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Im Zeitalter des Klimawandels überbieten sich spanische Kommunen, wer der größte Energieverschwender ist

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Dass viele Verantwortliche in den Ländern nicht begriffen haben, was mit dem Klimawandel für die Menschheit in der Zukunft auf dem Spiel steht, ist inzwischen leider nur zu offensichtlich. Kein Wunder, dass die Jugend inzwischen aufgewacht ist und erkannt hat, dass es letztendlich um ihre Zukunft geht, mit der hier Casino gespielt wird. In Madrid findet zur Zeit die Klimakonferenz der UNO statt, die eigentlich in Chile hätte stattfinden sollen, aber wegen der Unruhen in Santiago nach Madrid verlegt wurden. Ausgerechnet Madrid brüstet sich jetzt mit dem Kampf gegen den Klimawandel. Der Klimagipfel selbst ist ein reines Image-Spektakel, denn die Stadt wird zur Zeit von einer konservativ-reaktionären Koalition regiert, deren Bestreben es ist, alle ökologischen Verbesserungen der Vergänger-Verwaltung wieder rückgängig zu machen. Begründung ist wie üblich bei den Besitzstandswahrern, dass man der Bevölkerung den Spaß an der Verschwendung natürlicher Ressourcen nicht verderben will. U...

Abschiebezentrum Aluche - Das spanische Guantanamo

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Bereits 2012 habe ich unter dem Titel Das Ausländer-KZ von Aluche in Madrid über die unhaltbaren Zustände im spanischen Abschiebezentrum (CIE) in Madrid  berichtet. 2014 hatte das Folterkomittee des Europarats das Zentrum inspiziert und den schlimmen Zustand des Abschiebezentrums kritisiert. 2015 berichtete der Europarat von leichten Verbesserungen: "Der Platz für jeden Inhaftierten wurde auf wenigstens 4 qm pro Person erhöht. Eine weitere Verbesserung ist, dass sich die Inhaftierten wenigstens an 4 Stunden pro Tag für sportliche Übungen im Außenbereich der Anlage aufhalten können und dass wöchentlich Spanischkurese angeboten werden. Allzuviel scheint sich aber nicht geändert zu haben. Am 18. Oktober sind 39 Insassen aus ihren Zellen ausgebrochen und haben die Dachterrasse gestürmt. Von dort riefen sie "Freiheit", "Würde" und "Gerechtigkeit". Die Protestaktion dauerte eine Nacht bei strömendem Regen. Am Morgen liessen sich die Protestierer überr...

Flüchtling in Spanien bleiben oder doch lieber nach Deutschland weiterziehen?

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Während in der großen Politik sich vor kurzem Ministerpräsident Rajoy und Bundeskanzlerin Merkel trafen und Rajoy Deutschland Spaniens Erfahrung in der Verwaltung von Flüchtlingsströmen und die Kenntnisse in der Verhinderung der Einreise von Flüchtlingen durch gelungene Kooperation mit den Transitländern anbot, sitzt zum Beispiel in Madrid ein syrischer Flüchtling und schildert in der Zeitung El Pais seine Flucht und seine Pläne: Einer der Jugendlichen, die auf den Sofas einer Madrider Pension sitzt, ist Hakim, 24 Jahre alt. Er stand 2 Jahre vor dem Abschluss eines Zahnarzt-Studiums in Damaskus als er den Einberufungsbefehl erhielt. Da er nicht in die blutrünstige Armee des Diktators Asad eintreten wollte, desertierte er. Der nächste Schritt war seine Flucht. Alles Geld, das er hatte investierte er in eine Reise nach Marokko. Von Castillejos, einer marokkanischen Stadt in der Nähe von Tanger, schwamm er bis Ceuta . Seine Frau bezahlte 2.000 Euros, damit er versteckt in einem Auto ...

