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Bolsonaro wird ungemütlich und setzt Agrobuisness und Großgrundbestitzer unter Druck

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In einigen Monaten sind Präsidentschaftswahlen in Brasilien. Für Bolsonaro sieht es nicht gut aus. Deshalb braucht er Geld, viel Geld um den Brasilianern nochmal mit Fake-News und großem Propaganda-Aufwand die Augen zukleistern zu können. Seine treueste Gefolgschaft sind die Großgrundbesitzer und das Agrobuisness, denen er während seiner Amtszeit jeden Gefallen getan hat.  Nun versucht er bei diesen Leuten nach bester Mafia-Manier das Geld für seinen Wahlkampf einzutreiben. Mit der Haupttreiber dieser Aktion ist sein Sohn Flavio Bolsonaro und der Chef der Bolsonaro-Partei PL, Valdemar Costa Neto . Letzterer ist ein wegen Korruption und Geldwäsche verurteilter Abgeordneter, der einige Zeit im Gefängnis sass und zuletzt begnadigt wurde. Flavio Bolsonaro ist auch in dunkle Geschäfte verwickelt, gegen ihn wird zur Zeit ermittelt, weil er Gehälter seiner Angestellten unterschlagen haben soll.  Jornal do Brasil berichtet, dass viele Vertreter des Agrobusiness von der Art und Weise...

Aus der Hölle für Schweine frisch auf den europäischen Tisch

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"Die Misshandlung der Tiere ist weit verbreitet im Sektor der spanischen Schweinezucht. Die Tiere werden nicht als Lebewesen, sondern als Ware behandelt", schreibt die Journalistin Esther Vivas. In ihrem Meinungsbeitrag , den ich nachstehend übersetzt wiedergebe, schildert sie in der Zeitung "El Periódico" die Zustände in der spanischen Schweinezucht und -verarbeitung: Wir leben in einem Land von Schweinen, das ist wörtlich zu verstehen. In Spanien werden jedes Jahr 46 Millionen dieser Tiere geopfert, eines pro Einwohner, die höchste Zahl in ganz Europa. Fleisch, das zum größten Teil für den Export bestimmt ist. Die Schweine wachsen und leben unter miserablen Bedingungen hier, zusammengepfercht auf wenig Raum, auf Gitterböden und umgeben von Fäkalien werden sie nie das Licht das Tages sehen. Danach werden sie geschlachtet und weg sind sie. Was lassen sie zurück? Ein Haufen Scheiße.  Katalonien ist das Gebiet mit den meisten Schweinen in Spanien. Von den 4 Mil...

Gewissenlos, unverfroren, geldgierig und gewalttätig

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Sie gehören zur guten Gesellschaft São Paulo’s, die Familie Vilela, und sind gleichzeitig die größten Viehzüchter und Zerstörer der Wälder Brasiliens. Ihren Reichtum haben sie sich mit Landraub und illegaler Abholzung geschaffen. Im Juni letzten Jahres ging die Polizei gegen das Netz dieser Entwaldungs- und Agrarmafia vor. Das Oberhaupt der Bande war Antônio José Junqueira Vilela Filho auch Jotinha genannt, 39 Jahre alt, dem es gelungen war im Laufe der Jahre Ländereien mit einer Fläche von 300 qkm zu ergaunern bzw. zu rauben. Im Juli 2016 stellte er sich der Justiz. Schon der Vater von Jotinha war ein brutaler Geschäftsmann, der beim Erwerb von Land keinerlei Rücksicht auf gesetzliche Vorgaben nahm. Sein Sohn hat ihn aber noch übertroffen. Der Blog “Racismo Ambiental” schreibt dazu folgendes: Obwohl es keine einfache Sache war, ließ Jotinha seinen Vater wie einen Amateur aussehen. Jotinha kann man heute als die Person vorstellen, die als natürliche Person die ...

