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Zum Nationalfeiertag zeigt in Spanien der Franco-Faschismus sein hässliches Gesicht

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Der 12. Oktober ist in Spanien ein Feiertag . An diesem Tag wird nach neuerer Sprachregelung an die Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus erinnert und er soll für die engen Verbindungen mit den ehemaligen spanischen Kolonien in Südamerika stehen. Früher hieß der Tag "Dia de la Hispanidad" (könnte man auch als "Tag des spanischen Volkstums" übersetzen). Damit gemeint war natürlich, dass die ehemaligen Kolonien Spanien für ihre Eroberung sehr dankbar sein müssten. Davor, insbesondere in den Zeiten der Franco-Diktatur, wurde der Tag auch recht unverfroren "Dia de la Raza" genannt und damit war gemeint, dass man die Herrenrasse der Spanier ehrte, die sich die Kolonien untertan gemacht haben. Der 12. Oktober wird traditionell mit einer Militärparade unter Anwesenheit des Königs und der Regierungsmitglieder in Madrid begangen. König, Militär und katholische Kirche repräsentieren das alte, reaktionäre Spanien und die alten Faschisten benutzen die Parade ge...

Holocaust auf spanisch oder die nicht bewältigte Vergangenheit

Ich habe schon mehrfach darüber berichtet, dass Spanien mit dem Franco-Faschismus bisher nicht abgerechnet hat. Überall stehen noch Denkmäler für Franco und seine Clique und Straßen und Plätze sind immer noch nach ihm und seinen Exponenten benannt. Der Blogger Santiago Miró berichtet jetzt in seinem Blog "Negro sobre Blanco" von einem Buch, das von  Carlos Hernández de Miguel, einem Schriftsteller und Wissenschaftler geschrieben wurde mit dem Titel "Die Konzentrationslager von Franco". Er zeigt in diesem Buch auf, dass der Diktator mit den 296 in Spanien errichteten Konzentrationslagern, in denen etwa 1 Million Spanier interniert waren, einen "ideologischen Holocaust" beabsichtigte. Hier einige der Ausführungen von Santiago Miró: Die Studie deckt die Zeit von Juli 1936 bis zum Tod von Franco im Jahr 1975 ab. "In Spanien gab es keine Gaskammern. Auch gab es keine "Endlösung", um die Juden und Zigeuner auszurotten. Spanien hatte auch kei...

Fromme Benediktiner, die für die Faschisten streiten

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Dass der Franco-Faschismus weiterhin in der spanischen Gesellschaft eine wichtige Rolle spielt, zeigt am Besten der Fall der Versuch der Exhumierung des Leichnams des ehemaligen Diktators Franco aus seinem Mausoleum im Valle de los Caidos (Tal der Gefallenen) bei Madrid. Die spanische Regierung hatte beschlossen, dass sein Leichnam aus dem Mausoleum entfernt werden soll als späte Genugtuung gegenüber all denen, denen dieser Mann schweres Leid zugefügt hat und dessen Verherrlichung daselbst seinen Opfern seit Jahrzehnten Hohn spricht. Franco und der Faschistenführer José Antonio Primo de Rivera wurden in der Basilika des Komplexes mit allen Ehren an einem Platz, der eigentlichen nur hohen Würdenträgern der Kirche vorbehalten war, begraben und Franco ruht in einem Steinsarg vor dem Hauptaltar der Basilika. Die Verwalter des Komplexes, der in Staatsbesitz ist,  sind Angehörige des Benediktiner-Ordens, die jetzt Anfang des Jahres verhindert haben, dass Franco exhumiert werden k...

Spanien: Ist das derzeitige System wirklich alternativlos?

