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Die spanische Atomsicherheitsbehörde nimmt ihre Aufgaben nicht ernst

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Der “ Consejo de Seguridad Nuclear ” (CSN) ist für die Sicherheit in spanischen Atomkraftwerken zuständig. Die spanische Umweltorganisation “Ecologistas en Acción” (EA) wirft zusammen mit anderen Aktionsbündnissen dem CSN vor, seine Aufgaben recht lasch auszulegen. Konkret werfen sie ihm vor, dass er seine Pflichten bei Überwachung der Nuklearanlagen, dem vorläufigen Endlager (ATC) Villar de Cañas und dem Zwischenlager von Almaraz nur unzureichend nachkommt. von Dazu schreiben die protestierenden Gruppierungen: Die Leitung des CSN ist mehr damit beschäftigt, das Image der Atomkraftwerke zu heben als dafür zu sorgen, dass diese sicher sind. Das zeigt ein Protokoll über die Klassifizierung von nuklearen Störfällen auf der INES Skala und im SISC-System über die ganzheitliche Überwachung von Atomanlagen, das dazu führte, dass die Zahl der Zwischenfälle, die die Null überschritten wesentlich weniger wurden als in den vergangenen Jahr, etwas, was dazu beiträgt e...

Immer wieder wird das Undenkbare Wirklichkeit und warum sich der Notstand nicht auf Atomkraftwerke erstreckt

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Es gibt einen Teil der Menschheit, für den die grenzenlose Zerstörung oberste Priorität hat. Gründe gibt es genug, um diesen grenzenlosen Hass zu erzeugen, der Menschen zu solchen Taten verleitet. Dabei muss man nicht nur auf die Dschihadisten und fundamentalistischen Islamisten sehen, ein Blick in die sozialen Medien reicht, um zu sehen, dass auch hierzulande genügend Hassbürger herumlaufen, die zu allem fähig sind, wenn sie nur die richtigen Mittel dazu haben. Die Ereignisse vom 11. September 2001 konnte sich zuvor niemand vorstellen. Sie gaben zu verstehen, dass Terroristen jedes Mittel recht sein wird, um ihre Ziele zu erreichen. Die Terroranschläge von Paris waren nur eine folgerichtige Fortsetzung und überraschten nur noch dadurch, dass das Massaker an x-beliebigen Menschen scheinbar noch irgendeinen Sinn macht. Aber vermutlich werden solche Terrorgruppen hier nicht halt machen: Mit der gewählten Methode erreichen sie immer noch zu wenig Menschen, um ihre Befriedigung zu er...

Spanisches Atomkraftwerk mit lockerer Arbeitsmoral

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Die Zeitung El Pais schreibt heute, dass während 2 Monaten – zwischen dem 20. Dezember 2014 und 19. Februar dieses Jahres – im Atomkraftwerk Almaraz keine der vorgeschriebenen Kontrollen über Brandschutzmaßnahen stattgefunden haben. Eine Gruppe von Feuerwehrleuten, die zu einer Kontraktfirma namens Falck SCI gehörten, fälschten die Unterlagen  dahingehend, dass sie Kontrollgänge eintrugen, die gar nicht stattgefunden hatten. Den Fälschungen kam ein Inspektor des spanischen Nuklearsicherheitsrates (CSN) auf die Spur, der auch gelegentlich im AKW arbeitete. Bei einem vorgeschriebenen Überprüfung der Kontrollgänge durch den Brandschutz stellte er fest, dass der Kontrollgang mit Uhrzeit 14 Uhr bereits als erledigt eingetragen war, obwohl es noch gar nicht 14 Uhr war. Er alarmierte seine Kollegen vom CSN, die dann in einer Untersuchung feststellte, dass es sich hierbei um eine generelle Praxis handelte. “Die Fälschung der Kontrollblätter für den Brandschutz fand schon seit einiger...

