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Posts mit dem Label "mülltrennung" werden angezeigt.

Spanien hat noch nicht kapiert, was man mit Müll alles anfangen kann

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Nachdem der Europäische Gerichtshof Spanien wieder einmal dazu verdonnert hat, mehr gegen illegale Müllkippen und die niedrige Recycling -Quote zu tun, ist wieder einmal klar geworden, dass das Land weiterhin die Müllproblematik als lästige Aufgabe empfindet, dem man nicht mit vollem Einsatz nachkommen muss. Zwar sind inzwischen viele Müllkippen geschlossen oder auf ökologische Müllbehandlung umgestellt worden, aber immer noch gibt es 50 Müllkippen, bei denen der Müll nur abgeladen wird. Das geringste Problembewusstsein gibt es in Andalusien, wo es noch 19 solcher wilden Müllhalden gibt. Daran schließen sich Aragón mit 5, die Kanaren mit 3, das Baskenland mit 2 und Murcia mit einer Deponie an. Die Zeitung “Público” schreibt zur spanischen Müllsituation: Während im Durchschnitt der Europäischen Union 31% des Müll auf Müllkippen landet, sind es in Spanien bis 60% nach den letzten Daten von Eurostat aus dem Jahre 2013. Obwohl andere Länder mehr Müll produzieren als wi...

Ein spanisches Dorf verlässt sich auf eigene Ressourcen und weiß wie man mit dem Müll umgeht

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Über eine originelle Idee zur Energie- und Kosteneinsparung in dem Dorf Monforte del Cid (Provinz Alicante) berichtet der Blog “Blanco sobre Negro””. Monforte del Cid hat sich dafür entschieden innerhalb des Ortes beim Transport auf die Pferdestärken im eigentlichen Sinne zu setzen. Der Müll wird in Zukunft von Pferdewagen abgeholt. Monforte del Cid hat etwa 7.000 Einwohner. Der Autor des Blogs, Santiago Miró schreibt dazu: “Die Ortschaft Monforte del Cid ist zu den von Pferden gezogenen Wagen als Transportmittel innerhalb des Ortes zurückgekehrt. Das Projekt “Hipomóvil” ersetzt die motorgetriebenen Müllfahrzeug durch ein Fahrzeug, das von einem Pferd gezogen wird. Endlich ein Gemeinderat, der angesichts der erheblichen Kosten des Müllautos sich entschieden hat billigere, aber nicht weniger effektive Lösungen zu suchen. Und ich beziehe mich hier nicht auf eine einfache Lohnkostensenkungen, sondern auf einen Wechsel der Fahrzeuge und demzufolge auch auf einen Verzicht der Nutzung v...

Brasilianische Müllsammler bekommen universitäre Weiterbildung

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“Catadores” werden in Brasilien die Müllsammler genannt, die auf Müllkippen nach wiederverwertbarem Material suchen. Die “Catadores” haben inzwischen einen eigenen Interessenverband, der sich abgekürzt MNCR (Movimento Nacional dos Catadores / Nationale Bewegung der Müllsammler) nennt. Der Verband wurde vor 10 Jahren gegründet und erfreute sich nach eigenen Angaben einer starken Unterstützung durch den damaligen Präsidenten Lula. Bei den “Catadores” ist vor allem das Jahr 2003 in guter Erinnerung als Präsident Lula in São Paulo zu ihrem Arbeitsplatz kam, ihre Arbeit besichtigte und voll des Lobes war und eine staatliche Unterstützung der Projekte versprach. Die “Catadores” gehören zu den ärmsten Schichten der brasilianischen Bevölkerung. Es gab damals bereits Projekte, mit denen für eine bessere soziale Absicherung der Sammler gesorgt werden sollte. Im Jahr seines Besuches unterzeichnete Präsident Lula ein Dekret, mit dem ein interministerieller Ausschuss unter Einschluss der Interes...

Plastikbeutelkrieg in São Paulo

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Auch Brasilien stöhnt unter überbordenden Plastikmüll. Dabei hat man die Einkaufsbeutel aus Plastik, die man in brasilianischen Supermärkten zu Hauf und gratis bekommt, als Mitschuldige für den Müll ausgemacht. São Paulo will deswegen der Plastiktasche an den Kragen. Seit gestern gilt ein Verbot für die Ausgabe von Plastikbeuteln in den Supermärkten. Die Maßnahme wurde auf Grund einer Vereinbarung zwischen dem Bürgermeister von São Paulo, Gilberto Kassab, dem Gouverneur des Bundesstaates, Geraldo Alckmin und der Vereinigung der Supermarktbetreiber von São Paulo (Apas) beschlossen. Danach soll es keine umweltschädlichen Plastikbeutel mehr geben, sondern nur noch “ökologische”, für die man bezahlen muss. Was anderswo durchaus möglich ist, scheint in São Paulo zu einem kleinen Volksaufstand zu führen. Die Gewerkschaften der chemischen Industrie haben zu Protestdemonstrationen gegen das Verbot aufgerufen. Sie sind der Ansicht, dass das Verbot nur die Gewinne der Supermärkte steigere u...

Bürgermeister im Kampf für die Biotonne und die neue Müllpolitik

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Barcelona bekommt die Biotonne. Bürgermeister Jordi Hereu ist stolz auf Barcelona , weil Barcelona damit die zweite Grossstadt, nach Wien, in Europa ist, die organischen Müll gesondert sammelt und bearbeitet. Die neuen Tonnen - sie sind grün - werden in den nächsten Wochen ausgeliefert. Dumm ist nur, dass der Kenntnisstand der Bewohner Barcelona's bezüglich Müll und Wiederverwertung miserabel ist. Der Durchschnittsbürger glaubt, dass die Müllltrennung nur Theater ist. Seiner Ansicht nach muss er trennen und danach wird wieder alles auf einen Haufen geschmissen und verbrannt. Um diesem Vorurteil Paroli zu bieten, hat sich Hereu mit seinem Stab zur Recyclingstation, ecoparque (Ökopark) genannt, in Montcada begeben. Für seine ungläubigen Bürger hat er demonstrieren lassen wie der Müll angeliefert, sortiert und behandelt wird. Natürlich schmeissen die Barceloniner ihren Müll immer noch kreuz und quer durcheinander, so dass in der braunen Tonne das ist, was in die graue gehört und umge...

Pernambucanisches Mülltrennungserlebnis in Spanien

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Julia Kacowicz lässt in ihrem "Blog do meio ambiente" ihre Freundin Juliana (siehe Bild) aus Europa berichten. Juliana reiste das erste Mal nach Europa, um ihren seit 6 Jahren in Salamanca / Spanien lebenden Bruder zu besuchen. Sie war sehr gespannt und ein bisschen aufgeregt, was sie da erwartete. Es lief auch alles gut, nur eines hatte sie verwundert: Sie wollte ihm immer eine saubere Wohnung hinterlassen, deswegen warf sie alle Reste, sei es nun Packungen, Papier oder Essensreste in die gleiche Mülltonne (no lixo). Eines Tages sah das ihr Bruder und fragte sie: "Warum wirfst Du diese Plastikverpackung in den Mülleimer?" Sie anwortete: "Ich habe das weggeworfen, sollte das aufbewahrt werden?" Darauf er: "Nein, aber die Plastiverpackungen müssen in diesen andern Mülleimer geworfen werden. Du hast das zum Bio-Müll geworfen (junto do lixo orgânico)”. Juliana war dann doch sehr verwundert, denn von früher her in Recife kannte sie ihren Bruder nicht als...