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Der Feind Nummer 1 Brasiliens ist der Indio. Den braucht man nicht

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Die Schauspielerin und Journalistin Fernanda Torres hat sich im Hinblick auf den Abbau der Rechte der Indios durch die Regierung Bolsonaro in einem Beitrag für die Zeitung "Folha", der auch im Blog "Combate Racismo Ambiental" veröffentlicht wurde, mit der bisherigen Politik gegenüber den Ureinwohnern des Landes befasst: "2001 wurde Jarbas Passarinho heftigst von den Streitkräften kritisiert, weil er damals als Justizminister in der Regierung von Fernando Collor de Mello das indigene Gebiet der Yanomani festlegte und homologierte. Die ideologischen Wirrungen, die die brasilianische Politik in den letzten 20 Jahren beherrschten, verhinderten dass die Diskussion vertieft wurde. Aber jetzt, gottseidank, ist Johnny Bravo ( Staatspräsident Bolsonaro hatte sich in einem Interview als Johnny Bravo bezeichnet ) an der Macht, gewählt von einem christlichen und ordnungsliebenden Volk, ein Mann, der entschlossen ist auf die uneingeschränkte Verteilung ...

Die brasilianische Gesellschaft befindet sich auf einem abschüssigen Gelände

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Ein P räsident namens Temer , bei dem es keine Zweifel gibt, dass er in Korruptionsfälle verwickelt ist, der aber von einem größtenteils genauso korrupten Parlament in seiner amtlichen Immunität geschützt wird, fördert mit seinem Tun die Intoleranz in der brasilianischen Gesellschaft und die kriminellen Machenschaften gewalttätiger faschistischer Kreise. Der Blogger Sakamoto beschreibt das derzeitige Klima in Brasilien, wo inzwischen ein Vakuum geschaffen werde, in dem Straflosigkeit herrsche: Eine Professorin der Bundersuniversität Rio de Janeiro wurde anlässlich eines Vortrages über die Jahrhundertfeier der russischen Revolution feindlich angegriffen. Ein Jugendlicher erhob sich und begann sie schreiend zu bleidigen und er behauptete, dass es in Brasilien nie eine Diktatur gab. Die Forderungen anderer Teilnehmer, dass er und seine Anhänger sich beruhigen und anständig diskutieren sollten, hatten keine Wirkung und die Sicherheitsleute wurden gerufen. Die Störer behaupteten, da...

Café-Klatsch, raus aus dem nationalen Ghetto rein in die Region

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Die Musikgruppe MANNIJO stammt aus dem Dreiländereck Frankreich, Deutschland, Luxemburg. Jo Nousse, Mitglied der Gruppe, erklärt in einem Interview mit den engagierten Bloggern aus Lothringen (BLE) seine Musikgruppe folgendermaßen: “MANNIJO ist eine französisch-deutsche Musikgruppe, die es verstanden hat, alle Ingredienzen zu finden, um einem größeren Publikum ein herzliches Europa des Chansons zu präsentieren. Die Gruppe wurde 1997 vom Rheinländer Manfred “Manni” Pohlmann und mir gegründet. MANNIJO zeigt musikalisch unsere Leidenschaft für Interkulturaliät und unsere gemeinsame Muttersprache: Das Fränkische (die alte Sprache von Karl dem Großen!). MANNIJO hat sich bald zum Leuchtturm der grenzüberschreitenden Musikszene entwickelt, indem es in seinem Repertoire die Sprachen gemischt und gemeinsam genutzt hat: Französisch, deutsch, moselfränkisch, luxemburgisch, italienisch, korsisch, bretonisch, englisch, okzitanisch, katalanisch und jiddisch.” Jo Nousse meint weiter: “17 Jahre...

Rumänien vor der 2. Runde der Präsidentschaftswahl: Wird sich was ändern?