Wenn sonst nichts mehr hilft: Rote-Socken-Kampagne in Spanien

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Die Regional- und Gemeindewahlen in Spanien sind nicht gut gelaufen für die Regierungspartei PP . Vertrauend darauf, dass das Volk ihnen all die Korruptionsskandale und Wahllügen verzeiht, wenn nur das Wirtschaftswachstum inzwischen den Boden erreicht hat und man das als Verdienst ausgeben könne, hat sie nicht damit gerechnet, dass man in vielen Gemeinden und Städten so abgestraft wird wie es zum Beispiel in Madrid und Valencia passiert ist. In Madrid hat die Alternative Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Manuela Carmena, gute Aussichten den Posten auch zu bekommen, wenn die Sozialisten von der Partei PSOE sich dazu aufraffen können, für ihre Amtsübernahme zu stimmen. Beleidigt und sauer ist die PP-Chefin in Madrid, Esperanza Aguirre , die eigentlich Bürgermeisterin werden wollte. Sie will mit Gewalt verhindern, dass die Sozialisten das Naheliegende tun und die bisherige skandalgeplagte PP-Stadtregierung und damit auch sie selbst in die Opposition schicken. Frau ...

Dicke Luft in Madrid

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Madrid befindet sich seit einem Monat in einer dicken Smog-Wolke. Die spanische Umweltorganisation “Ecologistas en Acción” (EA) schreibt: “Es handelt sich um eine genauso schwerwiegende wie vorhersehbare Situation. Madrid hat die Gesetzgebung über die Reinhaltung der Luft bezüglich Stickstoffdioxid , die 2010 in Kraft trat, während all der Jahre seither nicht erfüllt. Der Plan zur Reinhaltung der Luft der Stadt Madrid für 2011 bis 2015 ist krachend gescheitert.” Am 7. Januar wurde an der Messstation Sanchinarro mit 18 Überschreitungen des Grenzwertes ein Maximum erreicht, der entsprechend dem Gesetz nur gerechnet auf das ganze Jahr zulässig wäre. Auch an anderen Messstationen wurde ähnliche Überschreitungen gemessen. Mit dem Plan zur Luftreinhaltung für 2011-2015 hatte die Stadt Madrid versucht, die EU zu beruhigen, die Madrid bereits mehrfach verwarnt hatte. Mit dem erneuten Fehlschlag ist erwiesen, dass der Plan das Papier nicht wert ist, auf dem er geschrieben wurde. Laut EA sol...

Barcelona will Hauptstadt werden und Madrid fürchtet sich

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Nachdem das vom Zentralstaat nicht erlaubte Referendum in Katalonien trotzdem abgehalten wurde und eine überwältigende Zustimmung für die Unabhängigkeit ergab, steckt Spanien in einer Sackgasse, die Gedankenspielen Tür und Tor öffnet. Die Situation ist verfahren, die Zentralregierung in Madrid klammert sich nach außen eisern an die Einheit der spanische Nation und die Katalanen tun alles, damit ihr Votum für die Unabhängigkeit voran kommt. Damit beginnt die Suche nach dem Mittelweg und der kann eigentlich nur heißen ein “föderales Spanien”. Einen ersten Zucker soll Ministerpräsident Rajoy bereits ausgelegt haben, indem er insgeheim prüfen gelassen haben soll, ob man nicht staatliche Institutionen nach Barcelona verlegen könnte, um der Stadt damit ein Bedeutungsgewinn zu verschaffen und so die Unabhängigkeitsanhänger zu besänftigen. Der Kandidat der katalanischen Sozialisten für den Posten des Oberbürgermeisters von Barcelona, Jaume Collboni, hat diese vorsichtigen Ansätze für ein...

Ebola sorgt für Chaos in Madrid und kostet Excalibur das Leben

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Das Ebola-Virus hat erstmals in Europa in Madrid zugeschlagen. Erkrankt ist eine Krankenschwester, die aus Afrika überführte Ebola-Opfer im Krankenhaus Carlos III zu betreuen hatte. Die Art und Weise wie es dazu kam, das steht symbolhaft für den Zustand des spanischen Gesundheitswesens nach Jahren der Kürzungen der Finanzmittel, des Personalabbaus und Privatisierungen. Die Schulung des Personals bezüglich des Ebola-Virus, soviel ist wohl sicher, war und ist bisher mangelhaft. Die 2 Ebola-Opfer, die von Afrika überführt worden waren, stießen auf ein Krankenhaus, das die nötige Sensibilität für die Gefährlichkeit der Erkrankung vermissen ließ. Wie sich jetzt herausstellte, waren die Schutzanzüge für die Gefahrenstufe von Ebola unzureichend. Statt dem Niveau 4 entsprachen sie nur dem Niveau 2. Die persönliche Habe der Erkrankten wurde in einem Aufzug entsorgt, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich war. Die Krankenschwester, mit Namen Teresa Romero, soll sich dadurch infiziert ha...

