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Wer will schon in Ungarn arbeiten oder wie Populisten ein Land ruinieren

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Der Pester LLoyd berichtete über den Fachkräftemangel in Ungarn: Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, wegen Unterbezahlung, falscher Ausbildungspolitik, ideologisch bedingter Realitätsverweigerung und Abwanderung, lässt die Regierung hektisch werden. Selbst die großen, privilegierten Investoren werden langsam unruhig und mahnen die Regierung. Die plant jetzt Abgabensenkungen gegen Lohnerhöhungen. Millionen sollen außerdem in Venture Capital gesteckt werden, eine einstellige Einkommenssteuer ist dafür vom Tisch. Ein wirkliches Konzept ist das nicht, denn dafür bräuchte es einen Systemwechsel..... Die weiteren Ausführungen sind es wert gelesen zu werden. Andrea Lukács war drei Wochen lang zu Gast bei Handelsblatt Online. Sie berichtete über den Ärztemangel in Ungarn: In Ungarn versucht die Regierung schon fast verzweifelt, die Ärzte zum Bleiben zu zwingen. Seit diesem Jahr müssen Absolventen die Zeit ihres Studiums – in der Regel sechs Jahre - im Heimatland abarbeiten – ...

Der Westen versteht nicht, woher der Rechtsextremismus im Osten Europas kommt

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Der rumänische Blogger Costi Rogozanu hat einen Artikel in der Zeitung “The Guardian” zum Anlass genommen, seine Meinung über die im Westen vorherrschende Meinungen über rechtsextreme Bewegungen in Osteuropa zu analysieren. Er schreibt: Ein Journalist, den ich sehr schätze, hat einen schlechten Artikel geschrieben. Einen schlechten Artikel, weil er ein falsches Bild vom Osten abgibt, weil er in der konstanten Tradition des Unkenntnis des Westens gegenüber der Peripherie der EU steht. Ich spreche über Paul Mason und seinen Artikel über die extreme Rechte vom Zentrum Europas Richtung Europas Osten. Seine kleine Zusammenfassung ist korrekt, die Slowakei, Ungarn, Österreich, Polen und andere erleben mehr und mehr verschiedene Formen des Rechtsextremismus, der sich immer mehr zuspitzt. Sein Aufschwung ist hier noch gefährlicher, weil viele unter diesen Ländern zerbrechliche Demokratien haben. Aber das Auftauchen eines halb heimlichen oder exotischen Faschismus ist von ein...

Wenn die Angst vor den Fremden das europäische Gehirn vernebelt

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Der europäische Aufruhr um Flüchtlinge, die, sei es vor Gewalt und Krieg oder auch nur vor Wirtschaftselend in Richtung Europa fliehen, hat inzwischen panische Züge angenommen. Ein Flüchtlingsstrom wie er sich dank jahrelanger Untätigkeit der Regierungen inzwischen Richtung Europa in Bewegung gesetzt hat, ist sicher nicht nicht einfach in den Griff zu bekommen, aber mit einem positiven Ansatz durchaus zu beherrschen. Worum es geht, hat der Journalist Wolfgang J. Koschnick auf der Webseite Telepolis sehr anschaulich dargestellt. Er schreibt: In der gesamten Europäischen Union (EU) leben rund 500 Millionen Menschen, in ganz Europa sogar 800 Millionen. Und dieser vergleichsweise auch noch ziemlich reiche Kontinent soll schier zerplatzen, wenn eine oder gar zwei Millionen Flüchtlinge hinzukommen? Meint das jemand ernst? Es kommt hinzu: Europas Bevölkerung schrumpft seit Jahrzehnten und wird das weiter tun. Der demografische Wandel ist unaufhaltsam. Euro...

Zwanzig Jahre nach Ceausescu: Endlich Rumäne sein!

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Als rumänischer Staatsbürger hatte man es nicht leicht in Europa. Schikanen an Flughäfen und an den Grenzen im Westen Europas. Sie galten als beliebtes Objekt, an denen sich die Vorurteile der Sicherheitsapparate austoben konnten. Man möchte es gerne laut rufen: Es gibt schwarze Schafe unter den Rumänen, es gibt aber auch viele, die genauso rechtschaffen sind wie andere Menschen in Europa! Aber lassen wir einmal einen Rumänen zu Wort kommen. Cosmin Silistraru hat unter dem Titel "Auch heute sind wir noch Rumänen, aber jetzt mit Personalausweis...." beschrieben wie es ist, wenn man als Mensch 2. Klasse behandelt wurde und sich jetzt kindlich freut, wenn man nicht mehr erniedrigt wird: "Es ist viel Zeit vergangen seit damals..... An einem Morgen im Jahr 1992 fuhren wir mit einigen französischen Freunden zur Botschaft Österreichs . Wir wollten zu den Freunden nach Frankreich, aber dafür benötigten wir ein Transit-Visum. Das deutsche Transit-Visum erhielten wir am Abend vorh...

Westlicher Lebensstandard bleibt für Rumänen noch lange ein Traum

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Die Agentur Moody's meint es noch gut mit den Rumänen. Nach Analysen ihrer Experten werden die Rumänen in 40-45 Jahren den Lebensstandard der westeuropäischen Staaten erreicht haben. Der rumänische Wirtschaftsexperte Ilie Şerbănescu ist da wesentlich skeptischer. Nach seiner Ansicht wird es noch mehr als ein halbes Jahrhundert brauchen, bis Rumänien den Lebensstandard von Grossbritannien oder Frankreich erreicht hat. Schuld sei die bisherige Poltik, die den Konsum von Importprodukten über Krediten gefördert habe. Die jetzige Wirtschaftskrise habe gezeigt, dass Rumänien kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum gehabt habe. Für einen hohen Lebensstandard sei das Vorhandensein einer echten Wirtschaft mit einer starken Industrie und Landwirtschaft erforderlich. Die rumänischen Investoren hätte keine finanziellen Kapazitäten um eine solche Basis zu schaffen und die ausländischen Investitoren seien nur wegen des schnellen Profits nach Rumänien gekommen und hätten sich auf Aktivitäten im Im...