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Verkehrschaos in Bukarest und keiner will aufs Auto verzichten

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In den letzten Tagen nach Beginn des neuen Schuljahres verstärkt noch durch Regenfälle hat Bukarests Verkehr die Nerven der Fahrer vor eine schwere Belastungsprobe gestellt. Zu Spitzenzeiten braucht man auf den großen Boulevards eine halbe Stunde, um ein paar hundert Meter weiter zu kommen. Autobusse und Trolleybusse sind ebenfalls im Verkehr blockiert, da es für sie keine eigene Fahrspuren gibt. Die Autofahrer blockieren auch noch die Straßenbahnschienen, weil sie meinen so schneller voran zu kommen. Die Verkehrspolizei erklärt, dass die Zahl der Autos in Bukarest in den letzten 3 Jahren erheblich angestiegen ist und die Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel zu wenig benutzen. Dazu kommt noch der Durchgangsverkehr, da die Stadt bisher keinen funktionierenden Autobahnring hat. Dies schreibt die Webseite “Hotnews.ro” zur derzeitigen Verkehrssituation in der Stadt. Ein steiler Anstieg des Individualverkehrs, ein unzureichender öffentlicher Nahve...

Mais Amor, Menos Motor! - Brasilianer gegen Autowahn

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In Brasilien gibt es eine Bewegung, die sich "Bicicletada" nennt. Sie wurde nach dem Beispiel einer Bewegung, die  in den 90er Jahren in San Fancisco, USA, entstanden war, gegründet. Die Bewegung in San Francisco nannte sich " Critical Mass ". Es geht darum, das Fahrradfahren popular zu machen und Druck auf die Politiker auszuüben, dass den Fahrradfahrern mehr Raum auf öffentlichen Straßen eingeräumt wird. Das Fahrradfahren wird als ein ökologisches und nachhaltiges Transportmittel propagiert. Das Schlagwort "mais amor, menos motor" bedeutet auf Deutsch "mehr Liebe, weniger Motor". Es handelt sich um eine Bürgerbewegung ohne Führer und ohne Statuten. Sie fallen aber gerade in brasilianischen Großstädten mit ideenreichen Aktionen auf. Auf ihrer Webseite erklärt die Bewegung ihre Ziel: "Wir haben keine zentrales Ziel, diese werden immer von den Teilnehmern bei ihren Aktionen formuliert. Wir machen gemeinsame Demonstrationen. Die "Bicic...

Bukarester Gene mutieren

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Rumänien war und ist immer noch ein armes Land. Zu Zeiten der kommunistischen Diktatur hatte man nicht einmal das Geld, sich ein Fahrrad zu kaufen. Ganz davon abgesehen, dass diese im staatlichen Produktionsplan auch nicht vorgesehen waren. Schließlich hatte man ja den öffentlichen Nahverkehr oder die Pferde- und Ochsenkarren. Nach der Revolution gierten alle Rumänen nach einem Auto. In der Regel kramten sie, nachdem sie endlich die lang ersehnte Reisefreiheit bekamen, all ihr Geld zusammen und erwarben sich Devisen, um den Westeuropäern damit die Schrottautos abzukaufen. Hauptsache 4 Räder und ein Motor, auch wenn der nicht lange hielt. Inzwischen hat sich Rumänien sehr gewandelt. Der Strassenverkehr ist gerade in den Städten und besonders in Bukarest explodiert und die Infrastruktur hat damit kaum Schritt gehalten. Autoverkaufshäuser sind aus dem Boden geschossen wie Pilze. Beliebt war auch, dass rumänische Arbeitgeber ihren Beschäftigen Benzinkostenzuschüsse gaben, was...

Wenn alle so fleissig radeln würden wie die Elsässer

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Die Zeitung "L'Alsace" macht eine Rechnung auf: "Frankreich würde 17 Milliarden Euro mehr einnehmen, wenn die Franzosen so häufig radeln würden wie die Elsässer ". Erstaunlich, dass die Elsässer dem Rest ihrer Landsleute so weit voraus sind. Aber es scheint so zu sein, dass Frankreich zwar das Land der "Tour de France" ist und bei der Anzahl der Fahrräder oder wie man in Frankreich sie nennt, der "Vélos", die sie in ihrem Besitz haben, weltweit an 4. Stelle liegt. Aber leider sind sie faul, die Franzosen westlich und südlich der Vogesen. Sie radeln pro Jahr und Kopf nämlich nur 87 km und liegen damit abgeschlagen am Ende der europäischen Rangliste, die von Holländern und Dänen mit 800 bis 1000 km pro Jahr angeführt wird. Die Elsässer sind so fleissig wie ihre deutschen Nachbarn, was die Fahrradnutzung angeht. Beide kommen auf eine Jahreskilometerleistung von 250 bis 300 km im Jahr. Wenn die Franzosen sich da einen Kick geben wür...