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Zittern um’s Leben, eine vorolympische Erfahrung in Rio

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Bis zum Beginn der Olympiade in Rio de Janeiro sind es noch etwa 2 Monate. Einige Sportler trainieren bereits vor Ort auf das große Ereignis, unter anderem auch Mitglieder der spanischen Seglermannschaft. Fernando Echávarri, Goldmedaillengewinner von Peking hatte dabei ein Erlebnis, das ihm und anderen Sportlern Angst macht vor dem, was sie an den Olympischen Spielen erwartet. “In Rio wird zuerst geschossen und dann gefragt. Es ist nicht das erste Mal, dass wir in Rio überfallen werden, aber es ist das erste Mal, dass mir eine Pistole auf die  Brust gesetzt wurde”, berichtete Echávarri der spanischen Presse. Was war passiert? “Die Angreifer waren Jugendliche und sie standen unter Drogeneinfluss und waren sehr nervös. Es ist eine Schande, das Jugendliche, die eigentlich in einer Schule sein müssten, mit einer Pistole rumrennen”, schilderte Echávarri den Vorfall. Die Zeitung “El Periodico” berichtet, dass es dabei zu keinen Personenschäden kam, aber ein Teil...

Das spanische Knebelungsgesetz öffnet Tür und Tor für Willkür

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Bild: Carlos Delgado Seit 1. Juli ist in Spanien das “Gesetz über die Sicherheit der Bürger” (Ley de Seguridad Ciudadana) in Kraft, das bereits zuvor heftige Proteste hervorgerufen hatte und von Protestierenden als “ Ley Mordaza ” (Knebelungsgesetz) bezeichnet wurde. Die konservative Regierung hatte dieses Gesetz gegen die Opposition und weite Kreise der spanischen Gesellschaft durchgedrückt. Ein herausragenden Merkmal des Gesetzes ist, dass die Ordnungskräfte jetzt Strafen verhängen dürfen, die bisher nur Gerichten vorbehalten waren. Zu den neuen Regelungen gehört, dass alle Versammlungen vor dem Parlament und dem Senat, auch vor denen der autonomen Regionen ein Vergehen darstellt, auch wenn keine Parlamentarier tagen. Polizisten dürfen nicht mehr bei ihrer Tätigkeit gefilmt oder fotografiert werden. Bisher konnte auf diese Weise Fehlverhalten von Polizisten nachgewiesen werden. Proteste gegen Zwangsräumungen von Wohnungen werden jetzt verboten, bestraft und kriminalisiert. Ein ...

Was Marseille zur vorrangigen Sicherheitszone macht

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Der französische Präsident François Hollande hatte während seiner Wahlkampagne versprochen seinen besonderen Augenmerk auf die Großstädte mit schwierigen Sicherheitsproblemen zu legen. Definiert wurden diese “Zonen mit vorrangiger Sicherheit” (zones de sécurité prioritaires) als Gebiete mit tief verwurzelter Kriminalität im Bewusstsein der Bevölkerung. 15 solcher Zonen wurden bisher festgestellt, unter anderem gehört auch Marseille dazu. Die Zeitung Libération widmet sich in der Ausgabe vom 6. September der Situation in Marseille, der ärmsten Großstadt Frankreichs. Die Situation der Stadt ist derart alarmierend, dass die französische Regierung einer interministerielles Komitee zur Analyse der Situation einberufen hat. Das größte Problem ist der wirtschaftliche Niedergang durch die gesunkene Bedeutung des Hafens, die eine wirtschaftlich positive Entwicklung und Anreiz zur Ansiedlung von Unternehmen verhindert. Die Stadt verarmt aus diesem Grund immer mehr, 31% der Bevölkerung muss...

Barcelona vergällt Alkoholliebhabern die frische Luft

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Die Stadtverwaltung Barcelona plant eine Änderung ihrer Verordnung über “ziviles Verhalten”. Nach dieser Vorschrift war es bisher untersagt, in der Öffentlichkeit Alkohol in Flaschen und Blechdosen zu sich zu nehmen. Diese Beschränkung auf die Art des Behältnisses schaffte aber vielfache Ausweichmöglichkeiten, denen jetzt auch an den Kragen gegangen werden soll. Alkoholische Getränke dürfen demnächst ungeachtet des Behältnisses, in welchem sie genossen werden, in der Öffentlichkeit Barcelona’s nicht mehr zu sich genommen werden. Der Sprecher des zuständigen Bürgermeisters für Sicherheit, Joaquim Forn, rechtfertigte die geplante Maßnahme damit, dass kein Behältnis diskriminiert werden dürfe. Die bisherige Beschränkung auf Blechdosen und Glas habe keinerlei Sinn gemacht. Es müssten auch Plastikflaschen und Verbundverpackungen mit einbezogen werden. Im Jahr 2011 habe es 27.000 Anzeigen wegen Alkoholgenusses in der Öffentlichkeit gegeben, was zeige, dass eine solche Verordnung funktion...

