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Griechenland: Und so sieht es Varoufakis

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In Estland haben sich am Wochenende die EU-Finanzminister getroffen. Thema war wieder einmal Griechendland. Unter dem Titel “Varoufakis als Zeitverschwender, Zocker und Amateur kritisiert” berichtet das Handelsblatt: “Die Finanzminister der Euro-Länder haben ihren griechischen Amtskollegen Yanis Varoufakis scharf kritisiert. Wie die Agentur Bloomberg berichtet, soll es auf dem Treffen in Riga ordentlich gekracht haben. Grund: Noch immer konnte Varoufakis keine Reformliste vorlegen, schloss Lohn- und Rentenkürzungen schon vor dem Treffen aus.” Laut Handelsblatt soll Varoufakis vor dem Treffen Zugeständnisse gemacht haben, die den Euro-Partnern nicht reichten. “In einem am Freitag veröffentlichten Beitrag für einen Blog hatte der Finanzminister eine Begrenzung der Frühverrentung in Aussicht gestellt. Zugleich erklärte er sich zum Aufbau einer unabhängigen Steuerkommission, der Fortsetzung von Privatisierungen, einem Angehen der Risiko-Kredite und einer Förderung des Unternehmertums...

Der Schweizer Franken treibt viele Rumänen noch weiter in die Armut

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Am Sonntag haben sich in Bukarest etwa 600 Personen zu einem Protestmarsch versammelt. Organisiert wurde die Demo von der “Gruppe der Kunden mit Krediten in Schweizer Franken ”, die etwa 16.000 Mitglieder hat und sich vor allem über Facebook organisiert und austauscht. Viele Rumänen haben sich Kreditverträge in Devisen von den Banken aufschwatzen lassen und sehen sich jetzt nach der Freigabe des Frankenkurses einer 20%-Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber. Was für sie bedeutet, dass sie plötzlich auch 20% mehr gerechnet in der Landeswährung Leu an ihrem Kredit abzustottern haben. Aus ganz Rumänien waren Demonstranten angereist, was vermuten lässt, dass Devisen-Kreditverträge auch in großen Teilen Rumäniens üblich war. Die Demonstranten trugen Transparente mit folgenden Schlagzeilen “ BNR +Banken+Kunden = Schuldige!”, “Warum werden wir bestraft?”, “Bank=von der BNR und dem Staat legalisierte Geldverleiher”, “Wir wollen kein Geld vom Staat, wir wollen ein reglementiertes System...

Wer verdient eigentlich an Olympiade & Co?

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Sportliche Goßveranstaltungen sind heutzutage reine Geldmaschinen. Der Sport spielt nur noch eine Nebenrolle. In erster Linie sahnen erst einmal die Dachverbände des Sport und die Funktionärsbürokratie, die in der Regel in Luxushotels absteigt und sich kostenlos durchfüttern lässt, ab. Als nächstes sind es Unternehmen, die mit Exklusiv-Verträgen sich Werbepfründe sichern und im Hintergrund in geschlossenen “Clubs” begleitend ihre Strippen ziehen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Deutsche Haus in London zur demnächst startenden Olympiade. Natürlich hat das übermächtige IOC alles Interesse, den veranstaltenden Ländern und Kommunen dieses teure Spektakel als Langzeitsinvestition darzustellen. Die meisten vom Steuerzahler finanzierten staatlichen Organe fallen auch darauf rein. Die Politiker hoffen, dass von dem Glanz des Spektakels etwas für sie abfällt, deswegen stimmen sie gerne in den Chor der Profitabilität einer solchen Großveranstaltung ein. Dabei gibt es genügend Beispiele, da...

Das staatliche rumänische Fernsehen ist pleite

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Das wird aber Ärger geben, kein “ Eurovision Song Contest ” im staatlichen rumänischen Fernsehen, der TVR ! Das droht zumindest den Rumänen, denn ihr Fernsehen ist pleite. Die staatliche Finanzaufsicht ANAF hat am Montag alle Konten von TVR gesperrt. Der Grund sind seit 2005 kumulierte Schulden gegenüber dem Staatshaushalt. Diese sollen sich nach Berechnungen von ANAF auf 308 Millionen Lei (ca 69 Millionen Euro) belaufen, TVR meint aber, dass es nur 272 Millionen (61 Millionen Euro) sind. Auf jeden Fall steht durch die Kontenblockierung TVR das Wasser bis zum Hals. Unter anderem sind auch die Gebühren für den heutigen Eurovision Song Contest (ESC) noch nicht an die Eurovision bezahlt worden. Da der Wettbewerb in Rumänien sehr beliebt ist, könnten die Fernsehkonsumenten sehr ungemütlich werden und den Politikern die Schuld geben. Die werden das natürlich dem Fernsehverantwortlichen in die Schuhe schieben. Deshalb ging Alexandru Lăzescu, der Präsident des öffentlichen rumänischen Fe...

