Geschwindigkeitsbeschränkung halbiert Zahl der Todesfälle in Barcelona

Im Grossraum Barcelona gibt es seit 1. Januar für viele Strassen eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h (limitación de la velocidad a 80 kilómetros por hora). Laut La Vanguardia hat der Katalanische Verkehrsdienst (Servicio Catalán del Tráfico (SCT)) eine Zwischenbilanz gezogen. Laut dem Director des SCT, Josep Pérez-Moya, waren die Geschwindigkeitsbeschränkungen ein voller Erfolg. Seit der Einführung der Geschwindigkeitsbeschränkungen gab es auf den betroffenen Strecken 325 Unfälle (accidentes) mit 5 Toten (muertos), 19 Schwerverletzte (heridos graves) und 389 Leichtverletzte (heridos leves).

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete dies bei den Todesfällen ein Absinken um 50% (von 10 auf 5) und bei den Verletzten ebenfalls um eine Verminderung um 50%. Das SCT feiert dies als ein Erfolg der Geschwindigkeitbeschränkungen, die dazu geführt haben, dass es auch weniger Staus (retenciones) gab.

Man könnte meinen, dass die überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer nun positiv von den Zahlen überrascht sind und die Massnahme als äusserst sinnvoll anerkennen. Weit gefehlt, eine Internet-Umfrage von La Vanguardia mit dem Inhalt "Sind sie einverstanden, dass die Geschwindigkeit auf den Zufahrtsstrassen zu den Gemeinden (en los accessos a los municipios) auf 8o km/h beschränkt wird?" ergab bei 10013 teilnehmenden Personen, dass 76% mit "nein" abgestimmt haben, d.h. sie hielten von Geschwindigkeitsbeschränkung gar nichts.

Es gibt wohl noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten!

Bild: Autobahn Barcelona; eigene Quelle

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