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Die erste Runde der rumänischen Präsidentschaftswahlen ist vorbei, die Spreu hat sich vom Weizen getrennt und in der 2. Runde werden sich der derzeitige Ministerpräsident Victor Ponta und der Bürgermeister von Hermannstadt/Sibiu, Klaus Johannis , gegenüber stehen. Die ersten Wahlanalysen besagen, dass Ponta bei den Alten, Menschen mit einfacher Bildung und aus dem ländlichen Raum gewonnen hat. Johannis hat seine Stimmen vor allem bei der jugendlichen Stadtbevölkerung und den gut ausgebildeten Menschen gewonnen. Räumlich hat Johannis die Mehrheit der Stimmen in Siebenbürgen geholt, während Ponta vor allem im Süden (Walachei, Dobrudscha) und im Osten (Moldau) die Mehrheit der Stimmen bekommen hat. Ponta hat allerdings 40% der Stimmen gewonnen, während Johannis nur 30% erhalten hat. Johannis, von manchen rumänischen Kommentatoren auch “unser Deutscher” genannt, hat also noch viel aufzuholen, sollte er rumänischer Präsident werden wollen. Die Journalistin Iulia Marin von der Zeitung “...

Andalusische Hatz auf Roma und Einwanderer

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In dem beschaulichen andalusischen Ort Estepa – bekannt für seine Weihnachtsbäckereien – kam es in den vergangenen Tagen zu Ausschreitungen, die soweit gingen, dass die Guardia Civil einschreiten musste. Sieben Häuser wurden von einem Mob von etwa 400 Personen angegriffen und angezündet. Organisiert wurden die Ausschreitungen über die sozialen Netzwerke im Internet. Es ging darum, dass es in Estepa in letzter Zeit zu einer Welle von Diebstählen kam. Die Bewohner von Estepa beschuldigten zwei Familien, die als “Clan de los Chorizos” (Clan der Gauner) bekannt sind, diese Diebstähle begangen zu haben. Der Clan besteht aus etwa 50 Personen, die zum Teil wegen ähnlicher Delikte vorbestraft sind. Zu dem Zeitpunkt der Ausschreitungen befand sich niemand in den Häusern, die Bewohner waren bereits gewarnt worden und waren geflüchtet. Die Clan-Mitglieder sind Roma (“Gitanos”). In Estepa will man nichts davon wissen, dass es sich bei den Ausschreitungen um Rassismus handelt. Demonstranten e...

Die Roma aus Fantanele, die angeblich Neukölln stürmten

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Der Spiegel berichtete in einem ausführlichen Bericht vom 02.04.2012 vom "Paradies Neukölln". Das rumänische Dorf Fantanele, das in der Nähe von Bukarest liegt und überwiegend von Roma bewohnt ist, hatte gemäß Spiegel die Absicht komplett nach Deutschland und zwar nach Berlin-Neukölln umzuziehen. Ein paar Auszüge: " Ein rumänisches Dorf zieht nach Berlin. 700 sind schon da, viele weitere wollen folgen. Die Geschichte einer Armutswanderung in den deutschen Sozialstaat.....Ein Dorf zieht um. Gut 500 Menschen aus Fântânele leben bereits in der Harzer Straße, 200 weitere sind über Berlin verstreut. Ein Viertel der Gemeinde ist dem Lockruf bislang erlegen, und viele mehr wollen folgen. ....Die kleine Völkerwanderung von Fântânele nach Neukölln ist ein Umzug in den deutschen Sozialstaat, in eine Welt, in der Kindergeld und Hartz IV mehr einbringen als die Schweinehaltung in der Walachei." Der Bericht ist aus deutscher Bauchnabelschau erstellt, obwohl er durchaus ei...

Eine Mautstelle steht für die Rechtlosigkeit der Amazonas-Indigenen

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Unter dem Titel " Transamazonica km 145 ist Anlass für ein Progrom " habe ich über den Konflikt der Indios Tenharim in der Nähe der Stadt Humaitá im brasilianischen Amazonien berichtet. Der Konflikt ist noch weit davon entfernt gelöst zu werden. Die Indios stehen jetzt unter Bewachung (oder Schutz) durch die Armee und Bundespolizei in ihren Dörfern, die weiterhin von der lokalen nichtindigenen Bevölkerung bedroht werden. Die drei 3 Weißen, deren Verschwinden den Konflikt ausgelöst hat, bleiben weiterhin verschwunden. Die brasilianische Bundespolizei verhört derzeit die Indios der Tenharim und dies unter Missachtung ihrer gesetzlichen Rechte. So konnte der Anwalt der Indios an den Verhören bisher nicht teilnehmen. Die Tenharim haben erklärt, dass sie die umstrittene Mautstelle auf der Transamazonica weiterhin aufrecht erhalten werden. Damit haben sie erneut die Volkswut in Humaità und Apuì angefacht. Warum gibt es überhaupt diese Mautstelle? Der Blog "Combate Racismo Am...

