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Genfer Empfindlichkeiten gegen Bern

Der Genfer Journalist Jean-François Mabut hat in seinem Blog einen Traum für das neue Jahr (Rêve de Nouvel An). Mit einer gewissen Bitterkeit nimmt er die Mitteilung des schweizerischen Bundesamtes für Verkehr (l'Office fédéral des transports) zur Kenntnis, dass im Basistunnel des Lötschberg die Züge mit 250 km/h verkehren könnten.

Er beklagt, dass die Strecke nur einige "dicke" Milliarden (gros milliards) gekostet hat und hauptsächlich dazu dient, Basel und Deutschland noch schneller mit Mailand und Italien zu verbinden. Als Nebeneffekt würden die Berner noch davon profitieren.

Einschub: Mabut spricht in Zusammenhang mit den Bernern von "les Valaisant des Bernois". Konnte leider in keinem Wörterbuch eine deutsche Entsprechung finden. Es scheint ein typischer Ausdruck der Schweizer Romandie zu sein.

Hinzu kommt, dass zur Zeit der Basistunnel durch den Gotthard gebaut werde, der der Eidgenossenschaft "den Speck von der Katze" (le lard du chat) koste, aber für den Ausbau der Strecke von Lausanne nach Genf gäbe es derzeit kein Geld. Man würde auf 2020 vertröstet.

Mabut's Träume gehen in Richtung Schnellbahnanbindung des Flughafens von Genf an den TGV Mailand - Paris. Vielleicht auch eine zweite Piste für den Flughafen Genf-Cointrin. Weiter könne man von der Swissmetro träumen, aber wenn die Romandie weiterhin träume, werde sie das Zugprojekt (le rendez-vous du train) verpassen.

Bildquelle: http://www.tiscover.ch/ch/images/RGN/85/RGN2585ch/gampel_anreise.gif

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