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Spanien steht zur Zeit vor der Entscheidung eines endgültigen Bruchs mit seiner jüngeren faschistischen Vergangenheit oder Rückkehr in das Korsett der gelenkten Demokratie wie sie sich die Nachfolger des Diktators in der Übergangszeit von der Diktatur in die "reformierte" Demokratie vorgestellt haben. Der Schriftsteller und Regisseur Suso de Toro hat eine ausführliche Analyse des spanischen Dilemmas geschrieben, die er so zusammenfasst: Das derzeitige System der Regierungsmacht (in Spanien) ist dernassen morsch, dass sie auch die Gesellschaft korrumpiert, die das akzeptiert und toleriert. Die Staatskrise ist eine Tatsache,  aber die staatlichen politischen Organisationen bieten keine Alternative an Hier der übersetzte Text seines auf der Webseite eldiario.es erschienen Beitrags : Im Großen wie im Kleinen zeigt sich dieselbe Realität. Das Kleine betrifft uns persönlich, die Person, die festgenommen wird, weil sie ihre Freiheit nutzt und die Demokratie, die And...

Offizielle Faschistenverehrung in Spanien bleibt eine regierungsamtliche Selbstverständlichkeit

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Aus Wikipedia (spanisch) ist zu erfahren : Das Herzogtum von Franco (Ducado de Franco) ist ein spanischer Adelstitel für höchste Repräsentanten des spanischen Adels, der am 26. November 1975 durch König Juan Carlos I eingerichtet und an Maria del Carmen Franco Polo verliehen wurde, die damals noch den Titel "angeheiratete Marquise von Villaverde" als Aufmerksamkeit für die besonderen Umstände und Verdienste, die damit verbunden sind" trug. Seit dem 29. Dezember 2017 ist nach dem Tod der Titelträgerin dieser Titel vakant. Die Titelträgerin, Maria del Carmen Franco Polo, war die Tochter des 1975 verstorbenen Diktators Francisco Franco . Nach ihrem Tod Tod gibt es nun in Spanien eine Diskussion, ob der Titel weiter vererbt werden kann. Die Enkelin des Diktators, Carmen Martínez Bordiú, hat einen solchen Antrag gestellt. In der Diskussion geht es nicht nur um die formale Möglichkeit, den Titel weiter tragen zu dürfen, sondern auch darum wie Spanien mit dem faschisti...

Spanien muss sich seiner Geschichte stellen, dann kann auch Katalonien seinen Platz finden

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Spanien hatte mal einen blutigen Diktator, der als Sieger aus dem Bürgerkrieg (1936-1939) dank der Hilfe von Nazi-Deutschland und dem faschistischen Italien hervorging. Francisco Franco terrorisierte das Land im Verbund mit seinen Generälen und den spanischen Faschisten mit seiner Herrschaft bis zu seinem Tod im Jahre 1975. "Ursachen für den Ausbruch des Krieges sind in den extremen sozialpolitischen und kulturellen Verwerfungen in der spanischen Gesellschaft sowie in regionalen Autonomiebestrebungen zu finden, etwa im Baskenland und in Katalonien", ist in Wikipedia zu lesen . Vor seinem Tod setzte Franco den König wieder als Staatsoberhaupt ein. Ein König der in den faschistischen Militärakademien ausgebildet wurde. Das Volk wurde zur Wiedereinführung der Monarchie nicht befragt. Spanien gab sich dann eine Verfassung, die im Rahmen der "Transition" keinen radikalen Schnitt mit der Vergangenheit machte. Die Generäle drohten im Hintergrund, jede ihnen nicht pas...

Spanischer König zeigt in seiner Weihnachtsansprache wenig Interesse an Vergangenheitsaufarbeitung

