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Barcelona verdurstet nicht

Es ist schon eine Grenzerfahrung für einen aus dem regenreichen Mitteleuropa stammenden Menschen, welche Ängste das nahende Versiegen des Wassers haben kann. In Katalonien schlagen zur Zeit die Wellen hoch und ständig kommen neue Vorschläge dazu, wie man das Schlimmste verhindern kann. So hat die Familie Joan Boronat aus Tarragona mitgeteilt, dass die Familien ihren Trinkwasserbrunnen Barcelona kostenlos zur Verfügung stellen wollen. Immerhin beträgt die Förderung des Brunnens angeblich 360 Millionen Liter pro Monat. Das Umweltamt von Barcelona prüft hingegen, ob man Wasser nicht nur mit Schiffen, sondern auch mit der Bahn heranschaffen kann. Die spanische Bahn (Renfe) meint in 3 Monaten so etwa 1 Million Liter zwischen Tarragona und Barcelona transportieren zu können.

Barcelona verdurstet

Die Trockenheit in Nordost-Spanien nimmt dramatische Formen an. Das Thema beherrscht inzwischen die Schlagzeilen. Die Regierung versucht die Bevölkerung zu beruhigen: Ein Bündel von Massnahmen ist geplant: Brunnen sollen gebohrt werden, unterirdische Wasserquellen angezapft und per Schiff Wasser herangebracht werden. Die Umleitung des Pyrenäen-Flusses Segre hat sich inzwischen als nicht umsetzbar herausgestellt. Barcelona droht im Herbst eine Wassersperre, da bis dann alle Vorräte auf ein Minimum zusammengeschrumpft sein werden. Die Vizepräsidentin der Regierung, María Teresa Fernández de la Vega, hat den Bürgern von Barcelona zugesichtert, dass sie dann wenigstens noch Wasser zum Trinken haben werden.