Fahrerflucht und politischer Zickenkrieg in Madrid

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Esperanza Aguirre ist die ehemalige Präsidentin der autonomen Region Madrid. Die Dame ist sehr streitbar und ehrgeizig. Sie gehört der Regierungspartei Partido Popular (PP) an und ist die Führerin der PP in Madrid, ist aber mit der ebenfalls derselben Partei zugehörenden Oberbürgermeisterin von Madrid, Ana Botella , über Kreuz. Auf Grund ihrer heftigen Angriffe gegen Botella unterstellt man in Madrid Aguirre, dass sie daraufhin arbeite, die nächste Oberbürgermeisterin von Madrid werden zu wollen. Es gibt noch eine dritte Kandidatin aus derselben Partei, der man Aspirationen auf den OB-Sitz nachsagt: Cristina Cifuentes, die Delegierte der Regierung in Madrid. Regierungsdelegationen (Delegación del Gobierno) sind eine spanische Spezialität. Entsprechend der Verfassung vertreten die Delegierten der Regierung den Zentralstaat in den Autonomen Regionen. Sie sind dem Finanzminister unterstellt. Cifuentes kontrolliert also Ana Botella und den Präsidenten der autonomen Region Madrid im Auf...

Madrid verabschiedet sich von Eurovegas

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Madrid wollte auf jeden Preis den US-Milliardär Adelson zur Einrichtung eines Spiel- und Zockerviertels mit Namen Eurovegas bewegen. Ausgesucht wurde bereits ein Gelände von 750 Hektar in Madrid- Alcorcón . Milliardär Adelson und seine Investorengruppe “ Las Vegas Sands ” spielten Katz und Maus mit Madrid und Barcelona mit dem Ziel, wer nimmt mir jedes unternehmerische Risiko ab und sorgt für große Kasse. Barcelona winkte irgendwann einmal ob der vielen Erpressungen ab. Nur Madrid meinte, dass man bei dem Projekt Vorteile haben werde. Aus diesem Traum ist die konservative Stadtregierung inzwischen brutal erwacht. Heute verkündete “Las Vegas Sands”: “Nach monatelangen Verhandlungen mit mehreren Ebenen der spanischen Regierung sehen wir keine Grund unter den von uns für notwendig erachteten Kriterien die Verhandlungen fortzusetzen. Wir werden deshalb aggressiv nach anderen Möglichkeiten in Asien zu suchen”. Über die Gründe lässt sich die Investorengruppe nicht aus, aber aus spanisch...

In Madrid stinkt’s wegen der Privatisierung zum Himmel

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In Madrid streiken die Müllarbeiter seit vergangenen Dienstag. Inzwischen ist die Stadt verdreckt und der Müll in den Straßen nimmt überhand. Der Grund: Die Stadt hatte die Müllabfuhr und Stadtreinigung privatisiert. Die begünstigten Unternehmen waren zum Teil tief in die Korruptionsskandale der regierenden Partido Popular (PP) verstrickt. Die Oberbürgermeisterin von Madrid ist Ana Botella , die Ehefrau des ehemaligen PP-Ministerpräsidenten Aznar, eine besonders eifrige Verfechterin der neoliberalen Bereinigung der städtischen Dienstleistungen. Die Stadt hatte nun, da ihr finanziell das Wasser bis zum Hals steht, die städtischen Zuschüsse an die privaten Unternehmen gekürzt. Bereits im August wurden deshalb von den Unternehmen 350 Arbeiter / Arbeiterinnen entlassen. Jetzt haben 3 Unternehmen angekündigt, dass sie weitere 1.134 Beschäftigte entlassen wollen. Diejenigen, die das Glück haben, ihren Arbeitsplatz zu behalten, sollen mit 43% Lohn weniger zufrieden sein. Das brachte das...