Transamazonica km 145 ist Anlass für ein Progrom

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Am vergangenen Freitag besetzten 300 Personen Dörfer des Indio-Reservats Tenharim , das in den Gemeinden Manicoré und Humaitá gelegen ist. Die Region liegt etwa 675 km von der Amazonas-Hauptstadt Manaus entfernt. Die Besetzer wollten damit gegen das Verschwinden von 3 Bewohnern der Stadt Humaitá zu Beginn dieses Monats protestieren. Sie verdächtigen die Indios, diese Personen ermordet zu haben. Die Besetzer zogen eine Spur der Verwüstung nach sich, sie zündeten Häuser und Fahrzeuge im Indio-Dorf von Mafuí an. Unter anderem zerstörten sie auch eine Mautstelle, die die Indios errichtet hatten. Die Transamazonica führt nämlich durch ihr Reservat und daher leiten sie auch das Recht ab, einen Straßenzoll zu erheben. Die Besetzer gingen gezielt gegen die Indios vor. Vor ihrem Angriff auf das Dorf unterbrachen sie die Stromversorgung. Der Techniker der Elektrizitätsgesellschaft erklärte, dass auf die Versorgungseinrichtung geschossen wurde. Zwei Tage vor der Besetzung des Indio-Dorfes k...

Wie der wilde Westen Brasiliens mit lästigen Eingeborenen umgeht

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Im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul herrscht das Gesetz des Stärkeren. Die Stärkeren, das sind in der Regel Großgrundbesitzer, aber auch ausbeuterische Industrieunternehmen insbesondere der Agrarindustrie. Die vor allem darunter leiden sind die indigenen Völker, die seit Urzeiten in dieser Region des Amazonas gewohnt haben. Ich habe bereits mehrfach darüber berichtet, in welcher Form sie trotz nationaler und internationaler Proteste drangsaliert werden. Ihr Leben ist kaum etwas wert und arrogante Fazendeiros machen sich nichts daraus, aufmüpfige Indios einfach zu erschießen. Schließlich bleibt das weitgehend straffrei in dieser Region Brasiliens.   Auslöser sind immer wieder Kämpfe der Indios um ihre angestammten Gebiete, die sich die weißen Siedler mit der bereits geschilderten Selbstverständlichkeit aneignen. Brasilien hatte den indigenen Völkern per Verfassung versprochen, dass ihre Territorien festgelegt und markiert werden, so dass sie ein für alle mal dem Z...

Brasiliens Indigene fürchten wieder einmal hintergangen zu werden

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Der Wolf kommt im Schafspelz daher, das wissen Brasiliens Indigene inzwischen, wenn die Regierung wieder einmal versucht, Gesetzesänderungen durchzusetzen, die nebenbei auch ihre Rechte beeinträchtigen. Der Missionarische Indigenen-Rat (Cimi), der katholischen Kirche nahe steht, hat auf jeden Fall jetzt Alarm geschlagen. Diese Woche versammeln sich die Vertreter der indigenen Völker Brasiliens am Regierungssitz in Brasilia, um gegen geplante Maßnahmen zu protestieren. Die Maßnahmen der Regierung kommen im Schafspelz des Gewöhnlichen daher und haben den Anschein reine Organisationsregeln zu sein. Nur Eingeweihte wie die schon im Umgang mit ihrer Regierung leidgeprüften Indigenen wissen, dass solche Veränderungen oft benutzt werden, um ihre Rechte einzuschränken. Konkret geht es darum, dass im Abgeordnetenhaus zur Zeit eine Änderung der Verfassung anhängig ist, nach der dem Abgeordnetenhaus in Zukunft das Recht zugestanden wird, über die Grenzen der indigenen Territorien und Nat...