Französisches AKW unterstützt Sylvesterfeuerwerk mit Knallen und Zischen

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In der Sylvesternacht spitzten einige Tausend Einwohner von Pierrelatte die Ohren. Ein merkwürdiges Pfeifen und Knallen weckte sie auf. Viele verbanden das mit dem örtlichen Sylvesterfeuerwerk. Dem war aber nicht so, das Zischen und Knallen kam aus dem Atomkraftwerk Tricastin , wo es innerhalb von 24 Stunden zu vier Gasausbrüchen durch Überdruck kam. In der verharmlosenden Sprache des Betreibers EDF handelte es sich um ein Dichtungsproblem bei den Ventilen im 2. Kreislauf außerhalb des nuklearen Teils der Anlage. Die Pressemitteilungen von EDF bei Pannen in den atomaren Anlagen genießen auch in Frankreich nicht viel Vertrauen. Zumal dann am 5. Januar morgens beim Reaktor 4 der Anlage eine Schnellabschaltung vorgenommen werden musste. Der altgediente Kämpfer gegen die Atomindustrie Olivier Cabanel schreibt dazu in seinem Blog: “Um es einfach zu sagen, nicht nur das alte AKW Tricastin macht Sorgen: “In den vergangenen Jahren gab es Brände und die Explosion bei einer unterirdischen ...

In Drancy sitzt den Menschen die Angst im Nacken

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Am 23. Dezember entgleiste auf dem Rangierbahnhof von Drancy , ein Ort etwa 10 km nordöstlich von Paris, ein mit Nuklearabfällen bestückter Güterwagen. Der Verschiebebahnhof liegt in einem dicht besiedelten Gebiet. Durch den Bahnhof werden jährlich mehr als 10.000 Waggons mit gefährlichen chemischen und nuklearen Stoffen geführt. Der verunglückte Wagen war mit 6 Tonnen Nuklearmaterial beladen, das zur Wiederaufarbeitungsanlage nach La Hague transportiert werden sollte. Dass Waggons mit Gefahrengüter in Drancy verunglücken scheint an der Tagesordnung. Das Bürgermeisteramt berichtet, dass es durchschnittlich einen Zwischenfall alle 3 Monate gibt. Im Jahr 2011 standen nach einer Untersuchung der Regionaldirektion für Umwelt und Energie (DRIEE) für 3 Stunden auf dem Bahnhof 11.500 Waggons mit chemischen Stoffen wie hoch entzündlichem Kohlenwasserstoff, Chlor, Ammoniak oder andere Explosiv- und Giftstoffe sowie Nuklearmaterial, davon waren 2.080 Waggons als "äußerst gefählich...

Ratlose Regierung vor einem Haufen Plutonium

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Die britische Zeitung “The Independent” schreibt heute: “Der britische Bestand an Plutonium , eine der gefährlichsten radioaktiven Substanzen und das Element zum Bau von Atombomben, überschreitet bereits die 100 Tonnen und wird vermutlich bis 2020 auf 140 Tonnen steigen und hinzu wird noch infolge einer kürzlichen Entscheidung importiertes Plutonium aus ausländischem Atommüll kommen”. Laut Independent sitzt Großbritannien auf dem größten Bestand an Plutonium weltweit. Angesichts des Ausmaßes der Gefährlichkeit dieses Mülls, mutet die Hilflosigkeit der britischen Regierung bei seiner Beseitigung deprimierend an. Was macht man als erstes, wenn man etwas getan hat oder beabsichtigt zu tun, bei dem man eine hohes Maß an Verantwortung zeigen, aber in der Realität sein völliges Scheitern dabei zugeben müsste? Man erklärt den ganzen Vorgang zur Geheimsache und vernebelt die Öffentlichkeit mit beschönigenden Teilinformationen. So auch in Großbritannien, statt der von Ministern geforderten ...