Madrid gegen Madrid, ein sinnloser Grabenkrieg

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Es gibt in Spanien die Hauptstad Madrid und eine Autonome Gemeinschaft Madrid . Letztere umfasst die Provinz Madrid. Die Hauptstadt ist dabei das Schwergewicht der Gemeinschaft und zusätzlich gehören die umliegenden Vororte dazu. Interessant, dass es für dieses Gebiet also eine Doppelstruktur gibt: Einen Oberbürgermeister / in mit der Stadtverwaltung und dann noch einmal ein Präsident / in der autonomen Gemeinschaft mit seinem Verwaltungsapparat. Man könnte also von kostspieligen Doppelstrukturen sprechen. Wenn die jeweiligen Regenten wenigstens harmonieren würden. Sowohl Stadt wie auch autonome Gemeinschaft werden von der konservativen Partido Popular (PP) mit absoluter Mehrheit regiert. Trotzdem herrscht in Madrid zwischen den Verantwortlichen der jeweiligen Regierungen ein Hauen und Stechen, das inzwischen einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Oberbürgermeisterin von Madrid ist Ana Botella , die Ehefrau des ehemaligen Ministerpräsidenten José Maria Aznar. Sie wurde Oberbürgermeis...

Valdeluz, eine Geisterstadt mit Schnellbahnanschluss

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Man wartet angesichts der Kürzungen und Sparbeschlüsse, die die spanische Regierung ihrem Volk zumutet, auf den Tag, an dem die Herrschenden sich einmal schuldbewusst auf die Brust klopfen und zugeben, dass sie viele Fehler gemacht haben, die die einfachen Leute jetzt ausbaden müssen. Wohlgemerkt: die Fehler hat nicht nur die Vorgängerregierung gemacht, sondern gerade die, die jetzt das Sagen hat. Valdeluz ist so ein Beispiel für ein Zusammenwirken von Politik und Bauwirtschaft in den Zeiten des Baubooms. Valdeluz liegt in einer wüstenähnlichen Gegend 50 km nordöstlich von Madrid in der Nähe der Stadt Guadalajara . Die Zeitung El Pais schrieb 2005 über den Ort: “Valdeluz hat wenig Vorbilder. In nur sieben Jahren sollen sich die wüstenähnliche Landflächen in eine Stadt von 34.000 Einwohnern verwandeln. Ein Bauunternehmen der Gruppe Reyal kümmert sich um alles: Von der Gestaltung, Vergabe der Arbeiten an Bauunternehmen bis zur Namensgebung für das Geschöpf. All dies war möglich dank...

Madrid soll das Zentrum der europäischen Spielsucht werden

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Madrid hat scheinbar das Rennen um die Errichtung des Casino-Komplexes “Eurovegas” gemacht. Barcelona hat das Nachsehen. Beide Städte sind von dem US-Magnaten Sheldon Adelson nach bester Art gegeneinander ausgespielt worden. Gegenüber der katalanischen Regierung soll der Milliardär die Verlegung des Internationalen Flughafens von El Prat gefordert haben. Ein Zeichen, mit welcher Unverfrorenheit hier Regierungen erpresst werden. Erstaunlich ist, dass die maßgebenden Politiker zu allem bereit sind, um den Heilsbringer aus Las Vegas günstig zu stimmen. So verplapperte sich die Präsidentin der Region Madrid, Esperanza Aguirre , bei einem Interview, als sie auf eine Frage, ob man in den Casinos des zukünftigen Eurovegas auch rauchen dürfe, antwortete, dass man das prüfen wolle. Und das, obwohl es in Spanien ein strenges Rauchverbot in Restaurants und Unterhaltungsräumen gibt. Sie ruderte ein bisschen zurück, indem sie erklärte, dass die Aufhebung des Rauchverbots dann natürlich alles C...

