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Frankophonie oder der schwere Abschied vom Kolonialismus

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Frankreich möchte gerne seinen politischen und kulturellen Einfluss in den ehemaligen Kolonien und befreundeten Staaten, die sich in der Vergangenheit als besonders der französischen Kultur – insbesondere der Sprache – zugeneigt hatten, pflegen und erhalten. So treffen sich die Staaten der Frankophonie regelmäßig zu Gipfeltreffen, bei denen sich in der Regel die Politiker gegenseitig feiern und Sonntagsreden gehalten werden. Das 16. Gipfeltreffen hat vor kurzem in Antananarivo , der Hauptstadt von Madagaskar , stattgefunden. An und für sich war es eine müde Veranstaltung. Gebetsmühlenartig wird wiederholt, dass man die Partnerschaft verstärken, sich mobilisieren wolle, dass Jugendliche und Frauen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten bekommen. Ein Großteil der Staatschefs fehlten, so Kabila aus dem Kongo oder der marokkanische König. Was hält eine solches Staatenbündnis zusammen, mit derart vielen Ländern mit völlig unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem...

Wie schnell Nuklearkatastrophen vergessen werden

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Die Welt hat schon einiges erlebt an Nuklearkatastrophen. Viele sind schon längst vergessen, obwohl ihre Wirkungen immer noch Landschaften und Menschen belasten. Der Grad dieses Vergessens steht auch für die doch immer wieder hoch und heilig versprochene Sicherheit der nuklearen  Entsorgung auf tausende von Jahren hinaus. Einige Nuklearkatastrophen sind bewusst herbeigeführt worden, weil die Koryphäen der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft scheinbar keine Ahnung hatten, was sie tun. So die Katastrophe von Beryl, an die vor kurzem der Nuklearphysiker Raymond Sené und der Chemie-Ingenieur Louis Boulidon in der französischen Zeitung "Libération" erinnerten. Vor 51 Jahren, genau genommen am 1. Mai 1962, hat Frankreich mit General de Gaulle als Staatschef seinen zweiten unterirdischen Atombombentest im Bergmassiv von Hoggar in Algerien unternommen. Der Versuch hatte den Code-Namen Beryl. Die Paten des Unternehmens waren der damalige Verteidigungsminister Pierre Messmer und d...