Spanischer Fußball auf tönernen Füßen

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Die spanische Liga ist zur Zeit die dominierende Liga im europäischen Fußball. Lange Zeit haben sich die Clubs jeden Spieler geleistet. Kosten spielten keine Rolle. Dass das oft nicht mit sauberen Praktiken einher ging und nur über kreative Buchführung zu haben war, das kommt jetzt langsam ans Tageslicht. Hinzu kommt, dass der spanische Staat sehr milde mit seinen Clubs umgegangen ist und die Anhäufung von riesigen Steuerschulden geduldet hat. Da die EU drohte, diese Praxis als illegale Subvention zu untersuchen, werden die Versuche, die Clubs zu einem seriösen Geschäftsgebaren zu bewegen, stärker. Die Fakten: Allein den Finanzbehörden schulden die spanischen Clubs der Profiliga 752 Millionen Euro. Diesen Steuerrückstand haben sie in den letzten Jahren nach und nach angesammelt. Das hat die Clubs aber nicht davon abgehalten Spieler mit Millionen Euro zu kaufen und ihnen immense Gehälter zu zahlen. Der vorgenannte Betrag ist aber nur das, was die Clubs dem Finanzamt schulden. Allei...

Olympische Spiele ruinierten Athen, Madrid kann trotzdem nicht die Finger davon lassen

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Das Handelsblatt schrieb im Juni 2004 : “Etwa sechs Milliarden Euro werden die Olympischen Spiele in Athen vom 13. bis 29. August kosten. Das erklärte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Alogoskoufis am Donnerstag im griechischen Parlament. Der ursprüngliche Etat war auf 4,6 Milliarden Euro beziffert worden…..Die gesamte griechische Presse dagegen geht von einem Betrag um die zehn Milliarden Euro aus.” Das IOC soll sich damals herausgeredet haben, dass die hohen Kosten nichts mit den Wünschen des IOC zu tun hätten. Die Griechen hätten darauf bestanden, teure Anlagen zu bauen. Inzwischen ist Griechenland Pleite. Olympische Spiele hätte das Land wirklich nicht gebraucht. Für eine nachhaltige Entwicklung der griechischen Finanzen haben sie auf jeden Fall nicht gesorgt. Demnächst steht die Entscheidung an, wer im Jahr 2020 die Olympische Spiele ausrichten darf. Noch stehen immer noch genügend bankrotte Großstädte bereit, um noch mehr Geld für diese megalomanen Spiele hinaus zu...

In Spanien will eine Steuersenkungspartei an die Macht

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Bei den vorstehenden Wahlen hat die rechtskonservative Partido Popular (PP) gute Aussichten auf eine Regierungsmehrheit. Sie würde dann die Sozialisten von der PSOE ablösen. Wahlen gewinnt man in der Regel mit Versprechungen, von denen man hofft, dass man sie nicht einhalten muss. Ähnlich steht es wohl mit dem Wahlprogramm der PP, das morgen den Spaniern präsentiert wird. Der Führer und Spitzenkandidat der PP, Mariano Rajoy , weiß zwar, dass Spaniens Lage zur Zeit nicht gerade rosig ist. Und dies ist nicht nur Schuld der Regierung, sondern auch die seiner Partei, die eine wichtige Säule des früheren spanischen Wirtschaftsbooms, die Bauwirtschaft, gehätschelt und sich von ihr korrumpieren lassen hat. Die Bau- und Immobilienblase ist mit einem lauten Knall geplatzt und beschert Spanien seither nur Probleme. So bedauert Rajoy, dass seine Partei, falls sie die Regierung stellen würde, Einschnitte bei der Sozialversicherung und im Gesundheitssystem vornehmen müsse. Auf der anderen Sei...

Die Briten und der Euro

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Eines der wichtigsten Länder der Europäischen Union ist Großbritannien. Mit der Wirtschafts- und Finanzkrise ist auch dieses Land ins Schleudern gekommen. Die Wirtschaft entwickelt sich alles andere als gut, die Schulden sind exorbitant. Die Briten haben noch ihr “ Pfund-Sterling ”, ihre eigene Währung. Wie sehen sie den schlingernden Euro? Oliver Klamm, Journalist der “Times” erklärt es auf der Webseite der Zeitschrift “New Statesman”: “Die Briten sind seit Jahrzehnten bezüglich Europa tief gespalten. Die Meinung der Regierungskoalition kristallisiert sich mit der zunehmenden Euro-Krise zu einer Position der harten Linie. Der Premierminister denkt darüber nach, ob er nicht wieder abgegebene Souveränitätsrechte von Brüssel zurückverlangen soll. Nick Clegg , Vizepremier und Führer der liberalen Demokraten , ist plötzlich der Meinung, dass, wenn Großbritannien dem Euro beigetreten wäre, dies ein sehr großer Fehler gewesen wäre. Die oppositionelle Labourpartei hat wenig zu Europa z...