Madrid zahlt seinen Arbeitslosen Deutschkurse und hofft sie so los zu werden

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Die autonome Region Madrid bietet 20.000 Arbeitslosen kostenlose Sprachkurse in Deutsch. In Genuss dieses Angebots kommen diejenigen, die kurzfristig mit keinem Arbeitsangebot in Spanien rechnen können. Eine besondere Empfehlung liegt bei den Deutschkursen, da es in Deutschland “immense Gelegenheiten” gäbe, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Weitere 5.000 kostenlose Sprachkurse werden für Englisch und 1.000 für Chinesisch angeboten. Die zuständige Regierungsrätin erklärte anlässlich der Vorstellung des Programms: “Es gibt deutsche Unternehmer mit freien Arbeitsplätzen, die diese nicht mit ihren eigenen Landsleuten besetzen können. Es sind Repräsentanten aus diesem Land gekommen, die ihr Interesse gezeigt haben, dass die Plätze mit spanischen Arbeitnehmern besetzt werden.” Man habe ihr gesagt, dass allein im deutschen Bundesland Hessen 250.000 Arbeitskräfte gesucht würden. Und weiter: “Wir hatten Treffen mit den Vertretern vieler deutscher Regionen, wo es Vollbeschäftigung für die näch...

Pfeifen für die Unabhängigkeit bedroht Pokalendspiel in Spanien

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Kommenden Freitag wird in Madrid im Fußball das spanische Pokalfinale um “die Copa del Rey” ausgetragen. Bei den beiden Finalgegnern handelt es sich um die Mannschaften Athletic Bilbao und FC Barcelona. Dummerweise müssen damit eine baskische und ein katalanische Mannschaft ihr Endspiel im verhassten Madrid austragen. Ein guter Grund, die Stimmung in Madrid aus diesem Grund ein bisschen aufzumischen. Es gibt mehrere Vereinigungen, die sowohl für das Baskenland als auch für Katalonien eine eigene Nationalmannschaft fordern. Ihre Forderung wollen sie anlässlich des Endspiels in Madrid tatkräftig demonstrieren. Sie wollen das Spiel zu einem “sportlichen und fordernden Fest” machen. “Wir werden die Fußballanhänger auffordern, katalanische und baskische Fahnen mitzubringen und die Symbole ihrer Gruppen, um friedlich und demokratisch “das Recht zu verteidigen, dass die Auswahlmannschaften Kataloniens und des Baskenlandes und auch der anderer spanischer autonomen Regionen an international...

Der stumme Schrei der Empörten geht durch Spanien

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Die Bewegung 15-M , auch die Bewegung der Empörten genannt, erwacht, nachdem sie vor einem Jahr ihren ersten Höhepunkt in Spanien hatte, zu neuem Leben. Gestern sind in den spanischen Städten zehntausende von Protestierenden, insbesondere Jugendliche auf die Straßen gegangen. Das Zentrum Spaniens, wo mit dem “Kilometer 0” Spaniens Entfernungen von der Hauptstadt gemessen werden, ist die “Puerta del Sol ”, das “Sonnentor” in Madrid. Hier sammelten sich im Laufe des gestrigen Abends die Protestierenden und bereits um 20 Uhr statt wie geplant 21 Uhr war der Platz komplett voll mit Menschen. Die Regierung hatte zuvor eine bedrohliche Haltung gegenüber den Protestierenden eingenommen, die Veranstaltung nur bis 22 Uhr genehmigt und danach mit Räumung gedroht. Aber was will man machen, wenn erkennbar eine große Menge des Volkes friedlich gegen eine Politik protestiert, die die Großen schont und den kleinen Leuten ungeheure Lasten aufbürdet? Um 22 Uhr setzten sich die Protestierenden am “S...

Euro Vegas lässt Barcelona nach einer fetten Wurst schnappen

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Sheldon Gary Adelson ist ein US-amerikanischer Unternehmer, der sein Vermögen vor allem in der Immobilienbranche in Las Vegas verdient hat. Er ist Besitzer der Las Vegas Sands–Gruppe. Besagter Herr Adelson macht mit seiner Firmengruppe zur Zeit den von Arbeitslosigkeit gebeutelten Spaniern ein Angebot. Er will ein Casino und Hotelkomplex in Barcelona oder Madrid aufbauen. Den Lokalfürsten hängt er eine fette Wurst mit Arbeitsplätzen zu Hauf und Einkommen für die Staatskassen vor die Nase, nach der diese in blinder Gier schnappen. Es kommt nicht oft vor, dass in der Not jemand auftaucht und Erlösung von allen Qualen verspricht. Angeblich will Euro Vegas17 Milliarden Euro investieren. In Barcelona soll in Flughafennähe ein Komplex von 12 Hotels, Dutzenden von Restaurants, ein Kongresszentrum, drei Golfplätze und 6 Casinos entstehen. So lautet auf jeden Fall ein Projektvorschlag der Boston Consulting Group. Der katalanische Präsident Artur Mas träumt nun schon davon, dass sein Lan...

