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Der späte Sieg der Securitate oder wie wird man diese Bande los

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Die Ceausescu-Diktatur hatte über die Geheimpolizei Securitate das rumänische Volk so gut im Griff, dass fast jeder mitarbeiten musste, ob er wollte oder nicht. Widerstand wurde mit existenzieller Vernichtung bestraft. So arrangierte sich halt jeder auf seine Art mit diesem Krebsgeschwür des Misstrauens. Jedes Vertrauen in den Mitmenschen wurde damit zerstört. Es wurde ein Heer nur auf das Bespitzeln und Bedrohen spezialisierter Agenten geschaffen, für die Moral und Gewissensbisse unbekannte Wörter waren und sind. Die meisten haben die Revolution von 1989/90 unbeschadet überstanden und treiben weiterhin ihr Unwesen, vermutlich bis der biologische Zeitablauf ihnen das Handwerk legt. Gezielt nutzen diese Herrschaften die Informationen, die sie während ihrer Schnüffelpraxis angesammelt hatten, zur Erpressung von bekannten Politikern oder Persönlichkeiten, die den Hauptteil ihrer Berufsphase noch unter der Diktatur verbracht haben. Natürlich benützen sie diese Machtmittel nicht, um ei...

Ihre Scheinheiligkeit war IM

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Die orthodoxe Kirche in Rumänien hat noch einiges zu tun an Vergangenheitsbewältigung. Während des kommunistischen Regimes erfreute sie sich als Nationalkirche durchaus des Wohlwollens der Gottlosen. Und sie hat gegen einige Vorteile kräftig zur Stützung des Regimes beigetragen. Nach der Revolution entdeckte ein Teil der Rumänen plötzlich wieder Gott und seine Kirche. Die Kirche nahm einen ungeahnten Aufschwung als vermeintliche Gegenkraft zum überstandenen Kommunismus. All die Zigarettenschmuggler und Glücksritter der Umbruchzeit, die ehemaligen Helfershelfer des Regimes spendeten jetzt fleissig für die Orthodoxen und meinten damit, sich von ihren Sünden rein waschen zu können. Gewiefte Wendehälse machten jetzt Karriere in der Kirche. Einem Abt in einem Moldaukloster interessiert seine Satellitenschüssel und die Getreidepreise mehr wie das Seelenheil seiner Gläubigen. Die Gläubigen betäubt man mit einem Übermass an Mystizismus, der nicht hinterfragt werden kann. Ein Wunder, dass bei ...

Securitate will 50% vom Literatur-Nobelpreis

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Radu Tinu , ehemaliger stellvertretender Securitate-Chef des Kreises Timis, war in der Ceausescu -Zeit auf Herta Müller angesetzt. Seine Aufgabe war es ausländische Studenten und Künstler zu überwachen und dabei hatte er auch ein besonderes Auge auf Herta Müller zu werfen, die als "problematisches Element" für das damalige Regime angesehen wurde. Tinu durfte sich jetzt gegenüber der Zeitung "Adevarul" äussern. Er behauptet, dass er ein grosser Liebhaber der Literatur sei und alle Bücher von Herta Müller gelesen habe. Nach seiner Ansicht gäbe es aber genügend andere, wertvollere Schriftsteller, die den Nobel-Preis verdient hätten. Wörtlich: „Ich freue mich, dass der Nobelpreis für Literatur von einer Personen gewonnen wurde, die in Rumänien geboren ist. Aber als leidenschaftlicher Leser sage ich, dass die Werke von Herta Müller weit unter denen anderer Schriftsteller liegen, mit denen wir gekämpft haben." Der verdiente Quäler des Volkes erdreistet sich sogar, 5...

Die Securitate, Herta Müller und die Banater Schwaben

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Die Zeitung "Adevarul" hat heute die Fotokopie eines Schreibens der Securitate des Kreises Timis aus dem Jahre 1987 veröffentlicht. Das Schreiben war an das rumänische Innenministerium gerichtet und enthielt "streng geheime" (strict secret) Informationen über die Banater Schriftstellergruppe um Richard Wagner , Herta Müller und Wilhelm Totok . Über Herta Müller hatte die Securitate folgendes zu berichten: "Bezüglich Herta Müller werteten wir insbesondere einige Aspekte des Inhalts ihres Werkes "Niederungen" aus, ein Werk das bei uns 1982 veröffentlicht wurde und danach in der Bundesrepublik Deutschland. Neben Herabwürdigungen unseres Staates beschreibt sie verschiedene Sitten und Unsittlichkeiten, die in den Kreisen der Bürger deutscher Nationalität im Banat herrschen. Deswegen wurden umgehend Massnahmen gegen Herta Müller ergriffen, nachdem das Werk erschienen war, unter Bezug auf besagte negative Sitten und Charakteristika, die, auch wenn sie nich...