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Ehepaar Ceauşescu wurde aus der Gruft befreit

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Heute morgen um 7 Uhr machte sich eine Mannschaft des gerichtsmedizinischen Instituts auf dem Ghencea-Friedhof von Bukarest an die Ausgrabung der vermutlichen Überreste des ehemaligen Diktators Nicolae Ceauşescu und seiner Ehefrau Elena. Man ging bisher davon aus, dass auf diesem Friedhof die Überreste des 1989 erschossenen Ehepaares liegen. Die sterblichen Überreste wurden jetzt für eine DNA-Analyse sichergestellt. Das Ergebnis der Analyse wird in etwa 6 Monaten vorliegen. Für die Aktion wurde überfallartig der Zugang zum Friedhof gesperrt, was zu einer Verärgerung der anderen Friedhofsbesucher führte. Die Exhumierung erfolgte auf Verlangen der Kinder der Ceauşescu's, Zoe und Valentin Ceauşescu, die endlich wissen wollten, ob ihre Eltern wirklich an diesem Ort begraben wurden. Den Antrag stellten sie bereits 2005. Inzwischen ist Zoe verstorben und ihr Ehemann Mircea Oprean hat die weiteren juristischen Schritte vorgenommen. Nach der Ausgrabung erklärte Oprean, d...

Cap Aurora - Urlaub für Nostalgiker

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"Der Ort sieht aus wie zu den Zeiten der Kommunisten. Die Hotels sind noch diesselben. Der Sand ist hässlich, das Wasser scheusslich. Hier haben wir das, was von Ceauşescu geschaffen wurde. Was wollen wir noch mehr?". "Hier ist die Küste nicht gepflegt, sie ist vielmehr wild, es gibt Steine und Gras. Die Küste ist hässlich und lächerlich, aber sie ist sehr ruhig". "Ich bin viele Jahre nicht mehr gekommen, während ich in der Ceauşescu-Zeit oft hier war. Es ist das von mir bevorzugte Seebad, weil ich mich hier wie in den Bergen fühle. Wenigstens sieht man hier nicht die Ölfraffinerie von Năvodari ". Das berichten einige rumänische Nostalgiker, die noch in Cap Aurora Urlaub machen. Cap Aurora ist das kleinste Seebad an der rumänischen Schwarzmeerküste. Der Badeort kommt immer mehr herunter, die Touristen bleiben aus und die letzten Hotelbetriebe stehen kurz vor dem Bankrott. Die öffentliche Verwaltung hat scheinbar kein Interesse an Investitione...

Unterirdisches Wunderwerk dank des Diktators Wahnvorstellungen

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"Ich war zweimal im Wasserkraftwerk. Es ist ungeheuer beeindruckend. Abgesehen von den ernormen Kosten ist das Kraftwerk wichtig für Transsilvanien ". Dies erklärt der beigeordnete Regionalkommissar für Umwelt der Region Cluj / Klausenburg . Es geht um das Wasserkraftwerk Mărişel im Apuseni-Gebirge , das von Nicolae Ceausescu in seiner megalomanen Phase mit den Selbstversorgungswahnvorstellungen vor 34 Jahren unterirdisch in die Höhlen des Berges bei Mărişel gebaut wurde. Dieses Kraftwerk sollte im Falle von kriegerischen Auseindandersetzungen die Fabriken in Transilvanien mit Strom versorgen. Es liegt in einer künstlich geschaffenen Höhle eingepasst in das Felsgestein des Berges. Damit auch gar nichts schief geht, falls böse Feinde zum Bombardement Rumäniens übergehen, wurde das Wasserkraftwerk als strategisches Geheimnis gehütet und der Öffentlichkeit bis heute der Zutritt verwehrt. Jetzt durften es erstmals Reporter der Zeitung "Romania Libera" bes...

Während zwei sich streiten stirbt das Donaudelta

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Seit 1944 gibt es einen Streit zwischen der damaligen Sowjetunion und Rumänien bezüglich der Grenzziehung im Donaudelta . Die Ukraine als Nachfolgerin der Sowjetunion im Gebiet des Deltas hat an dem Streit Gefallen gefunden und setzt ihn fort. Nachdem der Internationale Gerichtshof in Den Haag über die Grenzziehung entschieden hat, haben die beiden Streithähne trotz eines 2003 abgeschlossenen Partnerschaftsabkommens eine neue Möglichkeit gefunden, diesen Streit fortzusetzen. Ging es zuvor um die Schlangeninseln , ist es jetzt die Maican-Insel, an der man sich festhakt. Die Maican-Insel ist 1.500 m lang und 800 m breit. Sie liegt im nördlichen Donau-Arm des Deltas zwischen dem rumänischen Ort Chilia und der ukrainischen Gemeinde Vylkove. Rumänien ist nun der Ansicht, dass die Insel Maican, die bisher der Ukraine zugerechnet wurde, jetzt Rumänien gehört, weil infolge einer Veränderung des Flusslaufs die Grenzboje, die den Grenzverlauf markiert, sich von Süden nach Norden v...

