Spanische Exorzisten gehen schweren Zeiten entgegen
In Spanien verfügen 26% der katholischen Diözesen über einen eigenen Exorzisten. Allein Madrid soll es acht davon geben. Im vergangenen März gab es einen Prozess gegen den Pfarrer Hernández Sahagún aus Valladolid wegen eines 10-fach ausgeübten Exorzismus an einer Jugendlichen, die zu jener Zeit minderjährig war und sich in psychiatrischer Behandlung befand. Die Familie zeigte den Pfarrer an, weil er die Jugendliche körperlich und psychisch in den Sitzungen misshandelt habe. Es war das erste Mal, dass ein Exorzist in Spanien vor Gericht gestellt wurde. Geschadet hat es ihm nicht, der Prozess wurde eingestellt. Der Priester José Antonio Fortea aus Alcalá ist der herausragendste Vertreter von Spaniens katholischer Exorzistenzunft. Er gilt als Experte in Dämonologie und hat lange Zeit sich um Fälle von angeblich Besessenen gekümmert. Verschreckt durch diesen ersten Gerichtsprozess, kommt er bedauernd zur Ansicht, dass der Exorzismus aus Spanien verschwinden werde. Sc...