Posts

Posts mit dem Label "katastrophenschutz" werden angezeigt.

Überschwemmungen und Erdrutsche in Brasilien und mangelnder Zivilschutz

Bild
In den brasilianischen Bundesstaaten Minas Gerais, Espirito Santo und Rio de Janeiro hat es Ende Januar heftige Regenfälle mit Überschwemmungen und Erdrutschen gegeben. Der Beauftragte für Menschenrechtsfragen und Minderheiten des brasilianischen Parlaments, Helder Salomão, hat die Region besucht und von den Verantwortlichen dringende Maßnahmen zur Beseitigung der Notlage der Bevölkerung gefordert. Die Situation sieht nach Schilderung des Blogs "Combate racismo ambiental" so aus: In den letzten Tagen sind 3 Bundesstaaten des Südostens von Überschwemmungen heimgesucht worden, die zu Bergrutschen, Toten, Zusammenbruch von Gebäuden und anderen Problemen auf Grund der starken Regenfälle geführt haben. In Espírito Santo ist in zwei Städten der öffentliche Notstand ausgerufen worden und in 16 weiteren eine Notsituation. Bisher wurden 10 Tote und circa 14.000 Obdachlose gezählt. In Minas Gerais gibt es bereits 55 Tote und 101 Städte in Notlage. In Rio steigt die Zahl der Obd...

Tsunami-Gefahr an der französischen Mittelmeerküste

Bild
Es betrifft wohl nicht nur die französische Mittelmeerküste, aber Frankreich sorgt wenigstens vor. Ein von mehreren französischen wissenschaftlichen Organisationen und Behörden erstelltes Szenario sieht folgendermaßen aus: “An einem schönen Nachmittag im Sommermonat August. Die Strände von Bandol , Sanary und Six-Fours-les-Plages in der Provinz Var sind voll mit Menschen. Eine enorme Welle von 2 bis 3 Metern schwemmt innerhalb kürzester Zeit tausende von Badende weg. Die Bilanz der Präfektur der Provinz Var: Zwischen 650 und 760 Toten und viele Schwerverletzte in diesen Gemeinden. Fast die gesamte Front der französischen Mittelmeerküste wird von einem mächtigen Tsunami getroffen, der 62 Minuten zuvor durch ein schweres Seebeben im Norden von Algerien ausgelöst wurde….” Das Szenario ist durchaus real. Ein Experte des Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien (CEA) erläutert den Hintergrund: “In den letzten 4 Jahrhunderten gab es einige Dutzende dieser Ereignisse in d...

Nova Friburgo 100 Tage nach dem Desaster

Bild
Die Tagesschau berichtete am 28. Januar: "Gut zwei Wochen sind seit der großen Flut aus den Bergen vergangen. Die Menschen sind immer noch wie betäubt. In den betroffenen Städten wie Teresópolis oder Nova Friburgo sind ganze Viertel verschwunden. In Coiabá ist eine Siedlung mit 120 Häusern einfach nicht mehr da, begraben unter einer vier Meter hohen Schlammschicht. Eine Katastrophe, die inzwischen aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Wie es weitergeht, interessiert jetzt nur noch die Betroffenen. Eine Bestandsaufnahme für Nova Friburgo hat "A Voz da Serra" (AVS; Die Stimme der Berge) heute veröffentlicht. Danach ist die Stadt immer noch dabei, die unmittelbaren Spuren der Flut zu beseitigen. Noch sind Traktoren und Lastwagen dabei, die Schäden aufzuräumen. Trotzdem keimt in der Stadt wieder das Gefühl der Hoffnung auf. Vom am stärksten betroffenen Stadtteil, Córrego Dantas, bericht AVS, dass jetzt der viele Schlamm langsam verschwindet, LKW's Erde wegfahren ...