Fessenheimer lieben ihr Atomkraftwerk, weil sie der Meinung sind, dass man Geld doch essen kann

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Das Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass wird geschlossen. Das hat der französische Staatspräsident François Hollande jetzt entschieden. Zwar erst 2016, aber es soll endlich dicht gemacht werden. Während auf der deutschen Seite des Oberrheins ein sichtbares Aufatmen durch die Bevölkerung geht, haben viele Elsässer und vor allem die Fessenheimer verheulte Augen. Die Atomkraft sitzt ihnen so tief in der Knochen, dass sie ohne sie einfach nicht mehr leben wollen. Die Bürgermeisterin von Fessenheim, Fabienne Stich, drückt das Bedauern stellvertretend für ihr Dorf aus: “Ich bin klar enttäuscht. Das ist eine rein ideologische Entscheidung. Man verspricht uns, dass die Arbeitsplätze erhalten werden: Für die Angestellten von EDF (Betreiber) wird das vielleicht stimmen, aber für die anderen? Die 200 kleinen lokalen Unternehmen, die für das AKW arbeiten? Darüber hinaus hat EDF bisher die Hälfte des Gemeindehaushalts getragen. Ich werde an der Arbeitsgruppe teilnehmen, die die Auswirkungen de...

Die Herrscher des atomaren Feuers sind Geschichtsdilettanten

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Es gibt Science-Fiction Filme, die uns die menschlichen Probleme mit Raum und Zeit eindrücklich vor Augen führen. Im Film "Alien" von Ridley Scott fliegt ein Raumschiff durchs Weltall. Eines von vielen, die privatwirtschaftlich betrieben, die Schätze des Weltalls beheben sollen. Eigentlich interessiert sich auf der Basisstation Erde keiner für den Raumfrachter, es sei denn die Ladung kommt nicht an. Wie dann die Katastrophe in Form eines destruktiven "Alien" zuschlägt, ist die Einsamkeit und Hilflosigkeit der Besatzung angesichts des unfassbaren Geschehens bedrückend erfahrbar. Eine ähnliche Erfahrung machen wir immer mehr bei der gefährlichsten Technik, an die sich der Mensch bisher gewagt hat. Es geht um die Nutzung der Nuklearenergie. Es ist eine Energieform, die mit ihren Folgen auf Jahrtausende die Menschheit beschäftigen wird. Nach Meinung ihrer Verteidiger kein Problem. Dabei handelt es sich bei dieser Meinung um Größenwahnsinn oder um unverschämte Mani...

Der Sommer bringt Spanien's Atomkraftwerke und ihre Betreiber ins Schwitzen

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Die Sommerhitze ist für Spaniens Atomkraftwerke eine Gefahr. Da die Temperaturen durch den Klimawandel immer mehr steigen, wird eine strukturelle Schwäche der Atomkraftwerke bloß gelegt. Für ihre Kühlung brauchen sie nämlich Wasser, das im Sommer immer knapper wird. Zudem bilden sich in dieser Zeit im Wasser Algen, die die Kühlung zusätzlich erschweren. So verwundert es nicht, das der spanische Nuklearpark in diesen Tagen mit großen Schwierigkeiten kämpft. In den Nähe des Atomkraftwerks Cofrentes in der Region Valencia kam es zu einem Großbrand, der erst 11 km vor dem AKW gestoppt werden konnte. Die spanische Atomaufsichtsbehörde CSN meldete zu diesem Zeitpunkt, dass die externe Elektrizitätsversorgung des Kraftwerks durch den Brand beschädigt wurde. Deshalb mussten die Dieselgeneratoren eingeschaltet werden, die nur für Notfälle gedacht sind. Der Altmeiler Garoña in der Region Burgos, dessen Laufzeit von der Regierung bis 2019 verlängert wurde, leidet ebenfalls unter den hoh...