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Wie in europäischen Ländern üblich, hält das Staatsoberhaupt am Weihnachtsfest eine Ansprache an das Volk und versucht es vom friedlichen Gelingen des Weihnachtsfestes zu überzeugen. So auch der spanische König Felipe VI. , Repräsentant einer Monarchie, die mit erheblichen Glaubwürdigkeitsdefiziten zu kämpfen hat. Schuld ist die mangelnde Legitimation – die Monarchie wurde vom faschistischen Diktator Franco installiert – und die Erschütterung durch Skandale und Strafverfahren, in die Mitglieder des Königshauses verwickelt waren, es sei hier nur an den Noos-Skandal und die Elefanten-Safari des Vaters von Felipe VI., Juan Carlos de Borbón, erinnert. In seiner Weihnachtsansprache sprach Felipe VI. weitgehend über Allgemeinplätze, die aber in einem belehrenden und besserwisserischen Ton rüber kamen. Natürlich wurde die nationale Einheit beschwört, aber auch das Volk darauf aufmerksam gemacht, dass es sich an die Gesetze halten solle. Wenig hatte er zu sa...

Der Generalkonsul mit Nazi-Vergangenheit, dessen Sohn mit internationalem Haftbefehl gesucht wird

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Hans Hoffmann, mit Spitznamen “Juanito” oder “Don Juan”, war Generalkonsul in Málaga. Kein echter Berufskonsul, sondern ehrenhalber. Nicht nur Honorarkonsul, sondern Honorargeneralkonsul, wobei er gegen schwere Bedenken des Auswärtigen Amtes darauf bestand nur “Generalkonsul” genannt zu werden. Ganz früher war er zur Nazizeit an der deutschen Botschaft in Madrid tätig. Er kannte sich bestens im Land des Diktators Franco aus und war mit einigen Größen des Francoregimes befreundet. Spanische Medien haben inzwischen herausgefunden, dass Hoffmann an der Botschaft als Gestapo-Agent tätig war. Er soll auch bei Treffen zwischen Hitler und Franco gedolmetscht haben.Er ist 1998 gestorben. Nach dem Krieg zog er an die Costa del Sol, wo er deutschen Nazis als Fluchthelfer gedient haben soll. In den 50er Jahren machte er die Bekanntschaft von Franz-Josef Strauß, der in Deutschland eine steile Politikerkarriere hinlegte. Strauß sorgte dafür, dass Hofmann sogenannter Wahlkon...

Der Diktator ist jetzt 40 Jahre tot und sein Gespenst geistert noch durch Spanien

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Diktator Francisco Franco ist am 20. November 1975 gestorben. Ein hörbares Aufatmen ging damals durch Spanien, aber leider war und blieb ein großer Teil seines Gefolges immer noch an der Macht und konnte den demokratischen Wandel, der danach einsetzte in ihrem Sinne mitgestalten. Franco war General und er machte nach einem blutigen Bürgerkrieg das Militär zur bestimmenden Macht im Lande. Die katholische spanische Kirche stand ihm dabei als Helfershelfer zur Seite.  Er selbst sah sich als Führer im Stile eines Hitler, auch wenn er dessen Skrupellosigkeit nicht ganz erreichte. Seinem Beispiel Hitler, mit dessen Hilfe er nicht zuletzt den Bürgerkrieg gewonnen hatte, folgend, hielt er das Volk bis zu seinem Tode mit einem gnadenlosen Terror im Innern im Zaune. Heute werden die Massengräber der Opfer der Franco-Zeit ausgegraben. Die Enkel der Opfer des Bürgerkriege wollen sich nicht mehr hinhalten lassen von den alten Mächten, die bis vor kurzem mit allen juristischen und machtpoli...

