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Posts mit dem Label "wirtschafskrise" werden angezeigt.

Lieber heute als morgen raus aus Brasilien

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Die Webseite "Racismo ambiental" berichtet, dass die Zahl der auswandernden Brasilianer und Brasiliannerinnen noch nie so hoch war wie zur Zeit. Während 2012 noch 1,9 Millionen von ihnen im Ausland lebten, sind es jetzt 4,2 Millionen. 2018 erklärten 70 Millionen BrasilianerInnen, dass sie das Land verlassen würden, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, was darauf schließen lässt, dass die Auswanderung noch zunehmen wird. Ziel ist überwiegend Nordamerika (46%) und Europa (31%). Noch schlimmer ist, dass vor allem die Jugend das Land verlassen will. Nach einer Erhebung des sozialpolitischen Instituts Getulio Vargas haben 47% der zwischen 15 und 29 Jahre alten BrasilianerInnen erklärt, das Land bei nächster Möglichkeit verlassen zu wollen. Erstaunlich für ein Land, das bisher als Einwanderungsland galt. Aber es gibt genügend Gründe für dieses Phänomen. Es ist die wirtschaftliche und politische Entwicklung, die seit dem Impeachment der damaligen Präsidentin Dilma Rousseff eingeset...

Rubalcaba und Rajoy Arm in Arm vor Europa und gegen Jugendarbeitslosigkeit

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Spanien's Sozialisten zeigen Verantwortungsbewusstsein. Im Gegensatz zur derzeit an der Regierung befindlichen Partido Popular, die sich vor der Machtübernahme auf Totalopposition spezialisiert hatte und dies obwohl damals bereits absehbar war, dass Spanien schweren wirtschaftlichen Zeiten entgegen ging. Oppositionsführer Rubalcaba hat Ministerpräsident Rajoy ein Zusammengehen in Fragen des Auftretens gegenüber der EU vorgeschlagen. Jetzt erzielten die beiden eine Übereinkunft, dass man gegenüber der EU eine entschiedener Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Förderung der kleinen und mittelständischen Industrie verlangen werde. Maßnahmen, die eigentlich inzwischen auch in der EU als notwendig erkannt wurden. Rajoy erklärte erfreut über die Unterstützung: "Wenn man von den Problemen der Wirklichkeit spricht, dann glauben wir, dass es sehr positiv ist, wenn die beiden großen nationalen Parteien und auch diejenigen, die noch dazu kommen wollen, eine gemeinsame Position ...

Katalanen mit Drang zur deutschen Sprache

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Barcelona und die Region Katalonien grenzen an Frankreich. Es ist nicht verwunderlich, dass dort deshalb die französische Sprache einen hohen Stellenwert hat. Deutsch war dagegen etwas für Liebhaber. Die Landesregierung förderte umfangreich den Französischunterricht an den Schulen. Bereits nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Fall des eisernen Vorhangs zeichnete sich aber ab, dass die deutsche Sprache in Katalonien und Spanien bisher völlig unter ihrem Wert eingestuft war. In Wirtschaftskreisen begann man zu erkennen, dass Deutsch nicht nur in den wirtschaftlich potenten Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz gesprochen wurde, sondern auch ein wertvolles Hilfsmittel für den Zugang zu den osteuropäischen Märkten war. Bereits damals versuchte die katalanische Landesregierung, unterstützt vom lokalen Deutschlehrerverband das Verhältnis zwischen Deutsch- und Französischlehrern zu verändern. Da gab es aber ein erhebliches Problem: Die Lehrer für Französisch hatten langf...

Wirtschaftskrise und Vernunft bescheren Barcelona ein neues Verkehrskonzept

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Barcelona erwacht wie alle Jahre zu dieser Zeit aus dem Schlaf der Sommerferien. Es herrscht Hektik auf den Straßen, der Schulbeginn steht bevor. Weil viele Schüler nicht in eine Schule um die nächste Ecke gehen, sondern in der Regel mit Bus oder privat in eine weit entlegene Schule befördert werden müssen, erfährt der Stadtverkehr eine Belastungsprobe und es kommt in der Regel auch prompt zu einem Verkehrschaos, da auch gleichzeitig alle Geschäfte und Betriebe ihre Arbeit wieder zu hundert Prozent aufnehmen. Wir es dieses Jahr wieder so sein? Die Medien in Barcelona sind sich nicht so sicher. Die Wirtschaftskrise und Vernunft haben inzwischen viele Menschen umgestimmt. Eine wachsende Menge steigt auf den Nahverkehr um und verzichtet auf das Auto. Viele natürlich gezwungenermaßen, weil die Benzinpreise den Individualverkehr zu einem teuren Vergnügen machen. Die Stadtverwaltung hat sich dazu auch etwas Neues einfallen lassen. Der Busverkehr wurde auf ein “rechtwinkliges Verkehrskonz...

Madrid zahlt seinen Arbeitslosen Deutschkurse und hofft sie so los zu werden

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Die autonome Region Madrid bietet 20.000 Arbeitslosen kostenlose Sprachkurse in Deutsch. In Genuss dieses Angebots kommen diejenigen, die kurzfristig mit keinem Arbeitsangebot in Spanien rechnen können. Eine besondere Empfehlung liegt bei den Deutschkursen, da es in Deutschland “immense Gelegenheiten” gäbe, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Weitere 5.000 kostenlose Sprachkurse werden für Englisch und 1.000 für Chinesisch angeboten. Die zuständige Regierungsrätin erklärte anlässlich der Vorstellung des Programms: “Es gibt deutsche Unternehmer mit freien Arbeitsplätzen, die diese nicht mit ihren eigenen Landsleuten besetzen können. Es sind Repräsentanten aus diesem Land gekommen, die ihr Interesse gezeigt haben, dass die Plätze mit spanischen Arbeitnehmern besetzt werden.” Man habe ihr gesagt, dass allein im deutschen Bundesland Hessen 250.000 Arbeitskräfte gesucht würden. Und weiter: “Wir hatten Treffen mit den Vertretern vieler deutscher Regionen, wo es Vollbeschäftigung für die näch...

Die Irrungen und Wirrungen des Herrn Osborne

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George Osborne ist der britische Schatzkanzler, also der Finanzminister des Vereinigten Königreichs. Er ist einer der Unbeirrbaren, die wissen wollen, dass nur andere die Fehler machen und man selbst dann darunter zu leiden hat. Zusammen mit seinem Regierungschef, dem Premierminister David Cameron, hat er an der Elite-Uni von Oxford studiert und sich in seinen Studienzeiten als Kampftrinker im Bullingdon Drinking Club ausgezeichnet. Eine Abgeordnete der eigenen Partei bezeichnete beide als zwei arrogante vornehmtuende Kerle, die keinerlei Einfühlungsvermögen dafür hätten, wie hart das Leben normaler Leute sei. Jetzt hat sich Osborne in einem Beitrag in einem Zeitungsbeitrag die Euro-Krise vorgeknöpft. Im Hinblick auf Großbritanniens desolate wirtschaftliche Lage braucht er einen, der für die Krise schuldig ist. Und tatsächlich ist er sich nicht zu schade, die Schuld allein bei der Eurokrise und den Ländern der Eurozone zu finden. Ein britischer Minister konservativer Schattier...