Sicher ist nicht sicher in Frankreichs AKW

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Die französischen Atomkraftwerke sind nach dem Unfall im japanischen Fukushima auf Veranlassung der französischen Regierung und der Europäischen Union einem Stresstest unterzogen worden. Die französische Atomsicherheitsbehörde ASN hat jetzt die Untersuchungen abgeschlossen. Sie ist der Ansicht, dass "die überprüften Atomkraftwerke sich auf einem ausreichenden Sicherheitsstand befinden, so dass die sofortige Schließung einer Anlage nicht erforderlich ist". Für einen Schüler bedeutet die Note "ausreichend", dass er es gerade so geschafft hat, seine Leistung aber noch sehr verbesserungsbedürftig ist. Eine solche Note für das Hochgefährdungspotential einer Atomanlage ist allerdings wenig aufmunternd. Zumal die Betreiber immer von ihrer absolut sicheren Atomkraftwerken geschwärmt haben. Auch die ASN spielt scheinbar gerne Lotto und hofft, dass das Schicksal nicht vorzeitig zuschlägt. Denn auch dem ASN ist klar geworden, dass die französischen AKW wohl eher Schönwe...

Frankreich braucht keine atomaren Zeitbomben, sondern die Energiewende

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In Frankreich gibt es eine Organisation, die sich WISE-Paris nennt. Ihre Entstehungsgeschichte schildert sie wie folgt auf ihrer Webseite: “Auf Grund eines in Frankreich offensichtlichen Fehlens von unabhängigen und zuverlässigen Informationen bezüglich der Energiesysteme, insbesondere der Atomenergie, haben wir 1983 in Paris die Organisation WISE-Paris gegründet. WISE-Paris versteht sich als einen weltweiten Informationsdienst über Energie und Umwelt. Unser Dokumentationsdienst, den wir seit 1983 sorgfältig angelegt haben, besteht aus nationalen und internationalen Arbeiten, technischen und wissenschaftlichen Berichten, Presseartikeln sowie der Zugang zu tausenden von elektronischen Datenbanken. Auf diese Weise können wir heute ein komplettes Bild über den Stand der Information und des Nachdenkens über die Energie und zur Umwelt in Frankreich und in der Welt bieten.” Der Präsident von WISE-Paris, Yves Marignac, hat in einem Beitrag für den “Nouvel Observateur” unmissverständlich ...

Klimawandel bedroht britische Atomkraftwerke

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Großbritannien ist eine Insel umgeben vom steigenden Meer. Der Wasserspiegel des Meeres steigt auf Grund des Klimawandels. Die Behörde für Umwelt, Nahrung und Landwirtschaft (Defra) hat deshalb bereits vor einiger Zeit eine Untersuchung zum Einfluss des Klimawandels und der damit eingehenden Küstenerosion im Hinblick auf die britischen zivilen Kernkraftwerke in Auftrag gegeben. Für die Defra ist klar: “Das Klima ändert sich. Das bedeutet, dass wir mit mehr Überschwemmungen und schnellerer Erosion der Küsten, mehr Hitzewellen, Dürre und extreme Wettersituationen rechnen müssen. Wir müssen uns jetzt für diesen Wechsel vorbereiten. Der Bericht über die Kernkraftwerke hat ergeben, dass bei 12 von 19 britischen Atomkraftwerken die Gefahr einer Überflutung und Gefährdung durch die Küstenerosion besteht. Es gibt auch viele stillgelegte Alt-Atomkraftwerke aus den 1950er und 1960er Jahren, der Rückbau noch mehrere Jahrzehnte dauern wird. In Sieben von ihnen, die noch Atommüll beherbergen, ...

Spanischer Industrieminister gibt sich als Atomminister

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José Manuel Soria López , geboren 1958, gehört der Regierungspartei Partido Popular an. Seit 1999 war er Regionalpräsident der Kanarischen Inseln. Er hat einen Hochschul-Abschluss als Betriebswirt. Nach dem Regierungswechsel wurde er am 22. Dezember zum neuen Minister für Industrie, Energie und Tourismus ernannt. In dieser Funktion ist er auch für die spanische Atompolitik zuständig. Vorsichtig lässt die neue Regierung nun bezüglich ihrer zukünftigen Politik zur Nutzung der Atomenergie die Hüllen fallen. Soria gibt in ersten Gesprächen entsprechend seinem Hintergrund als Betriebswirt bezüglich der Atomkraft das Motto aus, man muss die Zitrone auspressen, solange es sie noch gibt. Atommeiler sollen also laufen bis sie auseinanderfallen oder ein paar Landstriche unbewohnbar gemacht haben. Laut Soria will man zwar auf eventuelle Sicherheitsbedenken des handzahmen spanischen Nuklearsicherheitsrat (CSN) hören, aber man ist sich doch sehr sicher, dass der wie gewünscht jedes Risiko runt...