Ihre verstorbene Hoheit von Alba und das von ihr geknechtete Volk

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Unser Volks-BILD-ungsblatt schreibt in der Rubrik “Unterhaltung” anlässlich des Todes der Herzogin von Alba: Mit 63 Adelstiteln war Maria del Rosario Cayetana Fitz-James Stuart, die 18. Herzogin von Alba, offiziell Rekordhalterin. Zuletzt sorgte sie im Jahr 2011 für Aufsehen, als die zweifache Witwe einen 25 Jahre jüngeren Beamten heiratete. Die Herzogin von Alba galt als eine der reichsten Frauen Spaniens. Ihr Vermögen wird auf bis zu 3,5 Milliarden Euro geschätzt, zu dem mehrere Paläste, Ländereien und wertvolle Kunstwerke gehören. Mit ihrer Vorliebe für extravagante Kleider und weiße Pudellocken war die 88-Jährige seit Jahren ein Liebling der spanischen Boulevardpresse. Klatsch und Tratsch lenkt von den Hintergründen ab. Cayetana Fitz-James Stuart war Großgrundbesitzerin und besaß besonders viele Ländereien in Andalusien . Die spanischen Adelsclans lebten Jahrhunderte mit ererbten Vermögen auf Kosten vieler Spanier, die um den täglichen Lebensunterhalt kämpfen mussten. Die Fra...

Barcelona hat keine Lust auf Samaranch

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Juan Antonio Samaranch wurde 1966 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und Sportminister unter Diktator Francisco Franco . Am 16. Juli 1980 wurde er siebenter Präsident des IOC. Im Jahr 2001 folgte ihm in dieser Position nach 21 Jahren der Belgier Jacques Rogge nach. 2010 ist er gestorben. Samaranch stammte aus Barcelona. Samaranch war trotz seiner Prominenz in Katalonien und vor allem in Barcelona nicht besonders beliebt. Das holt ihn jetzt 4 Jahre nach seinem Tod ein. Die konservative Partido Popular (PP; Volkspartei) hatte im Stadtrat von Barcelona den Antrag gestellt, eine Straße nach Samaranch zu benennen. Die Stadtverwaltung hatte sich auch schon für eine mögliche Umbenennung der Avenida del Estadi, der Straße, die zum Olympiastadion führt, ausgesprochen. Bereits im vergangenen Jahr war Umbenennung die Gegenstand von politischen Auseinandersetzungen innerhalb des Bundes der Nachbarschaftsvereine von Barcelona (FAVB) und weiteren politischen Gruppierunge...

Eine Kirche, die keine Barmherzigkeit kennt

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Spanien wird geschichtsbewusst. War der Bürgerkrieg der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts dem Erklärungsmonopol der siegreichen Militärs und Faschisten unterworfen, wächst jetzt der Widerstand gegen diese Form der Geschichtsklitterung. Während in Südamerika, Südafrika und auch in den ehemaligen Ländern des Ostblocks Wahrheitskommissionen und Organisationen zur Aufarbeitung der Vergangenheit eingesetzt wurden, wurde in Spanien die dunkle Geschichte des Bürgerkriegs und der Franco -Diktatur unter Verschluss gehalten. Dies war der Preis dafür, dass die Militärs, die sich mit den entsprechenden Gesetzen die Strafverfolgung vom Leibe hielten, beim Übergang von der Diktatur in die Demokratie mitspielten.   Dass es in Spanien besonders lange dauert mit der Aufarbeitung der Geschichte, ist auch der katholischen Kirche zu verdanken. Schließlich war der Diktator ein superfrommer Betbruder, der meinte Gott auf seiner Seite zu wissen. Die Kirche sammelte ihre Privilegien gestü...

Diese spanische Monarchie ist von Franco's Gnaden und wird es schwer haben

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Der Journalist Daniel Barredo hat ein Buch mit dem Titel "El tabú Real" (Das königliche Tabu) geschrieben. In diesem Buch hat er untersucht, wie das spanische Königshaus in der Öffentlichkeit ankommt. Dazu hat er mehr als 4.000 journalistische Berichte im Hinblick auf die Verschleierungstaktik des Königs gegenüber der Öffentlichkeit untersucht. Schon zu Beginn seiner Ausführungen stellt er die Behauptung auf: "Je reifer die Demokratie, um so schneller entfernt sich die Gesellschaft von der Monarchie" und stellt dazu die Frage, ob die Bourbonen auf dem spanischen Thron noch eine Zukunft haben. Er ist sich sicher, dass die aktuelle Monarchie verschwinden wird, denn sie ist eine Monarchie von Gnaden des Diktators Franco . Eine Monarchie des Übergangs aus der Diktatur in die Demokratie. Die spanische Gesellschaft nimmt aber die in der Zeit der Übergangs diktierten Bedingungen nicht mehr so einfach hin. Sie entfernt sich immer mehr von diesem Modell, dessen Ausdruck ...

