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Ein Wahlbericht der anderen Art aus Rumänien

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Die Internet-Plattform “ Romania de la zero ”, was man mit “Rumänien von Null an” übersetzen kann, wurde von jungen rumänischen Journalisten Anfang dieses Jahres gegründet. Diese flüchteten aus dem rumänischen Presse-Establishment, wo sie beschäftigt, aber von deren Art der Berichterstattung sie enttäuscht waren. Dabei sind es Leute mit Talenten wie zum Beispiel Andrei Craciun, der zum jungen Journalisten des Jahres 2010 für den Bereich Kultur gekürt worden war. Von alternativen Journalisten kann man also das Abweichen von eingetretenen Pfaden erwarten. Das haben Vlad Stoicescu und Andrei Craciun diesmal in der Form eines Wahlberichts aus der Perspektive der letzten Lepra -Station Rumäniens getan. Der Bericht hat den Titel “Das Krankenhaus von Tichileşti, zu Hause bei den letzten Leprakranken Rumäniens. Dort wo niemand wählen geht”. Die Leprastation liegt auf dem Weg zwischen den beiden Donau-Städten Galatz und Tulcea . Sie hat noch 19 Bewohner. Keiner ist mehr akut an Lepra erkrank...

Ein Journalist, eine Zeitung

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Eine früher durchaus lesbare Wochenzeitung in der Schweiz, die Weltwoche, scheint zu einem Verlautbarungsorgan des geltungssüchtigen Chefredakteurs Köppel zu degenerieren. Köppel war auch einmal Chefredakteur der Tageszeitung “Die Welt” und gilt in den deutschen Medien als Sprachrohr der Schweiz. Keine Sendung mit Schweiz-Bezug, in der nicht der Allround-Schweizer Köppel auftritt. 2001 übernahm er die damals als linksliberal geltende Wochenzeitung “Die Weltwoche”. Aus dem linksliberalen Blatt machte er ein rechtskonservatives Kampfblatt. Grundsätzlich verfügt Köppel über ein durch nichts zu beeinträchtigendes Selbstbewusstsein, das ihn zu Rechthabereien jeder Art veranlasst. Damit ist er das Hans-Dampf-in-allen Gassen seines Blattes. Es gibt nichts, wozu er nicht meint Stellung nehmen zu müssen. Die Webseite der Weltwoche von heute spricht dafür Bände. Ein paar Beispiele: “ Roger Köppel zum Fall Kachelmann.” “Die SVP fordert das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU zu künd...

Keno Verseck - der deutsche Rumänienkenner

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Neu aufgenommen in die "Nachrichtenquellen deutsch" habe ich die Homepage des Journalisten Keno Verseck. Keno Verseck ist mir durch sachkundige Rumänien-Reportagen in der Tageszeitung (TAZ) aufgefallen. Die Siebenbürgische Zeitung (SbZ; Zeitung der Siebenbürger Sachsen in Deutschland) hat Keno Verseck zu seiner Person befragt. Das Interview gebe ich nachstehend teilweise wieder, das gesamte Interview kann in der SbZ nachgelesen werden. " Ihrer Homepage www.keno-verseck.de haben wir entnommen, dass Sie 1967 in Rostock geboren und 1984 aus der ehemaligen DDR ausgereist sind. Sie sind als Journalist tätig. In ihren Reportagen und Artikel beschäftigen Sie sich hauptsächlich mit Osteuropa und vor allem mit Rumänien. Wie kommt es, dass Sie sich gerade auf das Karpatenland spezialisiert haben? Ich war als Kind und Jugendlicher Anfang der achtziger Jahre mehrmals in Rumänien. Mich hat damals lange Zeit die Frage beschäftigt, warum dieses Land so extrem ist, warum Ceausescu diese...