Viel Geld in Rumänien für die Roma-Integration, aber die Roma merken nichts davon

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Valeriu Nicolae ist der erste Präsident einer rumänischen Nichtregierungsorganisation ( NGO ) für die Integration der Roma , der jetzt erklärt, dass die systematisch fehlerhafte Verwendung der Hilfsgelder in diesem Bereich ihn veranlassen von seinem Posten zurückzutreten. Valeriu, der sich selbst als “Zigeuner vom Dienst” bezeichnet, hat 2006 in Brüssel gearbeitet und an vielen Konferenzen und Treffen zum Thema Integration und Verbesserung der Lebensbedingungen der Roma teilgenommen. Er ist 42 Jahre alt, IT-Spezialist und hat in Deutschland, England, USA und Kanada gearbeitet. Bei seiner Rückkehr nach Rumänien war er noch der Meinung, dass diejenigen, die in Integrationsprojekten für die Roma arbeiten, Arbeit für die Roma-Gemeinschaften machten. Die Wirklichkeit hat ihn vom Gegenteil überzeugt. Diejenigen, die auf dem Papier für die Integration der Roma arbeiten würden sich in ihrer Mehrheit in teuren Hotels, gezahlt mit viel Geld, aufhalten und Berichte und Strategien auf der Grun...

Elsässer stimmten lustlos über die Wiedervereinigung ab

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Das Elsass existiert administrativ-rechtlich im französischen Staat nicht als Einheit. Elsass ist eine historische Bezeichnung für die Region zwischen Vogesen und Oberrhein. Administrativ ist die Region in zwei Departements aufgeteilt: Bas-Rhin (Niederrhein) und Haut-Rhin (Oberrhein). Die Elsässer fühlen sich aber zumindest folkloristisch einer Region Elsass zugehörig. Dieser Zustand hätte sich jetzt ändern sollen. Die Elsässer stimmten am Sonntag darüber ab, ob die beiden Departements administrativ zu einer Region zusammengelegt werden sollen. Daraus sollte dann ein einheitlicher Regionalrat für das Elsass entstehen. Eigentlich eine wenig weltbewegende Angelegenheit, wenn nicht damit in die vor sich hin tümpelnde elsässische Identitätsfindung neuen Schwung gekommen wäre. Wie schon lange nicht mehr wird die Stellung des Elsass in Frankreichs diskutiert. Bisher überwog das Bedürfnis einer bedingungslosen Anpassung an die französische Sprache und Kultur, obwohl das Elsass historisch ...

Rumänische Ungarn: Gut genug, um Steuern zu zahlen?

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Im Herzen Rumäniens liegt das Szeklerland . Die Heimat der ungarischen Minderheit in Rumänien. Seit längerem kämpfen sie um mehr Autonomie innerhalb des rumänischen Staates, manchmal auch mit tatkräftiger Hilfe aus Budapest. Eigentlich wollen sie aber nur mehr Autonomie innerhalb des Staates, in dem sie leben. Die Partei der Ungarn, die UDMR , war des Öfteren an Regierungen in Bukarest beteiligt und hat die gesamtstaatlichen Interessen ohne exzessiven Forderungen nach Unabhängigkeit vertreten. Trotzdem werden die Ungarn von ihren rumänischen Mitbürgern misstrauisch beäugt und jeder Wunsch nach mehr Autonomie stößt auf geballtes Misstrauen der Zentralisten in Bukarest. Der Bürgermeister der Stadt Sfântu Gheorghe , Antal Arpad, hat dieser Tage seinem Ärger über die mangelnde Anerkennung der ungarischen Minderheit durch die rumänische Regierung und Gesellschaft in einer Rede Luft gemacht. Sfântu Gheorghe, deutsch St. Georg, ungarisch Sepsiszentgyörgy, ist die Hauptstadt des Kreises Co...

