmaßes der Gefährlichkeit dieses Mülls, mutet die Hilflosigkeit der britischen Regierung bei seiner Beseitigung deprimierend an. Was macht man als erstes, wenn man etwas getan hat oder beabsichtigt zu tun, bei dem man eine hohes Maß an Verantwortung zeigen, aber in der Realität sein völliges Scheitern dabei zugeben müsste? Man erklärt den ganzen Vorgang zur Geheimsache und vernebelt die Öffentlichkeit mit beschönigenden Teilinformationen. So auch in Großbritannien, statt der von Ministern geforderten ...

Hinkley Point: Britische Energiepolitik im Blindflug

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Die britische Regierung will neue Atomkraftwerke bauen. Begründet wird dies mit den steigenden Energiekosten und dem absurden Argument, dass es sich beim neuen Atomkraftwerk Hinkley-Point , das ein Konsortium aus EDF und 2 chinesischen Konzernen bauen soll, um ein Projekt handle, das ohne Subventionen auskomme. Ministerpräsident Cameron verspricht: “Indem wir in die Nuklearenergie investieren erreichen wir, dass die Elektrizitätsrechnung billiger sein wird wie das, was wir investiert haben.   Viele fragen sich, ob Herr Cameron ein Hellseher ist. Woher weiß er, wie hoch die Energiepreise in 10 bis 20  Jahren sein werden oder gar in 45 Jahren. Die britische Regierung ist stolz darauf, dass für den Bau des AKW keine Subventionen gezahlt werden. Dass die Regierung aber EDF & Co einen Abnahmepreis für den Strom garantiert, kann man eigentlich nur mit Bauernschläue der Bevölkerung nicht als Subvention verkaufen. Ab jedes Jahr der Produktion wird zudem ein Inflationsausgleic...

Müll, den keiner haben will, der aber fleissig weiter produziert wird

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Die unendliche Geschichte des Atommülls: Keiner will ihn vor seiner Haustür haben, aber wird deswegen von der Produktion dieses Mülls Abstand genommen? Nein, Augen zu und das Problem nicht erkennen wollen, scheint die weltweite Antwort der verantwortlichen Politiker zu sein. Ein besonderes Drama spielt sich zur Zeit an den Grenzen zur Schweiz ab. Die Stadt Genf ist zur Zeit äußerst besorgt, weil Frankreich plant in Bugey in 70 km Entfernung zur Schweizer Grenze bei Genf ein Atommüller-Lager einzurichten. Im Norden der Schweiz ist Deutschland besorgt, weil die Schweizer beabsichtigen in direkter Nähe zur deutschen Grenze ihr Atommüll-Endlager - diesmal ohne einen Sicherheitsstreifen von 70 km - einzurichten. Der Bürgermeister von Genf, Rémy Pagani, ist am Montag nach Paris gereist, um den französischen Atomaufsichtsbehörden die Besorgnis der Stadt wegen des geplanten Atommüll-Lagers mitzuteilen. "Diese Planung macht uns Sorge. Wir hatten Tschernobyl, Fukushima, wir können ü...

Die Herrscher des atomaren Feuers sind Geschichtsdilettanten

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Es gibt Science-Fiction Filme, die uns die menschlichen Probleme mit Raum und Zeit eindrücklich vor Augen führen. Im Film "Alien" von Ridley Scott fliegt ein Raumschiff durchs Weltall. Eines von vielen, die privatwirtschaftlich betrieben, die Schätze des Weltalls beheben sollen. Eigentlich interessiert sich auf der Basisstation Erde keiner für den Raumfrachter, es sei denn die Ladung kommt nicht an. Wie dann die Katastrophe in Form eines destruktiven "Alien" zuschlägt, ist die Einsamkeit und Hilflosigkeit der Besatzung angesichts des unfassbaren Geschehens bedrückend erfahrbar. Eine ähnliche Erfahrung machen wir immer mehr bei der gefährlichsten Technik, an die sich der Mensch bisher gewagt hat. Es geht um die Nutzung der Nuklearenergie. Es ist eine Energieform, die mit ihren Folgen auf Jahrtausende die Menschheit beschäftigen wird. Nach Meinung ihrer Verteidiger kein Problem. Dabei handelt es sich bei dieser Meinung um Größenwahnsinn oder um unverschämte Mani...

Wie unser Planet zur Atommüllkippe wird

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Andra ist die französische Gesellschaft für die Beseitigung atomaren Mülls. Damit vertritt die Gesellschaft eine zukunftsträchtige Wachstumsindustrie, denn der Atommüll wächst. Man könnte sagen ins Unermessliche. Da Andra davon lebt, entwickelt die Gesellschaft auch eine neues Modell der “Offenheit”. Stolz präsentiert die Gesellschaft im Internet, wo der französische Atommüll liegt und was man mit ihm in Zukunft zu tun gedenkt. Vergangenen Mittwoch hat Andra einen nationalen Inventar des französischen Atommülls veröffentlicht. Andra hat für Frankreich bis zum Jahr 2010 mehr als 1,3 Millionen Kubikmeter nuklearen Mülls jeder Art in Frankreich festgestellt. Diese Menge soll sich bis 2030 verdoppeln. Das bedeutet nach Berechnung von Andra 2 kg Atommüll pro Einwohner im Jahr. Der Hauptanteil der nuklearen Abfälle entfällt auf die Atomkraftwerke (59%), aber auch auf die Forschungslabore (26%), militärische Aktivitäten (11%), der nicht-nuklearen Industrie (3%) und den Medizin-Bereich (...

