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Der spanische König hat kein Gefühl für den Umgang mit den ehemaligen spanischen Kolonien in Lateinamerika

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 Der spanische Blog "Negro sobre Blanco" berichtet , dass die Reisen des spanischen Monarchen Felipe VI.  in Lateinamerika immer mehr auf Ablehnung stoßen. Felipe geriert sich stets als der große Wohltäter der spanischen Kolonialpolitik in Lateinamerika, so vertrat er vor kurzem die Ansicht, dass Spanien "die Menschenrechte nach Südamerika" gebracht hätte. Damit stiess er auf die geballte Kritik der Staatschefs von México, Chile, Nicaragua und Peru. Bei der Amtseinführung des neuen Staatschefs Boliviens, Gustavo Petro, blieb der ebenfalls anwesende spanische König bei der Vorbeimarsch des Schwertes von Simon Bolivar sitzen, was von den Lateinamerikanern, deren Staatschefs sich alle erhoben hatten, als ein Affront aufgefasst wurde. Die Ansicht, dass der spanische Monarch sich immer noch als der "Eroberer" südamerikanischer Länder geriert, ist in Lateinamerika weit verbreitet.  Der mexikanische Präsident Lopez Obrador hat 2019 den spanischen Monarchen aufgef...

Kolumbien: 50 Jahre Bürgerkrieg, wird die Vernunft siegen?

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Die TAZ berichtet 2013 unter dem Titel “ Bilanz des Grauens ”: Mindestens 220.000 Tote. Das ist die Bilanz des Krieges in Kolumbien, der seit 1958 andauert. Damit ist der bewaffnete Konflikt „einer der blutigsten in der gegenwärtigen Geschichte Lateinamerikas“. Das steht in dem Bericht „¡Basta Ya! – Es reicht! Erinnerung an Krieg und Würde“, den die Historikergruppe des Nationalen Zentrums der Historischen Erinnerung (CMH) am Mittwoch in Bogotá vorgestellt hat. Die Informationen auf den über 400 Seiten basieren vor allem auf den Aussagen von Überlebenden und Angehörigen der Opfer. Acht von zehn Getöteten sind Zivilisten. Hinzu kommen 5,7 Millionen Vertriebene, 25.077 Verschwundene und 27.023 Entführungen. Den paramilitärischen Gruppen wird die Mehrzahl der 1.982 festgestellten Massaker zugeordnet. 1.166 gehen demnach auf deren Konto, während die Guerilla für 343 und das Militär für 158 Massaker verantwortlich gemacht werden. 20 wurden von Paramilitärs und Militär...

Tabatinga sehen und hoffentlich nicht krank werden

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Es gibt Orte auf der Welt, die noch sehr unzugänglich sind. Einer dieser Orte ist die Kleinstadt Tabatinga am Amazonas im Dreiländereck Brasilien, Kolumbien und Peru. Die Stadt zählt etwa 50.000 Einwohner. Der Name der Stadt soll aus der Indiosprache Tupi-Guarani stammen. “Taba” steht für “Haus” und “tinga” für “weiß”. Vereint in seiner Einsamkeit ist Tabatinga mit dem Ort Leticia , das direkt angrenzend in Kolumbien liegt und etwa 67.000 Einwohner haben soll. Die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, Manaus, ist nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar. Letzteres Verkehrsmittel braucht 3 Tage, um Manaus zu erreichen. In der Stadt gibt es so gut wie keine Abwasserentsorgung, den Strom gibt es ab und zu und die Straßen sind bis auf wenige Ausnahmen ungeteert. Die Hauptstraße ist die Avenida da Amizade (Straße der Freundschaft), sie verbindet Tabatinga mit Leticia. Die brasilianische Verfassung garantiert allen ihren Bürgern das Recht auf Gesundheit und verpflichtet den Staat alles ...