Spanische Militärs wollen katalanische Politiker vor Kriegsgericht stellen

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Die institutionelle Krise in Spanien spitzt sich durch die Drohung Kataloniens, sich einseitig unabhängig zu erklären, immer mehr zu. Die größte Oppositionspartei PSOE (Sozialisten) schlägt als Mittelweg die Änderung der Verfassung im Hinblick auf die Einrichtung eines spanischen Bundesstaates vor. Die konservative Regierung ist sich uneins, wie weit man den Katalanen entgegen kommen soll, aber es verstärkt sich der Widerstand gegen eine Änderung der Verfassung. Spanien wurde bis Ende der siebziger Jahre von einer Militärdiktatur unter dem Diktator Francisco Franco regiert. Nach der Wende zur Demokratie versuchte 1978 der Oberst Tejero einen Putsch, der aber dank der abweisenden Haltung des Königs keinen Erfolg hatte. Aber die Allmachtsphantasien der Militärs, die sich für die Hüter der spanischen Verfassung halten, sind immer noch vorhanden. In dem sich zuspitzenden Konflikt hat sich nun der Vereinigung des spanischen Militärs (Asociación de Militares españoles (AME)) zu Worte ...

Unterhaltszuschuss für den Rey sorgt für Ärger

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Das "Haus des Königs" (Casa del Rey) wird im kommenden Jahr knapp 9 Millionen Euro aus dem Haushalt des spanischen Staates bekommen. Die Zahlung erfolgt auf der Grundlage der Verfassung, die regelt, dass der König aus dem Staatshaushalt "ein Globalsumme, über die er frei verfügen kann, für den Unterhalt seiner Familie und seines Hauses" zugewiesen bekomme. Man darf nicht ganz vergessen, dass die Monarchie den Spaniern vom Diktator Franco aufs Auge gedrückt wurde. Auch wenn der König in einigen Situationen eine mutige und demokratische Haltung gezeigt hat, mit der er einiges an Sympathien für die Monarchie gewonnen hat, so gibt es in Spanien doch noch eine sehr starkte republikanische Strömung. Der kritische Punkt der Zuwendung an Ihre Majestät ist weniger die Höhe des Betrages, sondern die Tatsache, dass die Volksvertreter keinen Einfluss darauf haben, für was ihr Staatsoberhaupt das Geld ausgibt. Die Verwendung wird ihm selbst überlassen. Den Erz-Republikanern von ...

Gürtel reisst die Maske ab

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Der Bau-Unternehmer Francisco Correa hatte sie alle in der Hand, die Elite der spanischen Oppositionspartei Partido Popular (PP). In den Zeiten, in der sie mit Aznar an der Macht waren, hatten sie viel zu vergeben. Der Immobiliensektor in Spanien boomte wie nie. Da war es wichtig, die lukrativen Baugenehmigungen zu bekommen und es war gut, wenn man sich mit den Herrschenden gut stellte. So schaffte es Correa mit viel Geld, viele Abhängigkeiten zu schaffen. Das Ganze flog Jahre später auf und ging als der Fall "Gürtel" (deutsche Übersetzung für Correa und Tarnname für die Ermittlungsaktion des Staatsanwalts) in die Geschichte ein. Als der Staatsanwalt einige der Verdächtigen verhaften liess, erwischte es unter anderem auch den Buchhalter von Correa, José Luis Izquierdo, der in seiner Hand krampfhaft einen Datenträger - Pendrive (USB-Stick) - verstecken wollte. Aber die Polizei liess sich nicht beirren und beschlagnahmte das Beweisstück. Da war es dann auch fein säuberlich dra...