Frankreich: Atomkraftwerke nicht kontrollierbar

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Am Nikolaustag erlebte die französische Atomindustrie wieder einmal eine böse Überraschung. Allen Beteuerungen über die hundertprozentige Sicherheit ihrer Kraftwerke zum Trotz gelang es einem Team von Greenpeace innert kürzester Zeit auf das Gelände des AKW Nogent zu gelangen und die Kuppel zu besteigen. Somit war bewiesen worden, dass eben doch geschieht, was nicht geschehen darf. Nicht auszudenken, wenn tatsächlich jemand mit terroristischen Absichten versucht ein AKW anzugreifen. Greenpeace hatte die Aktion nur vorgenommen, um zu beweisen, dass es mit der immer wieder beteuerten absoluten Sicherheit nicht weit her ist.  Frankreich hat viele AKW’s und scheinbar ist es so, dass je mehr dieser Hochrisiko-Anlagen vorhanden sind umso zahlreicher die Nachlässigkeiten werden. Aber damit nicht genug. Anfang Dezember verlangten 2 Abgeordnete, Mitglieder des Ausschusses für Energiefragen, von der Behörde für Nukleare Sicherheit (ASN) die Simulation eines Nuklearunfalls im Stil von F...

Pfusch bei AKW-Bau in Frankreich

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Das Kernkraftwerk Flamanville liegt an der Westküste der französischen Halbinsel Cotentin am Ärmelkanal. Das Kernkraftwerk umfasst zwei Druckwasserreaktoren und liegt etwa 20 Kilometer südlich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Seit 2004 wird auf dem Areal ein weiterer Reaktor gebaut, dieses mal ein Druckwasserreaktor der dritten Generation (Europäischer Druckwasserreaktor, EPR). Das Datum der endgültigen Inbetriebnahme wurde ständig verschoben, jetzt hofft man, dass die Stromproduktion im Jahr 2016 beginnen kann. Bisher schätzt man die Kosten auf 6 Milliarden Euro. Wenn das mal reicht! Die französische Atomsicherheitsbehörde ASN hat in den letzten Monaten mehrfach die Rohbauten des künftigen Reaktors beanstandet. Das Satire-Magazin “le Canard enchaîné ” hat heute enthüllt, dass vom 2010 bis August 2011 vier scharf gehaltene Briefe an EDF, den Bauherrn, abgesandt wurden, in der die Qualität mehrerer lebenswichtiger Konstruktionsteile des zukünftigen Reaktors kritisiert wird....

ENSIger Versuch störrische Deutsche zu überzeugen

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Dr. Georges Pillen spricht wie ein Pferdeflüsterer auf die Mitglieder des Kreistages Waldshut-Tiengen ein. Er ist Direktor im ENSI , dem schweizerischen Institut für Nuklearsicherheit. Er soll den deutschen Nachbarn verkaufen, dass die an der Grenze liegenden Schweizer Kraftwerke die sichersten der Welt sind, denn der Kreistag ist im Begriff eine Resolution gegen die Schweizer Atomkraftwerke zu beschließen. Während die Dampffahne des Waldshut gegenüberliegenden Atomkraftwerks Leibstadt sich in den Fenstern des Kreistages spiegelt, versucht Dr. Pillen nun das Unmögliche. Assistiert wird er von Dr. Schulz und dem vom ENSI engagierten Medienprofi Andrea Müller. Anhand einer beruhigenden Präsentation schildert Piller wie scharf das ENSI auf die Schweizer AKW’s aufpasst. Seine Behörde ist sich sicher, dass die AKW’s in der Schweiz die sichersten auf der der Welt sind. Aus Fukushima habe man sofort gelernt und die Sicherheitsanforderungen hoch gesetzt. Dass er damit zugibt, dass die AKW’s v...