Bürgerzorn entlädt sich in der kastilischen Provinz
Die Stadt Burgos im spanischen Kastilien machte bisher keine Schlagzeilen weder in der Welt noch in Spanien. Die konservative Stadt mit 180.000 Einwohnern dämmerte so vor sich hin, es passierte nicht viel, vor allem nichts besonders bemerkenswertes. Kein Wunder, dass man in Spanien jetzt verwundert die Augen reibt, weil es seit Freitag an mehreren Tagen zu einer richtigen Gewaltexplosion im Vorort Gamonal von Burgos kam. Bus-Wartehäuschen, Müll-Container und zwei Bankfilialen wurden zerstört bzw. angegriffen. Die Polizei musste einschreiten, es kam zu Straßenschlachten, 23 Personen wurden festgenommen, es gab 12 leicht Verletzte. Gestern Abend zog eine Menge von etwa 500 Personen vom Jugendlichen bis zum 70-Jährigen zur Polizei und verlangte die Freilassung der Festgenommenen. Gamonal ist das Arbeiterviertel von Burgos. Zur Franco -Zeit entstand hier ein großes Industrie- und Gewerbegebiet. In den großen und eng stehenden Wohnblocks wohnen ungefähr 70.000 Menschen. Es ist der am di...