Olympische Spiele ruinierten Athen, Madrid kann trotzdem nicht die Finger davon lassen

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Das Handelsblatt schrieb im Juni 2004 : “Etwa sechs Milliarden Euro werden die Olympischen Spiele in Athen vom 13. bis 29. August kosten. Das erklärte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Alogoskoufis am Donnerstag im griechischen Parlament. Der ursprüngliche Etat war auf 4,6 Milliarden Euro beziffert worden…..Die gesamte griechische Presse dagegen geht von einem Betrag um die zehn Milliarden Euro aus.” Das IOC soll sich damals herausgeredet haben, dass die hohen Kosten nichts mit den Wünschen des IOC zu tun hätten. Die Griechen hätten darauf bestanden, teure Anlagen zu bauen. Inzwischen ist Griechenland Pleite. Olympische Spiele hätte das Land wirklich nicht gebraucht. Für eine nachhaltige Entwicklung der griechischen Finanzen haben sie auf jeden Fall nicht gesorgt. Demnächst steht die Entscheidung an, wer im Jahr 2020 die Olympische Spiele ausrichten darf. Noch stehen immer noch genügend bankrotte Großstädte bereit, um noch mehr Geld für diese megalomanen Spiele hinaus zu...

Das Ausländer-KZ von Aluche in Madrid

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"Ich bin die Nummer 3.399. Bitte weisen sie mich endlich in mein Land aus. Dieser Ort hier ist unerträglich, schmutzig, schrecklich. Es gibt keine Beschäftigung für uns. Sie verwechseln Leute ohne Papiere, die nie etwas  verbrochen haben, mit Straffälligen. Es gibt hier Verrückte, man muss sie heraussuchen und von uns trennen, denn sie können jederzeit anderen etwas antun. Sie lassen uns nicht unsere Mobiltelefone noch die Koffer mit unseren persönlichen Habseligkeiten. Wir können nicht einmal unser Bett beziehen, weil wir kein Licht haben”. Dieser Hilfeschrei stammt von einem Internierten im Internierungszentrum für Ausländer von Aluche in Madrid. Er gehört zu den Ausländern, die in Spanien gegen das Ausländergesetz verstoßen haben und deshalb für 60 Tage im Internierungszentrum eingesperrt wurde, um anschließend deportiert zu werden. Die Zustände in diesem Internierungslager sind so schlimm, dass die Betroffenen lieber heute als morgen abgeschoben werden möchten. Die Insasse...

Spaniens Empörte gehen für eine Person und eine Stimme auf die Straße

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Die spanische Bewegung “Democracia real ¡YA!” (Wirkliche Demokratie sofort!) ruft in Madrid zu einer Kundgebung unter dem Thema “Eine Person, eine Stimme” (¡Una persona, un voto!) auf. Die Kundgebung soll am 18. Dezember in Form eines Protestmarsches, der an der Plaza del Sol enden wird, stattfinden. Worum geht es? Der Blog der Bewegung, “Toma la calle”, beschreibt die Forderung. Ich gebe sie hiermit teilweise wieder: “ Die Qualität einer Demokratie bemisst sich an der Fähigkeit seiner Institutionen, den Willen seiner Bürger zu vertreten. In Spanien haben sich nach drei Jahrzehnten demokratischen Zusammenlebens die Institutionen abgenutzt und repräsentieren uns nicht mehr. Das verfassungsmäßige Recht auf ein allgemeines, freies, gleiches, direktes und geheimes Wahlrecht ist tatsächlich weder gleich noch frei. Es ist nicht gleich, weil die Stimme einen verschiedenen Wert hat, je nachdem wo das Stimmrecht ausgeübt wurde und welche Partei man gewählt hat. Es ist nicht frei, weil de...