Weihnachtstag 1989, 13:20 Uhr: Der "Prozess" beginnt

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An diesem Tag begann der Prozess gegen das Ehepaar Ceausescu oder besser gesagt, die Parodie auf einen rechtsstaatlichen Prozess. In einer Kaserne von Târgovişte. Der diensthabende General Nicolae Militaru telefonierte viermal mit Bukarest: "Ich werden die Ceausescu's schnellstens liquidieren!". Nach einer medizinischen Untersuchung, durchgeführt im Büro des Kommandanten von Târgovişte, Oberst Andrei Kemenici, wird das Ehepaar Ceausescu in den Gerichtssaal geführt. Hereingeführt wurden sie vom Chef des Fallschirmjägerkommandos, Ionel Boeru . Boeru war bereits zuvor vom General Stănculescu zum Chef des Exekutionskommandos ernannt worden. Oberst Andrei Kemenici beschrieb die Szene: "Oberst Gică Popa kam in mein Büro und hat den Plan für den Prozess auf einem Blatt skizziert. Die Situation war laut und voll Spannung. Dann kam General Stănculescu hereingestürmt und sagte: "Los, holt sie rein!". Gică Popa war derart durcheinander, dass er besagtes Papier in mei...

Zwanzig Jahre nach Ceausescu: Endlich Rumäne sein!

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Als rumänischer Staatsbürger hatte man es nicht leicht in Europa. Schikanen an Flughäfen und an den Grenzen im Westen Europas. Sie galten als beliebtes Objekt, an denen sich die Vorurteile der Sicherheitsapparate austoben konnten. Man möchte es gerne laut rufen: Es gibt schwarze Schafe unter den Rumänen, es gibt aber auch viele, die genauso rechtschaffen sind wie andere Menschen in Europa! Aber lassen wir einmal einen Rumänen zu Wort kommen. Cosmin Silistraru hat unter dem Titel "Auch heute sind wir noch Rumänen, aber jetzt mit Personalausweis...." beschrieben wie es ist, wenn man als Mensch 2. Klasse behandelt wurde und sich jetzt kindlich freut, wenn man nicht mehr erniedrigt wird: "Es ist viel Zeit vergangen seit damals..... An einem Morgen im Jahr 1992 fuhren wir mit einigen französischen Freunden zur Botschaft Österreichs . Wir wollten zu den Freunden nach Frankreich, aber dafür benötigten wir ein Transit-Visum. Das deutsche Transit-Visum erhielten wir am Abend vorh...

Alter Mann analysiert die rumänische Politik

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Ion Diaconescu - am 25. August wurde er 92 Jahre alt - war Mitglied der rumänischen nationalen Bauernpartei ( Partidului Naţional Ţărănesc ) von 1936 bis 1947. Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten sass er von 1947 bis 1964 als politischer Gefangener im Gefängnis. Nach der Revolution 1989 war er Mitglied der Führung der Bauernpartei und von 1990 bis 2000 Parlamentsabgeordneter. Von 1996 bis 2000 war er Präsident der rumänischen Abgeordnetenkammer . Er hat heute der Zeitung Evenimentul Zilei ein Interview gegeben und dabei mit der Weisheit des Alters sein Urteil zum Zustand der rumänischen Politik abgegeben. Von der Revolution von 1989 erwartete seiner Ansicht nach die öffentliche Meinung einen totalen Wechsel des Regimes und Eliminierung des Kommunismus im Land. Die Macht hätten aber Leute der kommunistischen Partei übernommen, die zwar die Ceauşescu 's loshaben, aber sonst die Macht in der Hand behalten wollten. Ihr Chef war Iliescu . Er war Kommunist, es hat ihm nur nicht...

Erinnerung an eine strahlende Persönlichkeit

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"Genossin Akademikerin Doktor Elena Ceauşescu , herausragende Persönlichkeit des politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Lebens des Landes, herausragende Persönlichkeit der Wissenschaft, mit weiter internationaler Anerkennung, die ihr ganzes Leben den Interessen des Volkes gewidmet hat, der Weiterentwicklung und dem Gedeihen unseres teuren Vaterlandes, um für uns eine neue Stufe des Fortschritts und der Zivilisation zu erreichen, bedeutet für alle Söhne und Töchter des sozialistischen Rumäniens ein herausragendes und noch nachahmenswerteres Beispiel der Arbeit und des Lebens, zu ihr steht das ganze Land mit einem hochempfundenen Gefühl der Wertschätzung und der Bewunderung". So begannen vor 20 Jahren die Geburtstagsfeierlichkeiten für die Ehefrau des rumänischen Diktators Ceauşescu. Das Parteiblatt " Scînteia " veröffentlichte die obenstehende Lobhudelei. Das war aber nur der erste Satz, es ging damals so weiter. Elena Ceauşescu war inzwischen die eigentlich...

Wahlkampf im rumänischen Hollywood

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Der Ort Buftea, einige Kilometer nördlich von Bukarest, war zu Zeiten der sozialistischen Republik das rumänische Hollywood. Hier war die staatliche Filmproduktion angesiedelt. Auch heute liegen hier noch mehrere rumänische Filmstudios. Jetzt auch bekannt durch die Schweizer Wurst- und Fleischfabrik "Angst", die in Buftea ihre Zentrale hat. In Rumänien ist zur Zeit Wahlkampf. Der Premierminister, Călin Popescu-Tăriceanu , hatte laut einem Bericht der Internet-Zeitschrift "Gândul" gestern einen Wahlkampfauftritt in Buftea. Călin Popescu-Tăriceanu lobte die rumänische Wirtschaftsentwicklung, für die Rumänien von andern Ländern beneidet würde (performanţă pentru care omologii mei din străinătate mă invidiază). Namentlich als Neidhammel wurde Berlusconi benannt, der dem rumänischen Premier schon gestanden hatte, dass er eine solche Entwicklung sich wünschen würde, wenn er nochmals von Null anfangen könnte. Die Veranstaltung fand vor dem Bürgermeisteramt (Primăria) von B...