Brasiliens “Rassist des Jahres” zieht wieder mit großer Mehrheit ins Parlament ein

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Im März dieses Jahres hatte die Nichtregierungsorganisation “ Survival ” den brasilianischen Abgeordneten Luis Carlos Heinze zum Rassisten des Jahres gewählt. Diese “Ehrung” erhielt er auf Grund seiner beleidigenden Kommentare gegen Indigene, Homosexuelle und Schwarze im Land. “Selbst in der Regierung gibt es ehemalige Sklaven, Indios, Homos, Lesben, alles war zu nichts taugt und sie geben der Regierung die Richtung vor”, erklärte er noch im November 2013 auf einer öffentlichen Versammlung. Heinze ist Landwirtschaftsingenieur, 63 Jahre alt und Mitglied der Evangelisch-Lutheranischen Kirche. Dieser Christ ist vor allem durch seine Hetze gegen Indigene aufgefallen, die er ungestraft als wild, primitiv und Krebsgeschwür bezeichnet. Er trat bei Spendenversammlungen zur Unterstützung von Milizen gegen die Indigenen auf und warb für die Vertreibung von Indigenen im Streit um Land mit Waffengewalt. Das geht dann etwa so: “Was machen die Produzenten in Pará ? In Pará schließen sie Verträge...

Der Freihandel fördert die tödlichste Exportwaffe der USA: Die Fettleibigkeit

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Im “New Internationalist Blog” befasst sich Oliver Williams mit dem Thema der Fettleibigkeit der amerikanischen Bevölkerung und deren Export in viele andere Länder dieser Welt. Er schreibt: “Eine einst typische amerikanische Krankheit hat sich zu einer globalen Pandemie ausgeweitet. Fettleibigkeit und die Krankheiten, die mit ihr verbunden sind wie Diabetes , Bluthochdruck und Herzerkrankungen, finden ihre Verbreitung in der sich entwickelnden Welt. Die USA geben ungefähr jährlich 150 Milliarden US$ für die Behandlung der Fettleibigkeit und mit ihr verbundene Krankheiten aus. Die meisten anderen Länder haben diese Finanzmittel nicht: Die Menschen werden entweder nicht behandelt oder es gibt dafür nur ein knappes Gesundheitsbudget. In den entwickelten Ländern ist Diabetes eine behandelbare Krankheit. Aber leider, wie es ein Endokrinologe kürzlich in der New York Times feststellte, haben anderswo auf dem Globus viele Menschen kein Zugang zu Pflege und bekommen kein Insulin, Blutdr...

Brasilianische Sklavenhalter sitzen im Parlament

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Im brasilianischen Parlament schmort seit 8 Jahren ein Gesetzentwurf zur Sklavenarbeit . Der Präsident der Parlamentarischen Untersuchungskommission zur Sklavenarbeit, Cláudio Puty, hat jetzt in einem Interview erklärt, dass die Repräsentanten der Agrarindustrie im Kongress die Umsetzung des Gesetzentwurfes verhindern. Er bezeichnet diese Gruppe als “moderne Sklavenhalter”. Diese Woche hatte Agrarier-Gruppe eine Abstimmung verhindert mit dem Argument, dass das brasilianische Gesetz nicht klarstellt, worum es sich bei der Sklavenarbeit handelt. Der Gesetzentwurf sieht die Möglichkeit vor, dass im Rahmen der Agrarreform Güter enteignet werden können, in denen Beschäftigte wie Sklaven gehalten werden. Die größten Sünder sind die Landbesitzer und einige Unternehmen im städtischen Bereich vor allem im Bauwesen oder im Textil-Sektor. Dort hat die Sklavenarbeit eine lange historische Tradition.  Die Parlamentarier, die gerne alles so weiterlaufen lassen wollen, wie es bisher war, klam...

Die brasilianische Agrarlobby kann nur noch durch ein Veto gestoppt werden

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Paulo Piau ist Abgeordneter der Partei PMDB im brasilianischen Abgeordnetenhaus. Er ist auch Berichterstatter für das in Brasilien umstrittene neue Waldgesetz (Código Florestal). Er stammt aus dem Dunstkreis der Agrarkonzerne und in ihrem Auftrag scheint er gehandelt zu haben als er dem Parlament seinen Bericht und den Gesetzesentwurf vorlegte. Das Parlament hat dem Gesetzesentwurf gestern zugestimmt und hat damit der brasilianischen Regierung eine schwere Niederlage zugefügt. Danach sieht es sehr gut aus für die Umweltzerstörer und Verursacher illegaler Waldrodungen. Der Gesetzesentwurf ist so formuliert, dass sie weitgehend straffrei für die Sünden der Vergangenheit davon kommen und für die Regulierung der Schäden alle Zeit der Welt bekommen und sich gegebenenfalls aus ihrer Verantwortung stehlen können. Carlos Rittl, der Beauftragte des WWF für die Koordination der Programme zum Klimawandel, erklärte dazu: “Es ist nicht zulässig, dass dieses Gesetz angenommen wurde. Weder unte...