Posts

Posts mit dem Label "nicola sturgeon" werden angezeigt.

Der schottische Geduldsfaden ist gerissen

Bild
Die schottische Ministerpräsidentin hat bekanntgegeben, dass Schottland ein 2. Unabhängigkeitsreferendum anstrebt. Der Grund dafür sei, dass die britische Premierministerin Theresa May Pläne für einen harten Bruch mit der Europäischen Union vorgelegt habe und Schottland die Gelegenheit haben müsse, zwischen einem harten Brexit und der Unabhängigkeit des Landes zu wählen. Unter anderem sagte die schottische Ministerpräsidentin, Nicola Sturgeon: Schottland steht an einem extrem wichtigen Scheidepunkt. Am Vorabend der Auslösung des Art. 50 ist kein umfassendes Übereinkommen für das ganze Vereinigte Königreich (UK) in Sicht – die UK-Regierung hat sich nicht einen Millimeter im Hinblick auf Kompromisse und Übereinkommen bewegt. Alle unsere Bemühungen um einen Kompromiss sind auf eine Mauer der Interessenlosigkeit getroffen. Die UK Mitgliedschaft innerhalb des Binnenmarktes wurde ohne vorherige Konsultation mit der schottischen Regierung oder einer anderen regionalis...

Die Brexit-Anhänger kennen weder die Geschichte noch ahnen sie die Zukunft

Bild
In Großbritannien gewinnt die Diskussion über das Referendum zum Austritt aus der Europäischen Union (EU) immer mehr an Fahrt. Vermutet wird, dass die Regierung das Referendum noch in diesem Jahr abhalten wird. Befürworter und Gegner des BREXIT formieren sich. Die Argumente gehen hin und her und der Ausgang steht auf des Messers Schneide. Die Umfragen zeigen mal ein Ergebnis dafür und mal dagegen. Es wird auf jeden Fall eng. Inzwischen hat Premierminister Cameron einen Ministern sogar freigestellt, ob sie für oder gegen einen Brexit kämpfen werden. Auf jeden Fall ist der BREXIT nach einer sehr kurzsichtige Lösung aus. Er beinhaltet erhebliche Risiken für die EU, aber auch für das Vereinigte Königreich selbst. In diesem Zusammenhang ist es gut, einen Fachmann zu Wort kommen zu lassen. Harold James ist Professor für Geschichte an der Universität Princeton und am europäischen Universitätsinstitut in Florenz. Er hat ein paar interessante Gedanken zur Problematik gemacht, ...

Wenn der schottische Schwanz mit dem englischen Hund wackelt

Bild
Davor haben die englische Nationalisten unter der Führung des UKIP -Chefs Nigel Farage furchtbare Angst. Das Ressentiment zwischen Engländern und Schotten gerät immer mehr zum Hauptthema des derzeitigen Wahlkampfes. Dahinter steckt, dass Labour zwar wahrscheinlich keine eigene Mehrheit im nächsten Parlament bekommen wird, aber eventuell mit der stärker werdenden SNP (Schottischen Nationalpartei) eine Koalition oder geduldete Minderheitsregierung bilden und so die bisher regierenden Tories ablösen könnte. Die Tories sehen diese Gefahr und schlagen wie wild in englisch-nationalistischer Tonlage um sich, egal wie viel Porzellan sie dabei zerschlagen. Neben der wirtschaftlichen Situation sind es die Schotten und die EU, die sie zu den Sündenböcken für Englands Niedergang machen. Die Schotten für alles haftbar zu machen ist für die Tories naheliegend, denn im nördlichen Teil der britischen Insel haben sie so gut wie keine Chance einen Wahlkreis zu gewinnen. Der Journalist Rafael Behr...

Die einzige Möglichkeit in der EU zu bleiben ist die Unabhängigkeit

Bild
Nicola Sturgeon , geboren 1970, ist stellvertretende Ministerpräsidentin in Schottland . Bereits mit 16 Jahren wurde sie Mitglied der Scottish National Party (SNP) , seit 1999 ist sie Abgeordnete des schottischen Parlaments. Seit 2012 ist sie die Verantwortliche für die schottische Regierungsstrategie und Verfassungsfragen. In dieser Funktion spielt sie eine wichtige Rolle in der Kampagne für die Unabhängigkeit Schottlands. Demnächst wird sie durch die Länder der Europäischen Union touren und für ein unabhängiges Schottland innerhalb der Europäischen Union werben. Beginnen wird sie in Kürze mit einem Besuch in Irland . Gerade an Hand dieses Landes will sie zeigen, dass Schottland sich auch als kleiner Staat innerhalb der EU gut entwickeln kann. Sie beabsichtigt vor Vertretern der Wirtschaft Dublin aufzuzeigen, das zehntausende von Arbeitsplätzen in Schottland von den EU-Märkten abhängen und dass die einzige Möglichkeit, um die EU-Mitgliedschaft sicher zu stellen, ein Votum für die...