Wenn nur noch ein Nuklearfriedhof das Dorf rettet

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Das Dorf Villar de Cañas in der Region Mancha hat die ehrenvolle Aufgabe, das vorläufige spanische Atommüll-Endlager ( ATC ) zu beherbergen. Das hat die spanische Regierung in den letzten Tagen des vergangenen Jahres entschieden. Eine Entscheidung, die der Bürgermeister in der einzigen Bar des Ortes wie ein Sieg feierte: “Wir haben in der Lotterie gewonnen, aber für jeweils 60 Jahre”, freut er sich. Beim Bauern Segundo Rubio hält  sich die Freude über die Entscheidung sehr in Grenzen. Er lebt von der Landwirtschaft im Ort. Eine schwierige Arbeit, die immer mehr zur Landflucht beiträgt. So hat der Ort in den letzten 20 Jahren ein Viertel seiner Bevölkerung verloren. Segundo Rubio äußert sich deshalb sarkastisch zum Glück des Ortes, den Atom-Friedhof zu bekommen: “Sie sagen, dass wir den Nuklear-Friedhof bekommen. Einen Friedhof haben wir hier schon, weil der Friedhof, das ist das einzige, was hier funktioniert: Immer mehr Todesfälle und nur noch eine Geburt im Jahr”. Die Angst v...

Strahlende Zukunft für spanische Atomkraftwerke

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Spanische Atomkraftwerke haben schon mehrfach für gefährliche Situationen gesorgt. 2009 waren die Meiler an 572 Tagen überwiegend wegen Störfällen still gelegt. Nichtsdestrotrotz scheint auch hier die Atomlobby im Hinblick auf eine Verlängerung der Laufzeit ihrer Meiler erfolgreich weiter gekommen zu sei. Inzwischen sind es die Gewerkschaften, die eine Laufzeitverlängerung fordern und die Regierung im Hinblick auf einen erfolgreichen Abschluss eines Sozialpaktes unter Druck setzen. Angeblich steht der Verlust von vielen Arbeitsplätzen auf dem Spiel, da kann man auch das Restrisiko von verseuchten Landschaften und krank gemachten Landsleuten in Kauf nehmen. Widerstand gibt es so gut wie keinen. Der Chefredakteur der Zeitung "La Vanguardia", José Antich , verbreitet sogar Jubelstimmung: "An erster Stelle dürfen wir uns beglückwünschen, dass hier eine Politik geändert wird, die nur negative Konsequenzen für die spanische Wirtschaft gebracht hätte. Sie basierte auf einer ...

MenschenStrom gegen Atom an der Aare

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Schweizer Umweltaktivisten wollen sich von der heimischen Atomindustrie nicht länger auf der Nase rumtanzen lassen. Unverfroren plant diese den Neubau von Krernkraftwerken und die Verlängerung von Laufzeiten, obwohl man schon den derzeitigen AKW's mangelnde Betriebssicherheit vorgeworfen hat. Die Atomkraftwerke stehen im Kanton Argau und zum Teil unmittelbar an der deutschen Grenze. Es sind dies die Kernkraftwerke Beznau-1, Beznau-2, Gösgen, Leibstadt und Mühleberg. Die Gemeinden mit Atomkraftwerken werden von den Betreibern mit hohen Zuwendungen gehätschelt und damit deren Widerstand gebrochen. Zudem ist es der Schweizer Atomindustrie gelungen, die Gefahren der Atomkraft in der Bevölkerung auf niedrigem Niveau zu halten. Beispielhaft die Information zum Atommüll , mit der die schweizerische Atomwirtschaft informiert: "Der Vorteil der hohen Energiedichte des Urans hat zur Folge, dass die Menge der radioaktiven Abfälle ausserordentlich gering ist. Der hochradio...

Yebra will den Atommüll

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Yebra, ein kleines Dorf mit 600 Einwohnern, nördlich von Madrid und westlich von Guadalajara liegend, macht zur Zeit Schlagzeilen in Spanien. Der Ort hat die Ehre in der Nähe des Atomkraftwerkes von Zorita zu liegen. Das Atomkraftwerk wurde 2006 nach 38 Jahren Produktion stillgelegt. Die Kosten für den Abriss wurden damals auf 170 Millionen Euro geschätzt und die Arbeiten sollten 10 Jahre dauern. Es gab natürlich Versuche von politischer Seite, die Laufzeit zu "strecken", sie stiessen jedoch auch heftigen Widerstand von Bürgerbewegungen und Umweltorganisationen. Spanien weiss auch noch nicht so recht, wohin mit dem Atommüll. Deshalb sucht der spanische Industrieminister nach einem Standort für das temporäre zentrale Atommüll-Lager , von den Spaniern auch "Nuklearfriedhof" (cementerio nuclear) genannt. Spanische Gemeinden waren aufgefordert sich dafür zu bewerben. Bis Ende Januar sollte die Entscheidung getroffen werden. Heisseste Favoriten waren Yebra und Ascó in de...