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Bürgermeisterin von Valencia im Sumpf der Luxusgeschenke

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Deutschland hat seine Affäre “Wulff”, in der kleine Aufmerksamkeiten, die aber in gehäufter Form erfolgt sind, den Bundespräsidenten ins Schwitzen bringen. Valencia’s Bürgermeisterin Rita de Barberá hat ebenfalls die Medien am Hals. Seit neuestem wollen diese wissen, wie viele Luxus-Handtaschen sie in ihrer Amtszeit geschenkt bekommen hat. Die 64-Jährige ist seit 1991 Bürgermeisterin der drittgrößten Stadt Spaniens. Sie ist Mitglied und hochrangige Funktionärin der Partido Popular , der derzeitigen Regierungspartei in Spanien. Stadt und die autonome Region Valencia, deren Hauptstadt Valencia ist, sind so gut wie pleite und müssen inzwischen von der Zentralregierung am Leben erhalten werden. Region und Stadt sind schon seit längerem in der Hand der Partido Popular. Zahlreiche Korruptionsskandale haben zwar zu Rücktritten geführt, aber zu keinem Machtwechsel. Gehen musste der Präsident der autonomen Region, Francisco Camps. Er hatte sich zu viel von zwielichtigen Personen schenken ...

Der spanische Wasserkrieg treibt seltsame Blüten

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Die Meerwasserentsalzungsanlage von Torrevieja bei Valencia ist die modernste und größte Entsalzungsanlage Europas. Sie hat eine Produktion von salzfreiem Meerwasser in Höhe von 240.000 m3 pro Tag. Die Qualität des entsalzten Wassers soll dabei so gut sein, dass es für landwirtschaftliche Bewässerung jeder Art und für die Trinkwasserversorgung taugt. Sie soll nach modernsten Umweltgesichtspunkten errichtet worden sein und mit Solar- und thermischer Energie betrieben werden. Der Betreiber Acuamed teilte vor kurzem mit, dass die Anlage völlig mit erneuerbaren Energien betrieben werden kann. Die Lagerung der Salzrückstände soll keinerlei Gefahr für die Bioflora oder –fauna bedeuten. In den Bau der Meerwasserentsalzungsanlage wurden 300 Millionen Euro investiert, davon stammen 55 Millionen aus Zuschüssen der Europäischen Union. Seit 2007 ist die Meerwasserentsalzungsanlage fertiggestellt und hat trotzdem bisher keinen Tropfen Meerwasser entsalzt. Grund ist, dass die Regierung der auto...

Preisträger José Antonio Hernández zum Gürtel-Skandal

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José Antonio Hernández ist Journalist der Zeitung " El Pais ". Er hat den diesjährigen Preis " Ortega y Gasset " für die beste Pressearbeit über den Skandal "Gürtel" erhalten. Er hat sich im Internet den Fragen der Leser zum Gürtel-Skandal gestellt. Seine Antworten gebe ich auszugsweise nachstehend wieder: Zum Verhalten der Oppositionspartei Partido Popular (PP), deren Mitglieder in erster Linie in den Skandal verwickelt sind, schreibt er: "Während die Wirtschaftskrise der PP zur Rückkehr an die Macht zu verhelfen schien, hat die Partei jetzt einen ausserordentlichen Korruptionsfall am Hals, der die Struktur der Partei ins Wanken gebracht hat. Wie sollte die PP nun handeln? Anstelle eine Hexenjagd gegen diejenigen zu veranstalten, die die ganzen schmutzigen Korruptionsverbindungen aufgedeckt haben, sollte die PP von Rajoy die Gelegenheit nutzen, ihr Haus ohne das Zaudern, das wir bisher erlebt haben, zu säubern. Und zwar hätten sie ...

Gürtel reisst die Maske ab

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Der Bau-Unternehmer Francisco Correa hatte sie alle in der Hand, die Elite der spanischen Oppositionspartei Partido Popular (PP). In den Zeiten, in der sie mit Aznar an der Macht waren, hatten sie viel zu vergeben. Der Immobiliensektor in Spanien boomte wie nie. Da war es wichtig, die lukrativen Baugenehmigungen zu bekommen und es war gut, wenn man sich mit den Herrschenden gut stellte. So schaffte es Correa mit viel Geld, viele Abhängigkeiten zu schaffen. Das Ganze flog Jahre später auf und ging als der Fall "Gürtel" (deutsche Übersetzung für Correa und Tarnname für die Ermittlungsaktion des Staatsanwalts) in die Geschichte ein. Als der Staatsanwalt einige der Verdächtigen verhaften liess, erwischte es unter anderem auch den Buchhalter von Correa, José Luis Izquierdo, der in seiner Hand krampfhaft einen Datenträger - Pendrive (USB-Stick) - verstecken wollte. Aber die Polizei liess sich nicht beirren und beschlagnahmte das Beweisstück. Da war es dann auch fein säuberlich dra...