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Lieber heute als morgen raus aus Brasilien

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Die Webseite "Racismo ambiental" berichtet, dass die Zahl der auswandernden Brasilianer und Brasiliannerinnen noch nie so hoch war wie zur Zeit. Während 2012 noch 1,9 Millionen von ihnen im Ausland lebten, sind es jetzt 4,2 Millionen. 2018 erklärten 70 Millionen BrasilianerInnen, dass sie das Land verlassen würden, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, was darauf schließen lässt, dass die Auswanderung noch zunehmen wird. Ziel ist überwiegend Nordamerika (46%) und Europa (31%). Noch schlimmer ist, dass vor allem die Jugend das Land verlassen will. Nach einer Erhebung des sozialpolitischen Instituts Getulio Vargas haben 47% der zwischen 15 und 29 Jahre alten BrasilianerInnen erklärt, das Land bei nächster Möglichkeit verlassen zu wollen. Erstaunlich für ein Land, das bisher als Einwanderungsland galt. Aber es gibt genügend Gründe für dieses Phänomen. Es ist die wirtschaftliche und politische Entwicklung, die seit dem Impeachment der damaligen Präsidentin Dilma Rousseff eingeset...

Brasilianische Jugend hat wenig Vertrauen in die Zukunft ihres Landes, aber umso mehr in Europa

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In Brasilien hat der Forscher Ilton Teitelbaum eine Studie unter dem Titel "Der junge Brasilianer und die Zukunft des Landes" gefertigt, für die er eine Meinungsumfrage bei 1.700 Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 34 durchgeführt hatte. Teitelbaum fasst das Ergebnis so zusammen: Diese Jugendlichen sind in einer Epoche ohne Inflation, im digitalen Zeitalter aufgewachsen und deshalb träumten sie davon, dass Brasilien eine Weltmacht werden könnte. Da dies nicht passiert ist, sind sie immer mehr zu der Überzeugung gekommen, dass sie in 10 Jahren nicht mehr in diesem Land leben möchten. Es ist Tatsache, dass es wenig Stolz gibt, Brasilianer zu sein, vieles ist auf die politischen und wirtschaftlichen Probleme zurückzuführen, diese Instabilität, die uns ständig verfolgt.  Nach den erhobenen Daten wollen 36% der Befragten ins Ausland umziehen. Die USA und England heben sich als die beliebtesten Ziele hervor, aber es gibt eine Neuheit: "Die Tatsache, dass die Jugendli...

Ein vergessener Flüchtlingsstrom: Haitianer in Brasilien

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Acre ist ein brasilianischer Bundesstaat in Westen Brasiliens. Seine Hauptstadt ist Rio Branco und der größte Teil des Staates wird vom Amazonas-Urwald bedeckt. Haiti liegt in der Karibik und von Acre eigentlich gefühlt soweit entfernt wie die Erde vom Mond. Und trotzdem drängen viele Haitianer nach Acre. Wie kann das passieren? Die Webseite von Globo.com beschreibt die Vorgeschichte so: Die Einwanderer kommen nach Acre über die Stadt Assis Brasil (im Dreiländereck Brasilien, Bolivien, Peru). Die Mehrheit der Einwanderer sind Haitianer, die ihre Heimat 2010 verließen, nachdem das schwere Erdbeben für 300.000 Tote und verheerende Schäden sorgte. Gemäß den Angaben der Regierung von Acre sind seit 2010 mehr als 32.000 Haitianer über Acre nach Brasilien gekommen. Sie kommen nach Brasilien auf der Suche nach einem besseren Leben und um ihren Familien zu helfen, die sie zurück lassen mussten. Um nach Acre zu kommen, fährt die überwiegende Mehrzahl von ihnen mit dem Bus von Port-au-Pr...

Madrid zahlt seinen Arbeitslosen Deutschkurse und hofft sie so los zu werden

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Die autonome Region Madrid bietet 20.000 Arbeitslosen kostenlose Sprachkurse in Deutsch. In Genuss dieses Angebots kommen diejenigen, die kurzfristig mit keinem Arbeitsangebot in Spanien rechnen können. Eine besondere Empfehlung liegt bei den Deutschkursen, da es in Deutschland “immense Gelegenheiten” gäbe, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Weitere 5.000 kostenlose Sprachkurse werden für Englisch und 1.000 für Chinesisch angeboten. Die zuständige Regierungsrätin erklärte anlässlich der Vorstellung des Programms: “Es gibt deutsche Unternehmer mit freien Arbeitsplätzen, die diese nicht mit ihren eigenen Landsleuten besetzen können. Es sind Repräsentanten aus diesem Land gekommen, die ihr Interesse gezeigt haben, dass die Plätze mit spanischen Arbeitnehmern besetzt werden.” Man habe ihr gesagt, dass allein im deutschen Bundesland Hessen 250.000 Arbeitskräfte gesucht würden. Und weiter: “Wir hatten Treffen mit den Vertretern vieler deutscher Regionen, wo es Vollbeschäftigung für die näch...

Rumänische Auswanderungsprobleme

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Spanien, Frankreich und Kanada stehen ganz oben auf der Liste der Zielländer für auswanderungswillige Rumänen. Italien und Ungarn, die zuvor an der Spitze lagen, sind nicht mehr so beliebt. Dabei handelt es sich bei den auswanderungswilligen Rumänen keineswegs um die arme Bevölkerung. Im Gegenteil, es sind jetzt die gut ausgebildeten und wohlhabenderen Rumänen, die auswandern. Auch sind es die besser entwickelten Regionen Rumäniens, aus denen ausgewandert wird. Zu diesen Gebieten gehören Bukarest , das Banat und Siebenbürgen / Transsilvanien. Es sind auch nicht mehr die Landarbeiter, die in der Landwirtschaft des europäischen Westens tätig waren, sondern die spezialisierten Rumänen, die auswandern. Eine besonders massive Abwanderung ist bei Ärzten und meidzinischem Personal zu beobachten. Es gibt zur Zeit etwa 2,8 Millionen Rumänen, die im Ausland leben. Die rumänischen Auswanderer sind eine erhebliche Stütze für das rumänische Staatsbudget. Im Jahr 2008 überwiesen sie 9,381 Milliard...