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Warum US-Amerikaner nur auf dem Papier reich sind

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Blogger Umair Haque beschreibt in einem eindringlichen Blogbeitrag aus den USA die Einkommenssituation durchschnittlicher Amerikaner. Er geht davon aus, dass laut Statistik der durchschnittliche Amerikaner keine 500 US$ in einem Notfall zusammenkratzen kann. Ein Drittel der Amerikaner kann sich keine Lebensmittel, Unterkunft und Gesundheitversorgung leisten. Das jährliche mediane Einkommen in den USA beträgt 60.000 US$, davon muss in der Regel allein für die Gesundheitsversorgung durchschnittlich 28.000 US$ ausgegeben werden. Davon ausgehend geht Umair Haque davon aus, dass die USA das erste "reiche und  trotzdem arme" Land ist. Er erläutert diese Folgerung so: Ich meine nicht die absolute Armut. Die Amerikaner leben nicht von ein paar Dollar am Tag  im Vergleich zu Menschen zum Beispiel in Somalia oder Bangladesh. Das mediane Einkommen der Amerikaner ist immer noch das eines reichen Landes, ungefähr 50.000 US$, je nachdem wie man es berechnet. Ich meine auch nic...

Frauen eignen sich nach Ansicht der rumänischen Armee nicht für die höhere Ausbildung

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In der rumänischen Armee sind auch Frauen beschäftigt. Bisher sollten sie sich allerdings, wenn es nach der Ansicht der Armeeführung und dem Verteidigungsministerium geht, nicht um eine Weiterbildung an einer Armee-Hochschule bemühen. Das Appellationsgericht in Bukarest stellt fest: “Die große Mehrheit der vor-universitären und universitären Unterrichtseinrichtungen der Ministeriums für Nationale Verteidigung bietet weiterhin nur eine vergleichsweise geringe Anzahl an Ausbildungsplätzen im Vergleich zu denen für Männer an und hat keine objektive und legitime Rechtfertigung für diese Praxis”. Über die Benachteiligung der Frauen in der rumänischen Armee schwelt schon ein längerer Rechtsstreit. 2014 hatte der Nationale Rat zur Bekämpfung der Diskriminierung ( CNCD ) das Verteidigungsministerium verwarnt. Dieses begründete diesem seine Praxis und erklärte, warum es weiterhin daran festhalten will. Die Begründung im Wortlaut: Eine unbegrenzte Zulassung von mi...

Brasiliens Ärzte leben auf einem anderen Planeten

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Frauen, Jugendliche, Weiße, die denselben Lebensstandard wie ihre Eltern haben, nie gearbeitet haben und immer auf Privatschulen ausgebildet wurden. Das ist das Profil der Mehrheit der kürzlich ausgebildeten Ärzte im Bundesstaat São Paulo nach einer Erhebung des Regionalrats für Medizin von São Paulo (Cremsesp). Die Daten können auch vergleichbar auf Gesamtbrasilien überragen werden. Nach der Untersuchung sind 51,7%, die einen Abschluss als Arzt / Ärztin machen, Frauen, von denen knapp 34 % zwischen 25 und 29 Jahre alt sind. 73,6% der Studenten sind weißer Hautfarbe. Diejenigen, die sich als Schwarze bezeichnen haben einen Anteil von 2,3%. Die Studenten /Studentinnen geben an,  keine Einkünfte zu haben und dass sie von ihren in der Regel wohlhabenden Familien unterhalten werden. Was bedeutet das nun für das brasilianische Gesundheitssystem? Für Professor Mario Scheffer von der Universität von São Paulo entspricht dies dem Profil einer Elitisierung des höheren Bildungswesen in...

Rumänischer Ministerpräsident riskiert für akademische Ehren seinen Ruf

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Es gibt europaweit einen Akademikerdünkel. Akademiker ist, wer über ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügt. Ein ganz erhabener Akademiker ist, wer einen Doktortitel trägt. Ihm unterstellt man – und seine Gesellschaftsgruppe schürt kräftig diesen Ruf – einen besonders hohen Intelligenzgrad. Und natürlich ist Herr oder Frau Doktor zu allem fähig, besser gesagt zu allem befähigt. Auch für höchste Staatsämter. Die letzten Monate haben gezeigt, dass dieser Doktortitel nichts wie eine Hülle ist. Jungakademiker machen sich ein Sport daraus, ihre angeblich so hochqualifizierten Doktorarbeiten mit Textschnipseln aus dem Internet zusammenzuschustern und ihre noch hochqualifizierteren Doktorväter oder –mütter merken nichts. Ist der Doktorand prominent, wird ihm auch noch die Bestnote “summa cum laude” hinterher geworfen. In Brasilien ist man beim einfachen Volk ein “Doktor”, wenn man einen dicken Bauch hat. Da weiß man, dass er genug zu essen bekommt. Das qualifiziert ihn in diesem Land f...