Die Leiden und Erfolge der Ziganen in Europa

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Wie soll man sie nun nennen? Die Ziganen? Genauso wie es einen Ziganismus gibt gibt es auch einen Antiziganismus. Die Antiziganismus-Webseite schreibt, dass Sinti und Roma, die landläufig und in der Regel diskriminierend als "Zigeuner" und von den Behörden vorurteilsvoll mit dem alten Nazibegriff als "Landfahrer" bezeichnet werden, bereits im 15. Jahrhundert nach Deutschland eingereist sind. Und weiter: “Die Sinti und Roma lehnen die pejorativ verwendete Fremdbezeichnung "Zigeuner" größtenteils ab, weil sie alle Stereotype und Klischees in sich birgt und transportiert, mit denen die jahrhundertelange Verfolgung bis hin zum Völkermord gerechtfertigt wurde.” Während in unserem Sprachgebrauch sich immer mehr die Verwendung Roma durchsetzt, sieht das in Rumänien und Spanien anders aus. Hier verwendet man immer noch mit Vorliebe den Begriff “ţigăn” (rumänisch, ausgesprochen “Zigan”) und in Spanien das Wort “gitano”, auch wenn hier unter der Druck der EU a...

In Rumänien regt sich der Föderalismus

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Rumänien ist ein zentralistischer Staat. Die kommunistische Diktatur hat dafür gesorgt, dass auch bis in jedes letzte Dorf nur das galt, was aus Bukarest kam. Jetzt scheint aber ein Teil der Bevölkerung langsam genug vom Bukarester Zentralismus zu haben. Das gilt insbesondere für Transsilvanien, auch Siebenbürgen oder auf rumänisch “Ardeal” genannt . Es sind nicht mehr nur die Angehörigen der ungarischen Minderheit, die im Szeklerland wohnen, die mehr Selbstverwaltung wollen, sondern auch die Rumänen, die nördlich und westlich der Karpaten leben, freunden sich mit dem Gedanken an mehr Selbstständigkeit an. Und so kommt langsam eine Diskussion über eine bundesstaatliche Verfassung Rumäniens in Gang, angeregt auch durch die Ereignisse in Spanien und Großbritannien, wo Regionen wie das Baskenland, Katalonien und Schottland nach Unabhängigkeit streben. Die Unabhängigkeit einzelner Regionen ist in Rumänien zwar noch kein Gesprächsthema, aber schon eine zarte Diskussion über bundesstaat...

Angekündigter Völkermord an den Guarani-Kaiowá

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“Wenn die Regierung Krieg haben will, dann kann sie Krieg haben. Wenn sie eine Invasion machen, werden wir auch eine Invasion machen. Wir haben keine Angst vor dem Indio. Wir gehen zum Krieg über und zwar in der kommenden Woche. Von diesen Indios dort wird es vielleicht einigen gelingen zu überleben. Die, die es nicht überleben, werden wir den Schweinen zum Frass vorwerfen”. Breitbeinig erklärt dies der Fazendeiro Luis Carlos da Silva Vieira auf seinem Landgut in Paranhos im Bundesstaat Mato Grosso do Sul der filmenden Presse. Erstaunlich mit welcher Arroganz und ungestraft dieser Großgrundbesitzer auftreten und mit Mord und Totschlag drohen kann. Es zeigt sich, dass das Leben der Indios solchen Leuten nichts wert ist und das angekündigte Blutbad eine reale Bedrohung ist. Die Indio-Völker der Guarani-Kaiowá hatten früher in dieser Region ihre Heimat. Ab den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden sie nach und nach aus ihren Gebieten vertrieben. Die Agrarkonzerne setzten a...

20.000 Roma sorgen für französischen Dauerstress

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Alle Jahre wieder steht das Thema des "fahrenden Volkes", wie die Franzosen die Roma auch nennen, in den Schlagzeilen der französischen Presse. Während die Regierung des abgewählten Staatspräsidenten Sarkozy mit diesem Thema versucht haben auf populistische Weise die französischen Rechtsextremen zu überholen, hat die neue sozialistische Regierung auch nicht verhindert, dass in diesem Sommer wieder Roma-Camps geräumt wurden. Man schätzt, dass es in Frankreich 20.000 Roma gibt. Davon lebt die Hälfte in der Ile de France (Region Paris). Viele von ihnen sollen aus Rumänien kommen. Dabei ist in der Regel in den Medien unklar, was eigentlich als ein "Roma" definiert wird. Rumänen werden oft alle in den "Roma-Topf" geworfen, obwohl die "Roma" als Volk zu den ethnischen Minderheiten Rumäniens gehört. Bei all dem Kuddelmuddel weiss man nie genau, was nun eigenlich gemeint ist, wenn in Frankreich von den "Roms" gesprochen wird. Zumal es auch...