Lerne die Katastrophe kennen

Bild
Der brasilianische Katastrophenschutz ( Secretaria Nacional de Defesa Civil ) hat gewarnt. Für die derzeitige Katastrophe in der Bergregion von Rio de Janeiro hat es nichts gebracht. Die derzeitige Katastrophe ist nach Aussagen der Zeitung "Folha", das größte durch Regenfälle je verursachte Desaster in Brasilien. Inzwischen werden über 600 Tote gezählt. Die veröffentlichte Liste der Toten ist beängstigend. Dabei hat der Zivilschutz schon auf die Gefahr dieser Katastrophe unter dem Stichwort " Erdrutsche " hingewiesen: "Erdrutsche entstehen durch das Abrutschen von festem Material, wie Erde, Felsen, Vegetation und Baumaterial entlang von Steilhängen. Die Erdrutsche an Steilhängen und Stadthügeln haben in den letzten Jahren alarmierend zugenommen und zwar auf Grund des ungeplanten Wachstums der Städte mit der Besetzung neuer Zonen von hohem Risiko vor allem durch die Bevölkerung um geringem Einkommen. Erdrutsche entstehen in den Zeiten heftiger und langanhal...

EU-Kommissarin hält nichts von Zentralisierung der Katastrophenhilfe

Bild
Rumänien wurde in den vergangenen Wochen von heftigen Regenfällen heimgesucht. Grosse Teile von Ostrumänien wurden überschwemmt. In der Stadt Galatz an der Donau ist ein Damm gebrochen. Und das Wasser der Donau steigt und steigt. Cernavoda , wo das einzige Atomkraftwerk Rumäniens steht, ist unter Wasser. Die Presse berichtet, dass der Ort ein einziges Schwimmbad sei. Auch die Schwarzmeerstadt Konstanza kämpft mit dem Wasser. Die rumänische Regierung hat lange gezögert bis sie endlich die Hilfe von der EU erbeten hat. Das war auch der Grund der Zeitung "Romania Libera" die EU-Kommissarin Kristalina Gheorghieva , zuständig für internationale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe, zum Thema Katastrophenhilfe innerhalb der EU zu befragen. Gheorgheva erklärte, dass man in der EU-Kommission keine zentrale Institution zur Katastrophenhilfe favorisiere. Dagegen werde versucht, die eigenen Kapazitäten der Mitgliedsländer zur Katastrophenbekämpfung zu verbessern. So habe d...

Endet Brasiliens Ölrausch wie in Louisiana?

Bild
Petrobras , der brasilianische Energiemulti, halb staatlich, halb privat kümmert sich auch um das Öl, das im pré-sal , im Meer unter den Salzstöcken liegt. Nach Angaben von Petrobras handelt es sich um Öl von fossilem Urprung, für die Millionen Jahre für die Entstehung in unterirdischen Kavernen gebraucht wurden. In Brasilien liegen die grössten Reserven im Meer, in Tiefen, die nach eigenen Angaben von Petrobras so tief wie nirgendwo sonst bei der Ölforderung sind. Aber Petrobas schafft das: "Das Öl zu finden verlangte von Petrobras Wissen und Technologie, neben Kühnheit und Kreativität. Die existierenden Techniken zu analysieren, anzupassen, zu perfektionieren, um in einem nie dagewesenen Szenario zu arbeiten, hat uns zum Weltführer in diesem Sektor gemacht. Die tiefen Wasser zu besiegen brachte uns noch einmal eine Herausforderung: Öl aus dem Meer zu gewinnen und zu verarbeiten." Petrobras sucht das Öl also noch unter den im Meer befindlichen Salzstöcken. Die...

Programm "Regenschirm" beugt vor

Bild
Den Brasilianern stecken die immer härter zuschlagenden Wetterkapriolen und die daraus folgenden Katastrophen doch langsam in den Knochen. Man lernt und sucht jetzt das Heil in der Vorbeugung und im besser koordinierten Zivilschutz. Die Stadtverwaltung in Recife / Pernambuco hat daraus ein Programm gemacht. Das Programm heisst "Programa Guarda-Chuva". Ein "Guarda-Chuva" ist ein Regenschirm. Den braucht man nämlich demnächst des öfteren im brasilianischen Nordosten . Die Regenzeit steht nämlich vor der Tür. Das Unwetter in Rio de Janeiro ist ein heilsamer Schock, um die Vorbereitungen auf das grosse Wasser auch anderswo im Land zu intensivieren. Was ist nun das Programm "Guarda-Chuva"? Die Stadtverwaltung Recife hat eine Webseite erstellt, in welcher sie das Programm erklärt: Ständige Präsenz der Statdtverwaltung auf den Hügeln und in der Ebene, Überwachung von Zonen mit hohem Risiko, Wiederaufnahme der Arbeiten, die unterbrochen wurden, systemat...