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Im brasilianischen Karneval gehört sexuelle Belästigung zum Alltag

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49% der brasilianischen Männer sind nach einer Meinungsumfrage der Ansicht, dass die Teilnahme an Karnevalsumzügen nichts für anständige Frauen ist. Bei dem größten Teil der Männer herrscht immer noch das übliche althergebrachte machistische Weltbild gegen Frauen. So sind immer noch 69% der Ansicht, dass eine alleinstehende Frau, die am Karneval teilnimmt, sich nicht zu wundern braucht, wenn sie sexuell belästigt wird. Die Männer sind immer noch der Ansicht, dass eine Frau ihr Eigentum ist und sie darüber noch glücklich sein soll. Brasilianische Männer meinen auch in ihrer Mehrzahl, dass die Frauen es mögen, wenn man ihnen nachpfeift, 59% glauben, dass es die Frauen glücklich macht, wenn sie auf der Straße angemacht werden. Für die Männerwelt ist das alles doch nicht so schlimm: Frauen einkreisen, damit sie da nicht mehr herauskommen, ohne im Kreis jeden geküsst zu haben, sie um die Brust fassen, so dass sie nur noch entkommen kann, indem sie nach dem An...

Für gleichgeschlechtliche Küsse im brasilianischen Karneval gibt es Ärger mit der Polizei

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Eigentlich ist Homosexualität seit Beginn dieses Jahrhunderts in Brasilien nicht mehr strafbar. Diese Kenntnis scheint sich aber noch nicht bis in untere Polizeiränge durchgesetzt zu haben. Der “Jornal do Commercio” auf Recife berichtet von einem Zwischenfall beim Karneval in Olinda , der die völlige Ignoranz einer Polizeistreife an dem von vielen Touristen besuchten Karneval offenlegt. Ein 21-Jähriger und ein 22-Jähriger aus anderen Regionen Brasiliens trafen sich zum traditionsreichen Karneval in Olinda in Pernambuco . Beide wurden in der Nacht von 4 Militärpolizisten festgenommen, weil sie sich auf offener Straße geküsst haben sollen. Für die Polizisten war damit der Tatbestand einer “gewalttätigen Attacke auf das Schamgefühl” erfüllt. Die beiden wurden zu Polizeiwache in Recife geschleppt und dabei wie Schwerverbrecher behandelt. Nach der Aufnahme der Anzeige küssten sich die beiden mutigen Männer erneut und erregten damit die Wut der Polizisten. Sie bekamen die Belehrung, dass...

Gefährlicher brasilianischer Karneval: 7 Jahre Knast für einen geraubten Kuss

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Die Zeitung “A Tarde” aus dem brasilianischen Salvador da Bahia berichtet von einem Fall, in dem ein 30-jähriger Mann im Karneval des Jahres 2008 einer Frau “einen Kuss raubte” (auf portugiesisch: roubar beijo). Etwas krasser ausgedrückt: Er packte eine Frau und drückte ihr gegen ihren Willen einen Kuss auf den Mund. Scheinbar üblich im brasilianischen Karneval. Die brasilianische Macho-Welt hielt das für in Ordnung. Inzwischen scheint aber auch dieses Weltbild zu bröckeln. Dazu die Geschichte des jungen Mannes in Salvador: G.S.S., 30 Jahre alt, hatte sich nicht vorgestellt, dass der 9. Februar 2008, ein Samstag im Karneval, sein Leben entscheidend verändern wird. Alles begann damit, dass er versuchte von einer Frau “einen Kuss zu rauben”, die nach dieser sexuellen Belästigung zur Polizei ging, um den Täter anzuzeigen. Der Polizei gelang es den Täter ausfindig zu machen und ihn festzunehmen. Was er nicht wusste, war, dass er nach diesem Samstag erst ein Jahr später wieder nach Hau...

Rassistische Narren stören das deutsch-brasilianische Motto: „Wo Ideen sich verbinden”

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Die in Dresden lebende brasilianische Sambatänzerin Denise Souza war von einer Freundin eingeladen worden, mit nach Radeburg zum dortigen Karnevalsumzug zu kommen. Dort tanzte Denise Souza zwischen dem Fahrzeug des Weinböhlaer Prinzenpaares und einem sich anschließenden Gespann mit Freunden des Weinböhlaer Vereins. In diesem Wagen soll es dann während des Umzugs zu Übergriffen gekommen sein, berichtet die Sächsische Zeitung . Nach Aussagen der närrischen Sachsen auf dem Wagen, sei die Frau regelrecht ausgerastet, habe Gläser und Flaschen auf dem Tisch umgeworfen und Anwesende mit Alkohol begossen, weil man sie nicht - aus verkehrstechnischen Gründen - wie von ihr gewünscht, vom Wagen heruntersteigen lassen habe. Drei Männer hätten sie daraufhin zu einem späteren Zeitpunkt vom Wagen geworfen. Die brasilianische Nachrichtenagentur Afropress hat den Fall jetzt aufgenommen. Ihr schildert Denise Souza den Vorfall so: Sie sei von Mitgliedern der Karnevalsgruppe attackiert worden. “Ich w...

Heisses Wochenende in Recife Pernambuco

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Die beiden Fussball-Lokalmatadoren Sport Club Recife und Santa Cruz Futebol Clube werden am nächsten Sonntag ihr Lokalderby im Rahmen der brasilianischen Meisterschaft austragen. Dabei geht es in der Regel recht hoch her und zu. Gleichzeitig steigt im Karneval das Fieber: Der populäre Karnevalsverein "Bloco Virgens de Verdade" (Block der Jungfrauen der Wahrheit) wird in Olinda (Kleinstadt in unmittelbarer Nähe zu Recife) seinen Umzug (desfile) abhalten. 13 Musikgruppen werden für Stimmung mit dem beliebten Frevo sorgen. Und nicht genug, nicht weit von diesen Veranstaltungen tritt auch noch die bekannte Sängerin Ivete Sangalo in der Chevrolet Hall von Recife auf. Es werden etwa 280.000 Besucher zu diesen Veranstaltungen erwartet. Da viele Fussball-Fans auch in Rernambuco inzwischen zu Gewalttätigkeiten neigen, herrscht Alarmstimmung bei der Polizei. Etwa 990 Polizisten werden zu Gewährung der Sicherheit unterwegs sein. Auch ein Hubschrauber wird die Veranstaltungsorte aus ...

Rei Momo und der brasilianische Karneval

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Recife sucht den Rei Momo . Momo, in der griechischen Mythologie der Gott, der alles lächerlich macht, ist seit 1933 eine Hauptfigur des brasilianischen Karnevals. Jeder Ort wählt seinen "Momo". Gewählt werden kann jeder, es gewinnt, wer die meisten Kilos an Gewicht hat. Zur Zeit laufen die Vorausscheidungen in Recife. Zur Musik des Orchesters " Orquestra Popular do Recife " treffen sich 18 bereits ausgewählte Männer zur nächsten Ausscheidung. Die Waage steht im Viertel von São José, auf dem Pátio de São Pedro. Die 18 wurden ausgewählt, weil sie alle über 100 kg wogen. Der letztjährige König Momo in Recife war der Professor Eduardo Manoel da Silva, 33 Jahre alt. Er wog damals 170,5 kg. Er beteuerte aber, dass er sich ausgewogen ernährt, aber Lasagne über alles liebt. Er kandidiert erneut. Schärfster Konkurrent ist der Volkstänzer (dança popular) Ivanildo Plínio da Silva, 33 Jahr mit 168,2kg, er war der Momo 2002 und 2004. Ja, dann mal viel Spass! Informationsquelle:...