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Worte sezieren: Cool gegen Frais

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Der Blog "24 heure Philo" hat sich erneut dem "Sezieren" einer französischen Redewendung gewidmet, die auch zum Nachdenken über unsere diesbezüglich Redensart verleitet. Es geht um den Ausdruck «C'est frais». Es ist eine Redensart, die vor allem bei jungen Parisern üblich sein soll. Wenn etwas gut aussieht, z. B. eine Bekleidung, oder etwas gelungen ist, z.B. ein Foto ( «T’es frais sur cette photo !»), dann benutzt man diesen Ausdruck, der ohne zeitlichen Bezug ist. Es ist ein Ausruf, eine Aussage ohne davor und ohne danach. Die Aussage hat nur etwas positives. Eine minimalistische Formulierung um etwas Maximales zu sagen. So die Ausführungen vom Autor des Blogbeitrags, Giorgione. Was würde uns dazu einfallen? Spricht alles für "das ist aber cool", vor allem, wenn die Aussage einen jugendlichen Anstrich bekommen sollten. Für ältere Semester ginge auch noch: "Das ist gelungen" oder "das ist stark". Die Franzosen bemitleiden uns gerne...

Guadeloupe und Martinique, les Ultramarins

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Guadeloupe und Martinique , die französischen Überseegebiete, die zur Zeit wegen der sozialen Konflikte im Brennpunkt des Interesses in Frankreich stehen, sind Gegenstand einer "Wortuntersuchung" (expression disséquée) des französichen Blogs "24 heures Philo". Zuletzt hatte ich mich mit Hilfe von "24 heures Philo" an die Analyse des Wortes " Vrac " gewagt. Laut "24 heures Philo" ist der Begriff "Ultramarins" erst jetzt aufgekommen. Und zwar gibt es auf Grund der derzeitigen Ereignisse ein Problem der Reihenfolge: Soll man zuerst Guadeloupe vor Martinique oder auch Guyana erwähnen? Bei den hochkochenden Emotionen in diesen überseeischen Provinzen könnte das sehr gefährlich werden, das hiesse Öl ins Feuer giessen, wenn sich jemand benachteiligt fühlt. Deswegen würden die Medien nur noch von den "Ultramarins" sprechen, wenn sie diese Provinzen meinen. "24 heures Philo" hält diesen Begriff aus linguistischer S...

Ich bin ein Wrack

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Der französische Blog " 24 heures Philo " (24Philo) widmet sich von Zeit zu Zeit auch französischen Redensarten und versucht zu erklären, was sie bedeuten und wie sie zustande kamen. Diesmal ist der Satz «Je suis en vrac» auf dem Seziertisch. Spontan habe ich das mit " Ich bin ein Wrack" oder auch "ich fühle mich als ein Wrack" übersetzt. Philo24 erklärt, dass das Wort «vrac» aus dem Niederländischen kommt, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert und bis heute bedeutet, dass eine Sache völlig durcheinander ist (quelque chose qui est livré pêle-mêle). Es kennzeichnet damit eine Sache, die in Unordnung ist. Bezogen auf eine Person soll es komisch (cocasse) werden. Es bezeichnet eine Person, die nur Chaos im Kopf hat. Mit dieser Formulierung trifft man den Zustand dieser Person eigentlich sehr genau. Es ist stärker wie die Ausdrücke «Je n’ai plus ma tête» (ich habe meinen Kopf verloren) ou «Je fais ou je dis n’importe quoi» (ich mache irgendetwas) oder «Je ne suis...