Brasilianische Müllsammler bekommen universitäre Weiterbildung

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“Catadores” werden in Brasilien die Müllsammler genannt, die auf Müllkippen nach wiederverwertbarem Material suchen. Die “Catadores” haben inzwischen einen eigenen Interessenverband, der sich abgekürzt MNCR (Movimento Nacional dos Catadores / Nationale Bewegung der Müllsammler) nennt. Der Verband wurde vor 10 Jahren gegründet und erfreute sich nach eigenen Angaben einer starken Unterstützung durch den damaligen Präsidenten Lula. Bei den “Catadores” ist vor allem das Jahr 2003 in guter Erinnerung als Präsident Lula in São Paulo zu ihrem Arbeitsplatz kam, ihre Arbeit besichtigte und voll des Lobes war und eine staatliche Unterstützung der Projekte versprach. Die “Catadores” gehören zu den ärmsten Schichten der brasilianischen Bevölkerung. Es gab damals bereits Projekte, mit denen für eine bessere soziale Absicherung der Sammler gesorgt werden sollte. Im Jahr seines Besuches unterzeichnete Präsident Lula ein Dekret, mit dem ein interministerieller Ausschuss unter Einschluss der Interes...

Eine Roma, die nicht in das Weltbild von Populisten passt

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Georgiana Răducanu ist 24 Jahre alt. Sie ist eine Roma und stolz darauf eine solche zu sein. Gar nicht einfach in einem Land wie Rumänien, wo Roma oft diskriminiert und als Taugenichtse angesehen werden. In der Schule gehörte sie zu den Besten. Es ist schwergefallen, das Kompliment der Lehrerin, "wie gut du lernst, sage ja nicht, dass du eine Zigeunerin bist" zu akzeptieren. Sie war es gewöhnt auf ihrem Bildungsweg schikaniert zu werden, trotzdem hat sie ein Studium der Soziologie und Sozialdienste abgeschossen und alle Prüfungen bestanden. Jetzt hat sie die Aufgabe, Arbeitsplätze an Roma zu vermitteln, ein frustrierender Kampf in einer Welt voller Vorurteile. Ihre Mutter hatte unter den gleichen schweren Bedingungen ein Lehrerstudium hinter sich gebracht. Sie war das Vorbild für ihre Tochter. Sie ist jetzt Erzieherin in einem der ersten bilingualen Kindergarten in Săruleşti, in denen die Roma-Kinder auch ihre eigene Sprache pflegen können. Georgiana hatte Glück. Sie konn...

Valencia: Aufstand gegen obligatorischen Englisch-Unterricht

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Im September verfügte der Präsident der Autonomie Valencia, Francisco Camps (Partido Popular PP), dass die Schüler der 2. Sekundarstufe (2º de ESO - Educación Secundaria Obligatoria, in der Regel die 12 bis 16-Jährigen) die Sozialkunde (Educación para la Ciudadanía) in Englisch gelehrt bekommen. Dafür sollten 2 Lehrer für die Stunden zur Verfügung stehen, der Philosophie-Lehrer für das Fach und der Englischlehrer als Übersetzer. Die Prüfungen für das Fach sollten aber in Englisch erfolgen. Die Entscheidung war schon zum Zeitpunkt der Einführung höchst umstritten. Jetzt hat die valencianische Regierung den diesbezüglichen Erlass vorläufig aufgehoben, nachdem im öffentlichen Sektor deswegen in den nächsten Tagen ein Streik drohte. Vor zwei Wochen hatte eine grosse Demonstration der "Bürgerbewegung für den öffentlichen Unterricht" stattgefunden. Die Massnahme war auch weniger zum Wohl der Schüler gedacht, sondern ein Tritt gegen die Schulpolitik der Madrider Regierung, in de...

Zwischen Elend und Hoffnung

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João Valadares berichtet in seinem Blog "PE Body Count" von einem mutigen Recifenser, der gegen das Elend in den Favelas mit Büchern ankämpft. Ricardo Gomes Ferraz, genannt Kcal Gomes, 34 Jahre alt, wohnt im Stadtteil Pina im südlichen Recife. In diesem Stadtteil liegen auch die auf Pfählen in den Fluss gebauten Häuser von Bode. Kcal Gomes errichtete vor einem Jahr in dieser verwahrlosten Gegend eine Bibliothek. Er bezeichnete dieses Projekt als einen Traum für die Gemeinschaft. Die Bibliothek ist jetzt Treffpunkt von Strassenkindern. Viele davon können nicht einmal lesen. Sie schauen sich nur die Bilder an oder berühren aus Neugier die Bücher. Wie die achtjährige Joana, die ein Buch des Dichters Manuel Bandeira in der Hand hat. "Ich kann nicht lesen", sagt sie. Aber wichtig ist für sie das Buch auch nur zu berühren (tocar). "Ich habe nichts, aber ich mach alles, was ich kann", sagt Kcal Gomes, "meine Schwester verkauft Crack in der Gemeinde, ich bin ...