Barcelona macht Jagd auf Nackte

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Barcelona bereitet sich auf die neue Sommersaison mit einem Angriff auf nackte Haut vor. Ab 15. Juni gibt es eine städtische Verordnung die Nudismus und Semi-Nudismus bestraft. Was das genau sein soll, unterliegt dem subjektiven Empfinden des Polizisten. Diese haben die Gelegenheit bereits benutzt, um Strafen zu erteilen. Die Strafen erfolgen in Form von Geldbussen, die zwischen 120 und 500 Euro liegen können. Die Straftäter haben sie vor allem - wen wundert's - in den Strandvierteln dingfest gemacht. Mit der neuen Norm soll erreicht werden, dass der kommende Sommer in Barcelona ein angenehmer wird. Abgesehen von der Jagd auf gar nicht oder Leichtbekleidete soll Barcelona durch Aufstockung des Polizeipersonals um 210 Beschäftigte sicherer gemacht werden. Die neuralgischen Zentren der Stadt wie Rambla, Gràcia, der Park Güell und die Springbrunnen von Montjuïc sollen neben den Stadtstränden stärker überwacht werden. Mit Spezialdientsten sollen die großen Feste der Stadt wie die Joh...

Aufatmen: Rio de Janeiro ist eine friedliche Stadt!

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Zumindest, wenn es nach dem Staatssekretär für Sicherheit im Bundesstaat Rio de Janeiro, José Mariano Beltrame, geht. "Rio ist nicht gewalttätig" behauptet er und "es gibt eine kleine Anzahl von Personen, die Panik unter den 16 Millionen Einwohnern verursachen. In Rio gibt es einige Brennpunkte der Gewalt. In manchen Stadtteilen haben wir aber Kriminalitätsraten wie in europäischen Städten." Er hat auch etwas dagegen, dass man die Lage in Rio mit anderen brasilianischen Städten vergleicht. "Rio ist anders. Wo gibt es kriminelle Banden mit einer Banden-Ideologie? Hier sind "Wir", ich bin der Kommandant? Wo gibt es eine Gruppe von Personen bis an die Zähne bewaffnet mit Waffen und exklusiver Munition der Armee? Wo gibt es Orte, wo die Polizei nicht hingeht, wo es eine Territoriumsgrenze gibt? Die Herren Journalisten wissen das, denn sie müsse um Erlaubnis bitten oder Geld bezahlen, um ihre Arbeit verteilen zu dürfen. Wo haben wir das? In Porto Alegre, C...

Schizophrenie in El Prat - Barcelona

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Unter dem Titel: "Die Sicherheitsbehörden des Flughafens von El Prat Barcelona behandeln die Reisenden härter wie die Flughafengeschäfte" (más dura con los viajeros que con las tiendas) macht El Periódico auf eine Sicherheitslücke auf dem Flughafen aufmerksam. Ein Video zeigt, dass Flughafenangestellte ohne Kontrolle einen Wagen voll Waren für die Geschäfte in die innere Zone des Flughafens bringen können. Man stelle sich mal vor, man versucht das als Passagier! Ein gespaltenes Sicherheitbewusstsein mit den üblichen menschlichen Unzulänglichkeiten. Bildquelle: http://noticias.vuelosbaratos.es/wp-content/uploads/2008/07/el-prat.jpg

Bahnhof ohne Gesetz

In der Zeitung "La Vanguardia" regt sich ein Leser über RENFE, die spanische Eisenbahn, auf. RENFE hat auf einem der Hauptbahnhöfe Barcelonas, der Plaza Catalunya, die Fahrkartenschalter abgeschafft und durch Automaten ersetzt. Unsern Leser ärgert das über alle Massen, da die Automaten zeitraubend zu bedienen sind und die Schnelligkeit auch darüberhinaus dadurch gemindert wird, dass die Automaten von Bettlern umringt sind, die auf die Spende des vom Automaten ausgespuckten Kleingeldes warten und wohl recht impertinent ihrer Erwartung Ausdruck verleihen. Proteste bei den Angestellten von RENFE blieben erfolglos, da diese vor dieser "banda de pedigüeños" (habe leider kein deutsches Wort dafür gefunden) selbst Angst haben. Die Kommentare anderer Leser zu diesem Bericht haben eine fremdenfeindliche Tendenz, es wird über Immigranten hergezogen, die Menschen ohne Visas. Der Leser hatte darauf eigentlich nicht Bezug genommen. Den Kommentierer Darth Sauron verführt dies zu ...

Das Flugzeugunglück von Sao Paulo

Nach der Flugzeugkatastrophe von São Paulo am 17. Juli, bei der rund 200 Menschen ums Leben kamen, ist Brasiliens Regierung in die Schusslinie der Experten geraten. Das Unglück sehen viele als vorläufigen Höhepunkt einer schweren Krise. Sie hatte Ende September 2006 mit einem anderen schweren Flugzeugunfall begonnen. Der "Stern" berichtet über die Ursachen: Fluglotsen, die kaum Englisch können, stottern oder sogar schwerhörig sind, dazu eine zu kurze Landebahn. Brasilianische Experten sind sich einig: Das Unglück am Congonhas-Airport mit 200 Toten war nur eine Frage der Zeit. Die "Folha de Sao Paulo" hat heute herausgefunden, dass der Inspektor der INFRAERO (zum Verteidigungsministerium gehörende brasilianische Flughafen-Verwaltungsbehörde) am Tag des Unglücks mit dem Auto die Piste kontrolliert hat ohne aus dem Auto auszusteigen ("nem desceu do carro para fazer a inspeção"). Die Deutsche Welle berichtete: "Erst Ende Juni war die Modernisierung der Ha...