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Der Baobá steht im Mittelpunkt des schwarzen Bewusstseins

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Am 22. November feiert Brasilien seine afrikanischen Wurzeln mit dem “ Nationaltag des schwarzen Bewusstseins ” (Dia Nacional da Consciência Negra). In Recife wird aus diesem Anlass der Touristenbus eine besondere Route abfahren, in dessen Mittelpunkt der Baum “ Baobá ” steht. Der Baobá ist ein Baum der aus Afrika stammt, er wird auch Baum des Lebens genannt. Er kann einen Umfang von bis zu 30 Meter Durchmesser erreichen. In Recife hat er sowohl vom Klima wie von der Beschaffenheit des Bodens her günstige Wachstumsbedingungen. Man zählt in der ganzen Stadt 13 Bäume dieser Art. Das schwarze Bewusstsein kann man in Recife auch auf dem Fahrrad strampelnd kennenlernen. Am Sonntag ab 9 Uhr geht es los. Unterwegs werden die Radler von Maracatu - und Sambakapellen unterhalten. Es geht zur Kirche von “Unserer lieben Frau vom Rosenkranz der schwarzen Menschen” (Nossa Senhora do Rosário dos Homens Pretos) von Recife, die von versklavten Afrikanern gebaut worden war. Besucht wird auch der “Pa...

Brasilianische Sklavenhalter sitzen im Parlament

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Im brasilianischen Parlament schmort seit 8 Jahren ein Gesetzentwurf zur Sklavenarbeit . Der Präsident der Parlamentarischen Untersuchungskommission zur Sklavenarbeit, Cláudio Puty, hat jetzt in einem Interview erklärt, dass die Repräsentanten der Agrarindustrie im Kongress die Umsetzung des Gesetzentwurfes verhindern. Er bezeichnet diese Gruppe als “moderne Sklavenhalter”. Diese Woche hatte Agrarier-Gruppe eine Abstimmung verhindert mit dem Argument, dass das brasilianische Gesetz nicht klarstellt, worum es sich bei der Sklavenarbeit handelt. Der Gesetzentwurf sieht die Möglichkeit vor, dass im Rahmen der Agrarreform Güter enteignet werden können, in denen Beschäftigte wie Sklaven gehalten werden. Die größten Sünder sind die Landbesitzer und einige Unternehmen im städtischen Bereich vor allem im Bauwesen oder im Textil-Sektor. Dort hat die Sklavenarbeit eine lange historische Tradition.  Die Parlamentarier, die gerne alles so weiterlaufen lassen wollen, wie es bisher war, klam...

Sklaven für die Zuckerrohrindustrie

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Es gibt sie noch die Sklavenarbeit. "Repórter Brasil" beschreibt wie man in Brasilien zum Sklaven wird: Arbeitsvermittler, "gatos" genannt, locken Arbeitssuchende mit grossen Versprechungen über den zukünftigen Arbeitsplatz in weitentlegene Gebiete des brasilianischen Hinterlandes. Kommen die so Geworbenen an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz an, bleibt von den Versprechungen nichts übrig. In der Regel sind es miserable Holzfäller- oder Köhlerarbeiten (Herstellung von Holzkohle für die Stahlindustrie), aber auch Arbeiten im landwirtschaftlichen Bereich, die sie übernehmen müssen. Ist der Angeworbene an seinem Arbeitsplatz angekommen, ist er bereits hochverschuldet, denn Transport und Verpflegung für unterwegs sind bereits als Kredit notiert. Seine Arbeitsmittel, z.B. Motorsäge und ähnliches wird ebenfalls zu seinen Lasten als Kredit verbucht. Seine Unterkunft und seine Ernährung muss er seinem Arbeitgeber bezahlen, der von ihm Preise weit über den im Hande...