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Bittere Cashew-Nüsse und schwarze Kinderhände

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Im Nordosten Brasiliens werden die beliebten Cashew-Nüsse, auf deutsch auch Kaschu genannt, geerntet. “Der Cashewbaum trägt ungewöhnliche Früchte, augenscheinlich sind es sogar zweierlei verschiedene: die bunten Cashew-Äpfel und die an Bohnenkerne erinnernden Cashewnüsse, quasi als Anhängsel.  Nebenbei produziert der Cashewbaum auch noch Latex und ein technisch wertvolles Öl. Sein Holz ist sehr hart und dicht, resistent gegen Termiten und sehr widerstandsfähig gegen Verwitterung.” So beschreibt die Webseite “Biothemen ” Cashew und Cashewkerne. Die Cashew-Nuss ist schwierig zu ernten. Die Schale enthält ein ätzendes Öl. Dieses Öl verletzt die Haut, verursacht Irritationen und chemische Verbrennungen. Zudem ist das Öl leicht entzündlich und klebrig. Beim Aufbrechen der Schalen mit den Händen werden die Hände schwarz und verletzen die Papillarleisten der Finger. Das Öl breitet sich beim Brechen der Nüsse über die Finger bis zu den Spitzen aus. Die Linien auf den Fingerspitzen ver...

Sururu auf Kinderschweiss gebetttet

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Im Nordosten in Brasilien ist Sururu ein beliebtes Gericht in den Restaurants und Bars von Recife , der Hauptstadt Pernambucos. Bei der Sururu handelt es sich um eine Muschelart, die vergleichbar der Auster schmeckt und die vor allem in Südamerika vorkommt. Normalerweise werden die Sururu mit Kokosmilch zubereitet und oft zusammen mit Mandioka-Mehl und Limetten gegessen. Von der Soße glauben die Pernambucanos, dass diese belebende Wirkung auf das Sexualleben hätte. Dort wo die Altstadt von Recife über das Mündungsgebiet der 4 Flüsse Capibaribe, Tejipió, Jordão und Pina in die südlichen Stadtgebiet der Stadtteile Pina und Boa Viagem übergeht gibt es im Mündungsgebiet seichtes Meerwasser mit Schlamm, in denen die Sururu gut gedeiht. Der Fang der Sururu ist Tätigkeitsfeld der Anwohner des Mündungsgebietes. Seit Jahrzehnten üben die Anwohner schon im Kindesalter diese Tätigkeit aus. Da eine Person alleine den Familienunterhalt nicht sicherstellen kann, wurden die Kinder zur Mitarbeit ...

Kinderarbeiter im Wahlkampf und sonstige brasilianische Kapriolen

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Gemäß der brasilianischen Verfassung und den Arbeitsgesetzen des Landes ist für Kinder bis 13 Jahre die Arbeitsaufnahme gänzlich verboten. Zwischen 14 und 15 Jahren kann man Jugendliche lediglich als Lehrlinge beschäftigen. Deren Beschäftigung ist aber an gesetzliche Schutzbestimmungen gebunden. Von 16 bis 17 Jahren ist die Arbeitsaufnahme gestattet, solange es sich nicht um gefährliche Arbeiten (Lebensgefahr), ungesunde Tätigkeiten, beschwerliche Arbeit und Nachtarbeit handelt. Dabei wird die Arbeit auf Strassen und öffentlichen Anlagen als eine der schlimmsten Arten der Kinderarbeit angesehen, da diese Orte das höchste Risiko für Gewaltanwendungen, Drogen, sexuelle Belästigung und Menschenhandel darstellen. Abgesehen davon, dass die Kinder schutzlos der Sonneneinstrahlung, Regen und Kälte, Verkehrsunfällen und hoher Lärmbelästigung ausgesetzt sind. Brasilien will bis 2015 die Kinderarbeit im eigenen Land komplett ausrotten. Soweit die Theorie. Im derzeitigen Präsiden...